CH145025A - Einrichtung an Schiffskörpern für Radschiffe. - Google Patents
Einrichtung an Schiffskörpern für Radschiffe.Info
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Description
Einriehtung an Schiffskörpern für Radschiffe. Bei Radschiffen bilden sich hinter den Schaufelrädern starke Wellen, welche, wie durch Modellversuche festgestellt, den Schiffswiderstand bedeutend erhöhen. Ur sache dieser Erscheinung ist die Beschleu ni-ung des Wassers durch die Schaufelräder. Zur Überwindung des Schiffswiderstandes müssen die Radschaufeln mit einer grösseren Geschwindigkeit als die entsprechende Ge- schwindigkeit des Schiffes, gegen das Was ser bewegt werden.
Das dem Schaufelrad etwa mit der Geschwindigkeit des Schiffes zufliessende -Wasser wird .also durch dieses beschleunigt und verlässt das Schaufelrad mit einer entsprechend grösseren Geschwin digkeit. Hierdurch entsteht hinter dem Schau felrad eine Kontraktion des das Schaufelrad passierenden Wasserstromes, welche zur Bil dung eines leeren Raumes an der Schiffs wand führt, in den von unten Wasser mit grosser Geschwindigkeit einströmt und so eine Aufwärtsbewegung der _V#Tassermassen ver ursacht.
Die oben angeführte Wellenbildung und die Erhöhung des Schiffswiderstandev finden darin ihre Erklärung.
Gegenstand der vorliegenden ErfindunL4 ist eine Einrichtung an Schiffskörpern f & Radschiffe. Gemäss der Erfindung sind hin ter den Schaufelrädern befindliche Mittel vorgesehen, welche dazu dienen, den leeren Raum auszufüllen. welcher infolge der Be schleunigung des Wassers durch die Schau felräder und der hierdurch bewirkten Kon traktion des das Schaufelrad passierenden Wasserstromes hinter den Schaufelrädern an der Schiffswand entsteht. Hierdurch kann eine Vermehrung der Wellenbildung und Er höhung des Schiffswiderstandes nahezu ver mieden werden.
Hierbei kann die Seitenwand des Schiffskörpers hinter jedem Rad so weit nach aussen gerückt sein, dass der leere Raum hierdurch ausgefüllt wird. Modellversucho haben gezeigt, dass durch eine derartige An ordnung der Gesamtwiderstand des -Schiffe., bei der gleichen Geschwindigkeit um acht bis zehn vom Hundert vermindert werden kann. Die Ausr ückung kann auch durch einen besonderen, an dem Schiffskörper befestig ten Teil gebildet sein, der der Ausrückung entspricht, was namentlich bei schon vorhan denen Schiffen zweckmässig erscheint.
An Stelle oder neben dieser Ausrückung bezw. dieses Ansatzes können auch in einiger Entfernung von der Schiffswand parallel zu ihr Flossen angeordnet werden, die den Was- serquerschnitt an dieser Stelle. verringern und dadurch auch bewirken, dass der leere Raum im Wasser nicht entstehen kann. Diese Flos sen können tropfenförmig oder ähnlich aus meführt sein und können zweckmässig an der zu den Radkasten führenden Seitengalerie befestigt sein.
Man kann eine oder mehrere solcher Flos sen nebeneinander anordnen.
In der beiliegenden Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele der Einrichtung darge stellt.
Fig. 1 zeigt von oben gesehen den Schiffs körper a mit den beiden Rädern b. Unmittel bar hinter den Rädern ist auf ,jeder Seite die Seitenwand bei c nach aussen gerückt, wodurch der sonst an dieser Stelle entste hende leere Raum im Wasser, der die Ver anlassung zur Entstehung einer Welle an dieser Stelle ist, ausgefüllt wird. Zwecl:- mässig ist die Ausrückung mit einer schräg liegenden Fläche d an der Schiffswand an gesetzt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 2 ist: die Ausriickung an jeder Seite durch eine besondere an der Schiffswand befestigte Auf lage e gebildet, die, soweit sie vorn Wasser berührt wird, dieselbe Gestalt hat wie di_, Ausrückung nach Fig. 1. Diese Ausfüh rungsform kommt in erster Linie dann in Frage, wenn es sich um schon fertige Schiff? handelt.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 sind ausser der Ausrückung c noch zwei Flos sen ,f, g auf jeder Seite parallel zur Schiffs wand angeordnet, die mit dem Radkasten bezw. mit der zu ihr führenden Seitengalerie verbunden sind. Diese Flossen haben Trop fenform oder annähernde Tropfenform und dienen auch dazu, den leeren Raum im Was ser zu vermeiden. Die Flossen können au Stelle der Ausrückung oder gleichzeitig mit ihr vorhanden sein. Unter Umständen genügt auch nur- eine Flosse, gegebenenfalls kann tnan auch mehr als zwei benutzen.
Die Ausrüekung bezw. die Flossen kön nen bis auf die Kiellinie des Schiffes her untergehen, können aber auch nur einen Teil der Seitenwand des Schiffes einnehmen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Einrichtung, an Schiffskörpern für Rad schiffe, gekennzeichnet durch hinter den Schaufelrädern befindliche Mittel, welche dazu dienen, den leeren Raum auszufüllen, welcher infolge der Beschleunigung des Was sers durch die Schaufelräder und der hier durch bewirkten Kontraktion des das Schau felrad passierenden Wasserstromes hinter den Schaufelrädern an der Schiffswand entsteht.UNTERANSPRüCHE 1. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass hinter den Schaufelrädern die Seitenwand des Schif fes nach aussen gerückt ist. ?. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, class hinter den Schaufelrädern eine Ausrückung durch einen besonderen, an dem Schiffskörper befestigten Teil gebildet ist.:@. Einrichtung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass sich hinter ,jedem Schaufelrad wenigstens eine paral lel zur Schiffswand angeordnete<B>Flosse</B> befindet. -1. Einrichtung nach Unteranspruch 3, da durch gekennzeichnet, dass die Flossen tropfenförmig sind. 5. Einrichtung nach Unteranspruch ä, da: durch gekennzeichnet, dass hinter jedem Schaufelrad wenigstens zwei Flossen ne beneinander und im Abstand voneinander angeordnet sind.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE145025X | 1928-10-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH145025A true CH145025A (de) | 1931-01-31 |
Family
ID=5670548
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH145025D CH145025A (de) | 1928-10-30 | 1929-10-24 | Einrichtung an Schiffskörpern für Radschiffe. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH145025A (de) |
-
1929
- 1929-10-24 CH CH145025D patent/CH145025A/de unknown
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