CH146424A - Selbstabdichtender, endloser pneumatischer Schlauch aus vulkanisiertem Kautschuk mit Drucklauffläche. - Google Patents
Selbstabdichtender, endloser pneumatischer Schlauch aus vulkanisiertem Kautschuk mit Drucklauffläche.Info
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Description
Selbstabdichtender, endloser pneumatischer Schlauch aus vulkanisiertem l(autschlik mit Drucklauftläche. Es sind selbstabdichtende, endlose pneu matische Schläuche aus vulkanisiertem Kaut schuk mit Drucklauffläche bekannt, bei wel- chün, beim Eindringen eines spitzen Objektes die Durchtritisstelle sich wieder schliesst.
Bisher war es üblich, solche Luft- schläuelle auf einem Dorn zu vulkanisieren, und zwar so, dass die später die Aussenflärlie des Schlauches zu bilden bestimmte Fläche auf den Dorn zu liegen kam, dann den Schlauch vom Dorn abzunehmen, die Innen fläche desselben nach aussen zu kehren und nachher die Enden miteinander zu verbinden. Dieser'Vorgang ist sehr teuer und verursacht schädliche Spannungen in dem Schlauch, be sonders wenn ein Stoffband zum Zusammen halten des Materials der Laufflächenwan- dung einverleibt ist.
Solche Schläuche sind auch nur schwer in richtiger Weise in einen sie umgebenden Mantel einbringbaT. Frühere Versuche,- derartige Schläuche in fertigem, unaufgepumptem Zustand mit tief einge- drückter oder konkaver Lauffläche in einer Form zu vulkanisieren, beruhten auf der un richtigen Voraussetzung. dass ein Druel,- zustand in der Laufflächenwandung einfach dadurch hervorgebracht werden könne, dass die Krümmung der genannten Wandung durch Aufpumpen des Schlauches nach der entgegengesetzten Seite hin abgelenkt wird.
C cl Der Zweck der vorliegenden Erfindung besteht darin, einen billigen Schlauch dieser Art zu schaffen, welcher leichter in einen Mantel.eingesetzt werden kann.
Um diesen Zweck zu erreichen, weist bei dem pneumatischeD Schlauch gemäss der Er findung die im unaufgepumpten Zustande des Schlauches annähernd spannungslose Laufflächenwandung seitlich vorspringende Teile auf, um beim Aufpumpen des Schlauches infolge der Längskontraktion einer der Lauffläche gegenüberliegenden Ausbauchung des Schlauches nach innen gezogen zu werden, und dadurch in der Laufflächenwandung Druckspannungen zu el t3 erzeugen.
Ein solcher Schlauch kann so hergestellt werden, dass die beim Vulkanisieren dessen Aussenfläche bildende Fläche auch beim Ge brauch die Aussenfläche des Schlauelies bildet.
Zweckmässiaerweise kann im unauf e- 2n <B>9</B> pumpten Zustande des Schlauches die Lauf- flächenwandung nahezu denjenigen Ring- C el durchmesser besitzen, den sie in der Ge brauchslage des Schlauches einzunehmen be stimmt ist,
Lind es können die seitlich vor springenden Teile über daese Lage vortreten und die derLauffläche gegenüberliegende Aus bauchung des Schlauches kann einen grösse ren Ringdurchmesser aufweisen als dies in der Gebrauchslage der Fall ist, so dass dieser Ausbauchung soviel Längskontraktion ge stattet ist, um die seitlich vorspringenden Teile in die Gebrauchslage zurückzuziehen.
In der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel des Erfindungsgegenstandes dar- CD gestellt, in welcher: Fig. <B>1</B> eine perspektivische Darstellung mit Querschnitt eines pneumatischen Schlau- clies in unaufgepumptein Zustand ist, worin auch der ihn zu umgebende Mantel oder die Hülle punktiert angedeutet ist, um den gegenseitigen Verlauf der geformten Umriss- linie des Schlauches und dieses Mantels zu veranschaulichen;
Fig. 2 stellt schematisch in einem abge brochenen Querschnitt der Laufflächenwan- dung in l#reisfömio-em. aufgepumptem Zu stande die Druckwirkung in dieser Wandung beim Abdichten einer durchstossenen Stelle dar.
Der Schlauch<B>10</B> aus vulkanisierter, weich-er Kautschukmasse weist eine verhält nismässig dicke Laufflächenwandung <B>11</B> auf, welche allmählich in die Wandung der Aus bauchung 12 von gewöhnlicher Diche über geht. Die Form der Laufflächenwandung kann jedoch, wie auch ihre Diche, abgeändert werden.
<B>13</B> ist ein Längsbancl aus hiezu verwend barem Stoff, zum Beispiel schräg gewobenem Stoff ohne Schussfädeu oder aber mit wenig Sel-lussfäden, welcher Stoff nahe oder an ihrer Aussenfläche mit der Laufflächenwan- dung verbunden ist, um das seitliche Aus weichen des Laufflächenkautschukes beim Aufpumpen des Schlauches zu verhindern. Dieses Stoffband kann aber auch weggelas sen werden.
14 ist der äussere Mantel oder die Hülle und<B>15</B> ist ein Streifen oder eine Tragfläche, welche eine Auflage für den innern Umfang des Schlauches auf der Felge, zwischen den Wulsten des Mantels, liefert.
Die Laufflächenwandung des Schlauches ist annähernd flach geformt mit einem mitt leren Umfang, dessen Länge beinahe so gross ist, wie diejenige der Sitzfläche der Lauf- flächenwandung in dem Reifenmantel, und sie hat seitlich vorspringende Teile, welch-, sich über die maximale Dimension des auf- (repumpten Schlauches hinaus erstrecken, wie die Fig. <B>1</B> zeigt, in welcher der Querschnitt des Mantels über dem des Luftschlauchts eingezeiehnet ist.
Die Lauffläche kann auf einem grösseren Teil ihrer Breite in der Querrichtung völlig eben sein oder sie kann, wie dargestellt, leicht konvex sein, oder auch leicht konka.v. Zweckmässigerweise darf sie nicht stark konvex sein, -weil dann eine ungenügende Druckspannung in ihr entstehen würde;
sie darf auch nicht starh konkav sein, um nicht eine übermässige Aus dehnung zu benötigen, wenn sie mit ihrem mittleren Teil zum Anliegen an dür- -Hant#I gebracht wird und um a uch nicht ein über- mässiges Zusammendrücken der seitlich vor- spring enden Teile zu erfordern, werin die selben einwärts gezogen werden.
<B>C,</B> Das zwischen dem mittleren Teil Jer Laufflächenwandung <B>11</B> und ihrer Sitzfläelip in dem Mantel dargestellte Spiel ist als Toleranz zum Einsetzen des Schlauch2g in Mäntel vorgesehen, welche in der Grösse Pin wenig voneinander verschieden sind.
Diese, Spiel sollte nicht mehr als ungefähr IO'To der radialen Dimension des zur Aufnahme des Schlauches bestimmten Innenraumes des Mantels sein, was einer mittleren Längen ausdehnung von ungefähr 3% entspriellt: es kann aber auch bedeutend geringer, ja sogar 2D eD Null sein. Mit andern '97'orten sollte der Schlauchring im unaufgepumpten Zustande einen grössten äussern Durchmesser aufweisen, der um höchstens 20% der radialen Dimen sion des# Schlauches selbst in der Mittelebene des Ringes gemessen, kleiner ist als der Ringdurchmesser, den der Schlauch in der Gebrauchslage erreicht.
Die Wandung der Ausbauchung 12 kann beliebig geformt sein, aber zur Erleichterung des Vulkanisierens des Schlauches in einer Form mit Dampfmantel ist es vorteil'hait, die Krümmung der Wand kreisbogenförmig zu gestalten, um ein Entstellen von dünnea Stellen in der Wandung infolge unbeabsich tigter Berührung mit der Form zu verhüten. Dabei wird der Radius der Wand 12 grösser gemacht als derjenige des Reifeninnern.
Der innere Umfang des Schlauches bezw. der Ausbauc'hung ist bedeutend grösser gemacht als derjenige seiner Sitzfläche- auf der Felge oder dem Streifen<B>15,</B> indem das radiale Spiel an dieser Stelle von der Grössenordnung von 12 bis 25<B>%</B> der Tiefe des zur Auf nahme des Schlauelies dienenden Innen raumes des Mantels ist, um beim Aufpumpen des Schlauches infolge der Längenkontrak- fion der Ausbauchung ein Gegeneinander- ziehen der seitlich vorspringenden Teile zu bewirken.
Die geformte Umrisslinie des Querschnittes des Schlauches ist um ein geringes kleiner als diejenige des zur Auf nahme desselben dienenden Innenraumes des Mantels.
Der beschriebene Schlauch wird im rollen Zustande nach der für geformte pneuma tische Reifensa'hläuche gebräuchlichen Art als endloser Schlauch hergestellt, indem er in eine Form eingelegt und unter inne rem Flüssigkeitsdreuk vulkanisiert wird.
Auf diese Weise wird im Vergleich zu den Schläuchen mit Drucklauffläche, die durch nach Aussenkehren der Innenfläche heroe- stellt werden, eine bedeutende Ersparnis ei- zielt, Der beschriebene Schlauch kann leiclit?r in einen ihn zu umgebenden -Hantel eilige.- setzt werden, als des bei einem solchen dpr Fall ist, der durch nach Aussenkehren (]ei Innenfläche hergestellt wurde,
da seine Forin vor dem Aufpumpen derjenigen des Inn#11)- raumes des Reifens näher kommt und nur eine geringeVerformung derLaufflächenwand zum Einsetzen des Schlauches notwendig ist.
Nach dem Einsetzen wird beim Aufpumpen der mittlere Teil der Laufflächenwand <B>11</B> (regen den Scheitel des Innenraumes des Reifens 27edrücL-tf der innere Umfang verkürzt und der Querschnitt des Schlauches ein weiii-- ausgeweitet. Die seitlich vorspringenden Teile werden durch die Längskontraktion der Ausbauchung gegeneinandergezogen und t' 23 n dadurch der Kautschuk in der Querriehtung in Druckzustand versetzt, wodurch die Lauf- flächenwand etwas verdickt wird.
Die Anwendung des zusammenhaltenden Stoffbandes<B>13</B> an oder nahe an der Aussen fläche der Laufflächenwandung, trägt dazu bei, diesen Querdruck zu erzeugen bezw. ihn aufrechtzuerhalten. Bei etwelcher Dicke der Lauffläcbeiiwanduno- kann die. innere Län-e der genannten Wandung in der Querrich- tun- bis zu<B>920%</B> verkürzt werden. wenn sie die kreisförmige oder nahezu kreisförmige Form annimmt.
Wenn auch ein Teil dieses Querdruckes durch seitliches Ausweichen des Kautschukes oder dauerndes Setzen desselben verloren gehen kann, so ist doch sein grösst möglicher Betrag viel grösser als die Längs ausdehnung des mittleren Teils der Lauf fläche, selbst bei einem ziemlich grossen äussern Spiel, wie nach Fio-. <B>1.</B> auszumachen vermag, und als Resultat wird eine beträebt- liehe Druckspannung in dem Kautschul-, der Lauffläche erzielt.
Die -Wirkuno, derselben zum Abdichten einer Durchtrittsstelle <B>16</B> eines Objektes ist in Fig. 2 durch die Pfeile <B>17</B> ängedeutet. Die Grösse des Druckes variiert mit der Dicke der Laufflächenwand. aber es wird auch eine dünne Wand abge dichtet, wenn das Objekt in dem Loch be lassen wird. Indem das Aufpumpen beinahe alle Teile des Schlauches auf einen 'kleineren Umfang zusammenzieht und den Kaufschuk in Druckzustand versetzt, ist der Schlauch auch an andern Stellen als -an der Lauf- flächenwand selbstabdichtend.
Der beschrie bene Schlauch ist, abgesehen vom verletzten Zustand, besser geeignet Druck, zu haHen. als gewöhnliche Schläuche, deren Wandun gen nach dem Aufpumpen im Mantel auf Zug- beansprucht sind, weil der auf Zug be- ansprachte Kautschul,- durchlässiger ist als der ungespannte oder auf Druck- bean-- spruellte.
Claims (1)
- <B>PATENTANSPRUCH:</B> Selbst-abdichtender, endloser, pneLimati- scher 8Ghlaueh aus vulkanisiertem Kautschuk mit Drucklauffläche, dadurch gekennzeich- nei, dass die im unaufgepumpten Zustande des Schlauches annähernd spannunglose Laufflächen-wandung seit-lieh vorspringende Teile aufweist, um beim Aufpumpen des Schlauches infolge der Längskontraktion ,einer der Lauffläche gegenüberliegenden ZD Ausbaueliung des Schlauches nach innen gezogen zu werden und dadurch in der t5 Laufflächenwandung Druckspannungen zu erzeugen.UNTERANSPRüCHE: <B>1.</B> Selbstabdichtender, endloser pneumatischer Schlauch aus vulkanisiertem Kautsebul,- mit Drueklauffläche, nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Lauf- flächenwandung dicker ist als die Wan dung der ihr gegenüberliegenden Ausbau- chun- des Schlauches. 2.Selbstabdichtender, endloser pneumatischer Schlauch aus vulkanisiertem Kautschuli mit Drucklauffläche, nach Patentanspr#uch, dadurch gekennzeiclinet, dass der äussere Teil der Laufflächenwandung ein Stoff- band aufweist, welches zum Zusammen halten der Wandung dient.<B>3.</B> Selbstabdichtender, endloser pneumatischer Schlauch aus vnIkanisiertem. Kautschuk mit Drucklauffläche, nach Paltentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass im una.uf- gepumpten Zustande des Schlauches die Laufflächenwandung nahezu denjenigen ]Ringdurchmesser besitzt, den sie in der Gebrauchslage des Schlauches einzuneh men bestimmt ist,dass die seitlich vor springenden Teile über diese Lage vor treten und dass die der Lauffläche gegen überliegende Ausbauchung des Schlauches einen crrösseren Rin-durehmesser aufweist, e el als dies in der Gebrauchslage der Fall ist, so dass dieser Ausbauchung so viel Längs kontraktion gestattet ist, um die seitliell vorspringenden Teile in die Gebrauchs lage zurückzuziehen.4. Selbstabdielitender, endloser pneumatiseher Schlauch aus vulkanisiertem Kautsehuk mit Druchlauffläehe, nach Pa4.entanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass im unauf- gepumpten Zuslande der Sehlauchring einen grössten, äussern Durchmesser auf weist, der um höchstens 20% der radialen Dimension des Schlauches selbst, in der Mittelebene des Ringes gemessen, kleiner ist als der Ringdurchmesser, den der Schlauch in der Gebrauchslage erreicht,wobei der äussere Umfang des Querschnit tes des unaufgepumpten Schlauches ein wenig kleiner ist als der Querschnitts- um.fang des den Schlauch zu umgeben be stimmten Innenraumes. um ein leichtes Einsetzen des Schlauches in den ihn zu uni.-eben bestimmten Mantel zu ermög lichen.
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