CH144286A - Verfahren zur Herstellung von Schokolade. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schokolade.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Schokolade. Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Schokolade.
Dieses Verfahren kann zum Beispiel wie folgt ausgeführt werden: Kakaobohnen werden entweder ganz oder teilweise geröstet oder es werden Kakao bohnen verschieden geröstet und ein Gemisch von ganz und teilweise gerösteten Kakao bohnen in gewünschtem Mengenverhältnis gebildet. Kakaobohnen von bestimmtem Fettgehalt können so miteinander. vermischt werden. dass das Gemisch der Bohnen einen bestimmten Durchschnittsfettgehalt hat und bis zu einem bestimmten Durchschnittsgrad geröstet ist.
Dann wird eine Menge Pohzuckersirup hergestellt, welcher mit Bezug auf das Ge wicht der Kakaobohnen, nachdem sie von ihren Schalen befreit sind, ein bestimmtes ( T 'ewicht fester Zuckerteile enthält.
Zu diesem Zweck wird roher Zuckerrohr zucker oder Rübenzucker in Wasser gelöst. Zu diesem Zucker -wird soviel hoch aktivierte pflanzliche Kohle hinzugefügt, dass die nicht wünschenswerte Farbe und der nicht wünschenswerte Geschmack und Geruch des gelösten Rohzuckers entfernt werden. Zweck mässig wird als pflanzliche Kohle das be kannte "Suchar" verwendet, und zwar unge fähr 2i/-, bis 4% des Gewichtes der festen Zuckerteile in der Lösung.
Das Gemisch wird jetzt filtriert und wird ein hochwertiger Rohzuckersirup erhalten, welcher dadurch gekennzeichnet ist, dass er alle wertvollen Nährstoffe enthält, die sonst beim Raffinieren und Kristallisieren ver loren gehen. Die Kohle kann jetzt reakti viert und dann im Verfahren wieder ge braucht werden.
Der Zuckersirup ist also ein Rohzucker sirup, der von ungewaschenem Rohzucker ohne vorhergehende Behandlung erhalten wird durch Zugabe von hoch aktivierter Pflanzenkohle und darauffolgender Filtrie- rung der Lösung, welche zweckmässig auf einer Dichte von<B>20-50'</B> Baume gehalten -wird. Die gemischten Kakaobohnen, welche einen bestimmten Durchschnittsprozentsatz Fett enthalten und bis zu einem bestimmten Durchschnittsgrad geröstet sind, werden ,jetzt mit dem so hergestellten Sirup ge mischt. Während verschiedene Gewichts verhältnisse in Betracht kommen, wird zweckmässig der Sirup mit einer gleich grossen Gewichtsmenge Kakaobohnen ge mischt.
Das so erhaltene Gemisch wird jetzt ver dunstet, um den Wassergehalt zu reduzieren, und zwar so lange, bis es plastisch bis fest wird. Diese Verdunstung kann bei gewöhn lichem Druck oder unter Vakuum stattfin den. Die unter Erwärmung stattfindende Verdunstung bringt nicht nur eine plastische oder feste Zuckermasse hervor, sondern die Kakaobohnen werden bis zu einem gewissen Grad gekocht, was ihren Geschmack verbes sert. Die den Geschmack gebenden Bestand teile sind gewöhnlich flüchtiger Natur und werden in dem Zucker, welcher die Kakao bohnen umgibt, festgehalten.
Die so erhaltene Masse, die entweder halb plastisch, plastisch oder fest ist, enthält den Zucker nicht in dem gewöhnlichen kristal lisierten Zustand, sondern in einem halb amorphen Zustand und die flüchtigen Ge schmackssubstanzen sind in diesem Zucker enthalten. Die Konsistenz der Masse ist be sonders gut für die nachfolgende Bearbei tung geeignet.
Die heterogene Masse von Zucker und Kakaobohnen wird ,jetzt gemahlen, um das Gemisch in eine homogene Masse umzuwan deln. Zuerst wird das Gemisch grob gemah len und der Mahlvorgang findet bei genü gender Erwärmung statt, um die Masse plastisch zu halten.
Das so gemahlene Gemisch wird weiterhin in einer Walzenmahlvorrichtung fein ge mahlen, um die Masse noch homogener zu machen und die Mahlarbeit findet wiederum unter Erwärmung des Materials statt, um dieses plastisch zu halten.
Schliesslich wird das zweimal gemahlene C,rut in einer andern Walzenmahlvorrichtung weiterhin fein gemahlen und geglättet, so dass es von gleichmässiger Konsistenz ia. Auch dieser Mahlvorgang findet unter Er wärmung statt, um die Masse plastisch zu halten. Die drei Mahlvorgänge finden in einem Bruchteil der Zeit statt, welche sonst für das Mahlen der üblichen Gemische nötig ist. Die so erhaltene Masse wird erwärmt, um sie zu schmelzen und dann in die ge wünschte Form gegossen oder in anderer üf- licher Weise bearbeitet.
Die Formen können mit einer Bezeichnung versehen sein, um die Art der Herstellung zu kennzeichnen.
Das Verfahren ist leicht und bequem in der Praxis auszuführen und gewährt einen ökonomischen Gebrauch der Zuckerwerte des Rohzuckers.
Der Rohzuckersirup, der von unge waschenem und dann gereinigtem Rohzucker hergestellt ist, ergibt einen Zucker, welcher die invertierten und andere nicht kristalli- sierbare Zucker enthält und dieser Zucker ist besonders für den vorliegenden Gebrauch geeignet. Beträchtliche Ersparnisse an Ar beit, Zeit und Anlagen werden durch das Verfahren ermöglicht. Das Produkt enthält ?-3 oder mehr Prozent invertierte und an dere nicht kristallisierbare Zucker. Es ist äusserst glatt und homogen und durch seine gute Haltbarkeit gekennzeichnet. -
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von Schoko lade, dadurch gekennzeichnet, dass ein roher Zuckersirup mit pflanzlicher Einfärbungs- kohle zur Abspaltung der Farb- und nicht erwünschten Geschmackstoffe behandelt wird, ohne die dem Rohzucker eigentümli chen Nährstoffe abzuspalten, und dass ander seits Kakaobohnen geröstet werden, und ohne sie zu mahlen mit diesem Zuckersirup ge mischt werden, das Gemisch dann verdunstet und gemahlen wird, wodurch die Geschmack stoffe der Kakaobohnen infolge einer durch die Erwärmung beim Eindunsten hervorgeru fenen Änderung ihrer Konstitution an den umgebenden Zucker gebunden werden,und so die Geschmackstoffe festgehalten werden. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass verschieden ge röstete Kakaobohnen vor dem Mischen mit dem Sirup miteinander vermischt werden, so dass ein Produkt entsteht, welches einen bestimmten Durchschnittsfettgehalt hat und bis zu einem bestimmten Durchschnittsgrad geröstet ist. PATENTANSPRUCH II: Schokolade, hergestellt nach dem Verfah ren gemäss dem Patentanspruch I und dem Unteranspruch.
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