CH146826A - Schussflorteppich. - Google Patents

Schussflorteppich.

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CH146826A
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CH
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chain
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chenille
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fabric
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Inventor
Kock Koch Te
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Koch & Te Kock
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      Schussflorteppich.       Die Erfindung betrifft einen     Schussflor-          teppich    mit V-förmiger     Chenillevorware    ohne  Grundgewebe. Sie hat sich zur Aufgabe g,  stellt, Weichheit und Tiefe des Plüsches,  Schmiegsamkeit des Teppichgewebes .im gan  zen, Reinheit der Flächenwirkung des Mu  sters und zusammenhängendes Hervortreten  des Musters auf der Rückseite in so hohem  Masse zu erzielen, dass die gleichen Eigen  schaften geschätzter orientalischer Teppiche  zustande kommen.  



  Bisherige Versuche,     Axminster    Teppiche  ohne Grundgewebe herzustellen, beschränken  sich darauf, durch     Verwendung    einer Zwirn  kette überhaupt die     Polknie    der     Florbüschel     an der     Teppichrückseite        hervortreten    zu las  sen. Da die     Florbüschel    der Chenille dabei  aber zu fest um die     Füllkette    eingebunden  waren, blieb die     Zwirnkette    zu deutlich sicht  bar. Dem Mustereindruck auf der Rückseite  des Teppichs fehlte es deshalb an gutem Zu  sammenhang.

   Weiter     beeinträchtigte    die zu    regelmässige Struktur der Chenille noch die  Reinheit der Flächenwirkung des Musters  durch Streifenbildung, das     heiiss't    durch die  Unterscheidbarkeit der     Chenilleeinschüsse     voneinander. Die Weichheit und Tiefe des  Plüsches und die Schmiegsamkeit des Tep  pichgewebes als Ganzes waren beeinträchtigt  durch die Ungleichartigkeit der verwendeten  Kette.

   Es wurde nämlich ein starker und  straffer, das heisst im     fertigen        Gewebe     gestreckt verlaufender Faden mit zwei  schwächeren zusammen derart verarbeitet,  dass letztere die     Cheivilleeinschüsse    unterhalb,  die Mehrzahl der Versteifungsschüsse aber  oberhalb des gestreckten Fadens     einbanden.     Diese oberhalb des gestreckten Kettenfadens  und damit auch oberhalb der     Chenillefüll-          kette    zu liegen kommenden Versteifungs  schüsse machen das Teppichgewebe in Ver  bindung mit den starken gestreckten Ketten  fäden steif und verkürzen die freie Länge  der     Florbüschelarme,

      weil sie sie oberhalb      ihrer Füllkette nochmals gegeneinander       drücken.    Dadurch wird die Weichheit und  Tiefe des Plüsches     beeinträchtigt.     



  Man hat auch schon die Chenille ledig  lich durch eine doppelte     Zwirngrundkette     eingebunden, welche die Versteifungsschüsse  paarweise in 1:1 einbindet. Dadurch wurde  aber nur die     Steifigkeit    des Teppichs gemin  dert. Wegen der zu     festsn    und zu regelmässi  gen Struktur der Chenille kamen weiter  gehende Wirkungen nicht zustande.  



  Die Erfindung besteht in der Anwendung  einer neuartigen Chenille in Verbindung mit  der an sich     bekannten    doppelten Zwirn  grundkette, die in Zusammenwirkung mit  einander die Aufgabe der Erfindung er  füllen.  



  Gemäss der Erfindung wird eine Chenille,  bei der der     Florschuss    freiliegend um meh  rere     Grundkettenfäden    abwechselnd rechts  und links durch nur einen     Dreherfaden    zwi  schen Grundkette und beiderseits dieser be  findlichen Bindeketten herumgezogen ist,  als Schuss abwechselnd mit Versteifungs  schüssen lediglich durch eine     doppelte,    wech  selweise über den     Binderketten    und unter der  Grundkette der Chenille verlaufende Zwirn  grundkette eingebunden, die ihrerseits die  Versteifungsschüsse     paarweise    in 1:1 bindet.  



  Ein Ausführungsbeispiel ist in der Zeich  nung erläutert.  



       Fig.    1 zeigt die     Chemllebindung,          Fig.    2 und 3     Schnittansichten    der     Che-          nille-Vorware,    die je     zwischen    zwei benach  barten     Florbüscheln    geschnitten gedacht sind;       Fig.    4 zeigt die Teppichbindung und  hierzu       Fig.    5 einen Querschnitt in Richtung der  Teppichkette,       Fig.    6 einen solchen in Richtung der     Che-          nilleschüsse.     



  Gemäss     Fig.    1 liegen in der     Chenille-          Vorware    die     Florschüsse    1 in sich selbst  gänzlich ungebunden zu den drei     Füllketten-          fäden    2 und werden lediglich durch einen       Dreherfaden    3 abwechselnd an den rechten  und linken Armen benachbarter Flor-         schüsse    angreifend um die Füllkette  herumgezogen.

   In einem freien     Abstande     x     bezw.        y    ausserhalb des Drehers  werden die     Florschüsse    beiderseits der Füll  kette durch an sich bekannte Zwirnbinder 4,  5 mit einem Dreher 6 eingebunden.  



  Da der     Dreherfaden    3 auf jeder Seite  immer nur einen um den andern     Florarm     erfasst, muss er die dazwischen liegenden, von  -ihm nicht erfassten     Arme    durch Vermittlung  der     Zwirnbinderkette    4, 5, 6 derselben Seite  mitnehmen. Die von ihm unmittelbar er  fassten     Florarme    vermögen ihm deshalb nicht  frei zu folgen. Vielmehr wirkt auf sie die       Zwirnbinderkette    dabei als Widerstand, her  vorgerufen durch den der benachbarten Flor  arme.

   Die vom Dreher unmittelbar über der  Füllkette einwärts gezogenen     Flora.rme    wer  den sich deshalb um die über dem Dreher  liegende     Zwirnbinderkette    als Widerstands  und     Drehpunkt    mit ihrem darüber hinaus  ragenden freien Ende etwas nach aussen     ver-          schwenken.    Die benachbarten, nur an einem  Punkte, nämlich durch     Zwirnbinderkette    ein  wärts mitgenommenen     Florarme    dagegen  können diesem Zuge frei folgen und nehmen  deshalb eine einheitlich einwärts gerichtete  Krümmung ein. Dies ist in     Fig.    2 und 3  in etwas übertriebener Weise erkennbar ge  macht.

   In     Fig.    2 ist der rechte     Florarm    vom  Dreher 3 unmittelbar erfasst. Sein freies Ende  ist oberhalb der     Zwirnbinderkette    nach  rechts ausgeschwenkt. Der nur von der       Zwirnbinderkette    mitgenommene linke Arm  ist nur     einwärts    gezogen, folgt also derselben  Richtung wie der rechte.  



  In     Fig.    3 liegen die Verhältnisse ge  rade umgekehrt. Beide     Florarme    weisen nach  links.  



  Diese     Chenille-Vorware    zeigt demnach  nebeneinander immer abwechselnd einwärts  und auswärts gerichtete     Florarme.    Werden  derartig gebundene     Chenilleschüsse    beim  Weben des Teppichs aneinander gedrückt, so  können sie sich nach Art einer Verzahnung       ineinander    schmiegen, indem sich die aus  wärts     gerichteten    gegen die einwärts gerich-           teten        Florarme    des benachbarten Schusses  legen. Dadurch werden die Grenzen zwischen  den Schüssen     verwischt    und eine reine, strei  fenlose Flächenwirkung des Musters erzielt.  



  . Nach     Fig.    4 bis 6 wird nun diese     Che-          nille-Vorware    1 abwechselnd mit zwei Ver  steifungsfäden 8 durch eine doppelte, wech  selweise über den     Zwirnbinderketten    4 bis 6  (siehe     Fig.    5, 6) und unter der Füllkette 2  verlaufende     Zwirngrundkette    7 eingebunden,  die die Versteifungsschüsse 8     paarweise    in  1:1 bindet. Diese in sich gleichartige und  aus feinen Fäden bestehende Kette wirkt nun  in besonders     vorteilhafter    Weise mit der       Chenille-Vorware    zusammen.

   Einerseits ist  sie fein genug, um     durch    die     Polknie    der       Florbüschel    hindurch bis zur Anlage an die  Füllkette zu     kommen,    anderseits sind die  Polknie lose genug, um dieses Eindringen  der     Kette    zuzulassen.

   Die völlige     Unverbun-          denheit    der Polknie mit der Füllkette über  die Strecke     y    in     Fig.    1 und der Umstand,       dass    diese Strecke abwechselnd     links    und  rechts liegt,     verhindert    ebenfalls allzu regel  mässige Unterbrechungen des durch die Pol  knie auf der Rückseite sich bildenden Mu  sters und     begünstigt        eine    mehr lockere Pol  kniebildung und damit einen vorteilhaften Zu  sammenhang des Mustereindruckes auf der  Rückseite.  



  Dadurch, dass die     Zwirngrundkette    über  den     Binderketten    4 bis 6 und unter der Füll  kette der Chenille verläuft, wirkt sie auf  Zusammendrücken beider gegeneinander hin,  nähert also beide einander. Auch das lässt  die Polknie in loserem Zustande nach unten  abstehen. Die Grundkette     durchdringt    die  Polknie um so sicherer, verschwindet in ihnen  und macht sie     weicher.    Der Druck der       Zwirngrundkette    gegen die     Binderketten    der  Chenille verstärkt auch noch die Wirkung  des     Dreherfadens    auf Neigung der Flor-    Büschel in abwechselnd entgegengesetzten  Richtungen.

   Somit     begünstigt    diese Kette  auch die Reinheit der Flächenwirkung des  Teppichmusters auf der Oberseite.  



  Die Gleichartigkeit der     Zwirngrundkette     bedingt weiter, dass die     Versteifungsschüsse     etwa .in derselben Höhenlage eingebunden  werden wie die Füllkette der Chenille. Dies  wird auch durch die völlig lose liegenden  drei     Füllkettenfäden    unterstützt; denn je  nachdem, ob     örtlich    ein seitlicher Druck oder  ein senkrechter überwiegt, können sich diese  Fäden nach     Fig.    2 mehr übereinander oder  nach     Fig.    3 zum Teil     nebeneinander    legen,  das heisst, sie können selbst nachgeben, ohne  dass die Versteifungsschüsse nach oben oder  unten abgedrängt werden.

   Die Lage der Ver  steifungsschüsse in gleicher Höhe wie die  Füllketten der Chenille begünstigt wesent  lich die Schmiegsamkeit des Teppichs, sowie  Tiefe und Weichheit des Plüschs, da dieser  oberhalb der Füllkette durch keine Verstei  fungsschüsse     eingeengt    wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schussflorteppich mit V-förmiger Che- nille-Vorware ohne Grundgewebe, dadurch gekennzeichnet, dass eine Chenille, bei der der Florschuss (1) freiliegend um mehrere Grundkettenfäden (2) abwechselnd rechts und links durch nur einen Dreherfaden (3) zwischen Grundkette und beiderseits dieser befindlichen Bindeketten herumgezogen ist, als Schuss' abwechselnd mit zwei Verstei fungsschüssen lediglich durch eine doppelte,
    wechselweise über den Binderketten und un ter der Grundkette der Chenille verlaufende Zwirngrundkette eingebunden ist, die die Versteifungsschüsse paarweise in 1:1 bindet.
CH146826D 1929-10-30 1930-05-16 Schussflorteppich. CH146826A (de)

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DE146826X 1929-10-30

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CH146826D CH146826A (de) 1929-10-30 1930-05-16 Schussflorteppich.

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