DE488086C - Verfahren zum Messen von Kesselschlammwasser - Google Patents

Verfahren zum Messen von Kesselschlammwasser

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DE488086C
DE488086C DEH109491D DEH0109491D DE488086C DE 488086 C DE488086 C DE 488086C DE H109491 D DEH109491 D DE H109491D DE H0109491 D DEH0109491 D DE H0109491D DE 488086 C DE488086 C DE 488086C
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01FMEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
    • G01F11/00Apparatus requiring external operation adapted at each repeated and identical operation to measure and separate a predetermined volume of fluid or fluent solid material from a supply or container, without regard to weight, and to deliver it

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Description

  • Verfahren zum Nessen von Kesselschlammwasser Bei dem jetzt viel verwendeten Schlammrückführungsverfahren nach Patent 198 541 zur Freihaltung der Kessel von Schlammablagerungen ist eine zuverlässige Kontrolle über den Nutzeffekt der Kesselanlage und die Ausnutzung der Kohle nur dann möglich, wenn auch die Menge des zum Wasserreiniger abgeführten Kesselschlammwassers berücksichtigt wird. Man hat zu diesem Zweck bereits einen Wassermesser in die Speiseleitung und einen zweiten Wassermesser in die Rohwasserleitung eingebaut. Indessen bestehen hierbei die Bedenken, daß der in der Speiseleitung eingebaute Wassermesser leicht versagt und daß in vielen Fällen auch mehr oder weniger größere Mengen Kondensat anfallen. In diesen Fällen müßte man also außerdem noch einen dritten Wassermesser in die Kondensleitung, sofern nur eine solche vorhanden ist, einbauen. Das Zweckmäßigste erscheint demgegenüber die Messung des Kesselschlammwassers selbst zu sein, wobei aber die unmittelbare Messung des Schlammgehaltes wegen auf schwer überwindbare Schwierigkeiten stößt.
  • Gemäß vorliegender Erfindung soll nun ein mittelbares Meßverfahren verwendet werden, das durch den Anspruch gekennzeichnet und nachstehend näher erläutert wird. Dieses Verfahren hat den Vorteil, daß die Meßvorrichtung mit den im Kesselschlammwasser enthaltenen Stoffen, wie Soda, Ätznatron, Kochsalz, Glaubersalz, Schlamm usw., nicht in Berührung kommt. In der Zeichnung ist a ein Wasserreiniger, b ein Speisewasserbehälter, c ist eine Meßvorrichtung von beliebiger Konstruktion. Durch die Leitung d kommt das aus den Dampfkesseln abzuführende Kesselschlammwasser zunächst meinen Entspannungs- und Trennungsbehälter e. In diesem Behälter wird eine Entspannung auf i Atm. absolut durchgeführt, und der bei der Entspannung frei gewordene Dampf wird durch eine Rohrschlange f geleitet und kondensiert. Das Kondensat wird durch die Meßvorrichtung c gemessen und gelangt mit niederer Temperatur in den Speisewasserbehälter. Das bei der Entspannung im Entspannungsbehälter e auf ioo° C zurückgegangene restliche Kesselschlammwasser wird durch die Leitung g in bekannter Weise in den Wasserreiniger a oder unter Ausnutzung der Wärme ins Freie abgeführt. Da man nun den Kesseldruck und den zugehörigen Wärmeinhalt des Kesselwassers genau kennt, hat man nur festzustellen, wieviel Wärme durch den Dampf aus dem Entspanner e abgeführt wird. Diese aus einem Kilogramm Kesselwasser frei gewordene Wärmemenge mit der Verdampfungswärme bei i Atm. absolut dividiert, gibt die aus einem Kilogramm Kesselwasser frei gewordene Dampfmenge in Kilogramm. Wird nun diese Dampfmenge als Kondensat durch die Meßvorrichtung c gemessen, so kann durch eine einfache Multiplikation genau festgestellt werden wieviel Wasser insgesamt durch die Leitung d aus den Dampfkesseln abgeführt worden ist. Durch ein Beispiel soll das Verfahren noch näher erläutert werden An der Meßvorrichtung c werde abgelesen, daß innerhalb einer bestimmten Zeit 3 ooo 1 Kondensat durchgegangen sind. Gleichzeitig ist bekannt, daß der Kesselüberdruck konstant =q. Atm. betragen hat. Es ist weiter bekannt, daß bei diesem Druck der Wärmeinhalt des Kesselwassers 200,32 Kalorien beträgt. Da im Entspannungsbehälter e eine Entspannung auf z Atm. absolut erfolgt und da bei diesem Druck der Wärmeinhalt des Kesselwassers noch 89,58 Kalorien beträgt, so ergibt sich, daß aus jedem Kilogramm Kesselwasser bei der Entspannung 200,32-99,58= zoo,7q.Kalorienfrei werden, und zwar in Form von Dampf. Da die Verdampfungswärme bei z Atm. absolut 537,=5 Kalorien beträgt, so werden durch die bei der Entspannung frei gewordene Wärme Dampf bzw. Kondensat gebildet. 18,75 °/o des aus den Kesseln abgeführten Kesselsählammwassers sind also in Kondensat verwandelt worden. Da nun die durch die Leitung d abgeführte Kesselwassermenge - xoo °% anzusehen ist und da laut Rechnung 18,75 °/o in Kondensat verwandelt wurden, so ergibt sich, daß durch die Leitung soviel Wasser gegangen sein muß als Kondensat durch den Wassermesser c. Da festgestellt wurde, daß durch den Wassermesser c 3000 1 Kondensat gegangen sind, so ergibt sich durch"' Multiplikation mit der für immer feststehenden Ziffer 5,333, daß durch die Leitung d 3000 x 5333 = 15 999 1 Kesselwasser gegangen sind.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahrenzum Messenvon Kesselschlammwasser, dadurch gekennzeichnet, daß das Kesselwasser auf Atmosphärendruck entspannt und der bei der Entspannung frei werdende Dampf oder das Kondensat aus diesem Dampf gemessen wird und daß aus der so ermittelten Menge und den bekannten Werten des Kesseldrucks und des Wärmeinhalts des Kesselwassers die abgeführte Kesselwassermenge bestimmt wird.
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