CH144545A - Verfahren zur Herstellung einer Emulsion eines oxydierten trocknenden Öles. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer Emulsion eines oxydierten trocknenden Öles.

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CH144545A
CH144545A CH144545DA CH144545A CH 144545 A CH144545 A CH 144545A CH 144545D A CH144545D A CH 144545DA CH 144545 A CH144545 A CH 144545A
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Christiaan Dr Van Der Wil Paul
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Willigen Paul Christiaan Dr V
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  Verfahren zur Herstellung einer Emulsion eines     oxydierten        troclinenilen         lese       Es ist bekannt,     Linoxyn    oder ähnliche       Oxydationsprodukte    trocknender Öle dadurch  herzustellen,     dass    zum Beispiel Leinöl in  Wasser     emulgiert    und durch diese Emulsion  Luft oder Sauerstoff geleitet wird. Dabei  scheidet sich das erzeugte     Linoxyn    in der  Form von Flocken ab, welche sich absetzen  und     abfiltriert    werden können.

   Bei diesem  Verfahren hat man auch schon vorgeschlagen,  Schutzkolloide, wie Tischlerleim, zuzusetzen  um die Bildung grösserer Flocken zu verhin  dern,     s    o dass das Oxydationsprodukt sich als  feine Flöckchen absetzt.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft     ein     Verfahren zur Herstellung einer Emulsion  eines oxydierten trocknenden Öls, zum Bei  spiel einer     Linoxynemulsion,    aus einem ein  trocknendes     0I    enthaltenden Firnis oder  Lack, bei dem also das Oxydationsprodukt  sich nicht abscheidet, sondern kolloidal ge  löst bleibt  Emulsionen oxydierter trocknender Öle  sind bis jetzt unbekannt. Derartige Emul-         sionen    besitzen neue Verwendungsmöglich  keiten. In dieser Beziehung wird     hingewiesen     auf das Schweiz.

   Patent: Nr.     1-1007Ü,    in     vel-          cbem    beschrieben ist, dass durch Verwendung  von Emulsionen oxydierter trocknender Öle  die kostspieligen     1Vl.isch-    und Knetmaschinen  bei der     Linoleumerzeugung    überflüssig wer  den.

   Weiter wird genannt die     Möglichkeil.     diese Emulsionen zu verwenden für rasch  trocknende     Ölanstriche.    Aus einer solchen  Emulsion     wird    zum Beispiel     Wasser    durch  einen porigen Untergrund und durch Ver  dampfung schnell entfernt. wonach das  oxydierte Öl mit     Farbstoffen,    welche zu  vor der Emulsion in     hochdisperser,    wässe  riger Suspension (gegebenenfalls unter Zu  satz von     Emulgatoren)    zugesetzt sind, als  "trockener" Anstrich zurückbleibt. Auch  zum Leimen und zum     Wasserdichtmachen     kann diese Emulsion verwendet werden.

   Im  allgemeinen kommt eine Emulsion eines oxy  dierten trocknenden Öls auch für die gleichen  Zwecke in Betracht wie Latex und Asphalt  emulsionen.           Erfindungsgemäss    wird eine Emulsion des  trocknenden Öls unter derartigen Umständen  oxydiert, dass eine stabile Emulsion des oxy  dierten trocknenden Öls entsteht.  



  Bei einer eingehenden     Untersuchung     stellte es sich heraus, dass die     Abscheidung     der oxydierten Öle in feinen Flöckchen auf  dem Boden des Gefässes in erster Linie dem  Entstehen von Säuren, wie Ameisensäure,  Essigsäure usw. bei der Oxydation dieser Öle,  zuzuschreiben ist, welche Säuren eine     koagu-          lierende    Wirkung auf die Emulsion ausüben.  



       Erfindung.sgendäss    erhält man dadurch  eine stabile Emulsion oxydierter, trocknender  Öle, dass man während der ganzen     Oxydation     Sorge trägt, dass die Emulsion nicht sauer  reagiert, die entstehenden Säuren somit keine  koagulierende     Wirkung    ausüben können. Man  kann dies dadurch bewirken, dass man regel  mässig, zum Beispiel jede Stunde, soviel  Lauge oder Ammoniak zusetzt, dass der       p,1   <B>-</B>Wert der Emulsion etwa konstant bleibt  oder wenigstens nicht     unter    etwa 7 herab  sinkt.

   Es stellte sich heraus, dass in den mei  sten Fällen die benötigte Gesamtmenge  Lauge oder Ammoniak bei Beginn der Oxy  dation nicht sofort zugesetzt werden kann,  da. dann eine stabile Ausgangsemulsion nicht       erhalten    wird und ausserdem die starke     Ver-          seifung    ein Nachteil ist. Selbstverständlich  dürfte zum Beispiel Kalkzusatz nicht statt  finden, um die Reaktion alkalisch zu halten,  da     Kalziumionen    ja, ebenso wie     H-Ionen,    eine  koagulierende Wirkung ausüben.  



  Man kann zur Vermeidung der sauren       Reaktion    des Oxydationsgemisches auch die       puffernde    Wirkung von Salzen starker Basen  und schwacher Säuren,     wie    zum Beispiel Sei  fen oder Soda, Pottasche,     Ammoniumkarbo-          nat    usw. ausnützen, zum Beispiel durch Zu  satz dieser Salze in Überschuss am Anfang  der Oxydation, wobei zugleich ein Teil dieser  Salze den     Emulgator    für das trocknende 01,  welches zum Beispiel in Form eines Firnisses  oder Lackes verwendet werden kann, dar  stellen kann. Die bei der Oxydation entste  henden schädlichen Säuren werden hierbei ge  bunden.

   Die frei werdenden, höheren Fett-    säugen und die Kohlensäure üben keine     koa-          gulierende    Wirkung aus, da sie nicht oder  sehr wenig     11-Ionen    abspalten. Man kann  auch, falls ein     Über.schuss        puffernder    Salze       int        -Anfang    nicht genügt., während der Oxy  dation noch Lauge oder Ammoniak zusetzen.  



  Es hat sich gezeigt,     dass    die Emulsion  leichter und rascher erhalten wird in einem       bestimmten    Temperaturgebiete. Temperatur  steigung beschleunigt den Reaktionsverlauf,  aber eine zu hohe Temperatur erwies sich als  schädlich für das Entstehen der Emulsion.  Eine Temperatur von 30 bis 70   C ergab  sich als sehr zweckmässig.  



  Auch     Drucksteigerung    bewirkt einen       schnelleren    Reaktionsverlauf.  



  Dem trocknenden<B>01</B> kann man     gewünsch-          tenfalls    noch     Sild@ative    und Harze bei  mischen.  



  Die Oxydation kann zum Beispiel da  durch ausgeführt werden, dass Luft oder  Sauerstoff,     vorzugsweise    in feinverteiltem  Zustande, in der     Emulsion    der trocknenden  Öle geblasen wird oder dass diese Emulsion  in sauerstoffhaltigen Gasen verspritzt wird.  



  Die Erfindung wird erläutert durch die  folgenden Beispiele:  1.<B><I>150</I></B> kg Holzöl mit     Sikkativen    werden       emulgiert    mittelst<B>1000</B> kg Seifenlösung  (etwa 0,2 n.). Diese Emulsion wird auf etwa  50   C gehalten, indem während etwa 24  Stunden feinverteilte Luft hindurchgeblasen  wird. Dabei tritt gewaltige Schaumbildung  auf. Nach Beendigung der Reaktion ist eine  sehr stabile Emulsion oxydierten Holzöls ent  standen mit einer Teilchengrösse, welche klei  ner ist als etwa 1     ,u.     



  2. 1,50 kg Lack, bestehend aus 125 kg  gekochtem<B>61</B> (Leinöl mit     Sikkativen),    20 kg  Harz, 5 kg     Kaurikopal    werden     emulgiert    in  850 kg 0,3 n.     Na.CO;-Lösung,    und zwar ein  fach dadurch, dass man Gas durch die Mi  schung bläst, wobei     Emulgierung    stattfindet.  Während 12 Stunden wird dann Sauerstoff  in fein verteiltem Zustande hindurchgeblasen  bei etwa 50   C.     Das    01 wird hierdurch oxy  diert. Man erhält eine Emulsion von     "Lino-          leumzement",    welche sofort für das Verfah-      reu des Patentes Nr. 140070 benutzt werden  kann.  



  Statt obengenannten Lack in einer       Södalösung    zu     eniulgieren,    kann man ihn mit  0,1 n. Lauge in Emulsion bringen und dann  jede Stunde so viel 0,1 n. Lauge zusetzen,  dass die Reaktion nicht sauer     wird.    Im übri  gen verfährt man wie in     obenstehendem    Bei  spiel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer Emul sion eines oxydierten, trocknenden Öls, in dem eine Emulsion trocknender Öle oxydiert. wird, dadurch gekennzeichnet, dass man wäh rend der ganzen Oxydation dafür Sorge trägt, dass die Emulsion nicht sauer reagiert. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die puffernde Wirkung von Salzen starker Basen und schwacher Säuren ausnützt, um den pH- Wert nicht unter etwa 7 sinken zu lassen, und zwar dadurch, dass man iin Anfang einen Überschuss mindestens eines derar tigen Salzes zusetzt, von dem ein Teil den Emulgator der Ausgangsemulsionen dar stellt. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass man während der Oxvdation eine Rase zusetzt in einer der artigen Menge, dass der PH-Wert nicht un ter etwa 7 sinkt. . Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation bei 30 bis 70 C ausführt. -1 .. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Oxydation unter erhöhtem Druck ausführt. 5. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Öle Sikka- tive zusetzt.
    (9. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man dem Öle Sikka- tive und Harze zusetzt.
CH144545D 1928-11-06 1929-05-10 Verfahren zur Herstellung einer Emulsion eines oxydierten trocknenden Öles. CH144545A (de)

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