CH146561A - Verfahren zur Herstellung einer unschmelzbaren Kunstmasse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer unschmelzbaren Kunstmasse.

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CH146561A
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acetaldehyde
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Hans Dr Kappeler
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    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G12/00Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen
    • C08G12/02Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes
    • C08G12/04Condensation polymers of aldehydes or ketones with only compounds containing hydrogen attached to nitrogen of aldehydes with acyclic or carbocyclic compounds
    • C08G12/06Amines
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
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Description


  Verfahren zur Herstellung einer     unschmelzbaren    Kunstmasse.    Gegenstand vorliegender Erfindung bildet  ein Verfahren zur Herstellung einer     unschmelz-          baren    Kunstmasse, dadurch gekennzeichnet,  dass man     Furfurol    mit     Acetaldehyd    in Gegen  wart saurer Kondensationsmittel zur Reaktion  bringt.  



  Die Reaktion kann in An- oder Abwesen  heit von     Lösungs-        bezw.    Verdünnungsmitteln  vorgenommen werden.  



  Die Kondensation kann auch stufenweise  durchgeführt werden, indem man zuerst     Fur-          furol    mit     Acetaldehyd    ohne Katalysator oder  in Gegenwart von neutralen oder alkalischen       Stoffen    zusammenbringt, worauf dann das  erhaltene Produkt durch Zusatz eines sauren  Kondensationsmittels in das Endprodukt über  geführt wird, gegebenenfalls unter gleich  zeitigem weiteren Zusatz von     Furfurol    oder       Acetaldehyd.     



  Das     Furfurol    kann in Form gewisser  Derivate, zum Beispiel     Furfuramid,    der     Acet-          aldehyd    in Form seines Polymeren, zum  Beispiel     Metaldehyd,        Paraldehyd,    verwendet  werden.    Die     Mengenverhältnisse    der Komponenten  können innert weiter Grenzen     schwanken.     



  Die Reaktion verläuft in der Regel ohne  äussere     Wärmezufuhr.    Sie     kann    jedoch     ge-          wünschtenfalls    durch Erwärmen beschleunigt  werden.  



  Das neue Produkt stellt eine schwarze,       unschmelzbare,        hartgummiähnliche,    in allen  gebräuchlichen Lösungsmitteln unlösliche  Masse von beträchtlicher mechanischer Festig  keit und hervorragender chemischer     Wider-          standsfähigkeit    dar. Insbesondere ist dasselbe  gegen Säuren und     Alkalien    beständig. Je  nach der bei der Kondensation zur Verwen  dung kommenden Menge von     Lösungs-        bezw.     Verdünnungsmitteln ist dasselbe spezifisch  leichter oder schwerer als Wasser.  



  Dem neuen Produkt können in einer be  liebigen Phase der Herstellung     Farbstoffe,     Füllmittel,     Weichhaltungsmittel    , und der  gleichen zugefügt werden. Ferner     kann    man  das fertige Kondensationsprodukt nachträg  lich mit     Imprägnierungsmitteln    behandeln.  Endlich     kann    die noch flüssige Kondensations-           lösung    selbst als     Imprägnierungsmittel    ver  wendet werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  20 Volumenteile technisches     Furfurol    wer  den mit 10 Volumenteilen     Acetaldehyd    und  5 Volumenteilen konzentrierter Salzsäure ver  setzt, worauf die     Mischung    sofort in kühlbare  Formen gegossen wird. Die Temperatur des  Reaktionsgemisches soll zirka 200 nicht  wesentlich überschreiten. Die klare Lösung  färbt sich bald braunschwarz und erstarrt  im Laufe von zirka zwei Tagen zu einer  homogenen, festen Masse, die man noch  einige Tage zur Vervollständigung der Re  aktion ohne weitere Kühlung stehen lässt.  



  Die Formstücke werden sodann aus den  Formen entfernt und so lange ausgewaschen,  bis alle Säure entfernt ist. Dieser Vorgang  nimmt je nach der Dicke der     Formstücke     mehrere Tage in Anspruch. Die erhaltene  blasse wird darauf vorsichtig getrocknet,  wobei es     zweckmässig    ist, zuerst niedere,  nach und nach höhere Temperaturen anzu  wenden.  



  An Stelle der Salzsäure können auch  andere Mineralsäuren, zum Beispiel Schwefel  säure,     Flusssäure,    Phosphorsäure, Verwendung  finden.  



  Ferner können der Kondensationslösung       Farbstoffe,    wie zum Beispiel Teer- oder Mine  ralfarbstoffe, Füllstoffe,. wie     zurr    Beispiel  Sägemehl, Korkmehl, Ledermehl, Schwerspat,  Asbest, oder     Weichhaltungsmittel,    wie zum  Beispiel Glycerin, Kampfer und dergleichen  zugesetzt werden, wodurch die Eigenschaften  des Endproduktes mannigfaltig beeinflusst  werden können.  



  Durch Behandlung der fertigen Form  stücke mit     Imprägnierungsmitteln,    wie zum  Beispiel trocknenden Ölen,     Furfurol        etc.,     zweckmässig in der Wärme, lassen sich deren  Eigenschaften, zum Beispiel Festigkeit,     Poro-          sität        etc.,    nachträglich. noch verändern.  



  Die noch flüssige Kondensationslösung  kann ferner zum Imprägnieren von Materialien  aller Art, zum Beispiel Holz, Papier, Zellu  lose     etc.,        verwendet    werden.    <I>Beispiel 2:</I>  6,5 Gewichtsteile     Paraldehyd    werden ge  mischt mit 18 Gewichtsteilen     Furfurol    und  5 Gewichtsteilen konzentrierter Salzsäure und  die Mischung vergossen. Die Lösung färbt  sich dunkel und erstarrt nach einigen Tagen  zu einer schwarzen     blasse,    die nach Beispiel 1  weiterbehandelt wird.  



  An Stelle des     Paraldehyds    kann eine  gleiche     GewichtsmengeMetaldehyd    verwendet  werden.  



  <I>Beispiel 3:</I>  Gleiche Gewichtsteile     Furfuramid    und       Acetaldehyd    werden vermischt und unter  guter Kühlung     portionenweise    mit der doppel  ten Gewichtsmenge konzentrierter Salzsäure  versetzt. Unter     Salmiakabscheidung    tritt die  Kondensation ein, welche im Laufe einiger  Tage zu einer festen, schwarzen Masse führt,  die nach Beispiel 1 weiterbehandelt wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Verfahren zur Herstellung einer urischmelz baren Kunstmasse, dadurch gekennzeichnet, dass man Furfurol mit Acetaldehyd in Gegen wart saurer Kondensationsmittel zur Reak tion bringt. Das neue Produkt stellt eine schwarze, urischmelzbare, hartgummiähnliche, in allen gebräuchlichen Lösungsmitteln unlösliche Masse von beträchtlicher mechanischer Festig keit und hervorragender chemischer Wider standsfähigkeit dar. Insbesondere ist dasselbe gegen Säuren und Alkalien beständig. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegen wartvon Lösungsmitteln vorgenommen wird. 2.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegen wart von Verdünnungsmitteln vorgenommen wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Stufen vorgenommen wird.
CH146561D 1929-06-12 1929-06-12 Verfahren zur Herstellung einer unschmelzbaren Kunstmasse. CH146561A (de)

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