Fernmessverfahren zur Überwachung des Energieaustausches zwischen Uraftwerken. Es ist heute nahezu als Regelfall zu betrachten, dass die den Stromversorgungs- netzen zugeführten Energiemengen mehreren Kraftwerken entstammen, wobei häufig diese Kraftwerke verschiedenen Stromver sorgungsgebieten angehören und zwischen denen ein gegenseitiger Energieaustausch stattfindet. So ist gewöhnlich ein städtisches Stromversorgungsgebiet an mehreren Ab zweigpunkten mit Fernleitungen eines Über landwerkes verbunden, durch die es abwech selnd Energie bezieht und Energie liefert.
Bei einer derartigen, auf den Energieaus täusch über grosse Entfernungen beruhenden Energieversorgung, gesellt sich nun, zwecks Verrechnung der ausgetauschten Energien, zu den rein betrieblichen Bedürfnissen, auch noch der Wunsch, die wirtschaftlichen Lei stungen der einzelnen Werke kennen züi lernen, was auf dem Wege der elektrischen Fernmessung erreichbar, ist.
Die Erfindung bezieht sich nun auf eine weitere Ausgestaltung eines Fernmessverfah- rens zur Überwachung des Energieaustai,- sches zwischen Kraftwerken und besteht er findungsgemäss darin, dass in einer Zentral überwachungsstelle durch getrennte SLim- mierung der fernübertragenen Messangaben der gegenseitig gelieferten und bezogenen Energie,
sowie durch Bildung der Differenz der beiden Messangabensummen der I ber- schuss der gesamten gelieferten Energie bezw. der gesamten bezogenen Energie zur Re gistrierung gebracht wird.
Das Verfahren nach der Erfindung kann folgendermassen ausgeführt werden: Für die Messung der --elieferten und be zogenen Energie, sowie für die Übertragung der Messangaben nach der Zentralüberwa- chungsstelle werden an den räumlich weit auseinanderliegenden. mit den Leitungen der Kraftwerke verbundenen Abz-vveigspeise- punkten je zwei Wattstundenzähler vorge sehen,
von denen der eine die gelieferte Ener giemenge und der andere die bezogene Ener giemenge misst und die beide eine die Mess- angaben nach der Zentralüberwachungsstelle übermittelnde Impulskontakteinrichtung auf weisen.
Auf Grund der Höhe des Überschusses des gelieferten Energiebetrages und des jenigen des bezogenen Energiebetrages kann dann leicht erkannt werden, in welcher Weise der Energieaustausch stattgefunden und wie die Verrechnung der wirtschaft lichen Leistungen zwischen den Kraftwer ken zu erfolgen hat.
Die Erfindung bezieht sich ebenfalls auf eine Einrichtung zur Ausübung des Verfah rens. Diese Einrichtung weist wenigstens eine die getrennte Bildung der beiden Mess- angabesurnmen bewirkende Summeneinrich tung, wenigstens einen die Bildung der Dif ferenz der beiden Messangabensummen bewir kenden, von der Summeneinrichtung betätig ten Subtraktionsmechanismus und wenig stens eine die Registrierung des Überschus ses der gesamten gelieferten Energie bezw. desjenigen der gesamten bezogenen Energie bewirkende, von dem Subtraktionsmechanis- mus gesteuerte Registriervorrichtung auf.
In einem Ausführungsbeispiel besitzt die Subtraktionseinrichtung ein von der Summeneinrichtung betätigtes Differential getriebe, bei dem die in der einen Richtung erfolgenden Umdrehungen des einen Sonnen rades den Messangaben der gelieferten Ener gie und die in der andern Richtung erfolgen den Umdrehungen des andern Sonnenrades den )1Zessangaben der bezogenen Energie ent sprechen.
Will man die Registrierung des Über schusses der gelieferten Energie und des Überschusses der bezogenen Energie mit einer einzigen Registriervorrichtung vornehmen, so kann man die Registriervorrichtung mit einer solchen periodisch betätigten Schreib vorrichtung ausrüsten, dass die von der Mit tellinie des Registrierstreifens nach links ausgehenden Aufzeichnungen den Überschuss der gelieferten und deren von der Mittellinie nach rechts ausgehenden Aufzeichnungen den Überschuss der bezogenen. Energie dar stellen.
Bei Vorsehung zweier Registriervorrich- tungen können auch zwei diese steuernde Subtraktionsmechanismen Verwendung fin den, von denen entweder jeder von einer be sonderen oder beide von einer gemeinsamen Summeneinrichtung betätigt werden, wobei die eine Registriervorrichtung den Überschuss der gelieferten Energie und die andere den Überschuss der bezogenen Energie registriert.
Die letztgenannte Anordnung mit zwei Summeneinrichtungen hat den Vorteil der Verwendungsmöglichkeit bereits vorhandenei- Messapparate. Man kann dann bei einer pe riodisch bewirkten Aufzeichnung des Über schusses der gelieferten Energie und desjeni gen der bezogenen Energie an der Zentral- überwachungsstelle zwei vollständig ge trennte, von den 1Tessangaben der gelieferten Energie und den Messangaben der bezogenen Energie gesteuerte Empfängerapparaturen vorsehen, von denen jede einen gewöhnlichen Impulssummenzä,
hler und einen von dem Summenzähler betätigten R.egistriermessappa- rat enthält. Auf diese Weise wird eine Fernmessempfängeranlage erhalten, die auch hinsichtlich der Anschaffungskosten niedrig ist.
Bei der letzterwähnten Empfangsanlage, die lediglich als Beispiel gegeben ist, weisen nun die beiden Empfangsapparaturen eine Subtraktionseinrichtung auf, die eine einsei tig wirkende Mitnehmerkupplung und einen Kraftspeicher enthält, die bewirken; dass am Ende einer Zeitperiode das Schreiborgan eine der Differenz der gelieferten und bezogenen Energie entsprechende Stellung einnimmt, und zwar registriert das Schreiborgan der einen Registriervorrichtung den Überschuss der gelieferten Energie und das aridere den Überschuss der bezogenen Energie.
Um am Ende einer Zeitperiode eine auto matische Rückverstellundes Subtraktions mechanismus und der Registriereinrichtung nach ihren Anfangslagen bewirken zu kön nen, ist zwischen Subtraktionsmechanismus und Summeneinrichtung ein selbstsperrendes Getriebe eingeschaltet und der Subtraktions- mechanismus mit Friktionskupplungen ver sehen.
Anhand der Zeichnung soll nunmehr ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung der Erfindung noch eingehend erläutert werden. In der Zeichnung ist in Fig. 1 ein Schaltschema und in Fig. 2 eine Ausführung eines Fernmess- apparates dargestellt.
An den räumlich weit auseinander liegen den, mit den Leitungen der Kraftwerke ver bundenen Abzweigspeisepunkten sind, wie in dem Schaltschema der Fig. 1 zur Darstel lung gebracht ist, zwei je eine Kontaktvor richtung a, b enthaltende Wattstundenzähler e, <I>d</I> vorgesehen, von denen der eine die Kilowattstunden des gelieferten Stromes und der andere die Kilowattstunden des bezo genen Stromes misst.
Die Wattstundenzähler <I>e, d</I> sind fernerhin noch mit Rücklaufhem- mungen versehen, und zw=ar sind die Dreh systeme der Wattstundenzähler c nur in der einen und die Drehsysteme der Wattstunden zähler d nur in der andern Richtung drehbar. Die Kontaktvorrichtungen a., <I>b</I> der einzelnen Wattstundenzähler c, d sind an zu einer Zen tralüberwachungsstelle führende Steuerfern leitungen e, f angeschlossen.
An der Zentralüberwachungsstelle befin den sich zwei besondere Empfangsappara turen g, h, von denen jede einen in bekannter Weise wirkenden Impulssummenzähler <I>j, k</I> und einen von dem Impulssummenzähler <I>i, k</I> gesteuerten, schreibenden Höchstverbrauchs messer enthält.
Jeder Summenzähler<I>j, k</I> besitzt zwei Re laisgruppen o,<I>p', o', p,</I> von denen die Re laisgruppen o, o' von den Kontaktvorrichtun gen a der Verbrauchszähler c und die Relais gruppen<I>p', p</I> von den Kontaktvorrichtungen b der Verbrauchszähler d Stromimpulse er halten.
Die von den Relaisgruppen o, o',<I>p, p'</I> der beiden Summenzähler<I>j,</I> k hervorgerufenen Bewegungen werden auf ihre Höchstver bs auchsmesser in, n, in einer anhand der Fig. 2 noch nachfolgend, näher zu erklä renden Weise derart -übertragen, dass am Ende einer Zeitperiode das Schreiborgan des einen Höchstyerbrauchsmessers in den Über- scbuss der gelieferten Energie bezw. das Schreiborgan des andern Höchstverbrauchs messers n den Überschuss der bezogenen Energie registriert.
In dem dargestellten Schaltschema der Fig. 1 sind gerade die Kontaktvorrichtungen a der zwei letzten Wattstundenzähler c ge schlossen, so dass die in den betreffenden Steuerleitungen e der Kontaktvorrichtungen a liegenden Relais der beiden Relaisgruppen o, o' je einen Stromimpuls erhalten.
Das den Überschuss der gelieferten Energie aufzeich nende Schreiborgan des Höchstverbrauchs messers m wird dann aus der Fig. 1 er sichtlichen Stellung weiter nach rechts ver schoben, während das den Überschuss der be zogenen Energie aufzeichnende Schreiborgan des Höchstverbrauchsmessers qz in der Null- lage verbleibt und in diesem die durch die Impulse gegebenen Messangaben aufgespei chert werden.
Sollte nun in nächster Zeit Strombezug stattfinden, so werden die Relaisgruppen p, p' von den Kontaktvorrichtungen b der ,jetzt Tmessenden Wattstundenzähler d erregt. Dem zufolge wird das Schreiborgan des Höchst verbrauchsmessers m um einen den Mess- angaben der Wattstundenzähler entsprechen den Betrag rückverstellt. Eine Verstellung des Schreiborganes des Höchstverbrauchs messers n von der Nullage nach rechts wird dagegen erst dann erfolgen, wenn die auf gespeicherten Messangabenimpulse aufgeho ben sind.
Der Aufbau und die Wirkungsweise der Fernmessanlage soll nunmehr anhand der Fig. 2, die die linke Empfängerapparatur g des Schaltschemas der Fig. 1 zeigt, ausführ lich erläutert werden. Beide Empfänger apparaturen der Empfangsanlage sind in ihren Ausführungen an sich übereinstim mend. Der einfachen Darstellung halber wurden in der Fig. 2 nur die für das Ver ständnis der Erfindung unbedingt erforder lichen Teile eingezeichnet. Die in Fig. 2 dargestellte Empfangs apparatur besteht im einzelnen aus einer Im pulssummeneinrichtung A, einem Subtrak tionsmechanismus B und einer periodisch be tätigten Schreibvorrichtung C.
Die an sich bekannte Impulssummenein- richtung < -1 enthält nun die zwei zu beiden Seiten eines Trägers 1 angeordneten Relais gruppen o, p', von denen die erstgenannte mittelst der Steuerleitungen e von den Kon taktvorrichtungen a der Wattstundenzähler c und die zweitgenannte mittelst der Steuer leitungen<I>f</I> über die Relaisgruppe<I>p</I> der Empfangsapparatur <I>lt.</I> von den Kontaktvor richtungen b der MTattstundenzähler d erregt wird (Fig. 1).
Jeder Anker 4, 5 der Relais <I>o,</I> die eine mit einem Klinkenrad 6, 7 zu sammenarbeitende Fortschaltklinke 8, 9 auf weisen, werden von einem besonderen, mit einer Nase 10, 11 versehenen Schaltrad 12, 13 gesteuert, das an einer, von einem nicht eingezeichneten Triebwerk dauernd in Um drehung gehaltenen Welle 14, 15 sitzt.
Damit eine richtige Betätigung der Sum meneinrichtung A auch dann gewährleistet ist, wenn mehrere Relais einer Gruppe von den gegebenen Impulsen gleichzeitig betätigt werden, sind in bekannter Weise die Schalt räder 12, 13 auf ihren Achsen 14, 15 versetzt zueinander angeordnet.
Wie man aus der Darstellung der Fig. 2 entnehmen kann, ist die Anordnung der Re lais- und Getriebeteile der Summeneinrich tung A eine solche, dass die auf der Achse 16, 17 der Klinkenräder 6, 7 befindlichen Zahn räder 18, 19 in entgegengesetzten Richtungen verdreht werden.
Der Subtraktionsmechanismus B enthält ein Differentialgetriebe 20, dessen Sonnen zahnrad 21. über eine Schnecke 22 und ein Zahnrädchen 23 mit dem von den Relais o angetriebenen Zahnrad 18 und dessen in ent- ge#,engesetzter Richtung als das Sonnenzahn rad 21 gedrehte Sonnenzahnrad 24 über eine Schnecke 25 und ein Zahnrädchen 26 mit dem von den Relais p' angetriebenen Zahn rad 19 im Eingriff steht. Die eine Stegachse eines Planetenrades 27 tragende Planetenachse 28 des Differential getriebes 20 ist über Getriebe 29, 30 mit einem aus Zahnrädern 40, 41 bestehenden Getriebe gekuppelt.
Zwischen dem lose auf einer Achse 42 sitzenden Zahnrad 41 und der Achse 42 ist eine einseitig wirkende blitneh- merkupplung eingeschaltet, die aus einem an dem Zahnrad 41 befindlichen Mitnehmerstift <B>43</B> und einem an der Achse 42 befestigten Mitnehmerhebel 44 besteht.
Weiterhin sind noch Zahnräder 45, 46 vorgesehen, die nur durch Friktionsfedern 47, 48 mit ihren Achsen 42, 49 verbunden sind. Eine Büchse 50 des Zahnrades 46 trägt ferner einen Mitnehmerhebel 51, der mit einem Mitnelimerstift 52 eines ebenfalls nur durch den Druck einer Feder 53 mit der Achse 49 verbundenen Zahnrades 54 zusam menwirkt.
Eine Rückzugfeder 56 ist noch einerseits mittelst einer Schraube 57 mit einem Lager teil 58 und anderseits mittelst einer Schraube 59 mit einem auf der Achse 49 befestigten Teil 60 verbunden.
Die Schreibvorrichtung C setzt sich eben falls aus an sich bekannten Teilen zusam men. Auf der Achse 49 ist eine Rillenscheibe 62 befestigt, die rnittelst eines Zugorganes 63 mit einer weiteren R.illenscheibe 64 gekup pelt ist. Das Zugorgan 63 ist mit einem in einem Rohr 65 geführten Zylinder 66 ver bunden, dessen das Schreiborgan 67 tragen der Teil 68 durch einen Längsschlitz des Rohres 65 ragt. Die Rillenscheibe 62 ist noch mit einem Stift 69 versehen. der sich in der Nullage des Schreiborganes 67 ge@"en einen Anschlag 70 legt.
Hierdurch wird eine von der Nullage ausgehende Linksbewegung des Schreiborganes 67 verhindert.
Am Ende einer festgesetzten Zeitperiode müssen bekanntlich bei den periodisch wir kenden Registriervorrichtungen das Schreib organ und die Getriebeteile in ihre Anfangs lagen zurückgestellt werden. Dies wird in bekannter Weise automatisch durch einen be sonderen, an sich bekannten und deshalb in der Zeichnung nicht dargestellten, mit einem Uhrwerk versehenen- Rückstellmecha- nimus bewirkt. Im vorliegenden Falle steht der Rückstellmechanismus unter dem Ein fluss einer besonderen Triebkraft, beispiels weise unter dem Einfluss eines besonderen Ferrarismotor, der am Ende der Zeitperiode, etwa alle 15 Minuten durch das Uhrwerk eingeschaltet wird.
Mit dem Rückstellmecha- nismus ist nun eine Achse 71 eines Zahn rades 72 gekuppelt. Fernerbin wird auch noch ein an dem Rohr 65 sitzender Hebelarm 73 von der Uhr des Rückstellmechanismus derart gesteuert, dass am Ende der Zeit periode das Schreiborgan 67 gegen den Re gistrierstreifen 74 gedrückt wird.
Für die nähere Erläuterung der Wir kungsweise der in Fig. 2 dargestellten Emp fangsapparatur soll nun vorerst angenommen werden, dass Energielieferung stattfindet. Da, wie bereits vorhergehend erwähnt, dann die Erregung der Relaisgruppen o, o' der bei den Empfängerapparaturen<I>m,</I> n von den Kontaktvorrichtungen a der die gelieferte Energie messenden Verbrauchszähler c er folgt (Fig. 1), werden nach jedem Kontakt schluss der von den Verbrauchszählern c ge-, steuerten Kontaktvorrichtungen a die ent sprechenden Relais o erregt und demzufolge ihre Anker 4 angezogen,
die nach gegebenen Impulsen- infolge der Remanenz des Eisens haften bleiben. In der Zeichnung befindet sich gerade der Anker 4 eines Relais o in der angezogenen Stellung. Im nächsten Au genblick wird daher die Nase 10 des von dem nicht eingezeichneten Triebwerk dauernd gedrehten Schaltrades 12 mit dem Anker zum Eingriff kommen und diesen von den Polen des Relais o abheben, so dass durch die hierbei auftretende Verschwenkung des Ankers 4 um die Achse 16 die Schaltklinke 8 das Klinkenrad 6 und demzufolge auch das Zahnrad 18 um einen kleinen Betrag in der eingezeichneten Pfeilrichtung verdreht.
Diese kleine Verdrehung des Zahnrades 18 wird dann auf das die Schnecke 22 betäti- gende Zahnrädchen 23 übertragen. Von der Schnecke 22 wird wiederum das Sonnenzahn rad 21 in Pfeilrichtung verdreht, das das Planetenrad 27 mitnimmt.
Die Bewegung der Planetenradachse 28 bewirkt dann über die Getriebe 29, 30, das Getriebe 40, 41, die Mitnehmerkupplung 43, 44 und das Getriebe 45, 46 eine Verdrehung der Welle 49 in Uhr- zeigerrichtung. Die nunmehr gedrehte Ril- lenscheibe 62 bewirkt dann über das Zug organ 63 eine weitere Rechtsverschiebung des bereits über der Mittelstellung des Registrier- streifens 74 befindlichen Schreiborganes<B>67.</B> Ferner wird auch über die Mitnehmerkupp- lung 51,
52 und die Friktionsfeder 53 die bereits aufgezogene Rückzugfeder 56 weiter aufgezogen.
Bei einem Wechsel von Stromlieferung auf Strombezug werden die Wattstundenzäh- ler c infolge der Rücklaufhemmung zum Stillstand und die Wattstundenzähler d zum Ansprechen kommen.
Demzufolge werden die von den Kontaktvorrichtungen b der Watt stundenzähler d gegebenen Impulse die Re lais p' erregen, wobei die hierdurch auftre tenden Bewegungsübertragungen des Zahn rades 19 auf das Differentialgetriebe 20 in entgegengesetzter Richtung erfolgen, so dass sich jetzt das Zahnrad 41 des Subtraktions mechanismus B im Uhrzeigersinne drehen wird. Die vorher aufgespeicherte Kraft der Rückzugfeder 56 bewirkt dann, dass der Mit nehmerhebel 44 mit dem Stift 43 im Eingriff bleibt und dass die Achse 49 in der ent gegengesetzten Richtung als vorher, also ent gegen dem Uhrzeigersinne, verdreht wird.
Das Schreiborgan 67 wird somit von seiner Stellung etwas nach links verstellt.
Sobald der Strombezug sich über einen längeren Zeitraum erstreckt, wird schliesslich die Rückzugfeder 56 bis auf ihre Anfangs federkraft und demnach das Schreiborgan 67 in seine Nullage zurückgeführt. Der Stift 69 der Rillenscheibe 62 legt sich dann gegen den Anschlag 70. Der weitere Strombezug bewirkt dann, da die Welle 49 infolge des sich gegen den Anschlag 70 legenden Stiftes 69 der Rillenscheibe 62 nicht weiter verdreht werden kann, dass die Rückzugfeder 56 und der Mitnehmerhebel 44 ihre Lagen beibehal ten, wobei sich der Mitnehmerstift 43 des Zahnrades 41 von dem Mitnehmerhebel 44 entfernt.
Die Grösse des Winkelausschlages zwischen Mitnehmerstift 43 und Mitnehmer- hebel 44 entspricht dann der Grösse des von der Empfangsapparatur h registrierten Über schusses der bezogenen Energie (Fig. 1).
Bei wiederauftretender Energielieferung werden dann wieder die Getriebe des Sub traktionsmechanismus in der andern Rich tung von der, von den Impulsen der Kontakt einrichtungen a betätigten Summeneinrich tung verdreht, wobei sich vorerst wieder der Mitnehmerstift 43 dem Mitnehmerhebel 4-1 nähert.
Schliesslich wird der Mitnehmerstift 43 mit dem Mitnehmerhebel 44 wieder in Berührung gelangen, so dass die Rückzug feder 56 wieder aufgezogen und das Schreib organ 6 7 von seiner Nullstellung aus eben falls wieder nach rechts bewegt wird, wobei die von dem Schreiborgan 67 jeweils einge nommene Stellung ein Mass des augenblick lichen Überschusses der gelieferten Energie bildet.
Das am Ende der Zeitperiode von dem eingeschalteten Motor des Plückstellmechanis- mus in der eingezeichneten Pfeilrichtung ge drehte Zahnrad 72 wird das Zahnrad 54 im entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers dre hen, wodurch über die Feder 53 die Rück zugfeder 56 auf ihre Anfangsfederkraft zu rückgebracht und über die Mitnehmerkupp- lung 52, 51 und die Friktionsfeder 48 das Schreiborgan 67 nach links bewegt wird.
Nachdem die Rüekzugfeder 49 ihre An fangsfederkraft und das Schreiborgan 67 ihre Anfangsstellungen wieder erreicht haben, werden, da dann der Stift 69 der Rillen scheibe 62 an dem Anschlag 70 zum Anlie gen kommt, von der Triebkraft des Rück stellmotors bei Überwindung der Friktionen der Federn 53 und 48 die Zahnräder 54 und 46 lose um die stillstehende Achse 49 ver dreht.
Fernerhin wird auch, da der Mitneh- merstift 43 mit dem Mitnehmerhebel 49. im Eingriff steht und eine Verdrehung des Zahnrades 41 von dem Rückstellmotor, in folge der Selbstsperrung der zwischen Sum meneinrichtung A und Subtraktionsmecha- nismus B vorgesehenen Schnecken 22, 25 nicht möglich ist, das Zahnrad 45 unter Überwindung der Friktion der Feder 57 loco um die stillstehende Achse 42 verdreht.
Sobald alle Teile des Subtraktionsmecha nismus B und der Schreibvorrichtung C ihre Anfangsstellungen eingenommen haben, wird der Rückstellmotor automatisch wieder zum Stillstand gebracht. Sämtliche Teile des Sub traktionsmechanismus und der Schreibvor richtung befinden sich dann wieder in Be reitschaftsstellung für eine entsprechende Verstellung des Schreiborganes 67 in der nächsten Zeitperiode. Der Registriervorgang wickelt sich dann in der gleichen bereits be schriebenen Weise von neuem ab.
Sollte nun bei der beschriebenen Emp fangsapparatur g in einer Zeitperiode ein Überschüss der gelieferten Energie nicht vor handen sein, sondern sogar ein Minusbetrag auftreten, also ein Energiebetrag der von der Empfangsapparatur 1r. als Überschuss der be zogenen Energie registriert wird (Fig. 1), so befinden sich, wie bereits erwähnt, das Schreiborgan 67 und die Rückzugsfeder 5(') in ihren Anfangsstellungen und der Mitneh- merstift 43 um einen dem Minusbetrag ent sprechenden Winkel von dem Mitnehmer- hebel 44 entfernt.
Am Ende der Zeitperiode wird dann das vom Rückstellmotor gedrehte Zahnrad 7? über das lose um die stillstehende Achse 49 gedrehte Zahnrad 51, über die Mitnehmer- kupplung 52, 51 und über das lose um die Achse 49 gedrehte Zahnrad 46 das Zahnrad 45 mit der Achse 42 im Uhrzeigersinne ver drehen. Der Mitnehmerhebel 44 wird somit dem Mitnehmerstift 43 genähert und schliesslich mit diesem in Eingriff gebracht.
Der Subtraktionsmechanismus B_, sowie die Schreibvorrichtung C befinden sich dann wieder in Bereitschaftstellung für den näch sten Registriervorgang. Kurz darauf wird dann der Rückstellmotor automatisch wieder zum Stillstand gebracht.
Wie bereits erwähnt, ist die rechte Emp fängerapparatur h der Fig. 1 in der genau gleichen Weise wie die linke, vorstehend aus- führlich beschriebene Empfängerapparatur g ausgebildet. Der einzige Unterschied in der Wirkungsweise der Empfängerapparatur h liegt lediglich nur in der umgekehrten Be tätigung der beiden Relaisgruppen von den Kontaktvorrichtungen<I>a, b</I> der Wattstunden zähler c, d. Es werden also bei dieser die linken Relais der Fig. 2 von den Kontakt vorrichtungen b der Verbrauchszähler d und die rechten Relais von den Kontaktvorrich tungen a der Verbrauchszähler<I>b</I> gesteuert.
I)er ohne weiteres einleuchtende Zweck die ser verschiedenartigen Betätigungen der Re laisgruppen der beiden Empfängerapparatu ren g, h von den Verbrauchszählern a und den Verbrauchszählern b ist, um in der Emp fängerapparatur g die Registrierung des Überschusses der gelieferten Energie und in der Empfängerapparatur lz die Registrierung des Überschusses der bezogenen Energie zu bewirken.
Es ist natürlich nicht unbedingt notwen dig, für die Registrierung des Überschusses der gelieferten Energie und des Überschusses der bezogenen Energie die Empfangsanlage so auszubilden, wie sie in den Fig. 1 und 2 zur Darstellung gebracht ist. Es sind selbst verständlich auch noch andere, bereits ein gangs erwähnte Kombinationsmöglichkeiten der einzelnen Empfängereinrichtungen mit einander, als auch besondere Konstruktions arten der Empfängereinrichtungen denkbar. In der Zeichnung ist lediglich nur eine be sondere spezielle Ausführungsform zur Dar..
stellung gebracht, die insbesondere den Vor teil besitzt, dass im wesentlichen bereits in der Praxis gebräuchliche 1VIesssysteme Ver wendung finden können.