Verfahren zur rationellen Befestigung von Teilen auf Uhr zifferblätter, die eine elektrisch leitende Fläche aufweisen, mittels elektrischer Widerstandsschweissung Bei der automatischen Verschweissung kleiner Werkstücke liegt in der automatischen Positionierung und in der einwandfreien Stromzufuhr die Hauptschwierigkeit. Zudem wird vielfach verlangt, dass Präzisionsbestandteile in der Uhrenindustrie durch den Schweissprozess keinerlei Veränderungen und Verformungen erleiden sollen.
Es ist schon vorgeschlagen worden, kleine Werkstücke als Rohteile aufzuschweissen und anschliessend durch mechanischs Bearbeitung oder durch Prägen in die gewünschte definitive und genaue Form zu bringen. So sind Maschinell gebaut wurd.
welche vollautomatisch Silberkontakte auf Relaisfedern aufschweissen Die Kontakte werden der Maschine in Form von Draht zugeführt, den zuerst senkrecht aufgeschweisstss dann auf eine bestimmte LÅang- abgeschnitten und schliesslich mit einem Formwerkzeug in die gewünschte Form geprägt wird. In vielen Fällen ist Ciii gebung nach dem Aufschweissen jedoch technisch undurchfuhr) .r oder zu kostspielig.
Das nachstehend beschriebene Verfahren gestattet in solchen Fälle das sehr rationelle Aufschweissen kleiner, auf Autorrlateri vor- fabrizierter Bestandteile, wobei die Probleme des automatischen Nachschubes und der Positionierung auf einfache Weise gelöst sind.
Die Erfindung bezieht sich daher auf ein Verfahren zur rationellen Befestigung von Teilen auf Uhrzifferblätter, die eine elektrisch leitende Fläche aufweisen, mittels elektrischer Widerstandsschweis- sung, und ist dadurch gekennzeichnet, dass gleichartige Teile, die untereinander ueber mindestens je eine Verbindungsstelle mit einem Querschnitt, der kleiner als die zu schweissende Fläche jedes Teiles ist, verbunden sind, auf der leitenden Fläche angeschweisst und von den übrigen zusammenhängenden Teilen durch Wirkung mechanischer Kräfte und/oder elektrischer Ströme auf die Verbindungsstelle der benachbarten Teile getrennt werden.
Das erfindungsgemässe Verfahren ist nachstehend anhand von Ausführung sformen erläutert.
Die Fig. 1 zeigt die Anwendung des Verfahrens zum automatischen Aufschweissen von Tragboelzchen auf Uhrzifferblätter.
Fig. 2 zeigt die Anwendung des Verfahrens zum automatischen Aufschweissen von Ziffern und Zifferzeichen auf Uhrenzifferblätter.
In der schematischen Schnittzeichnung nach Fig. 1 ist mit 1 das Zifferblatt, mit 2 das aufzuschweissende Bölzchen bezeichnet.
3 ist die Verbindungsgtelle, die dieses mit den übrigen, ket)en- förmig aneinanderhängende Bölzchen 4 verbindet. Der als Führung ausgebildete, feststehende Teil 5 und die bewegliche Backe 6 bilden die Klemmvorrichtung. Diese ist für den Schweissprozess ange zogen, um einerseits einen einwandfreien Kontakt für den über die Stromzuführung 7 hergeleiteten Schweissstrom zu erzielen, andererseits um den Schweissdruck, mit welchem das Boelzchen gegen das Zifferblatt gepresst wird, aufzunehmen.
Nach dem Verschweissen der Schweissstelle 8 wird die bewegliche Klemmbacke gelöst und das Zifferblatt nach unten gezogen, das so dass/nachste Bölzchen in die Schweissstellung gelangt. Nur.
wird die Klemmbacke wieder angezogen und das Zifferblatt weiter nach unten bewegt, wobei die Verbindungsstelle 3 entweder durch rein mechanische Beanspruchung entzweigerissen wird oder unter Zuhilfenahme eines zweiten, den gleichen Weg wie der Schweis sstrom fliessenden Stromstosses durchgeschmolzen wird.
Selbstverständlich können beide Mittel auch gleichzeitig angewendet werden. Anstelle des Zifferblattes kann natürlich auch die Klemmvorrichtung bewegt werden. Sollen zwei oder mehrere Boelzchen gleichzeitig aufgeschweisst werden, so kann der Schweissstrom von einer Eemmstelle über das Zifferblatt und zwei Schweissstellen in Serie zur anderen Klemmstelle geführt werden. Nach dem Durchtrennen der Verbindungsstelle kann das geschweisste Zifferblatt ausgeworfen werden, und nach dem Einschub eines neuen Ziffer.
blattes ist die Maschine wieder schweissbereit.
Das Verfahren hat im beschriebenen Anwendungsfalle ausser der grossen Produktionssteigerung auch verschiedene technische Vorteile. Zifferblatt-Bölzchen wurden bisher hart aufgelötet oder widerstandsgeschweisst und anschliessend das Bölzchen in einer zweiten Operation auf die gewünschte Länge gekürzt.
Bei diesem Kürzen durch Abklemmen entstand ein häufig stbrend wirkender Grat. Das beschriebene Verfahren gest ttte t das Aufschweissen der Bölzchen in der gewünschten Länge in einer Operation, wobei die Form des freien Endes (Anschrägung, Abrundung) beliebig gewählt werden kann.
Die Fabrikation der Bölzchen kann in naheliegender Weise auf einem Drehautomaten mit umlaufenden Drehstahlen erfolgen.
Der Draht wird nach dem Bearbeiten aufgewickelt und in Rollen- form der Schweissmaschine zugeführt.
Anstelle des Drehens kann die gewünschte Form der Bölzchen auch durch Einrollen ähnlich dem Vorgang in einer Gewinderollmaschine erzeugt werden.
Das zweite Anwendungsbeispiel des erfindungsgemässen Verfahrens nach Fig. 2 bezieht sich auf das Aufschweissen von Ziffern und Zifferzeichen auf Uhrenzifferblätter.
Mit 1 ist das um die Achse 2 drehbar gelagerte Zifferblatt bezeichnet. 3 ist ein im Schnitt gezeichnetes Metallband, in welches die Ziffern 4 etwas vorstehend eingeprägt sind. Das Band ist so geprägt und auf seiner Rückseite 5 wenn notwendig bearbeitet, dass die Ziffern nach dem Schweissen an den Schweisstellen 6 mit geringem Kraftaufwand aus dem Band gerissen werden können, Mit 7 ist die linienförmige Trennstelle bezeichnet, deren Dur-htrennung ebenfalls unter Zuhilfenahme von elektrischem Strom erleichtert werden kann. Auch hier können die Ziffern der Maschine in Rollenform zugeführt werden. Nach dem Aufschweissen und Abtrennen eines Elementes wird das Zifferblatt um den gewüaschten Winkel (300) gedreht und das Band um ein Element vorgeschoben.
Zur genauen Situierung können gleichzeitig mit den Ziffern entsprechende Marken in das Band geprägt werden. Diese Marken 8 korrespondieren mit den auf der festen Führungsschiene 9 befindlichen Stiften 10,