CH146011A - Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser. - Google Patents

Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser.

Info

Publication number
CH146011A
CH146011A CH146011DA CH146011A CH 146011 A CH146011 A CH 146011A CH 146011D A CH146011D A CH 146011DA CH 146011 A CH146011 A CH 146011A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
water
lime
hardness
saturator
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Mueller G M B H Philipp
Original Assignee
Mueller G M B H Philipp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Mueller G M B H Philipp filed Critical Mueller G M B H Philipp
Publication of CH146011A publication Critical patent/CH146011A/de

Links

Landscapes

  • Treatment Of Water By Ion Exchange (AREA)
  • Compounds Of Alkaline-Earth Elements, Aluminum Or Rare-Earth Metals (AREA)

Description


      Vorrichtung    zur Dosierung von     Reagenzien    für die     Enthärtung        von    Wasser.    Bei der     Enthärtung    von Wasser werden  meistens Kalb und Soda als Reagenzien be  nützt. Um die zur     Enthärtung    des Wassers  erforderliche Kalklösung zu erhalten, wird  der     Rohwasserstrom    in zwei Ströme geteilt,  von denen einer zum     Kalksättiger    führt, um  in diesem die erforderliche Kalkmenge .zu  lösen.  



  Bei den bekannten Dosierungsvorrich  tungen ist es nun sehr schwer, die. für die  Kalklösung erforderliche Wassermenge genau  der Härte des Wassers entsprechend abzu  stimmen. Ganz unmöglich ist es, den zum       Kalksättiger    führenden Wasserstrom im  vornherein so einzustellen, dass er genau der  Härte, das heisst der     Karbonathärte        -I-    Mag  nesiumhärte     -+-    freien Kohlensäure des Roh  wassers entspricht.  



  Durch vorliegende Erfindung werden die  geschilderten Mängel beseitigt, denn es ist  möglich, die Einstellung des zum     Kalksätti-          ger    führenden Wasserstromes auf     Grund    der       Rohwasseranalyse    auf einen Bruchteil eines  
EMI0001.0017     
  
    Härtegrades <SEP> genau <SEP> zu <SEP> regulieren. <SEP> Das <SEP> bis  her <SEP> erforderliche, <SEP> zeitraubende <SEP> Ausprobieren
<tb>  fällt <SEP> somit <SEP> fort, <SEP> was <SEP> besonders <SEP> wichtig <SEP> ist <SEP> bei
<tb>  vielen <SEP> Wässern, <SEP> die <SEP> sich <SEP> täglich <SEP> in <SEP> ihrer <SEP> Zu  sammensetzung <SEP> ändern.

   <SEP> Mit <SEP> bisherigen
<tb>  Dosierungsvorrichtungen <SEP> war <SEP> es <SEP> bei <SEP> der  artigen <SEP> Wässern <SEP> so <SEP> gut <SEP> wie <SEP> unmöglich, <SEP> eine
<tb>  einwandfreie <SEP> Enthärtung <SEP> zu <SEP> erzielen, <SEP> weil
<tb>  eben <SEP> der <SEP> zum <SEP> Kalksättiger <SEP> führende <SEP> Wasser  strom <SEP> nur <SEP> durch <SEP> gefühlsmässiges <SEP> _instellen
<tb>  reguliert <SEP> werden <SEP> konnte.
<tb>  Das <SEP> Prinzip <SEP> der <SEP> neuen <SEP> Dosierungsvor  richtung <SEP> besteht <SEP> darin, <SEP> dass <SEP> das <SEP> Rohwasser
<tb>  gezwungen <SEP> wird, <SEP> durch <SEP> eine <SEP> schmale <SEP> und
<tb>  lange <SEP> Schlitzöffnung <SEP> zu <SEP> fliessen,

   <SEP> wobei <SEP> ein
<tb>  Teil <SEP> des <SEP> aus <SEP> der <SEP> Schlitzöffnung <SEP> tretenden
<tb>  Wassers <SEP> durch <SEP> eine <SEP> drehbare <SEP> Auffangschale
<tb>  gefasst <SEP> und <SEP> zum <SEP> Kalksättiger <SEP> abgeleitet <SEP> wird.
<tb>  Unter <SEP> Berücksichtigung <SEP> des <SEP> Umstandes, <SEP> dass
<tb>  das <SEP> über <SEP> den <SEP> Kalksättiger <SEP> geführte <SEP> Wasser <SEP> in
<tb>  letzterem <SEP> bereits <SEP> einen <SEP> Teil <SEP> seiner <SEP> Härte <SEP> ver  liert, <SEP> darf <SEP> dem <SEP> Reiniger <SEP> nicht <SEP> mehr <SEP> ein <SEP> der
<tb>  Gesamtwassermenge <SEP> entsprechendes <SEP> Quantum         an gesättigtem Kalkwasser zugeführt wer  den, sondern, entsprechend der im     Kalksätti-          ger    schon     enthärteten    Wassermenge,

   weniger.  



  In den nachstehenden Gleichungen be  deutet:       Q    = die dem     Kalksättiger    tatsächlich zu  zuführende     Wassermenge        a    = die zu enthär  tende     Wassermenge    in     m3    (Reiniger  leistung), b = die Summe der durch Kalk zu  fällenden Härtegrade in   d., die sich zusam  mensetzt aus der     Karbonathärte,    aus der       Magnesiahärte    und der freien Kohlensäure.

      Bei     Enthärtung    von     _    a     m3    sind  
EMI0002.0015     
    gesättigtes Kalkwasser .erforderlich, entspre  chend einem Kalkverbrauch von 10     gr    pro   d.  und     m3,    mit einem Lösungsverhältnis von  1,26 kg in einem     m3    Wasser.

   Wird nun  eine Wassermenge von  
EMI0002.0019     
    dem     Kallzsättiger    zugeführt, so sind in dem  Reiniger nur noch  
EMI0002.0021     
    zu enthärten; es wird daher dem Reiniger zu  viel gesättigtes Kalkwasser zugeführt, und  zwar die Kalkmenge, welche einer Menge von  
EMI0002.0022     
    entspricht, nämlich:  
EMI0002.0023     
    Wird dem     Kalksättiger    um  
EMI0002.0025     
    weniger Wasser zugeführt, so ist im Reiniger  entsprechend mehr Wasser zu enthärten.  Diese Zusatzwassermenge im Reiniger be  dingt einen Mehrverbrauch an gesättigtem  Kalkwasser, und zwar:  
EMI0002.0026     
    Dieser Mehrverbrauch an gesättigtem Kalk  wasser entspricht wieder einer geringeren  Wasserzuführung zum Reiniger. Es ist da  her dem Reiniger wieder zu viel gesättigtes  Kalkwasser zugeführt.

   Dies bedingt wieder  um einen geringeren Verbrauch an gesättig  tem Kalkwasser, und zwar  
EMI0002.0027     
    Entsprechend dieser Menge kommt mehr  Wasser zum Reiniger, der     Kalkwasserbedarf     erhöht sich um  
EMI0002.0029     
    wodurch wieder weniger Wasser im Reiniger,  also auch weniger gesättigtes Kalkwasser er  forderlich ist usw.  



  Zusammengefasst ist die über den Kalk  sättiger zu führende Wassermenge:  
EMI0002.0030     
      Der Klammerwert entspricht einer geometri  schen Reihe von der Form  
EMI0003.0001     
    Die     (4leichung    lautet also
EMI0003.0003  
    
EMI0003.0004     
    Bei     a    m' Wasser und b Härtegraden sind  dem     Kalksättiger     
EMI0003.0007     
    Wasser zuzuführen.  



  Um die für die Kalklösung erforderliche  Wassermenge genau einstellen zu können,  ohne erst Messungen anzustellen, kann man  sich beispielsweise einer Apparatur bedienen,  wie sie zeichnerisch dargestellt ist.  



  Durch das Rohr 1 tritt das Rohwasser in  den Verteiler 2, der durch eine Scheibe 3 ver  schlossen ist. Die Scheibe 3 besitzt eine halb  kreisförmige Schlitzöffnung 4, aus welcher  das Rohwasser in den     Auffangbehälter    5  tritt. Der Auffangbehälter 5 ist durch eine  Zwischenwand 6 in zwei Teile geteilt. Unter  der Scheibe 3 befindet sich eine Auffang  schale 7, die an dem Bolzen 8 aufgehängt ist.  her Bolzen 8 und damit auch die Auffang  schale 7 lassen sich durch den Hebel 9 radial       bewegen.    So ist es möglich, einen beliebigen    Teil des aus der Schlitzöffnung 4 austreten  den Wassers .durch die Auffangschale 7 auf  zufangen und in das durch Rohrstutzen     1U     zum     Kalksättiger    führende Abteil 11 des  Auffangbehälters 5 zu leiten.

   Der Hebel 9       kann    einen Zeiger 12 und der Verteiler 2 eine  Skala 13 tragen. Letztere kann, unter Be  rücksichtigung der vorhergehenden Rech  nung, durch entsprechend angebrachte Teil  striche so ausgebildet werden, dass sich durch  einfaches Verdrehen der Auffangschale 7       mittelst    Hebels 9 jede beliebige Härte     genau     einstellen lässt. Das zeitraubende     Probieret,     das bei Anwendung der bekannten Dosie  rungseinrichtung erforderlich war, fällt da  durch fort.  



  Soweit das Wasser nicht durch die Auf  fangschale 7 in das Abteil 11 und zum     Kall:-          sättiger    geführt wird, fliesst es in das Abteil  14 und von hier durch den Stutzen 15 zum  Reiniger, wohin auch die im     Kalhsättiger    er  zeugte Kalklösung durch ein Verbindungs  rohr fliesst.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Vorrichtung zur Dosierung von Rea genzien für die Enthärtung von Wasser, da durch gekennzeichnet, dass sie einen schmalen und langen Schlitz aufweist, durch den das Wasser geführt wird, sowie eine drehbar an geordnete Auffangschale, von welcher der zum Versetzen mit den Reagenzien bestimmte Teil der durch den Schlitz geführten Wasser mengen abgenommen werden kann. UNTERANSPRUCH: Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine Skala aufweist, von welcher abgelesen werden kann. wie vielen Härtegraden (Karbonathärte -I- Mag nesiahärte + freie Kohlensäure) die- Stellung der Auffangschale entspricht.
CH146011D 1928-12-17 1929-11-23 Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser. CH146011A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE146011X 1928-12-17

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH146011A true CH146011A (de) 1931-03-31

Family

ID=5671102

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH146011D CH146011A (de) 1928-12-17 1929-11-23 Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH146011A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH146011A (de) Vorrichtung zur Dosierung von Reagenzien für die Enthärtung von Wasser.
DE84378C (de)
DE622148C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung waessriger Chlorloesungen
DE569505C (de) Verfahren zum Saettigen von Fluessigkeiten mit Kohlensaeure
DE670353C (de) Vorrichtung zum mengenverhaeltnisgleichen Zumischen einer oder mehrerer Zusatzfluessigkeiten zu einer in ihrer Verbrauchsmenge schwankenden Hauptfluessigkeit
DE693452C (de) Vorrichtung zum Regeln des Faserstoffgehaltes von Stoff-Wasser-Gemischen fuer die Papierherstellung
DE1498553B2 (de)
DE1253182B (de) Verfahren zum Einstellen einer waehlbaren Erniedrigung der Karbonathaerte, insbesondere bei magnesiareichen Waessern
DE569474C (de) Vorrichtung zum Eindampfen von Schwarzlauge, Sulfitlauge oder aehnlichen stark schaeumenden Fluessigkeiten
DE420724C (de) Vorrichtung zur selbsttaetigen Aufzeichnung massanalytisch zu verfolgender Vorgaenge
CH182064A (de) Vorrichtung zur Herstellung von kohlensäurehaltigem Wasser.
DE2057949C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von kohlensäurehaltigen Getränken
DE449274C (de) Vorrichtung zum Zuteilen von Kalkwasser zu Rohwasser bei Wasserreinigungsanlagen
DE622963C (de) Verfahren zum Belueften von Fluessigkeiten durch Gase
DE489720C (de) Verfahren und Vorrichtung zur ununterbrochenen Herstellung von absolutem Alkohol
AT103918B (de) Verfahren zur Gewinnung von kalkarmen und zuckerreichem Trikalziumsaccharat aus kalter Melasse oder unreinen Zuckerlösungen.
CH158818A (de) Vorrichtung zum Verteilen von Gasen oder Luft in Flüssigkeiten.
DE444340C (de) Warmwasserheizung, bei der in einem Waermeaustauscher Brauchwasser erwaermt wird
AT122827B (de) Ansaugvorrichtung für Kreiselpumpen.
DE402149C (de) Einfuehrung von Chlor in Fluessigkeiten
DE488086C (de) Verfahren zum Messen von Kesselschlammwasser
DE299991C (de)
DE543327C (de) Verfahren zur Saturation von Zuckersaeften
DE467321C (de) Verfahren zum Mischen von Brikettiergut mit einem fluessigen Bindemittel
DE555692C (de) Vorrichtung zum Mischen und Zapfen von feuergefaehrlichen Fluessigkeiten