CH145924A - Verfahren zur Verkieselung von Faserstoffen. - Google Patents

Verfahren zur Verkieselung von Faserstoffen.

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CH145924A
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bacteria
acid
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acids
silicification
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Inventor
Otto Dr Stiner
A-G Lignat-Werke
Original Assignee
Otto Dr Stiner
Lignat Werke A G
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    • C04CEMENTS; CONCRETE; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES
    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
    • C04B18/00Use of agglomerated or waste materials or refuse as fillers for mortars, concrete or artificial stone; Treatment of agglomerated or waste materials or refuse, specially adapted to enhance their filling properties in mortars, concrete or artificial stone
    • C04B18/04Waste materials; Refuse
    • C04B18/18Waste materials; Refuse organic
    • C04B18/24Vegetable refuse, e.g. rice husks, maize-ear refuse; Cellulosic materials, e.g. paper, cork
    • C04B18/28Mineralising; Compositions therefor
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    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
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Description


  Verfahren zur     Verkloselung    von     Faserstoffen.       Die nähere Untersuchung bekannter Ver  fahren zur     Verkieselung    von Faserstoffen für  die Herstellung von Bauelementen ergibt,     dass     die danach durchgeführten     Verkieselungen     sehr mangelhaft sind. Der Grund dafür liegt  darin,     dass    die geringen Mengen von Kiesel  säure, die dem rohen Fasermaterial in Form  von Wasserglas beigemengt werden, sich nur  zu einem kleinen Teil auf der Oberfläche des  Faserstoffes abscheiden, während der grössere  Teil mit dem Arbeitswasser wieder abläuft  und kaum in das Innere der Fasern dringt.  



  Gegenstand der Erfindung ist ein Ver  fahren, das dadurch gekennzeichnet -ist,     dass     man die Faserstoffe mit organischen Säuren,  zum Beispiel Milchsäure oder Essigsäure, be  handelt und eine Aufschliessung der Fasern  durch diese Säuren, unter Mitwirkung von  Bakterien, welche solche Säuren     auscheiden,     bewirkt, worauf das Wachstum der Bakterien  zum Stillstand gebracht und das so vorberei  tete Fasermaterial mit Wasserglas getränkt  wird.    Das Verfahren kann beispielsweise wie  folgt ausgeführt werden:  Bakterien der     Milchsäuregruppe    werden  in einem Nährmedium, zum Beispiel Schotte,  bei einer Temperatur von etwa 30-40<B>' C</B>  mit Faserstoffen tierischer oder pflanzlicher  Herkunft, zum Beispiel     Strob,    zusammen  gebracht.

   Die Bakterien üben dann auf diese  Stoffe eine Wirkung aus, welche     zur    Vorbe  reitung einer gründlichen     Verkieselung    ausser  ordentlich günstig ist. Die     Nährflüssigkeit     dringt mit den Bakterien in das Fasergewebe  ein, und die Bakterien vermehren sich dort  unter     Abscheidung    kleiner Mengen von Säure  (Milchsäure, Essigsäure). Diese Säure erfüllt  den Zweck, andere im Gewebe enthaltene  Mikroorganismen, zum Beispiel Fäulnisbakte  rien, in der Entwicklung zu hemmen und den  eingeführten Säurebildern das Feld zu sichern.

    Sobald diese Bakterien in das Gewebe ein  dringen, werden sie, da die mit ihnen einge  führte Nährflüssigkeit ihrer stark vermehrten  Zahl nicht mehr genügt, geeignete Substan-           zen    des Gewebes, wie Zucker und dergleichen,  angreifen und als Nahrung benutzen. Dabei  bilden sich aber als Produkte ihres     Stoff-          weohsels    wiederum Säuren, die auf diese  Weise mit dem Vordringen der Bakterien in  allen Teilen der Faserstoffe- abgelagert wer  den. Nach einer bestimmten Zeit, zum Bei  spiel 4-6 Stunden Einwirkung, wird dann  der bakteriologische     Prozess    zum Stillstand  gebracht,     züm    Beispiel durch kurzes Erhitzen  auf<B>85-100 0</B> oder längeres Erhitzen auf  <B>63-650.</B>  



  Dem nun mit Säure vollständig durch  setzten Material wird darauf Kieselsäure in  Form von Wasserglas in entsprechender  Menge zugefügt. Sie kann jetzt zufolge der  Lockerung des Gewebes durch die Bakterien  in die ganze Faser eindringen und wird dort  durch die vorher abgelagerte Säure ausgefällt.  Auf diese Weise entsteht in der Faser ein       Kieselsäuregerüst,    das den äusserlichen     Kiesel-          säureüberzug    der bekannten Verfahren vor  teilhaft ergänzt. Jetzt wird eine vollständige       Verkieselung    erreicht, die tatsächlich den  höchsten Anforderungen der Technik ent  spricht.  



  Das Verfahren kann auch noch in     einfa,-          cherer    Form durchgeführt werden,     indeni    man  das Fasermaterial mit einer entsprechenden  Säure, zum Beispiel Milchsäure oder Essig  säure tränkt. Da an solchem Material wie  zum Beispiel Stroh, stets Milchsäure- und  andere Bakterien haften, so unterstützen diese  die aufschliessende Wirkung der Säure. Dabei  begünstigt die Säure das Wachstum der    säurebildenden Bakterien und hemmt gleich  zeitig dasjenige der anderen Bakterienarten.

    Nach einer gewissen Zeit wird dann wie vor  gehend beschrieben das weitere Wachstum  der Bakterien durch Erhitzen unterbrochen  und der so vorbereitete     Faserstoff    mit     Wasser-          glaslösung    behandelt.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH-</B> Verfahren zur Verkieselung vor) Faser stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass man die Faserstoffe mit organischen Säuren be handelt und eine Aufschliessung der Fasern durch diese Säuren unter Mitwirkung von Bakterien, welche solche Säuren zu bilden vermögen, bewirkt, worauf das Wachstum der Bakterien zum Stillstand gebracht und das so vorbereitete Fasermaterial mit Wasser glas getränkt wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbstoffe zunächst in ein Nährmedium für säurebildende Bakte rien gebracht werden, so dass sie vor) den säureausscheidenden Bakterien vollständig durchdrungen und unter Mitwirkung der von den Bakterien ausgese <B>></B> hiedenen Säure aufge schlossen werden, worauf man das Wachs tum unterbricht und das so vorbereitete Ma terial mit Wasserglas tränkt.
CH145924D 1929-08-06 1929-08-06 Verfahren zur Verkieselung von Faserstoffen. CH145924A (de)

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