CH146127A - Verfahren zur Beschleunigung des Anspringens superoxydhaltiger Atmungspatronen sauerstofferzeugender Gasschutzgeräte. - Google Patents

Verfahren zur Beschleunigung des Anspringens superoxydhaltiger Atmungspatronen sauerstofferzeugender Gasschutzgeräte.

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CH146127A
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oxygen
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Deutsche Gasgluehlicht-Auer- H
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Auergesellschaft Gmbh
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  Verfahren zur Beschleunigung des     Anspringens        superogydhaltiger        Atmungspatronen     sauerstofferzeugender     Gasschutzgeräte.       Die geschlossenen     Gasschutzgeräte,    bei  denen die Sauerstofferzeugung auf chemi  schem Wege     init    Hilfe von     Na.triumsuper-          oxyd    oder ähnlichen Präparaten erfolgt,  haben den mit     Press-sauerstoff    arbeitenden  Geräten gegenüber den Nachteil, dass die  Sauerstofferzeugung nicht sofort in voller       Stärke    einsetzt, um den Atmungsbedarf des  Geräteträgers zu decken.

   Bei den neuesten       Präparaten    auf diesem Gebiet ist zwar diese       sogenannte        Anspringzeit    auf ein Minimum  reduziert, doch genügt selbst im günstigen  Fall die Sauerstofferzeugung nicht, um so  fort nach Anlegen des Gerätes schwere Ar  beit zu leisten. Auch braucht man zur Vor  füllung des Beutels einige Atemzüge aus der  atmosphärischen Luft; ein Umstand, der bei  plötzlicher Gasgefahr unangenehm ins Ge  wicht fällt.  



  Man hat sich daher in neuester Zeit wie  der dazu entschlossen, eine kleine     Sauerstoff-          bilfsquelle        anzubringen,    bei der entweder    einige Liter Sauerstoff aus     einer    kleinen       Pressgasflasche    entnommen oder in     einem     Sonderaggregat chemisch     entwickelt    werden.  Diese Sauerstoffmenge soll dazu     dienen.        deii     Geräteträger über die anfänglich eintretende  Atemkrise hinwegzubringen.

   Die     Sauerstof        f-          hilfsquelle,    welche den Sauerstoff auf che  mischem Wege entwickelt, ist verhältnis  mässig voluminös und kostspielig. Ander  seits erfordern die     Geräte    mit     Press-Sauer-          stoff    in kleiner Hilfsflasche einen auf Hoch  druck geprüften Zylinder und sind auf     das     Vorhandensein von     Umfüllvorriclitungeii        uiiil          Sauerstoffvorratsflaschen        angt-wiesen.    Au  sserdem muss man sich darüber klar     ;

  ein.        dal3     durch diese Sauerstoffhilfe das     erwünschte     Anspringen der Patrone nicht     bewirkt    wird.  sondern dass man nur in die Lage versetzt  wird,     dieses    Anspringen     abzuwarten.     



  Die Lösung der Aufgabe, die     Superox,-d-          ina,sse    in der Patrone selbst zu einer sofor  tigen Lieferung einer genügenden     Menge         Sauerstoff zu bewegen, ist bisher zwar schon  versucht worden, doch hat man sich     darauf     beschränkt, die Reaktion durch Wasserzusatz  auf verschiedene Weise einzuleiten. Hierbei  entstehen jedoch stark zum Husten reizende  alkalische Dämpfe, die das Atmen zur Un  möglichkeit machen. Auch wird durch den  Wasserzusatz in das Patroneninnere die Ge  fahr des     Verbackens    so     stark    gesteigert, dass  Patronen dieser Ausführungsformen niemals  zur Anwendung kamen.  



  Die obigen Nachteile werden erfindungs  gemäss dadurch beseitigt,     dass    gasförmige  Säuren in einem solchen Masse in die Patrone  eingeführt werden, dass die unter Sauerstoff  abgabe verlaufende Reaktion des Super  oxydes sofort einsetzt. Durch die stark     koh-          lensäureabsorbierende        .Eigenschaft    der Pa  trone gelangt keine Kohlensäure in die At  mungsorgane, sondern setzt sich mit dem  Superoxyd zu Soda unter Sauerstoffabspal  tung um. Gleichzeitig tritt eine     kräftige     Erwärmung der Patrone auf, wodurch die  nachfolgende Tätigkeit der Patrone ungemein  erleichtert wird.

   Die zu diesem Anspringen  notwendige     Kohlensäuremenge    kann aus  kleinen Flaschen aus Stahl oder Aluminium  entnommen werden, sie kann aber auch durch  eine chemische Reaktion, zum     Beispiel    aus       :;ewölinlichem        Brausepulver    oder auf an  deren Wege erzeugt werden. Verwendet  man     einen    kleinen Vorratszylinder für kom  primierte Kohlensäure, so hat dieser gegen  über einem Sauerstoffzylinder den Vorteil  des     geringeren    Gewichtes.

   Auch ist Kohlen  säure im Gegensatz zu     Press-Sauerstoff        fast     überall zu haben, zum Beispiel aus jedem       Bierdruckapparat.            Zweckmässigerweise    leitet man die Koh  lensäure zunächst in den Atembeutel ein,  der normalerweise Bestandteil jedes     Gas-          schutzgerä.tes    ist, und mit dem die Patrone  in offener Verbindung steht. Es empfiehlt  sich, die Kohlensäure in einer Menge von  einigen Litern einzuführen, umausreichende  Sauerstoffentwicklung zu erhalten.  



  Mit dem gleichen Erfolg wie Kohlen  säure können auch andere flüchtige Säuren  in     gasförmigem    Zustand verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Beschleunigung des An springens superoxydhaltiger Atmungspatro nen sauerstofferzeugender Gasschutzgeräte, dadurch gekennzeichnet, dass gasförmige Säu ren in einem solchen Masse in die Patrone eingeführt werden, dass die unter Sauerstoff abgabe verlaufende Rea.ldion des Superoxydes sofort einsetzt. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als gasförmige Säure Kohlensäure verwendet wird, die aus einer kleinen Pressgasflasche entnommen wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als gasförmige Säure Kohlensäure verwendet wird, die durch eine chemische Umsetzung erzeugt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Säure zunächst in den Atmungsbeutel des Gassehutzgerä- tes eingeleitet wird.
CH146127D 1928-11-07 1929-10-10 Verfahren zur Beschleunigung des Anspringens superoxydhaltiger Atmungspatronen sauerstofferzeugender Gasschutzgeräte. CH146127A (de)

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