CH144004A - Verfahren zur Überführung flüssiger Seife in eine schnell lösliche, handliche Form. - Google Patents
Verfahren zur Überführung flüssiger Seife in eine schnell lösliche, handliche Form.Info
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Description
Verfahren zur Überführung Ilüssiger Seife in eine schnell lösliche, handliche Form. <B>Es</B> ist bereits bekanut, durch Verstäuben 1'Iüssi.",(,r 'Seife hergestelltes Seifenpulver iltireli Pres#sen in Rie-el- oder Stiielform zu hrin-en. Diese Formengebung hat *edoch flen -,rossen 'Nachteil,
dass man die Rieo-el oder Stück@ erst- zerschneiden muss, wenn man die Seife für Waschzweeke lösen will. F)a s bereitet namentlich bei hochprozentigen t' und hierdureli spröden Seifen Schwierig keiten.
Naoh, vorliegender Erfindung verfährt man irtin zur rberfiillriiii"- flüssiger Seife in eine schnell lösliche. handliche Form so. d-#t") man die flüssi-e Seife durch Zerstäuben in S Seifenpulver verwandelt und dieses Pulver alsdann durch Anwendun-, mechanischer Mittel in eine handliche, rasch lösliche Form brin-t. Hierbei kann man so verfahren,
dass man das Pulver mitteIst Strang ressen zu ilp Fäden verpresst. oder es auch durch Walzen züi Bändern oder zu Seifenwolle oder zu Flochen verformt.
Vor dieser Formuno- ist ZI#veel#mässi-. das Pulver durch Walzen- mühlen zu hoinogenisieren. Das Verfaheii nach vorliegender Erfindung ist nicht nur e# auf reine Seife, sondern auch auf solche Seife anwendbar, die Zusätze enthält.
Die Vorteile dieses Verfahrens o-e-,eii- L, tn über einer unmittelbaren Herstellun,## voii Fäden, Flocken oder Wolle axis nicht erst in Pulver verwandelter flüssiger Seifenmasse, liegen vor allem darin, dass man einerseits an Zeit, Wärme, Kraft und Arbeit ganz wesentlich spart, und dass man anderseits vollständi- unabhänglio- von den Eigensehaf- Z,
el II ten der verwendeten Fette und Öle wird.<B>da</B> man selbst aus nur Weichfett enthaltenden Seifen feste, haltbare und <U>gut</U> paketierbare Erzeugnisse erzielt.
Wenn man aus Seife Fäden, Wolle oder Flocken erzeugen will, so muss man die Seife zum Verwalzen oder Pressen<B>je</B> nach ihrer Zusammensetzung mehr oder weniger vor trocknen. Dies ueschieht entweder, indem man die flüssige Seife auf sogenannten Wal zentrocknern in ganz dünnen Schichten auf- c# trägt und die angetroehneten Seifeuhäutehen durch Schabmesser von den Stahlwalzen ab nimmt, oder,
indem man die flüssige Seife auf Kühlwalzen zu Bändern verformt und diese auf Bandtrocknerii auf den gewünseh- ten Trocken-rad bringt. Sowohl das Walzen- trockenverfahren., wie das Bandtrockenver- fahren ist gegenüber dem Zerstäubungsver- fahren, das der Erfinder zum Trocknen der Seife benutzt, durchaus -unwirtschaftlich.
Beim Trocknen der Seife durch Zerstäuben ist der Aufwand an Wärme, Kraft und Zeit ganz erheblich -,erin-er, als für das Trock- D t' el nen von Seife nach einem der vorhin erwähn ten Verfahren.
Ein weiterer wichtioer Vor teil bei der Troehnumr der Seife durch Zer- stäubung liegt auch darin, dass man selbst bei aussehliesslicher Verwendung der soge- nannten Weichfette zur Herstellung der be treffenden Seifen noeh trockene, nicht mehr backende, leicht zu Floehen und Fäden ver formbare Erzeugnisse erhält.
Selbst wis einer Rizinusöl-, Kali- oder Natronseife. dii, nach dem Walzentrockenverfahren äusserst schwer. naeh dem Bandtroekenverfahren überha.upt nicht in ein trockenes, verform bares Erzeu"#nis verwandelt werden kann# Ilelingt diese Verformung bei Anwendung e e vorliegender Erfindung leicht.
Es war ferner nicht zu erwarten, dass man die dureli Zerstäubung erhaltene troekene Seife in Pulverfornt unmittelbar durch eine Strang- presse beim Durchtreiben durch dünne Siebe mit vielen sehr feinen Üffnungen ohne wei teres zu ulänzenden, homogenen Seifenfäden verpressen kann, die, wenn ihr Durellmesser <B>1.</B> mm nicht überschreitet,
selion in zehn bis zwanzig Minuten züi einem so spröden und nicht mehr zusammenbackenden Erzeugnis nachtroeknen, dass sich die Fäden zu kleinen, transparenten, kristallähnlichen Stäbehen zer brechen lassen.
Ähnliell kann man auch den Seifenstaub zwisehen kühl- oder heizbaren, polierten Metallwalzen züi feinen, glänzen <B>.</B> t' den Seifenhäutchen verpressen, die sich durch Abkratzen mit stumpfen Nadeln von den Walzen zu Wolle oder durel-i Schneiden in Rhomben, Bändern,<B>-</B> Prismen, Quadrate oder dergleiehen in bekannter Weise leicht züi Flocken verformen lassen.
Nur dann, wenn in die Gleichmässig<B>n</B> #keit des Erzeug nisses besonders hohe Ansprüche gestellt werden, ist ein Hoiiio",eni-,ieren mittelst einer Vorverivalzun-, nötig.
Selbstverständlich können nieht nur reine Seifen nach dem beschriebenen Verfahren verformt werden. sondern anch alle solche flüssigen Seifen, die Elektrolvie oder andere Zusätze in iro-end einer Form enthalten, die den flüssigen oder holloirlen Zustand nieht stört.
Das besehriebene Verfahren -estattet ein %,ollstän(li" selbstta zl-eg iind Linunterbro- ,ehenes Arbeiten.
so dass die Gestehun,-z- t' kosten erlieblieh kleiner sind, als bei den bis her im Handel befindliebeii. in bezu-- auf <B>Z,</B> Schnelligkeit des Lösens -und auf bequeme -wenin#er o,iiteii r"rzeii,)-ni"zNen. <I>Beispiele:
</I> <B>1.</B> Flüssige Kernseife aus<B>80%</B> Tal-- und 207o Kokos61 wird in bekannter Weise so zerstäubt, dass ein Seifenpulver mit einem Fettsäuregellalt von eiwa. 82.% entstellt.
Dies wird dureh Sehneehen aus der Zerstäubunys- kammer auf eine Walzenmühle geschafft, und in bekannter Weise zu feinen Seifen häutchen von etwa ein Zehntel Millimeter auso,ewalzt. Diese Seifenhäutchen werden ZD entweder durch Anlegen von stumpfen -Na deln oder von -eeie,.ueten Sehneidemessern in Form von Bändern, Seifenwolle oder schönen, glänzenden Flochen der letzten Walze abgenommen.
-). Rizinusölnatrongeife von etwa<B>60</B> bis <B>62%</B> Fettsäuregehalt -wird in bekannter Weise zu einem Pulver zerstäubt, das einen Fettsäuregehalt von<B>86</B> bis<B>88%</B> aufweist.
Das Pulver wird unmittelbar dem Trichter einer Strangpresse zugeführt und dureh feine Düsen von 0,4 bis<B>1</B> mm Durchmesser züi feinen, glänzenden Fäden verpresst, die nacli kurzem Nachtroehnen durch Aufblasen von Luft spröde werden und in Form von sehr ansehnlichen, glänzenden hoehtranspa- rciiten Stäbchen zerfallen.
<B>3.</B> Flüssige Olivenölseife von Ptiva <B>60</B> bi:, (i2/'0 Fettsäiireoehalt wird, wie in Beispiel <B>1,</B> so zerstäubt. dass der Fettsäureuelialt aui M% steigt.
Das so erhaltene Pulver wird ebenfalls dem Trichter einer Strangpresse zugeführt und durch Verpressen durch Düsen von 0,4 bis 1,15 min zu feinen Fäden umgewandelt, die n ach kurzem Überleiten von Luft spröde werden und züi kleinen, schnell löslichen Stäbchen zerbrechen.
4. Flüssige Kernseife, aus<B>60 '0</B> Kokos- öl und 40% Erdnussöl oder Tal,- hergestellt, wird in bekannter Weise so zerstäubt, dass der Fettsäuregehalt auf<B>80</B> bis 90,% steigt.
Das so erhaltene Pulver -wird mit<B>10</B> bis <B>5</B> flüssiger Kernseife in einer Misch- maseliine -) bis<B>10</B> -i#linLiten lano# uemischt. -, <B>en</B> und kaiin alsdann sofort durch feine Düsen züi feinen Fäden ausgepresst werden.
<B>5.</B> Das nach Beispiel 4 erhaltene<B>88</B> bis 90%ige Seifenp-tilver wird mit<B>30</B> bis<B>50%</B> Wasserglas von<B>38 '</B> Beaum# in einer Misch- niaschine kurze Zeit -,emi-,eht, alsdann durch (4ne -Walzenmühle ein- oder zweimal gebän dert und kann alsdann sofort in ununterbro- ehenein Arbeitsgange zu feinen Fäden ver- presst werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCEI: Verfahren zur Überführung flüssiger Seife in eine schnell lösliche, handliche Form, dadurch gekennzeichnet, dass man flüssi.ge Seife durch Zerstäuben in Seifen pulver verwandelt und dieses Pulver alsdanz durch Anwendun-, mechanischer Mittel ir. t' eine handliche, ra.seh lösliche Form bringt UNTERANSPRüCHE:<B>1.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da- durcli gekennzeichnet, dass man das Pulver mittelst Strangpressen zu Fäden verpresst. <B><U>9.</U></B> Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Pulver durch Walzen zu Bändern verformt wird. <B>3.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch. da durch wekennzeichnet, dass das Pulver durch Walzen zu Seifenwolle verformt- wird. 4.Verfahren gemäss Patentauspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Pulver durch Walzen zu Flocken verformt wird. <B>5.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Pulver vor dem Überführen in die handliche Form durch Walzen homogenisiert wird. <B>6.</B> Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch ,gekennzeichnet, dass Zusätze enthaltende flüssige Seife dem Verfahren unterworfen wird.
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