CH144822A - Verfahren zum Wickeln von der Nassbehandlung zu unterwerfenden Kreuzspulen und nach diesem Verfahren hergestellte Spule. - Google Patents
Verfahren zum Wickeln von der Nassbehandlung zu unterwerfenden Kreuzspulen und nach diesem Verfahren hergestellte Spule.Info
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Description
Verfahren zum Wickeln von der Nassbehandlung zu unterwerfenden Kreuzspulen und nach diesem Verfahren hergestellte Spule. Nach bekannten Verfahren wird der ge sponnene Isunstseidefaden unmittelbar nach seinem Austritt aus dem Fällbade mittelst eines Haspels in Strangform aufgewickelt.
In Strangform werden die Kunstseidefäden von Hand oder mit Hilfe von Miaschinen ge waschen, entschwefelt, gebleicht etc. Das Färben des Garnes im Strang weist erheb liche Nachteile auf, indem der Faden durch die Wasch- und Färbe-Hilfsmittel bis zur äussersten Grenze der natürlichen Dehnungs festigkeit beansprucht wird.
Der Faden wird zum mindesten an einzelnen Stellen über mässig gestreckt und diese Fadenteile hängen aus dem Stranggebilde heraus; sie bilden die sogenannten "Hängefäden". Diese Hänge fäden mit allen bekannten Nachteilen der übermässigen Fadenstreckung wirken sich schädlich aus. Dies tritt besonders dann in Erscheinung, wenn der Strang für die Wei terverarbeitung auf den Haspel aufgespannt und abgewickelt wird.
Während dem Ab wickeln des Stranges vom Haspel auf die Spule entstehen durch die beschriebenen Hängefäden Verwicklungen, die zu Faden verletzungen, Verschlingungen, Aufrauhun- gen und Fadenbrüchen führen. Die Verwend barkeit des Kunstseidefadens ist. für die Weiterbehandlung und Weiterverarbeitung beeinträchtigt, die Qualität des Fadens und der Gewebe wird herabgemindert, es entsteht beträchtlicher Material- und Produktions verlust.
Um diesem Nachteil zu begegnen, ist man in neuerer Zeit dazu übergegangen, an der Spinnmaschine den frisch gesponnenen Fa den auf eine zylindrische, durchlöcherte Aluminiumspule aufzuwickeln. Die Wick lungsart auf der zylindrischen Aluminium spule ist eine sogenannte wilde Kreuzwick lung. Damit die Wicklung an den Spulen enden nicht auseinander fällt. wird dieselbe in ihrem Aufbau nach innen abgeschrägt. Diese Abschrägung erfolgt durch Abbremsen des Fadenführers, der mittelst eines Nuten exzenters, welcher immer eine bestimmte Hublänge ausführt, hin- und herbewegt wird.
Infolge der Abbremsung des Faden führers an den Hubenden entstehen an den Wicklungsenden mit zunehmender Abschrä- gung mit jedem Hub, das heisst mit jeder Verkürzung der Fadenlagen länger an dauernde Fadenführerstillstände, während welchen sich aber die Spule fortwährend dreht. Durch diese Stillstände des Faden führers bei fortwährendem Drehen der Spule ergeben sich an den Wicklungsenden soge- nannte Parallelwicklungen, das heisst es wird an den Wicklungsenden viel Faden parallel zum Umfang gewickelt.
An den En den der Abschrägungen wird demnach der Durchmesser der Spule stets grösser sein als an dem dazwischen liegenden Wicklungsteil. Dadurch entstehen an diesen beiden an den Spulenenden liegenden Stellen Fadenverzüge bei der Aufwicklung des noch nassen und weichen Fadens. Der Faden wird später in dieser Aufwicklung gewaschen, er quillt da bei auf, und es ergibt sich an den dickeren Wicklungspartien eine Überspannung, wo durch die Fäden an diesen Stellen erheblich bestrecht werden und in ihrer Festigkeit leiden.
Beim Trocknen des Kunstseidefadens auf den Wicklungen entstehen erneut Schrumpfungen und Spannungen in den be schriebenen Wicklungslagen, da die Kunst seide ungleichmässig durchtrocknet. Diese ungleichmässigen Schrumpfungen und Span nungen des Fadens, während des ungleich mässigen Trocknungsprozesses, führen bei der Nassbehandlung der Wicklung mit den er höhten Enden erneut zu Fadenverstreckun- gen, wodurch ebenfalls ein verhältnismässig grosser Kunstfaserabfall entsteht.
Das Auswaschen der Wicklungsenden auf der Spule bildet ferner erhebliche Schwierigkeiten. Der parallele Aufbau der Wicklungslagen an den Enden mit Abschrä- gllng nach innen, ist unzweckmässig, und be wirkt einen fast hermetischen Abschluss, so dass das Durchfliessen der Flüssigkeit und damit ein Reinigen des Fadens fast unmög lich ist, der Schmutz wird nicht zuverlässig aus der Wicklung entfernt. Wird die Kunst- leide auf einer solchen Wicklung noch ge färbt, so entstehen aus den gleichen Grün den an den Wicklungsenden Differenzen in der Färbung.
Die entstandenen Fadenverzüge sei es in Strang- oder Spulenform, lassen sich im Färbeprozess nie gleichmässig, wie die nicht verzogenen Kunstseidefasern, anfärben, so dass auch dadurch an den verzogenen Fa denstellen in der Färbung ganz wesentliche Färbedifferenzen entstehen. Die Farblösung geht hier schwerer durch als beispielsweise am zylindrischen Teil der Wicklung. Aber auch hier bieten sich Schwierigkeiten, denn die wilde Kreuzwicklung weist keine Poren auf, welche die Nassbehandlung und Färbe behandlung der Kunstseide erleichtern wür den.
Hier verschliesst eine Wicklungslage die andere, was die N assbehandlung erheblich erschwert und verzögert. Um überhaupt diese Wicklungsarten für die Nassbehandlung noch mit einigem Erfolg brauchen zu können, darf die Spule nur mit verhältnismässig we nig -Material bewickelt werden, aber auch dann werden die beschriebenen Nachteile immer wieder auftreten.
Besonders die Fa- denverzüge werden bleiben, bewirkt durch die verschiedenen Durchmesser an den Wick lungsenden, durch Fadenüberspannungen in folge Quellung der Fäden in der Nassbeha.nd- lung. Alle diese Nachteile rufen Qualitäts herabminderungen und bedeutenden Material abfall hervor.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zum Wickeln von der Massbehandlung zu unterwerfenden Kreuzspulen und auf eine nach diesem Verfahren hergestellte Spule.
In der beiliegenden Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform dargestellt. Fig. 1 zeigt schematisch eine Wicklung auf einer beliebig durchbrochenen und da mit flüssigkeitsdurchlässigen zylindrischen Spule, in Ansicht; das eine Endstück ist im Schnitt dargestellt; Fig. 2 ist ein Querschnitt der Wicklung mit schematisch angedeuteten, von innen nach aussen laufenden Kanälen; Fig. 3 ist ein Schema der Wicklungsart zur Veranschaulichung der Anordnung der Wicklungslagen zur Erzielung der Kanäle; Fig. 4 ist eine schematische Darstellung der Kanäle in einer Fläche in der Drauf sicht.
Wie aus Fig. 1 hervorgeht, besitzt der Spulenkörper die Form einer Hülse 1, die an ihren Enden kegelförmig erweitert ist. Sowohl der zylindrische Teil der Hülse 1, wie auch die kegelförmigen Teile sind mit Durchbrechungen 2 versehen. Die Grösse und Zahl der Löcher ist beliebig; sie können nach den Enden der Spule zu abnehmen, da, wo über den Löchern eine Fadenlage geringerer Stärke liegt, so dass der Durchflusswiderstand für die Flotte an jeder Stelle der Hülse min destens annähernd gleich gross ist.
Die über einander liegenden zylindrischen Faden schichten 3 überragen einander an den En den 4, so dass diejenigen Stellen 5 einer Fa denwindung 6, an denen der Richtungswech sel des Fadens eintritt, jeweils über die unten liegende Fadenschicht vorsteht. Dadurch wird erreicht dass an den Enden keine verdickten härteren Stellen eintreten, die so nachteilig für die Nassbehandlung der Fäden, wie auch für deren Festigkeit sind. Der Aufbau einer Wicklung ist in Fig. 3 in grösserem Massstab schematisch dargestellt.
Es zeigt die Lage rung der einzelnen Fäden in Bezug aufein ander, so dass eine ganze Wicklung von gleichmässiger Dichte oder Porosität entsteht, durch welche die Flüssigkeit (Waschflüssig keit, Farbflotte etc.) durchströmen kann. Die Durchlässigkeit der Wicklung ist an jeder Stelle dieselbe, so dass auch die Fär- bung des Fadens an jeder Stelle gleich gut wird.
Die Enden der Hülse 1 könnten, statt kegelförmig, auch geschweift ausgeweitet werden; ferner könnte die Erweiterung auch nur an einem Ende der Hülse stattfinden. Für gewisse Zwecke könnten auch die er weiterten Endstücke der Hülse ganz weg gelassen werden, so dass die Enden der Spule freiliegend aufgebaut werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRüCIIE I. Verfahren zum Wickeln von der Nass- Behandlung zu unterwerfenden Kreuz spulen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wicklung aus den einzelnen, sich kreu zenden Fäden unter konstantem Zug und in solcher Lagerung aufgebaut wird, dass der Durchgangswiderstand für Flüs sigkeit über die ganze -Wicklung gleich mässig ist.II. Spule, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekenn zeichnet, dass die Enden jeder Fadenlage die vorhergehende L < ig,@ nach aussen ü@cr- ragen. UNTERANSPRÜCHE: 1. Spule nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Wick lung durch erweiterte Wandungen der Hülse gehalten sind. \?. Spule nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Enden der Wick lung freitragend aufgebaut sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH144822T | 1929-08-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH144822A true CH144822A (de) | 1931-01-31 |
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ID=4401201
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| CH144822D CH144822A (de) | 1929-08-03 | 1929-08-03 | Verfahren zum Wickeln von der Nassbehandlung zu unterwerfenden Kreuzspulen und nach diesem Verfahren hergestellte Spule. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH144822A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE102007062632A1 (de) * | 2007-12-22 | 2009-06-25 | Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg | Für das Färben vorgesehene Spule und Vorrichtung zur Herstellung einer solchen Spule |
-
1929
- 1929-08-03 CH CH144822D patent/CH144822A/de unknown
Cited By (1)
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| DE102007062632A1 (de) * | 2007-12-22 | 2009-06-25 | Oerlikon Textile Gmbh & Co. Kg | Für das Färben vorgesehene Spule und Vorrichtung zur Herstellung einer solchen Spule |
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