CH143827A - Resonanzfederantrieb mit direkt von der Resonanzfeder gesteuertem Triebrad. - Google Patents

Resonanzfederantrieb mit direkt von der Resonanzfeder gesteuertem Triebrad.

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CH143827A
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A-G Landis Gyr
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Landis & Gyr Ag
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Description


  Resonanzfederantrieb mit direkt von der Resonanzfeder besteuertem Triebrad.    Die bisher bekannt gewordenen Resonanz  federantriebe enthalten ein von der Resonanz  feder gesteuertes, die Einleitung eines Vor  ganges, wie beispielsweise die Ein- und Aus  schaltung eines Schalters, die Umschaltung  eines Tarifzählers, den Antrieb eines Uhren  gangwerkes oder die Überwachung ähnlicher  Einrichtungen bewirkendes Schaltorgan, das  gewöhnlich in Form eines Schleudergliedes  oder eines Triebrades gewählt ist.  



  Obwohl die Resonanzfederantriebe, bei  denen die Ausführung eines Vorganges durch  ein Schleuderorgan bewerkstelligt wird, eine  genügende Sicherheit gegen unbeabsichtigte  Ansprechen durch von der Steuerfrequenz ab  weichende Frequenzen und Erschütterungen  gewährleisten, sind die Resonanzfederan  triebe mit von der Resonanzfeder gesteuer  tem Triebrad gegen diesen Übelstand nicht  gefeit. Man hat daher bei den letztgenannten  Resonanzfederantrieben, die wohl in andern  Hinsichten gegenüber den Resonanzfederan  trieben mit Schleuderorgan entschieden im  Vorteil sind, den angeführten Nachteil da-    durch zu beseitigen versucht, indem der An  trieb sehr resonanzscharf ausgebildet wurde;  jedoch konnte hiermit der beabsichtigte  Zweck nicht. mit genügender Sicherheit er  zielt werden.

   Ferner wurde auch vorgeschla  gen, die Resonanztriebfeder nicht direkt, son  dern unter Zwischenschaltung eines Sehleu  dertriebhebels auf das Triebrad einwirken zu  lassen. Eine derartige Ausbildung eines Re  sonanzfederantriebes weist aber hinsichtlich  des Wirkungsgrades gewisse betriebstech  nische Nachteile auf.  



  Die Erfindung bezieht sich nun auf einen  Resonanzfederantrieb mit direkt von der Re  sonanzfeder gesteuertem Triebrad, bei dem  bei hoher Betriebssicherheit und gutem Wir  kungsgrad eine Inbetriebsetzung des Trieb  rades durch von der Steuerfrequenz abwei  chende Frequenzen und Erschütterungen er  findungsgemäss dadurch verhindert wird, dass  ein besonderes, auf das Triebsystem einwir  kendes Sperrsystem vorgesehen ist; dieses  System kann aus einem auf einer Resonanz  zunge aufliegenden Sperrhebel und einem      mit dem Sperrhebel zusammenarbeitenden,  fest mit der Achse des Triebrades verbun  denen Sperrad bestehen.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung dargestellt.  



  Das an sich bekannte Triebsystem des  Resonanzfederantriebes enthält eine auf einer  Achse 1 sitzende glatte Triebscheibe 2 und  eine an einer Triebresonanzfeder 3 sitzende  Triebzunge 4.  



  Das Sperrsystem besteht aus einem mit  einem Sperrstift 5 versehenen, um eine Achse  6 verschwenkbaren, auf einer besonderen.  Sperresonanzzunge 7 aufliegenden Sperrhebel  8 und einer auf der Triebachse 1 festsitzen  den, mit sechs Nuten 9 versehenen Sperr  scheibe 10.  



  Es sei vor Erläuterung der Wirkungs  weise des Resonanzfederantriebes mit Sperr  system erwähnt, dass, um einen beabsichtig  ten Vorgang einleiten und den gleichen Vor  gang wieder rückgängig machen zu können,  zwei Resonanzantriebe erforderlich sind. Es  soll jedoch auf den an sich bekannten Mecha  nismus für die Erzielung der abwechselnden  Inbetriebsetzung der beiden Resonanzfeder  antriebe nicht näher eingegangen werden, da  dieser nicht das Wesen der Erfindung be  rührt.  



  Sobald die beiden, in bekannter Weise  zwischen den Polen des Triebeisens 11  schwingbaren, an einem Trägerteil 12 des  Magnetsystems befestigten Resonanzfedern  in rasche Eigenschwingungen versetzt wer  den, wird der Sperrstift 5 des hochgeschleu  derten Sperrhebels 8 die Sperrscheibe 10 frei  geben und hierdurch die Triebscheibe 2  von der Triebzunge 4 der Resonanzfeder 3 in  rasche Schwingungen versetzt, die für die  Ausführung irgend eines Vorganges nutzbar  gemacht werden. Nach Unterbrechung der  Übertragung des Steuerfrequenzstromes wird  eine Verdrehung der Triebscheibe 2 durch  das Sperrsystem 8, 10 wieder verhindert.  



  Die Abstimmung der Eigenschwingungen  der Triebfeder 3 und der Sperrfeder 7 kann  auf verschiedene Weise vorgenommen wer  den. Eine besonders hohe Abstimmschärfe    kann man dadurch erreichen, indem die  Triebfeder 3 und die Sperrfeder 7 der.  art abgestimmt werden, dass sie verschiedene  Eigenschwingungen besitzen, die sich aber  nur wenig voneinander unterscheiden. In der  Fig. 4 sind durch Kurven die     Schwingungs-          intensitäten    fa und fb der Triebfeder 3 und  der Sperrfeder 7 zur Darstellung gebracht.  Die Steuerfrequenz fs müsste dann zwischen  fa und fb liegen. Ganz geringe Abweichun  gen von der Steuerfrequenz f, würden dann  schon zur Folge haben, dass der Resonanz  federantrieb nicht ansprechen würde.

   Es  wäre wohl hierbei denkbar, dass entweder die  Triebfeder 3 oder die Sperrfeder 7 zum An  sprechen kommt; jedoch genügt dies, da beide  Systeme gleichzeitig ansprechen müssen, für  die Inbetriebsetzung. des Triebrades 2 noch  nicht. Es ist ferner auch möglich, die beiden  Resonanzfedern 3, 7 durch zwei gleichzeitig  ausgesandte, mit deren Eigenfrequenzen  übereinstimmende Frequenzen zu betätigen,  wobei die beiden Steuerfrequenzen nicht von  gleicher Grösse zu sein brauchen. Werden zur  Übertragung der Steuerfrequenzen Wechsel  stromnetze verwendet, so wird man vorteil  hafterweise insbesondere dort, wo es mehr  auf grosse Energiewirkung als auf gute Ab  stimmschärfe ankommt, für die eine Steuer  frequenz die Netzfrequenz selbst verwenden.  



  Hervorzuheben wäre noch, dass der Sperr  hebel 8 des Sperrsystems nicht unbedingt auf  einer besonderen Sperrfeder 7 aufliegen muss,  sondern auch auf der Triebfeder 3 des Trieb  systems zum Aufliegen gebracht werden  kann.  



  Durch das Sperrsystem wird also ohne  Herabsetzung der Betriebssicherheit und des  Wirkungsgrades eine Inbetriebsetzung des  Triebsystems durch von der Steuerfrequenz  abweichende Frequenzen und Erschütterun  gen, da diese den Sperrhebel 8 nicht derart       verschwenken    können, dass der Stift 5 aus der  Nut 9 der Sperrscheibe 10 gelangt, verhin  dert.  



  Ein Hochschleudern des Hebels 8 und  damit ein Freigeben der Triebscheibe     \?    ist  nur durch von     Überspannungswellen,    Ein-      schalt- oder ähnlichen Vorgängen herrühren  den Impulsen möglich. In Wechselstromver  braucheranlagen wird dann die von der Netz  frequenz in Schwingungen versetzte Reso  nanzzunge 3 bis zum Einfallen des Stiftes 5  des Schleuderhebels 8 in eine Nut 9 der Sperr  scheibe 10 eine Verdrehung der Triebscheibe  2 bewirken, Um nun diese Verdrehung der  Triebscheibe 2 recht klein zu halten, wird  zweckmässig die Sperrscheibe 10 mit mehre  ren Nuten 9 versehen.

   Im vorliegenden Aus  führungsbeispiel ist die Sperrscheibe 10 mit  sechs Nuten versehen, so dass beim Auftreten  eines Störungsimpulses die Triebscheibe 2 um  einen Sechstel einer Umdrehung von der  Netzfrequenz verdreht werden kann. Zwecks  weiterer Verkleinerung der durch die Stö  rungsimpulse hervorgerufenen Umdrehung  der Triebscheibe 2 können natürlich auch  mehr als sechs Nuten vorgesehen werden.  



  Die durch die Störungsimpulse hervorgeru  fenen Umdrehungen der Triebscheibe 2 sind  nun, da die Getriebeübersetzung zwischen  Triebscheibe und der die Ausführung eines  Schaltvorganges bewirkenden Einrichtung  derart gewählt werden kann, dass erst nach  mehrmaligen Umdrehungen der Triebscheibe  der Schaltvorgang eingeleitet werden kann,  vollkommen wirkungslos. Wird beispiels  weise die Getriebeübersetzung derart ge  troffen, dass nach 20 Umdrehungen der  Schaltvorgang beendigt ist, so wäre durch die  Störungsimpulse etwa eine 18 malige Umdre  hung der Triebscheibe 2 erforderlich, um  einen falschen Schaltvorgang einzuleiten. Es  kommt jedoch in der Praxis nicht vor, dass  Störungsimpulse eine derartig starke Umdre  hungszahl der Triebscheibe 2 hervorrufen  können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Resonanzfederantrieb mit direkt von der Resonanzfeder gesteuertem Triebrad, dadurch gekennzeichnet, dass ein besonderes, die In betriebsetzung des Triebsystems durch von der Steuerfrequenz abweichende Frequenzen und Erschütterungen verhinderndes Sperr system vorgesehen ist. UNTERANSPRÜCHE: 1. Resonanzfederantrieb nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Sperr system aus einem auf einer Resonanzzunge liegenden Sperrhebel und einem mit dem Sperrhebel zusammenarbeitenden, fest auf der Triebachse sitzenden Sperrad besteht. 2. Resonanzfederantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sperrhebel von der Re sonanzfeder des Triebsystems gesteuert wird. 3.
    Resonanzfederantrieb nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekenn zeichnet, dass der Sperrhebel von einer be sonderen Resonanzfeder gesteuert wird. 4. Resonauzfederantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 3, dadurch ge kennzeichnet, dass Trieb- und Sperrfeder verschiedene Eigenschwingungszahlen be sitzen. 5.Resonanzfederantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Eigenschwin gungszahlen der Trieb- und der Sperrfeder sich nur wenig voneinander unterscheiden und von einer zwischen den beiden Eigen schwingungszahlen liegenden gemeinsamen Gebefrequenz gesteuert werden. 6.
    Resonanzfederantrieb nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1, 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Trieb- und Sperr feder von zwei gleichzeitig ausgesandten, den einzelnen Eigenfrequenzen der beiden Resonanzfedern entsprechenden Gebefre quenzen gesteuert werden. 7. Resonanzfederantrieb nach Patentanspruch, und Unteransprüchen 1, 3, 4 und 6, da durch gekennzeichnet, dass für die die Triebfeder steuernde Gebefrequenz die Netzfrequenz benutzt wird.
CH143827D 1930-01-15 1930-01-15 Resonanzfederantrieb mit direkt von der Resonanzfeder gesteuertem Triebrad. CH143827A (de)

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