CH144247A - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gebrannter Bausteine. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gebrannter Bausteine.

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CH144247A
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      Verfahren    und Vorrichtung zur Herstellung gebrannter Bausteine.    Die Erfindung betrifft ein Verfahren  zur Herstellung gebrannter Bausteine, wie  zum Beispiel Deckensteine,     Wandplatten    und  dergleichen, und eine Vorrichtung zur Aus  führung des Verfahrens.  



  Das Verfahren nach der Erfindung kenn  zeichnet sich dadurch, dass von dem aus einer  zur Bildung eines hohlen Stranges dienenden       Strangpresse    austretenden hohlen Strang  Teilstücke abgetrennt werden, worauf diese  durch die Masse des Formlings selbst auch  an den noch offenen Stirnflächen vollständig  abgeschlossen, getrocknet und in Ziegelöfen  gebrannt werden.  



  Gemäss einer Ausführungsart des Ver  fahrens     wird    in die     Hohlräume    der Steine  vor deren vollständigem Abschluss Füllstoff  eingebracht.  



  Ausführungsformen des Verfahrens, da  mit     herstellbare    Bausteine und     Einrichtungen     zur Ausführung des Verfahrens sind bei  spielsweise anhand der Zeichnung erläutert,  in welcher zeigen:         Fig.    1 perspektivisch einen allseitig ge  schlossenen Hohlstein,       Fig.    2 einen     Querschnitt    durch einen  solchen Stein, vor dem Brennen, mit einem  mit brennbarer Füllmasse 3 ausgefüllten  Hohlraum,       Fig.    3 und 4     Querschnitt    und     Längs-          schnitt    durch einen Deckenstein     mit    Füllung,

         Fig.    5 einen Teillängsschnitt durch ein       Mundstück    einer zur Herstellung der Steine  dienenden     Strangpresse,          Fig.    6 einen     Querschnitt    nach der Linie       A-B    der     Fig.    5,       Fig.    7 eine Seitenansicht einer maschi  nellen Einrichtung zum Schliessen der hohlen  Enden und Glätten der Formlinge,       Fig.    8 eine Frontansicht der     Einrichtung     gemäss     Fig.    7,

         Fig.    9 eine Teildraufsicht auf die Ein  richtung nach     Fig.    7 und 8 in im wesent  lichen     schematischer    Darstellung,  Gemäss den     Fig.    5 und 6 ist im     zum     Beispiel konischen     Mundstück    11 einer den      hohlen Formstrang erzeugenden     Strangpresse     zur Bildung des Hohlraumes des Steines ein  mehrteiliger Kern vorgesehen, dessen innerer  Teil 14 und dessen äusserer Teil 15 aussen  glatt sind, während der hohl ausgebildete  Mittelteil 16 des Kernes mit düsenartigen  Vorsprüngen 17 versehen ist, aus denen durch  ein Druckrohr 12 zugeführte Zusatzstoffe,  zum Beispiel Chemikalien austreten,

   und bis  zu einer gewissen Tiefe in das Innere des       Massestranges    13     eindringen    können. Die  hierbei entstehenden     Aufrauhungen    der  Innenwandungen des Hohlstranges 13 wer  den bei der Weiterführung des Stranges,  am äussersten Kernteil 15, wieder aus  geglättet.  



  Als schon dem     ]YIassestrang    in der       Strangpresse    innen einzuverleibende Zusatz  stoffe kommen brennbare Stoffe, wie Säge  mehl, zerkleinerter trockener Torf, sowie     un-          verbrennbare    Stoffe, wie Eisenpulver, Eisen  oxydpulver, Metallsalze, Salzlösungen, zum  Beispiel Natrium- und Kalisalzlösungen, wie       Sodalösung,        Ätzalkali    und dergleichen, be  ziehungsweise auch geeignete Gemische von  Chemikalien in Pulver-, Brei- oder flüssiger  Form in Betracht, insbesondere auch Stoffe.

    die beim Brennen der allseitig geschlossenen  Hohlsteine die Innenwandungen zum Bei  spiel zu glasieren oder die Steinmasse, zum  Beispiel zur Erhöhung der Festigkeit, Dichte  und Tragfähigkeit zu beeinflussen geeignet  sind.  



  Die aus der     Strangl)resse    austretenden  hohlen Stränge werden auf einem vor dem       Austrittsende    der Presse angeordneten Tisch  zu Längeneinheiten     geschnitten,    deren Masse  für die Bildung der Stirn-     bezw.    Kopfwände  ausreicht. Zur Erhöhung der Produktion  kann die Presse     mit    zwei Mundstücken ver  sehen sein und so jeweils zwei Stränge auf  einmal herstellen.  



  Gemäss der     Fig.    7 bis 9 gelangen Je  weils je zwei auf geeignete Länge geschnit  tene Steinrohlinge 1 über Rollen 18     (Fig.    7  bis 9) zwischen dauernd benetzte     Nitnehmer-          wände    19, die an Kettengliedern 20 einer  mittelst Triebwalzen 21 angetriebenen end-    losen Kette in Haltern 22 zweckmässig aus  wechselbar befestigt sind. In     Fig.    9 ist das  obere     Trum    der     Mitnehmerkette    nicht dar  gestellt. Von der Kette werden die Steine  auf den Arbeitstisch 23 befördert.  



  Auf dem Arbeitstisch 23 der Einrichtung  erfolgt zunächst mittelst vorne schalenförmig  gestalteter Hohlkolben 24, die von beiden  Seiten her auf die Rohlinge wirken und von  parallelen Kurbelwellen 25 angetrieben wer  den, die teilweise Schliessung der Stirnwände  und das Einstopfen zum Beispiel von Brenn  stoff aus einem Füllbehälter 26     (Fig.    8)  mittelst der in den Hohlkolben 24 beweg  baren     Stopfkolben    27.  



  Die teilweise geschlossenen, sowie ge  gebenenfalls gestopften Formlinge 1 werden  vom nächsten Kolbensatz 28 von beiden Sei  ten her vollständig geschlossen, an     Glätt-          walzen    29 und Streichblechen 30 vorbei  geführt und dann nach einer Seite mittelst  der Ausstosskolben 31 wiederum zum Bei  spiel auf Rollen 18 für die Beförderung zur  Trockenstelle aus der Maschine ausgestossen.  



  Zur genauen Dosierung der in die Hohl  steine einzubringenden Füllstoffe ist zwi  schen Vorratsbehälter 26 und den in Hohl  kolben 24 mündenden Fülltrichter 32 eine       Dosierungskammer    33 mit maschinell ar  beitenden Schiebern 34     (Fig.    8) vorgesehen.  



  Die Hublänge der Schliess-, Stopf- und       Ausstoss-Kolbengestänge    ist für verschiedene  Steinlängen einstellbar.  



       Fig.    1 und 2 zeigen einen nach dem be  schriebenen Verfahren     hergestellten    Bau  stein 1 mit     punktiert    eingezeichnetem Hohl  raum 2 und mit in diesem eingestopfter  Füllung 3 und     Fig.    3 und 4 einen ebensol  chen Deckenstein 1a mit Füllung 3.  



  Die Abmessungen und Formen der     Steint,     können beliebige sein und können die ein  zubringenden, zum Beispiel beim Brennen  der Steine verbrennbaren Füllstoffe nicht den  ganzen Hohlraum,     sonderrn    auch nur einer.  Teil desselben ausfüllen. Die Hohlräume  selbst können verschieden gestaltet und     zuui     Beispiel, statt, wie dargestellt, von ovalem.  auch von kreisrundem     Querschnitt    sein.

        Die hohlen, allseitig geschlossenen Decken  steine ja können gemäss     Fig.    .'', und     -1.    im  obern Teil mit Randfugen     .I,    zur besseren  Aufnahme und Bindung an zum Beispiel  aus Zement bestehender Bindemasse, und am  untern Teil mit vorspringenden Längsrippen  5, sowie einseitig mit einer untern Querrippe  6 versehen sein. Beim Brennen von Steinen  mit brennbarer Füllmasse, insbesondere mit  Torf, verbrennt der Füllstoff natürlich.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCIEI I Verfahren zur Herstellung gebrannter Bausteine, dadurch gekennzeichnet, dass von dem aus einer zur Bildung eines hohlen Stranges dienenden Strangpresse austretenden hohlen Strang Teilstücke abgetrennt werden, worauf diese durch die Masse des Formlings .selbst auch an den noch offenen Stirnflächen vollständig abgeschlossen, getrocknet und iri Ziegelöfen gebrannt werden. UNTERANSPRüCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass in den Hohl raum der Steine vor Schliessung der Stirnwände Füllmasse eingefüllt wird. die Steine alsdann vollständig geschlos sen, getrocknet und im Ofen gebrannt werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass als in den Hohlraum der Form- linge einzustopfende Füllmassen brenn bare Stoffe verwendet werden. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass als in den Hohlrahm der Form- linge einzustopfende Füllmassen nicht brennbare Stoffe verwendet werden, die die Eigenschaften der Steine zu beein flussen vermögen. a Verfahren nach Patentanspruch 1 und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass als einzustopfende, brennbare Füllmasse Sägemehl verwen det wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass als einzustopfende brennbare Füllmasse zerkleinerter, @trolk- kener Torf verwendet wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass den Innen wänden der Hohlsteine schon in der Strangpresse Zusatzstoffe zugeführt wer den. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeich net, dass im Mundstück der den hohlen Formstrang erzeugenden Strangpresse durch den mindestens teilweise hohlen und mit düsenartigen Vorsprüngen ver- sehenen Mundstückkern der Strang presse hindurch Zusatzstoffe unter Druck den Innenwandungen der Steine zuge führt werden. B.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Form- linge ausserhalb des Pressenmundstückes von Hand auf die gewünschte Länge ab geschnitten, weitergefördert und die Stirnseiten der Formlinge durch auf die Stirnflächen der Formlinge wirkende Kolben zugeschlossen werden. 9. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeich net, dass die Formlinge von beiden Sei ten gleichzeitig in der Weise bearbeitet werden, dass in einem ersten Verfahrens schritt die zu schliessenden Stirnwände der Formlinge allseitig vorgebildet wer den und in einem zweiten Verfahrens schritt die Schliessung vollendet wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 8 und 9, dadurch ge kennzeichnet, dass die geschlossenen Steine an den Stirnflächen geglättet werden. 11. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass während der Be arbeitung der Stirnwände der Form- linge im 'ersten Verfahrenschritt Füll stoff in die noch teilweise offenen Hohl räume des Formlings eingebracht wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch I und Unteransprüchen 1, 8, 9, 10 und 11, da durch gekennzeichnet, dass mehrere Steine gleichzeitig mit Füllmasse gefüllt, ge schlossen und geglättet werden.
    PATENTANSPRUCH II: Einrichtung zur Ausführung des Ver fahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Strangpresse zur Er zeugung eines hohlen Massestranges und durch Mittel zum Fördern der vom hohlen Strang abgeschnittenen Teilstücke und Mittel zum vollständigen Schliessen der noch offenen Stirnflächen der Teilstücke. UNTERANSPRüCHE 13.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Strang presse ein Mundstück mit einem mehr teiligen Kern besitzt, dessen innerer und äusserer Teil einen glatten Umfang be sitzen und dessen hohler Mittelteil düsen artige Vorsprünge aufweist und mit einem Druckrohr zur Zuführung von Zu satzstoffen zu den Innenwänden der Form- linge verbunden ist. 14. Einrichtung nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, dadurch gekenn zeichnet, dass Mittel vorgesehen sind, um während der Schliessperiode eine Füll masse in den Hohlraum des Formlings einzuführen. 15.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel zum Schliessen der offenen Stirnflächen der Formlinge aus zwei Gruppen von gegeneinander beweglichen Kolben be stehen, wobei die Kolben der einen Gruppe eine konkave Schliessfläche be sitzen und zur Aufnahme von Stopf kolben hohl sind, während die Schliess fläche der andern Kolbengruppe flach ist. 16. Einrichtung nach Patentanspruch 1I und Unteranspruch 15, dadurch Bekenn zeichnet, dass sich an die Schliesskolben Mittel zum Glätten der geschlossenen Stirnflächen anschliessen.
CH144247D 1928-09-05 1929-08-30 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung gebrannter Bausteine. CH144247A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056031B (de) * 1955-12-22 1959-04-23 Karl Hertlein Verfahren zum Herstellen schalldaemmender Gipsbauplatten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056031B (de) * 1955-12-22 1959-04-23 Karl Hertlein Verfahren zum Herstellen schalldaemmender Gipsbauplatten

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