CH150197A - Verfahren zur Herstellung einer unschmelzbaren Kunstmasse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer unschmelzbaren Kunstmasse.

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CH150197A
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Hans Dr Kappeler
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G6/00Condensation polymers of aldehydes or ketones only

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Description


  Verfahren zur Herstellung einer     urschmelzbaren    Kunstmasse.    Gegenstand vorliegender Erfindung bildet  ein Verfahren zur Herstellung einer     ur-          schmelzbaren        I-Cunstmasse,    dadurch gekenn  zeichnet, dass man     Furfurol    mit Form  aldehyd in     Gegenwart    saurer Kondensations  mittel zur Reaktion bringt.  



  Die Reaktion kann in An- oder Abwesen  heit von     Lösungs-        bezw.    Verdünnungsmitteln  vorgenommen werden.  



  Die Kondensation kann auch stufenweise  durchgeführt werden, indem man zuerst       Furfurol    mit     Formaldehyd    ohne Kataly  sator oder in Gegenwart von neutralen oder  alkalischen Stoffen     zusammenbringt,    worauf  dann das erhaltene Produkt durch Zusatz  eines sauren Kondensationsmittels in das  Endprodukt übergeführt wird, gegebenenfalls  unter gleichzeitigem weiteren Zusatz von       Furfurol    oder Formaldehyd.  



  Das     Furfurol    kann in     Form    gewisser  Derivate, zum Beispiel     Furfuramid,    Form  aldehyd in Form seiner Polymeren, zum Bei  spiel     Paraformaldehyd,        verwendet    werden.    Die     Mengenverhältnisse    der     Komponenten     können innert weiter Grenzen schwanken.  



  Die Reaktion verläuft in der Regel  ohne äussere Wärmezufuhr. Sie kann jedoch       gewünschtenfalls    durch Erwärmen     besehleu-          nigt    werden.  



  Das neue Produkt stellt eine schwarze,       urschmelzbare,        hartgummiähnliche,    in allen  gebräuchlichen Lösungsmitteln unlösliche  Masse von beträchtlicher mechanischer     Fe-          stigkeit    und hervorragender chemischer Wi  derstandsfähigkeit dar. Insbesondere ist das  selbe gegen Säuren und Alkalien beständig.  Je nach der bei der Kondensation zur Ver  wendung kommenden Menge von     Lösungs-          bezw.    Verdünnungsmittel ist dasselbe spe  zifisch leichter oder schwerer als Wasser.  



  Dem neuen Produkt können in einer  beliebigen Phase der Herstellung Farbstoffe,  Füllmittel,     Weichhaltungsmittel    und der  gleichen zugefügt werden. Ferner kann man  das     fertige    Kondensationsprodukt nachträg  lich mit     Imprägnierungsmitteln    behandeln.  Endlich kann die noch flüssige Kondensa-           tionslösung    selbst als     Imprägnierungsmittel     verwendet werden.  



  <I>Beispiel 1:</I>  10     Volumteile        Furfurol        werden.    mit       712        Volumteilen    40%iger     Fo.rmaldehyd-          lösung    versetzt. Das Gemisch wird dann mit  71/2     Volumteilen    konzentrierter Salzsäure  geschüttelt, in Formen ,gegossen und etwa  vier Tage bei ungefähr<B>30'</B> stehen gelassen.  Die entstandene     harte    zusammenhängende  Masse wird aus der Form genommen, säure  frei gewaschen und getrocknet.  



  An Stelle der Salzsäure können auch  andere Mineralsäuren, zum Beispiel Schwefel  säure,     Flusssäure.    Phosphorsäure, Verwen  dung finden.  



  Ferner können der Kondensationslösung  Farbstoffe, wie zum Beispiel Teer- oder  Mineralfarbstoffe, Füllstoffe, wie zum Bei  spiel Sägemehl, Korkmehl, Ledermehl,  Schwerspat, Asbest, oder     Weichhaltungs-          mittel,    wie zum Beispiel Glyzerin, Kampfer  und dergleichen, zugesetzt werden, wodurch  die Eigenschaften des. Endproduktes mannig  faltig     beeinflusst    werden können.  



  Durch Behandlung der     fertigen    Form  stücke mit     Imprägnierungsmitteln,    wie zum  Beispiel trocknenden Ölen,     Furfurol        ete.,          zweckmässig    in der Wärme, lassen sich  deren Eigenschaften, zum Beispiel Festig  keit,     Porosität        etc.,    nachträglich noch ver  ändern.  



  Die noch flüssige Kondensationslösung  kann ferner zum Imprägnieren von Mate  rialien aller Art, zum Beispiel Holz, Papier,  Zellulose     etc.,    verwendet werden.  



  <I>Beispiel 2:</I>  3,5 Gewichtsteile     p-Formaldehyd    werden  mit 9     Volumteilen        Furfurol    verrieben und    mit 3     Volumteilen        konzentrierter    Salzsäure  geschüttelt; das Gemisch wird hierauf in  Formen gegossen. Beim Stehen färbt sieh  die Masse bald dunkel. Nach     etwa    zwei Ta  gen ist das gesamte Reaktionsgemisch zu  einer     festen,    schwarzen Masse erstarrt. Man  lässt dieselbe noch     etwa    einen Tag bei un  gefähr 30   stehen, worauf sie aus der Form       entfernt,    säurefrei gewaschen und getrocknet  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer un- schmelzbaren Kunstmasse, dadurch gekenn zeichnet, dass man Furfurol mit Form aldehyd in Gegenwart saurer Kondensations mittel zur Reaktion bringt. Das neue Produkt stellt eine schwarze. unschmelzbare, hartgummiähnliche, in allen gebräuchlichen Lösungsmitteln unlösliche Masse von beträchtlicher mechanischer Fe stigkeit und hervorragender chemischer Wi derstandsfähigkeit dar. Insbesondere ist. das selbe gegen Säuren und Alkalien ,beständig. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart von Lösungsmitteln vor genommen wird. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Gegenwart von Verdünnungsmitteln vorgenommen wird. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktion in Stufen vorgenommen wird.
CH150197D 1929-06-12 1929-06-12 Verfahren zur Herstellung einer unschmelzbaren Kunstmasse. CH150197A (de)

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