CH146276A - Verfahren zur Herstellung von Kunstasphalt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstasphalt.

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CH146276A
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D Antal Laszlo
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D Antal Laszlo
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  Verfahren zur Herstellung von Kunstasphalt.    Es ist bereits bekannt, aus Petroleum  rückständen     (Goudron,    Pech und dergleichen)  durch     D4        rhöhung    des Schmelzpunktes     mit-          telst        Oxydations-,        Kondensations-    oder     Sul-          furierreaktionen    künstliche Asphalte her  zustellen.  



  Die bisher bekannt gemachten     Verfaliren     haben jedoch ein mit dem natürlichen As  phalt     gle4chwertiges    Produkt nicht ergeben,       da    der natürliche Asphalt nicht nur in     be-          zug    auf seinen Schmelzpunkt, sondern auch  in seinen andern physikalischen und     chemi-          sehen    Eigenschaften von den Petroleum  rückständen abweicht, indem die verschie  denen Bestandteile der natürlichen Asphalte  in ganz andern Verhältnissen zueinander     ste-          lien    als in den     Petroleum.rückständen.     



  Es hat sieh nun gezeigt,     dass    durch das  den Gegenstand vorliegender Erfindung bil  dende Verfahren bei der     Kunstasphalt-          erzeugung    das Verhältnis zwischen dem     Öl-          gehalt    und den festen Bestandteilen auf das  Mass der natürlichen Asphalte     gebraelit    und  <B>kn</B>    ausserdem die     Viskositä    t der     (-)lkomponenten     auf ein entsprechendes Mass gehoben -werden  kann, so     dass    das erhaltene Produkt mit den       beslen    natürlichen Asphalten gleichzustellen  ist.  



  Dieser Zweck wird     vemäss    dein Verfah  ren dadurch erreicht,     dass    ein     bit.uminöser     Stoff, zum Beispiel ein bituminöses<B>01.</B> ein  Destillat oder     Residuum    des Erdöls.

       Brann-          kohlen-,    Steinkohlen- oder Schieferteers, da  durch oxydiert wird,     dass    er mit einem die       SO,-Gruppe    enthaltenden Stoff     auf    eine  Temperatur von mindestens 120<B>' C</B> er  hitzt wird, bis die Mischung     inhomogen     wird und sich nach der     Küblung    in eine  feste und eine flüssige Schicht scheidet,  -worauf man die flüssige, ölhaltige     Sehicht     vom festen     Niedersehlag    trennt und diesen  auf     Temperature'n    von<B>250</B> bis<B>350 0</B> erhitzt,  Es erwies sieh als vorteilhaft,

   den     bit-Li-          minösen    Stoff mit bis<B>25</B>     VolumeDprozenten     Schwefelsäure von<B>50<I>'</I></B> B,6 zu vermengen, und  zwar vorteilhaft unter<B>100 ' C,</B> zum Beispiel      bei einer Temperatur von<B>80 ' C,</B> bei welcher  eine sichtbare Reaktion noch nicht eintritt.

    Wenn das Gemisch sodann auf<B>150 '</B> bis  <B>160' C</B> erhitzt wird, so wird die Masse un  ter Entwicklung von     Schwefeldio-xyd        in-          homogen,    und ein     'Niederschla    entsteht,  t><B>9</B>  der durch Dekantieren oder zweckmässig  durch Filtrieren mittelst eines     Dralitsiebes     oder in einer andern Weise vom flüssigen  Teil abgesondert und durch Auspressen,  Extrahieren oder in anderer Weise von den  übrigen Bestandteilen gereinigt werden kann.

    Das Ausscheiden dieses Niederschlages kann  durch geeignete Mittel, zum Beispiel die       Viskosil        ät    des Rohstoffes verringernde Mittel  oder Lösemittel, zum Beispiel Petroleum  destillate oder Rückstände, erleichtert wer  den. Der Niederschlag beträgt ungefähr 20  bis<B>80 %</B> des behandelten Rohstoffes und ent  hält fast den ganzen Harzgehalt     dessolben,     während der flüssige Teil hauptsächlich aus  Ölen besteht und 20 bis<B>80 %</B> des     verarbeite-          fen        Stof        ffes    beträgt.

   Die     obenerwähnte    Re  aktion (Ausscheiden der festen Bestandteile)       be--innf    bei<B>100' C,</B> die optimale Tempe  ratur     lie,--t    jedoch zwischen 120' und<B>200' C.</B>  



  Der erhaltene     flüssio-e    Teil kann in be  liebiger bekannter Weise auf Öle     verarbeite-1,          züm    Beispiel raffiniert, entfärbt, gekracht  destilliert     usw.,    werden.  



  Der ausgeschiedene feste Niederschlag,  der im folgenden mit     "T(-n"    bezeichnet wird,  setzt, sich     folgenderweise    zusammen:     EinTeil     desselben bildet ein in Schwefelkohlenstoff       2inlösliches        Additionsproduht    des Bitumens  mit der Säure, ein Teil ist ein in Schwefel  kohlenstoff löslicher, aber in     Petrolätlier    un  löslicher Asphalt; ausserdem     enhält    der     Ten     ein wenig<B>01</B> und unverändertes Harz, die  am Niederschlag haften geblieben sind.  



  <B>Z,</B>       Ten    kann auch in der Weise     heruestellt     werden,     dass    nach der Behandlung des     Roh-          stoffes    mit oxydierenden Stoffen und nach  Ausscheiden des     Tens    vor dem Absondern  desselben der Masse eine weitere     Men(Te    bitu  minöser Stoffe zugesetzt wird, deren     Ten-          gehalt    ohne Hinzugabe, weiterer Säuren sieh    ausscheidet.

   Der gesamte     Niederschla-    kann  dann abgesondert und in der nachfolgend     be-          en          schriebenen    Weise verarbeitet werden.  Anstatt Schwefelsäure, können zur     Aus-          scheiduno,    des     Tens        sc#wefelsäurehaltige     Stoffe, zum Beispiel Abfallsäure,     Säure-harze,          Sulfosäuren    und dergleichen, verwendet wer  den.

   Bei der Verwendung von Säureharzen  zerfallen diese und ergeben ausser der die  Reaktion bewirkenden Schwefelsäure auch  <B>Öle</B> und feste     Besiandteile;    die ersteren ge  hen in die     Olphase    des Produktes über, wäh  rend die festen Bestandteile des Säureharzes  sich den festen Bestandteilen des Rohstoffes  anschliessen und den     --leichen    Reaktionen un  terworfen werden.

   Da. die Säureharze sämt  liche Bestandteile des oben beschriebenen       Reahlionsgemisches    bereits enthalten,     nim-          lieh    die bituminösen Stoffe,     Me    und die  Säure, so können die Säureharze vor ihrer  Verwendung, eventuell unter Zugabe von  Wasser, in eine fest-, und in eine       flüssi,ge    Phase zerteilt werden, nämlich  durch Erhitzen desselben auf<B>1.50</B> bis<B>160 '</B>     C.     Für die     Tenfabrikation    kann als     Aus-          Olangsmalerial    jeder     Petroleumrückstan(1,     jedes     Pohöl,    Mineralöl,

   Fraktionen von     bitu-          minösen    Stoffen, bituminöse Abfälle oder  Rückstände oder Jedes Asphaltöl, Teer oder  andere     verwaiidi#p    Stoffe verwendet werden,  ungeachtet deren Paraffingehalt, da Paraffin  mit Schwefelsäure nicht, in Reaktion     trit4,1     also     ganzliell    im öligen Teil zurückbleibt;  t71     el     der     Pa.raffingehalt    kann also auf den     Tenit     und     auf        das    aus. letzterem erzeugte. Produkt  keinen schädlichen<B>E</B>     influss    ausüben.

   Zur       Tenermugung    eignen sieh insbesondere     po-          ?-,        bl          ritfl'iiill,tlti"-("    bituminöse     Peehstoffe    und  n       Säurüharze.     Bei der     -#Terarl)cit-tiii-,    von wasserhaltigen  <B>b</B>  Teeren ist es vor dem     Aussch,--i-          den    des     Tens    den Wassergehalt auszutreiben.  Enthält der Teer bloss bis zu     10%    Wasser..

    so kann zum Teer     zweeks    Entwässern des  selben Schwefelsäure von     beispiels#veise,     <B>60 ' B,6</B>     zuge3etzt    und der so behandelte Teer  über<B>130 ' C</B> zweckmässig bis     züi    einer Tem-           pera,tur    von<B>150</B> bis<B>160 '</B> gekocht werden,  wobei das Wasser rasch und ohne vom Kes  sel zu überschäumen,     abdestilliert    wird.  



  Bei dem Säuern     er-wies    es sieh vorteil  haft, zum Teer<B>1</B> bis<B>10 %</B> Schwefelsäure zu  zusetzen; es können aber auch andere,     Schwe-          felsätire    enthaltende Stoffe, zum Beispiel  diesem Prozentsatz entsprechende Mengen von  Säureharz, verwendet werden.  



  Bei dem<B>DA</B>     ntfernen    des Wassers wird der  Teer zweckmässig mittelst eines Rührwerkes  in Bewegung gehalten, was das Entfernen  des Wasserdampfes erleichtert.  



  Bei der Verarbeitung von     paraffinfreiem     Teer wird das Entwässern zweckmässig nicht  nur mittelst Säuren, sondern auch durch Zu  setzen von Mitteln zur Verringerung der  Viskosität des Teers, zum Beispiel einige  Prozent, Petroleum, Paraffin oder derglei  chen, bewirkt, wobei der Stoff ebenfalls über  <B>130' C</B> erhitzt wird.  



  Enthält der Teer mehr als     10%    Wasser,  so kann zum Teer noch Wasser zugesetzt  werden, wodurch das Gleichgewicht zwi  schen dem Teer und dem Wasser zerstört  wird. Wird der so mit Wasser vermischte  Teer gesäuert, so setzt sieh das Wasser bei  Erwärmung des Gemisches bis<B>90' C</B>  leicht und rasch zum     BodAn    des Kessels, wo  bei<B>-</B>die obere     Teerseliieht    bloss<B>6</B> bis<B>8 %</B> Was  ser enthält. Diese     Teerschiellt    kann vom Was  ser abgesondert und in der oben beschriebe  nen Weise weiter entwässert werden.  



  Selbstredend können die bei der vor  erwähnten     Raffination    der Ölphase     erhal-          fenen    Säureharze zur Ausscheidung des     Tens     weiterer Rohstoffmengen ebenfalls verwen  det werden.  



  Wird bei der Herstellung des     Tens    zum  Rohstoff Benzin oder ein anderes Extrak  tionsmittel beigemischt, so kann der geringe  <B>Öl-</B> und Paraffingehalt desselben extrahiert  werden, wobei aus demselben vollkommen  <B>öl-</B> und     paraffinfreier        Ten    gewonnen wird.  



  Wird     Ten    über zirka 220<B>' C</B> erhitzt, so  verwandelt er sich unter starker     Schwefel-          dioxydentwicklung    zu einem     leialltflüssigen       Bitumen; dieser Stoff wird in der Folge mit       JeniC    bezeichnet.  



  Das Verwandeln     (Aussehmelzen)    des     Tens     zu     Tenit    erfolgt in der Weise, das bei zirka  <B>250</B> bis<B>300' C</B> die     Harz-Schwefelsäure-Ad-          ditionsprodukte    zu Asphalten und<B>SO,</B> zer  fallen. Während     Ten    in organischen Löse  mitteln unlöslich ist, ist     Tenit    in organischen  Lösemitteln vollkommen löslich.  



  Bei der     Uin-wandlung    von     Ten        züi        Tenit     werden ersterem vor dem Erhitzen zweck  mässig zirka<B>10</B> bis 20% eines paraffinarmen       Fluxiermittels,    zum Beispiel     mexikanisehes          Fluxöl,        Antliracenöl,    zugesetzt.  



  Der Schmelzpunkt des     Tenits    schwankt  zwischen weiten Grenzen und hängt von der  Menge der verwendeten Säure und des       Fluxiermittels    ab.  



       Tenit    ist praktisch paraffinfrei und löst       siell    in     Sehwefelkohlenstoff    vollkommen auf,  der     Olgehalt    ist gering.  



       Tenit    kann durch weitere chemische Re  aktionen, wie zum Beispiel durch Säuern,  Sulfonieren     ete.,    weiteren Umwandlungen  unterworfen werden, wobei er schwer- oder       unschmelzbare    Kunstharze gibt.  



  Aus den physikalischen Konstanten des  über<B>100' C</B> schmelzenden     Tenits    geht her  vor,     dass    dieser ein mit den natürlichen       Asphaltiten        (Grahamit,        Gilsonit    und der  gleichen) verwandter Stoff ist, und kann  daher als Ersatz dieser Stoffe in den ver  schiedenen Gewerben verwendet werden.  



       Tenit    gibt, wie oben angedeutet, mit       fluxierenden    Stoffen,     züm    Beispiel     -Petrol-          pech    oder     Anthracenöl,    in der -Wärme ver  mischt eine Masse von hoher     Duktililät     (Kunstasphalt), da in dieser Weise das     #'er-          hältnis    zwischen den festen und flüssigen  Bestandteilen des     Petrolpeehs    mit den Ver  hältnissen des besten natürlichen Asphalts  gleichgestellt werden kann; diese 'Hasse -wird  in der Folge mit     "Tenitbitunien"    bezeichnet.  



       Tenit    löst sich in erwärmtem Teer und  Pech auf, wodurch ein für Strassenbelag vor  züglich geeigneter Stoff von hoher     Visko-          2D              sität    erhalten wird (zum Beispiel zum Tee  ren und Imprägnieren von Strassen).  



  <B>kn</B>  Durch     Tenit    kann die     Duktilität    und der  Schmelzpunkt jedes beliebigen Pechs, Bitu  mens, Teers und dergleichen gehoben werden,  wodurch man zu wertvolleren Stoffen     welangt.          Tenit    kann auch in- andern Gewerben als       Zusatzstoff    verwendet- werden, zum Beispiel  in der Gummi-, Harz-,     Lack-Industrie    und  dergleichen.  



       Tenit    vereinigt sieh mit Steinkohlenpech  zu einem homogenen Stoff, der sich insbe  sondere durch grosse Härte (mit dem Nagel  nicht     kratzbar),    hohe Elastizität, Zähigkeit  und leichte     Schmelzbarkeil    auszeichnet; die  ser Stoff kann als vorzüglicher Ersatz für       Ebonit    verwendet werden.  



       "\'ach    dem vorliegenden Verfahren kann  man als Rohstoff auch     Bittiminn    verarbeiten,  die, bei gewöhnlicher Temperatur flüssig sind.  Diese     S'offe    ergeben durch Kochen     mit     Säuren und Mischen mit Füllstoffen eben  falls Massen von sehr günstigen     physikali-          sehen    Eigenschaften.  



  Angestellte Versuche haben ergeben<B>'</B>     dass     Pecharten, die mit     konzentr;erter    Schwefel  säure verkoken, mit. verdünnter Schwefel  säure nicht verkoken,     daller    sie mit verdünn  ten Säuren Produkte von sehr günstigen       Di        igenschaften    ergeben.  



  Zur Säurebehandlung des Rohstoffes wird  gewöhnlich Schwefelsäure verwendet und in       bezug    auf Konzentration der Säuren sind  zahllose Abänderungen möglich. Die mit  Wasser verdünnte Schwefelsäure verursacht  das Überschäumen des Stoffes;     zür    Ver  meidung des     Überschäumens    kann die ver  dünnte Säure bei verhältnismässig niedriger  Temperatur, nämlich unter<B>100<I>'</I> C,</B> zum Bei  spiel bei<B>80.</B> bis<B>95 ' C.</B> dem Pech zugesetzt,  gründlich vermischt und die     Erhitzuncy        fort-          "e          l     setzt werden, bis das Wasser verdampft.

    Bei weiterer     Steigerüng    der Temperatur er  folgt. die Einwirkung der Säure.  



  Soll das Entfernen des Wassers beschleu  nigt werden, so kann ein geringer Unter  druck aufgewendet werden. Bei der Reaktion    hingegen, das heisst bei dem Erhitzen     aui     höhere Temperatur, nach dem Entfernen des  Wassers ist der Unterdruck nicht mehr er  forderlich.  



  Eine andere Art des     Verhinderns    der       Überschäumung    bei dem Säuern des     Roh-          stoffes    besteht darin,     dass    das Zusetzen der  Säure bei gewissen höheren Temperaturen     be-          #virkt    wird, bei welchen der Stoff so dünn  flüssig ist,     dass    ein Überschäumen aus diesem  Grunde nicht erfolgt.

   Diese erhöhte Tem  peratur liegt bei     Petroleumrückständen        (Pe-          chen)    zwischen<B>9.50</B> und<B>280' C</B> und bei       Kohlenteerrückständen    (Pechen) zwischen  <B>150</B>     und        2.20,1   <B>C.,</B> über diesen Temperaturen  ist das Säuren ungangbar, da über diesen  Temperaturen eine starke     Koksbildung    ein  tritt und die entweichenden Dämpfe grosse       Ö1mengen    mitreissen. Bei     Kohlenpeeben    ist  es zweckmässig, das Säuern bei<B>150'</B> vor  zunehmen und die Temperatur erst dann zu  erhöhen.  



  Wird während dem Säuern durch       den    Stoff Luft, Wasserdampf oder ein  anderer     ind-ifferenter    Gasstrom durch  geleitet oder der     Reahtionsraum    unter  Vakuum     -ehalten,    so erfolgen die glei  chen Reaktionen naturgemäss bei niedrigeren  Temperaturen und rascher, da die Re  aktionsdämpfe aus dem Reaktionsraum  schneller entfernt werden. Es können daher.  falls erwünscht, die     Reaktionstemperafuren     der beschriebenen Verfahren in dieser be  kannten Weise erniedrigt werden. Dasselbe  bezieht sich auch auf die     Tenitausseheidung.     



  Die in Reaktion gebrachte Schwefelsäure  kann bei     Petrolpeeh    bis zu<B>25</B> Volumen  prozente betragen, und zwar auf konzentrierte  Schwefelsäure berechnet, und die     Erfahrunc     hat     oezeirt,        dass    zum Beispiel bei     Petrolpeeh     die Menge der Schwefelsäure das Steigern  des     Sehmelzpunktes    des erhaltenen Produk  tes im     Veruleieh    zum Ausgangsmaterial     an-          L,

       nähernd im geraden Verhältnis     beeinflusst.          Dip    Menge der in Reaktion gebrachten  Schwefelsäure kann bei Steinkohlen- und       Braunhohlenpeehen    höchstens fünf Volumen-           prozente,    auf konzentrierte Schwefelsäure be  rechnet, betragen, da grössere Säuremengen       el     bei diesen Pecharten leicht zu     Koksbildungen          Anlass    geben.  



  Soll     paraffinhaltiger        Petrolpech    ver  arbeitet werden, so kann auch bei diesem  Rohstoff das Verkoken oder Bilden von  Klumpen vermieden werden, wenn dem Pech  Naturasphalt oder ein gemäss dem vor  liegenden Verfahren erzeugter Kunstasphalt,       Ten    oder     Tenit,    beigemengt wird. Eine wei  tere Art der Vermeidung der     Klumpenbil-          dung    besteht darin,     dass    man nach der Re  aktion die Temperatur über<B>300 ' C</B> steigert.  



  Stark     paraffinlialtige    Peche können auch  derart verarbeitet werden,     dass    die Öle vom  Pech in bekannter Weise, zum Beispiel durch  Dampf- oder     Vakutimdestillation,    bis<B>.</B> zu  einem     beliebigenMasse,    entfernt werden, wor  auf das zurückbleibende Paraffin die Ver  arbeitung des Stoffes nicht mehr verhindert.  Natürlich     kitan    man vor der Destillation  zum Pech paraffinfreie Öle,     zweckmässiger-          weise        Krachdestillate,    zusetzen, die bei der  Destillation einen Teil des Paraffins mit  reissen.

   Durch     Abdestillieren    des Öls erhält  man -einen harten     Petrolpech.    Aus dem     ab-          destillierten    und abgekühlten Destillat wird  das Paraffin ausgeschieden und die viskosen  Öle zum Pech<B>-</B> zurückgeschüttet. Der. Pech  kann     natürlich'auch    durch Zugabe von an  dern Ölen oder ölreichen Stoffen weich ge  macht werden.  



  Durch Säuren dieses Stoffes     hann    ein  technisch paraffinfreies. dem natürlichen Bi  tumen     gleieliwertiges    Produkt von der     Duk-          tilität    und den Asphaltgehalten der     natür-          liehen    Bitumina erhalten werden, das mit  dem mexikanischen Bitumen     praktiseh    iden  tisch ist.  



  E in wichtiges Moment des     Säuerns    von  Petroleumrückständen, ob     paraffinhaltig    oder  nicht, bildet ferner die Temperatur der Re  aktion, das heisst des     Säuerns.    Die Reaktion  kann praktisch nur über ungefähr<B>180' C,</B>  aber am zweckmässigsten bei 2.00 bis 320'<B>C</B>  durchgeführt -werden.    Werden beim Säuern statt Schwefelsäure  Säureharze benützt und diese bei dieser Tem  peratur mit dem Pech vermischt und zusam  mengeschmolzen, entsteht noch der Vorteil,       dass    das erhaltene Produkt vollkommen ho  mogen, praktisch koksfrei ist.  



  Da diese Reaktionen bei hohen Tempe  raturen vor sich gehen, reissen die bei dieser  Temperatur     entweiellenden    Dämpfe bei Ver  arbeitung von Kohlenpech einen     wesentlicheii     Teil des Öles mit sich, wodurch der Stoff  spröde und brüchig wird. Zur     Vermeiduno,     dieses Nachteils wird     zweckmässio#    der     Noch-          kessel    mit einem     Rückflusskühler    versehen,  wodurch das Entweichen der Öle verhindert  wird. Zur     Verringerting    der Brüchigkeit des  Produktes können -auch andere Öle dem Stoff  zugesetzt werden.  



  Bei der Behandlung der     bit-Liminösen     Stoffe mit Schwefelsäure wird letztere     bei     der Reaktion (Erhitzung über 200<B>'<I>C)</I></B>  eventuell unter     Zucabe    von     fluxierendeii    Mit  teln zersetzt. und das     enstandene   <B><U>SO.,</U></B> ent  weicht unter Schäumen. Dieses Schäumen ist  bedeutend geringer als     das        dureh    (Ion     '#Va-          serda-nipf    verursachte Schäumen, daher bei  dem Entfernen des<B><U>SO.</U></B> die Anwendung des       Unterdruckes    nicht erforderlich ist. Die  Reaktion -ist beendet, wenn das Schäumen  aufhört.

   Im fertigen Produkt ist keine freie  Säure vorhanden.  



  Wird zu dem mit der Säure behandelten  Stoff nach Beendigung der Reaktion eine  weitere     Pechmen,-e    zugemischt. so erhält       man    ein Produkt von besseren Eigenschaften.  



  Durch die beschriebene Behandlung von       Sleinkohlen-    oder     Braunkobleripeeben    mit  Säuren in der Hitze erhält man ein starres,  brüchiges Produkt, das bei<B>90</B> bis<B>100'</B>     C     schmilzt.

   Wird aber das Pech vor, während  oder nach dem Säuren oder auch in zwei  oder in allen drei Fällen mit     Stearinpech     oder mit andern ölarmen, oder mit über     100'   <B>C</B>  schmelzenden Bitumina vermischt. die bei  der Reaktion     entweiehenden        Öle        mittelsl     eines     Rückflusskühlers    dem Stoff     zur-Cichge-          führt    und mit bis 20 Volumenprozenten           Sehwef        elsäure    gesäuert, so     erhät    man eine  bei 120 bis<B>150'</B> erweichende, bei<B>100 '</B> nicht       deformierbare,

      harte, aber nicht spröde  Masse. Wird die Masse mit     Steatitmehl    und  Asbest gefüllt und warm     gepresst,    so erhält  man ein ausserordentlich festes,     ebonitartiges,     hartes, Wärme, Kälte. und Frost sehr gut er  tragendes Produkt. Dieses Produkt ist ein  besserer elektrischer Isolator als Glas oder  Porzellan, ist gegen Chemikalien, verdünnte  oder konzentrierte Säuren und Basen voll  kommen indifferent und kann sehr gut     ge-          presst    werden. Die     gepressten    Stücke sind ohne  jede nachträgliche Behandlung spiegelglatt  und haben einen     ebonitaxtigen    Glanz.

   Dieser  Stoff ist     bearbeitbar,    er kann gesägt, gebohrt  und gedreht werden.  



  Die Verwendungsmöglichkeit dieses Stof  fes ist sehr ausgedehnt. Zufolge seiner     vor-          zügliehen    physikalischen Eigenschaften ist  er in erster Linie zur Erzeugung von     elek-          trisehen        IsolwLoren    geeignet, so zum Beispiel  zur Erzeugung von Schwach- und Stark  stromisolatoren, Formstücken,     Freileitungs-          isala-torgloeken,    Rohren, zum Beispiel Kanal  rohren, Wasserleitungsrohren, Kabelschäch  ten- und dergleichen.

   Ausserdem kann dieser  Stoff     zufolo-e    seiner vollkommenen     Wasser-          isolierfähigkeit    im Hoch- und Tiefbau,     Tun-          nelban,    Hafenbau, Brückenbau und derglei  chen zum     Isolierengegen    Feuchtigkeit benützt  werden. Aus diesem<B>Stoff</B> können ferner       Sehienenschwellen,        Dachdeckungsmaterial     und dergleichen hergestellt werden.  



  Teere können auch so verarbeitet werden,       dass    die flüssigen Teile durch Destillation  abgesondert werden. Wird Teer, zum Beispiel  Steinkohlenteer, gesäuert (zum Beispiel mit  <B>6 %</B> Schwefelsäure von<B>60 '</B> Bi) und destil  liert, so wird bei einer Destillation bis 340'<B>C</B>  der grösste Teil der Öle abgerieben,     und    man  erhält ein erstklassiges Pech von sehr hohem  Schmelzpunkt, da. die entstandenen     Säure-          additionsprodukte    bei dieser Temperatur zer  setzt werden und im Produkt freie Säure  nicht mehr enthalten ist.

      <I>Beispiel<B>1:</B></I>       100   <B>kg</B> rumänische     Pacura.    werden mit       19-%    Schwefelsäure von<B>50'</B> B6 vermischt  und bis<B>150</B> bis<B>160' C</B> erhitzt,     wodureh     sich ein in Wasser unlöslicher     Niederschla"          bildet,        der        aus        Säureadditionsprodukten        be-   <B>7</B>  steht und durch Dekantieren vom flüssigen  Teil abgesondert wird. Der flüssige, ölhaltige  Teil wird bei gewöhnlicher Temperatur raf  finiert.

   Die bei dieser     Raffination    erhaltenen  Säureharze können zur     Tenisieruno,    der  nächsten     Rohstoffmenge    verwendet werden.  Die so erhaltenen Öle haben eine Teerzahl  von zirka 20, eine     Viskosität    bei<B>50'C</B> von  <B>10 E.</B> und können     entfä.rbt    werden.    <I>Beispiel 2:</I>    <B>100</B>     ko,    russische     Paeura.    werden bei  zirka<B>50' C</B> in bekannter Weise mit     Sch-we-          felso,ure,    raffiniert. 'Hierbei erhält man an  nähernd<B>60</B> bis     70/'o   <B>Öl</B> mit einer Teerzahl.

    von zirka, 20 und<B>30</B> bis 40%     Säureliarz.     Die     Öle    werden in beliebiger Weise weiter  verarbeitet, das Säureharz wird<B>auf 150</B> bis  <B>160 ' C</B> erhitzt. Es lagern     siell    hierauf pa  raffinfreie,     wassei-unlöslic'he        Säureadditions-          produkte    ab, während der ganze<B>Öl-</B> und Pa  raffingehalt des Stoffes vollkommen     assphalt-          frei    in der obern Schicht bleibt und beliebig  weiterverarbeitet werden kann. Dem Säure  harz wird beim Erhitzen zweckmässig ein<B>pa-</B>  raffinlösendes, säurebeständiges Destillat,       zum    Beispiel Petroleum, zugesetzt.

    



  <B>.</B> Die im Beispiel<B>1</B> und 2 angeführten       Säureadditionsprodukte    werden dann mit       fluxierenden    Stoffen, zum Beispiel<B>01,</B> Pech,       fluxiert,    wovon zirka 20 bis     50/lo    benötigt  werden. Das Gemisch wird dann auf<B>250</B>  bis<B>380' C</B> erhitzt. Der so erzeugte säure  freie Asphalt hat bei einem Schmelzpunkt  von<B>50' C</B> folgende     Eigenschaften-          Peneiration    zirka 40 bis<B>50,</B>       Duktilität        zirlm   <B>80</B> bis<B>100</B> cm,  vollkommen     koks-    und paraffinfrei.  



  <I>Beispiel<B>3:</B></I>  <B><I>100</I> kg</B> Braunkohlenteer werden mit  4 Liter Schwefelsäure von<B>60</B> B6 bis<B>160 0 C</B>      erhitzt und ruhen gelassen, bis die     Säure-          additionsprodukte    sich abgesetzt haben. Die  erhaltene obere Ölschicht wird dekantiert und  die untere Pechschicht; wird mit 20%     An-          thracenöl    bis<B>250 ' C</B> gekocht, wobei ein erst  klassiges, muschelbrüchiges, stark glänzen  des, in Mineralölen unlösliches, koksfreies  Pech erhalten wird, das, weiter erweicht,  einen Holzzement     mitDuktilität    von<B>50</B> bis  <B>60</B> cm ergibt.

   Die obere     Ülphase    wird mit  <B>3,5</B> Liter konzentrierter Schwefelsäure bei  <B>60</B> bis<B>70 ' C</B> raffiniert. Das so erhaltene  <B>01</B> hat eine Teerzahl von annähernd 20, ist  absolut     phenolfrei,    enthält den Paraffin  gehalt des Rohrteers in doppelter Konzentra  tion. Seine Viskosität beträgt bei<B>500 C</B>  <B>7</B> bis<B>10 E.,</B> der Aschengehalt ist geringer  <I>als</I>     0,01%.    Das bei der beschriebenen     Raf-          fination    verbleibende Säureharz kann bei  der Teilung zum     Sänern    einer nächsten Roh  stoffmenge verwendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Kunst- asplialts, dadurch gekennzeichnet, dass ein. bituminöser Stoff dadurch oxydiert wird, dass er mit einem die SO,-Gruppe enthalten den Stoff auf eine Temperatur von minde stens 120<B>' C</B> erwärmt wird, bis die Mischung inhomogen wird und nach Kühlung sich in eine feste und eine flüssige Schiebt seheidet. worauf man die flüssige, ölhaltige Sch'IchL vom festen Niederschlag trennt und diesen auf Temperaturen von<B>250</B> bis<B>350 ' C</B> er hitzt.
    <B>U</B> NTTERANSPRUCIIE: <B>1.</B> Verfahren nach Patentauspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Oxydations mittel Schwefelsäure verwendet. Verfahren nach Patenianspriieh, daclureh gekennzeichnet" dass man als Oxyclit:ions- mittel eine saure Schwefelsäureverbindungf, verwendet. <B>3.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass man als saure Sehwefel-#iiirevei-1)in- dung ein Säureharz verwendet-. 4.
    Verfahren nach Patenlanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der aboeschiedene feste Stoff so lange erhitzt wird, bis die durch Einwirkung des Oxydationsmittels entstandene Verbindung sich so spaltet, dass eine homogene Masse entsteht. <B>5.</B> Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 4, dadurch gehennzeichnet. dass man die Zersetzung in Gegenwart von Fluxöl vornimmt.
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