CH233977A - Verfahren zur Herstellung von Fäden, die als chirurgisches Nahtmaterial dienen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Fäden, die als chirurgisches Nahtmaterial dienen.

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CH233977A
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fatty tissue
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B Braun
Co E Kuenzel
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Braun Fa B
Kuenzel & Co E
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61LMETHODS OR APPARATUS FOR STERILISING MATERIALS OR OBJECTS IN GENERAL; DISINFECTION, STERILISATION OR DEODORISATION OF AIR; CHEMICAL ASPECTS OF BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES; MATERIALS FOR BANDAGES, DRESSINGS, ABSORBENT PADS OR SURGICAL ARTICLES
    • A61L17/00Materials for surgical sutures or for ligaturing blood vessels ; Materials for prostheses or catheters
    • A61L17/06At least partially resorbable materials
    • A61L17/08At least partially resorbable materials of animal origin, e.g. catgut, collagen

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung von Fäden, die als chirurgisches Nahtmaterial dienen.



   Bisher wurde chirurgisches resorbierbares Nahtmaterial entweder aus Därmen oder aber aus Muskelfieisch hergestellt. Bei   Nahtmate-    rial aus   Därmen lassen    sich nur begrenzte   Längen herstellen, da, die    Struktur des Rohmaterials. die Herstellung lÏngerer knotenfreier Fäden nicht zulässt ; ausserdem ist das Ausgangsmaterial nicht steril. Im Falle der Herstellung von Fäden aus Muskelfleisch sind die gewonnenen Fas, ern sehr kurz und lassen sich auf Textilmaschinen nicht ein  wandfrei    verarbeiten.



   Demgegen ber zeigte es sich, da¯ man   ala    chirurgisches Nahtmaterial dienende Fäden gewinnen kann, bei denen alle diese Nachteile behoben sind, wenn man aus dem   Fettgewebe    von Fischen,   Walen    und   ändern Meertieren      das Gerüstgewebe gewinnt    und aus letzterem die Fäden herstellt. Man erhält so schon ur  sprünglich    ein steriles Material von erheblicher   Länge (10-12 cm),    das sich auf Tex  tilmaschinen    ohne weiteres verarbeiten lϯt.



   Das Verfahren zur Gewinnung solchen   Nahtmaterials kann. beispielsweise    derart aus  geführt werden, dass da. s Fettgewebe    von Fi  schen    herausgeschnitten, in grosse Stücke aufgeteilt und abgepresst wird, um das Fett aus den Zellen zu entfernen. Durch die Aspressung wird das St tzgewebe des   Fettgewebes    stark zusammengepresst, und es ist notwendig, diese Pre¯st cke wieder aufzulockern, um die Fasern in ihrer ganzen LÏnge zu gewinnen. Diese Auflockerung geschieht durch fermentative Aufspaltung der   Eittsubstanz.   



  Als Fermente werden die Enzyme der Hefe verwendet. Die fermentative Aufspaltung geschieht bei dem pH-Optimum der   entsprechen-    den Fermente. Nach der   Fermentierung    wird die Faser durch   Auszupfung    in ihrer ganzen Lange gewonnen, ausgekämmt und in an sich bekannter Weise textiltechnisch verarbeitet.



  Dais so gewonnene Nahtmaterial zeigt eine grobe Elastizität, Zugfestigkeit und leichte   Verknotbarkeit.    Da die Fäden durch, die ein zelnen Arbeitsgänge trotz des sterilen   Aus-    gangsmaterials wieder reinfiziert worden sind, schliesst sich als Schlu¯behandlung eine Sterilisation an, die nach den f r   chirurgi-    sches Nahtmaterial   bekannten Sterilisations-    methoden durchgef hrt werden kann.



   Andere Möglichkeiten der Gewinnung des   Gerüstgewebes    sind Extraktion, Auslaugen oder Ausschmelzen.



   Beispiele:
1. 100 kg Fettgewebe werden in St cke von zirka 10 X 20 X 3 cm zerschnitten und in   Fettpressen oder Kalandern    vom Fett abgepresst. Die ausgepressten Stücke kommen in einen Gärbottich, in welchem sieh eine   Mi-    schung von    250 g Bäckerhefe und   
60 g konzentrierter EssigsÏure in 15 Liter Wasser befindet.



  Nach 24 Stunden bei Zimmertemperatur ist der Fermentierungsprozess beendet. Die einzelnen Stücke werden   out    mit   Wasser abge-      spült. die Fasern zerzupft    und dann in der oben angegebenen, an sich bekannten Weisse zu FÏden weiterverarbeitet.



   2. Das s Fettgewebe wird in handliche St cke zerschnitten und in einem Extraktionsapparat (Soxhlet oder Ïhnlichem) mit Benzin, Benzol oder   irgendeinem fettlosenden    L¯sungsmittel ersch¯pfend extrahiert.Nach Beendigung der Extraktion wird der nunmehr fettfreie   Rüekstand    von Benzin befreit und getrocknet. Auf diese Weise erbÏlt man    das gewünschte Gerüstgewebe, das zu Fäden    verarbeitet wird.



     3.    Das Fettgewebe, welches in handliehe Stücke zerschnitten wurde, wird in einem geschlossenen R hrwerk mit sol viel Benzin, Benzol oder irgendeinem andern geeigneten Fettl¯sungsmittel  bergossen, da¯ es gerade bedeckt ist. Unter guten Durchr hren lϯt man das Lösungsmittel mehrere Stunden auf das   Fettgewebe einwirken und    trennt dann vom   Fettgewebe ab. Der Vorgang'wird mehr-    mals bis zum vollkommenen Auslaugen des Fettgewebes und somit Gewinnung des Ge  rüstgewebes wiederholt.    Das   Gerüstgewebe    wird dann zu Fäden verarbeitet.



   1. Das   Fettgewebe, welches    in handliche Stücke zerschnitten   svorden    ist, wird in einem Kessel, der durch ein   Heizbad    auf zirka 40 bis 50( C erwÏrmt wird. unter gutem Umrühren   gelinde erwärmt, bis alles    Fett herausgeschmolzen und so das Ger stgewebe blo¯gelegt ist. Letzteres wird dann zu FÏden verarbeitet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zur Herstellung von FÏden.die als chirurgisches Nahtmaterial dienen, dadurch gekennzeichnet, dass man aus dem Fettgewebe von Fisehen. Walen und andern Meerestieren das Gerüstgewebe gewinnt und aus letzterem die Fäden herstellt.
    UNTERANSPRUCH : Verfahren gemäss Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet.da¯ die Gewinnung des Gerüstgewebes aus dem Fettgewebe der Meerestiere so stattfindet. da¯ man das herausgeschnittene Fettgewehe vom Fett abpre¯ und einer Fermentierung mit Hefe bei entsprechendem Optimum unterwirft und aus den aufgespaltenen Pressstucken die Fasern isoliert.
    PATENTANSPRUCH II : Chirurgisches Nahtmaterial, hergestellt nach dem Verfahren gemϯ Patentanspruch I.
CH233977D 1941-11-26 1942-10-23 Verfahren zur Herstellung von Fäden, die als chirurgisches Nahtmaterial dienen. CH233977A (de)

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CH233977D CH233977A (de) 1941-11-26 1942-10-23 Verfahren zur Herstellung von Fäden, die als chirurgisches Nahtmaterial dienen.

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1101700B (de) * 1958-06-13 1961-03-09 Alfred Bloch Verfahren zur Herstellung von Formkoerpern aus kollagenhaltigem Gewebe

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