CH143729A - Verfahren zur Darstellung eines Doppelsalzes von Trinatriumphosphat (Na3 PO4) mit Natriumchlorid (Na CL). - Google Patents
Verfahren zur Darstellung eines Doppelsalzes von Trinatriumphosphat (Na3 PO4) mit Natriumchlorid (Na CL).Info
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Description
Verfahren zur Darstellung eines Doppelsalzes von Trinatriumphosphat (Nas P04) mit Natriumehlorid (Na Cl). Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Verfahren zur Darstellung eines tech nischen Doppelsalzes von Trinatriumphos- phat und Natriumchlorid, dessen vermutliche Formel f(5 Na3 P04. Na Cl) . 60 H.0] lautet.
Zur Darstellung des bisher üblichen, kommerziellen Trinatriumphosphates, wurde zunächst das Dinatriumphosphat hergestellt, indem Natriumkarbonat mit freier Phosphor säure umgesetzt wird, nach der theore tischen Formel:
Na:! CO, --'t- H; P04 + I I H=O = Na= HPOI -+- 12 H20 -'t- C02. Zu diesem Dinatriumphosphat wird wei ter eine bestimmte Menge Natronlauge zu gegeben, wobei nach verlaufener Reaktion, das Trinatriumphosphat in kristallinischer Form sich ausscheidet:
Na, HP04 -{- Na OH -i- 12$0 = .Na, PO". 12 H20 -I- 1120. Die theoretisch nötigen Stoffmengen für die Darstellung von 100 Teilen Trinatrium- phosphat sind: 25, 7 Teile H3 PO, <B>27,8</B> Teile Nag CO, 10,5 Teile Na OH. Die Erfahrung hat gezeigt, dass die theo retische Menge an Natronlauge nicht genügt, ein kristallinisches Produkt zu erhalten.
Des halb verwendet man einen Überschuss an Na tronlauge, und zwar ungefähr 15 statt 10,5 Teile, wobei das Endprodukt nicht mehr mit der Formel (Na, P04. 12<B>11,0)</B> überein stimmt, sondern noch bedeutende Mengen freier Natronlauge darin vorhanden sind.
Es wurde nun gefunden, däss durch Zu gabe von Kochsalz, noch zu der Dinatrium- phosphatlösung oder erst zu der Trinatrium- phosphatlösung ein gut kristallisierendes Produkt erzeugt werden kann.
Gemäss dem den Gegenstand der Erfin- diing bildenden Verfahren wird also zu einer Dinatriumphosphatlösung Natronlauge und Kochsalz zugegeben. Dabei kann die Zu gabe der Natronlauge nach folgendem Titra- tionsverfahren überwacht werden.
Die durch Zugabe von Natronlauge er zeugte Reaktionslösung wird mit halb normaler Salzsäure und mit Phenolphthalein und Methylorange als Indikatoren titriert. Wenn der Umschlagspunkt für Phenolphtha- lein erreicht ist, wird abgelesen, wieviel Säure verbraucht wurde, darauf wird weiter titriert bis zur schwach sauren Reaktion, an gezeigt durch das Methylorange und wieder um abgelesen.
Die erste Ablesung dividiert durch die Summe beider Ablesungen ergibt dann das sogenannte "Natronlaugenverhält- nis", welches also lediglich das Titrations- verhältnis zwischen Phenolphthalein - Um schlagspunkt und -3lethylorange-Umschlags- punkt angibt. Das nach dem vorliegenden Verfahren erhaltene Endprodukt zeigt zum Beispiel ein solches Verhältnis von 0,50, was einer sehr geringen Menge Natronlauge ent spricht.
Durch die Zugabe von Natriumchlorid er hält inan also ein gut kristallisierendes End produkt, das alle wünschbaren Eigenschaf ten des kommerziellen Trinatriumphosphates, welches heute erhältlich ist, aufweist, da neben aber bedeutende Vorteile bietet. Ne ben der angenehmeren Handhabung, weil die scharf ätzende Wirkung auf die Haut weg fällt; ist der bedeutend billigere Darstel lungspreis, wegen dem verminderten Bedarf an Natronlauge, von grosser Wichtigkeit.
Das entstehende Produkt lässt sich wahr scheinlich in der Form eines Doppelsalzes formulieren, und zwar: [(5 Na3 P04 . Na Cl) . GO H20].
Diese Anschauung stützt sich auf die Tatsache, dass das kristallisierte Produkt ein so geringes "Natronlaugenverhältnis" von 0,5 aufweist, also fast laugenfrei ist, und auf den Gehalt an Na Cl, welches 3 % beträgt.
Zur Ausführung des neuen Verfahrens kann man beispielsweise wie folgt vorgehen: Zunächst wird eine Dinatriumphosphat- lösung hergestellt, indem man zum Beispiel Phosphorsäure mit Natriumkarbonat versetzt. Darauf wird diese Dinatriumphosphatlösung konzentriert, und die eventuell sich ausschei denden festen Körper werden entfernt.
Jetzt werden zirka 4% Kochsalz zugegeben und erst dann die annähernd theoretisehe Menge Natronlauge entsprechend der Formel: Nag HP04 . 12H20 -I- Na OH = Na3 P04. 12 H@0 -I- H20. Die Menge des zu verwendenden Koch salzes ist abhängig vom "Natronlaugenver- hältnis" : ein hohes "Verhältnis" entspricht einer grösseren Menge Kochsalz. Das normale "Verhältnis" schwankt meistens zwischen 0,46 und 0,50.
Nachdem die Lösung Lies Natriumchlorid- Trinatriumphosphates, wie oben beschrieben, titriert wurde, wird das Produkt auskristalli sieren gelassen, indem beispielsweise -die Lö sung abgekühlt wird. Die Kristalle werden dann zum Beispiel in einer Zentrifuge von der Mutterlauge befreit und darauf mit Trockendampf oder Heissluft getrocknet.
Nachfolgend einen Ansatz für die Dar stellung des technischen Doppelsalzes von Trinatriumphospha.t und Natriumchlorid.
-13 Teile 60%ige HZ P04 (25,8% H3 P04) 28 Teile kommerzieller, kalzinierter Soda (58, ö Na?0) 11 Teile Natronlauge (76% Na20) 8 Teile Kochsalz (Na Cl).
Claims (1)
- <B>PATEN</B> TAN SPRUC H Verfahren zur Darstellung eines Doppel salzes von Natriumchlorid und Trinatrium- phosphat, dadurch gekennzeichnet, dass zu einer Dinatriumphosphatlösung Natronlauge und Natriumchlorid zugegeben werden. UN TERANSPRüCHE 1.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, da.ss die wässerige Lösung des Dinatriumphosphates, erhalten aus Phosphorsäure unter Zugabe von Na- triumkarbonat, zunächst konzentriert und darauf das Natriumchlorid und die Na tronlauge zugegeben wird. \?. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadureb gekennzeichnet, dass die bei der Konzen tration der Dinatriumphosphatlösung aus fallenden festen Körper entfernt werden, bevor das Natr iumchlorid und die Natron lauge zugegeben werden. 3.Verfahren nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Lösung nach der Zugabe von Natriumchlorid und Natron lauge abgekühlt wird, worauf das Na triumchlorid-Trinatriumphosphat-Doppel- salz sich in kristallinischer Form abschei det.
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