CH145718A - Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten.

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CH145718A
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Inventor
Aktiengesellschaft Kalle Co
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Kalle & Co Ag
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  • Heat Sensitive Colour Forming Recording (AREA)
  • Non-Silver Salt Photosensitive Materials And Non-Silver Salt Photography (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten.    Es     wurde    gefunden, dass man durch Auf  tragen von     Arylaziden    auf eine Unterlage  lichtempfindliche Schichten herstellen kann.  Die für dieses Verfahren     verwendeten        Aryl-          azide    können in bekannter Weise, beispiels  weise durch Umsetzung von     Diazoverbindun-          gen    mit     Natriumazid,    dargestellt werden.  



  Für das Auftragen der     Arylazide    auf die  Unterlage kann man die verschiedensten Ver  fahren verwenden. Man kann beispielsweise  so vorgehen, dass man die     Arylazide    in Was  ser oder organischen Lösungsmitteln, wie  zum Beispiel Alkohol, auflöst und die Lösun  gen auf eine Unterlage, zum Beispiel Papier  oder Film, aufträgt. Bei der Belichtung sol  cher Schichten bilden sich an den Stellen, an       welchen    das Licht einwirkt, Farbstoffe, wäh  rend die vom Licht nicht getroffenen Stellen       un        oxän>P?'f        b1P711PT1,        Man_erhält-als@-d@xrelL     Belichten hinter einem Negativ ein positives  Bild.

   Die Farbe der Bilder ist von der Wahl    der     Ary        laude    abhängig, und man hat es     111     der Hand, durch Verwendung von     Ary        l-          aziden    mit bestimmten     Substituenten    Bilder  in allen möglichen Farben, wie gelb, braun,  rot, violett bis schwarz herzustellen.  



  Die Farbtöne und die Echtheit der Bilder  kann man weiter durch Zusatz von Basen,  Säuren oder Metallsalzen zur     lichtempfind-          licben    Schicht oder zu den Waschbädern be  einflussen. Auch kann man die     Arylazide    in  Gegenwart von Kolloiden, zum Beispiel Gela  tine,     Kollodium    und andern, anwenden. Auch  können Mischungen von     Aziden    angewandt  werden. Weiter kann man den     Schichten     Stabilisatoren, wie. zum Beispiel Glukose,  Weinsäure und deren Salze und aromatische       Sulfosäuren,    zusetzen.

   Nach dem Belichten       genügt    ein einfaches Auswaschen der     unzer-          setzten        Substanz    mit Wasser oder einem     an-          dern    geeigneten Lösungsmittel, um die Bil  der haltbar zu machen.

        <I>Beispiel 1:</I>  Man bestreicht     Papier    mit einer<I>3</I>     %ö        igen     neutralen oder schwach alkalischen, wässe  rigen Lösung des Umsetzungsproduktes von       Diazosalizylsäure    mit     Natriumazid,    belichtet  unter einem Negativ und wäscht das entstan  dene Bild mit Wasser. -Man erhält eine  braune,     positive    Kopie. Stellt man die licht  empfindliche Lösung schwach sauer, so er  hält man eine     gelbstichige    Kopie.  



  <I>Beispiel 2:</I>  2,5 Gewichtsteile     4-Azido-1    .     2-phenolcar-          bonsäurewerden    unter Zusatz von der gerade  nötigen Natronlauge in 50 Raumteilen Was  ser gelöst. Zur Lösung werden 0,8 Gewichts  teile     Bors;ure,    sowie 0,6 Gewichtsteile Wein  säure zugesetzt. Die zum Teil ausgeschie  dene     Azidosalizylsäure    wird mit verdünnter  Natronlauge wieder gelöst. Mit der erhal  tenen Lösung wird die     Gelatineschicht    eines       Papieres    getränkt. Beim Belichten unter  einem Negativ und nachfolgendem Wässern  erhält man Bilder von braunem Ton.

   Anstatt  die     Cxelatineschicht    zu imprägnieren, kann  man auch die     4-Azidosalizylsäure    als     Gela-          tineemulsion    auf Papier aufbringen.    <I>Beispiel 3:</I>  2 Gewichtsteile     4-Azido-l.2-phenolcar-          bonsäure    werden in 25 Raumteilen Wasser  unter Zusatz von Ammoniak gelöst und mit  0,5 Gewichtsteilen Kupfersulfat versetzt.  Eine     auftretende    Ausscheidung wird durch  Zusatz von Natronlauge wieder gelöst.  Streicht man diese Lösung auf     Barytpapier,     trocknet und.belichtet unter einem Negativ,  so erhält man ein positives Bild, das nach  dem Wässern einen gelbbraunen Ton zeigt.  



  Mit einem nach Beispiel 3 hergestellten  Papier, das an Stelle des     Kupfersulfates,0,5     Gewichtsteile Zinkchlorid enthält, lassen sich  bei gleicher Arbeitsweise Bilder von violett  braunem Ton erhalten. Ersetzt man das  Kupfersulfat durch die gleiche Gewichts  menge     Titanoxalat,    so lassen sich in analoger  Weise Bilder mit rotbraunem Ton erhalten.    Nimmt man an Stelle des Kupfersulfates 0,7  Gewichtsteile     Nickelchlorür,    so erhält man  tiefschwarze Töne auf     Gelatinepapier.     



  <I>Beispiel</I>     .4:     1 Gewichtsteil     p-Azidodiphenylamincar-          bonsäure    der Formel  
EMI0002.0030     
    wird in     \?5    Raumteilen Wasser mit verdünn  ter Natronlauge gelöst und die Lösung auf  Papier aufgestrichen. Nach dein Belichten  unter einem Negativ und nachfolgendem  Waschen mit     VVasser    werden Bilder mit gelb  braunem Ton erhalten.  



  <I>Beispiel 5:</I>  4 Gewichtsteile     4-Azido-l.2-phenolcar-          bonsäure    werden gemeinsam mit 1,3 Ge  wichtsteilen     Azidodiphenylamincarbonsäure     und 0,4 Gewichtsteilen Glukose unter Zusatz  von Ammoniak in 50 Raumteilen Wasser ge  löst. Mit dieser Lösung wird     Gelatinepapier     lichtempfindlich gemacht und dieses dann  unter einem Negativ belichtet. Je nach der  Dauer der Belichtungszeit lassen sich posi  tive Bilder in tiefbraunen bis schwarzen Tö  nen erhalten.

      <I>Beispiel 6:</I>  1 Gewichtsteil     1-Azido-2-chlor-4-dime-          thylamino-benzol    wird unter Zusatz von ver  dünnter Salzsäure in 25 Raumteilen Wasser  gelöst.     Bringt    man diese Lösung auf Papier,  so erhält man nach der Belichtung unter  einem Negativ und anschliessendem Wässern       positive    Bilder in     orangebraunem    Ton.  



  <I>Beispiel</I>  2 Gewichtsteile     4-p-Tolyl-sulfonyl-amino-          1-azido-benzol    von der Formel  
EMI0002.0044     
    werden mit verdünnter Natronlauge in 20  Raumteilen Wasser gelöst. Die mit dieser      Lösung hergestellten Papiere geben nach der  Belichtung unter einem Negativ und nachfol  gendem Wässern positive Bilder in bräunlich  gelben Tönen.  



  Die vorstehende     Azidoverbindung    kann  auch ohne Zusatz von Alkali aufgebracht  werden, indem man sie in alkoholischer Lö  sung auf Papier aufstreicht. Die durch Be  lichten unter einem Negativ erhaltenen Bilder  müssen dann zur     Entfernung    unverbrauchter       Azidoverbindungen    mit Alkohol gewaschen  werden.    <I>Beispiel 8:</I>  2 Gewichtsteile     p-Tolyl-sulfon-ä-amino-l-          azido-benzol    werden in 20 Raumteilen Was  ser unter Zusatz von verdünnter Natronlauge  gelöst und auf Papier aufgebracht. Nach dem  Belichten unter einem Negativ und Wässern  werden positive Bilder mit gelbem Ton er  halten.  



  <I>Beispiel 9:</I>  1     gr        Natriumsalz    der     Diazido-diphenyl-          aminearbonsäure    von der Formel  
EMI0003.0010     
    wird in 20 cm' 80     %        igem    Alkohol gelöst und  auf ein mit einer     Gelatineschicht        versehenes     Papier aufgebracht. Nach dem Trocknen er  hält man beim Belichten dieses Papiers un  ter einem Negativ ein positives Bild in brau  nem Ton, das zur Entfernung unveränderter       Azidoverbindungen    mit verdünntem Alkohol  gewaschen wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von lichtemp findlichen Schichten, dadurch gekennzeich net, dass man Arvlazide auf eine Unterlage bringt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Arylazide in Lösung auf eine Unterlage aufbringt.
CH145718D 1928-11-03 1929-10-16 Verfahren zur Herstellung von lichtempfindlichen Schichten. CH145718A (de)

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