CH146843A - Verfahren zur Herstellung von für Genusszwecke geeigneten Ersatzmitteln für Speisesalz. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von für Genusszwecke geeigneten Ersatzmitteln für Speisesalz.

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CH146843A
CH146843A CH146843DA CH146843A CH 146843 A CH146843 A CH 146843A CH 146843D A CH146843D A CH 146843DA CH 146843 A CH146843 A CH 146843A
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acidic
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Homburg Chemisch-Pharmazeu Bad
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Chemisch Pharmazeutische A G B
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  verfahren zur Herstellung von für     Genusszweclie    geeigneten Ersatzmitteln  für Speisesalz.    Es gibt eine Reihe von Stoffen, die  zwar ähnlich wie Chlornatrium salzartig  schmecken, aber wegen eines gewissen Ne  bengeschmackes als Ersatzmittel für Koch  salz     (NaCl)    für     Genusszwecke    nicht in Frage  kommen. Zu diesen Stoffen gehören zum  Beispiel das lösliche Salz von Säuren, wie       Ameisensäure,    Milchsäure,     Essigsäure.     



  Es wurde     gef-anden,    dass derartige chlor  freie Salze einer organischen Säure durch       Aminosäuren        bezw.    ihre sauren Salze in an  genehm salzartig schmeckende Produkte  übergeführt werden können. Als besonders  geeignet für diesen Zweck haben sich Glut  aminsäure und ihre sauren Salze oder solche  enthaltende Mischungen, insbesondere solche  mit andern     Aminosäuren        bezw.    sauren     amino-          sauren    Salzen erwiesen, wie solche zum Bei  spiel aus Eiweiss tierischer oder pflanzlicher  Herkunft, eiweissartigen Produkten, Eiweiss  abbauprodukten und dergleichen durch Be-    handeln mit Mineralsäuren gewonnen wer  den können.  



  Die Herstellung der Salzersatzmittel kann  zum Beispiel derart erfolgen, dass man die  Komponenten, gegebenenfalls in Gegenwart  von Lösungsmitteln, zum Beispiel Wasser,  zusammenbringt, wonach das Lösungsmittel  zum Beispiel durch Eindampfen unter mil  den Bedingungen wieder entfernt werden  kann.  



  Wenn der     laugenhafte    Geschmack, der  zum Beispiel     ameisensauren    und milchsauren  Salzen     anhaftet,    durch Aminosäure     bezw.     durch ihre sauren Salze zum Verschwinden  gebracht wird, so beruht dies jedenfalls  darauf, dass durch     Aufeinanderwirken    der  Komponenten der     pH-Wert    des Einwirkungs  produktes nach der sauren Seite hin ver  schoben wird. Hierbei wird gleichzeitig die  Löslichkeit von     Glutaminsäure    und derglei  chen und ihrer Salze in Wasser beträchtlich      erhöht.

   Auch unlösliche Salze der Glutamin  säure und dergleichen, wie     glutaminsaures          Calcium    usw., zeigen ähnlich wie die freie  Säure eine starke Löslichkeitserhöhung in  Wasser.    <I>Beispiele:</I>    1. 3 Teile ameisensaures Natron und  1 Teil saures     glutaminsaures    Natron werden  mit wenig Wasser     angeteigt    und im Vakuum  zur Trockne gebracht. Man erhält ein wei  sses, gegebenenfalls auch schwach gefärbtes  leichtlösliches Pulver von reinem Salz  geschmack, dem der     laugenhafte    Geschmack  des ameisensauren Natrons völlig fehlt.  



  2. 10     gr        Glutaminsäure    werden in  300 cm' einer 30     %        igen        Natriumformiatlösung          (Natriumformiatlösung    30 %     ig        pH    - 8,0)  eingetragen. Nach kurzem Schütteln ist voll  kommen klare Lösung eingetreten. Gehalt  an     Glutaminsäure    in 100 -cm? = 3,33     gr,          pH-4,5.     



  3. 10     gr        Glutaminsäure    werden in 250     eins     einer 35%igen     Lösung    von     Natriumlaktat          (Natriumlaktat    35%ig     pH    - 8,1) eingetra  gen und einige Minuten bei Zimmertempera  tur geschüttelt. Dabei geht die Glutamin  säure vollkommen in Lösung. Die Lösung  hat einen     Glutaminsäuregehalt    von 4%;       pH-4,9.     



  4. 10     gr        Glutaminsäure    werden mit  140 cm? einer 22%     igen        Natriumacetatlösung          (Natriumacetat    2:2 %     ig,        pH    - 8,3) versetzt.  Nach mehrmaligem     Umschütteln        ist    vollkom  men klare Lösung eingetreten, und zwar ent  halten 1,00 cm?<B>7,15</B>     gr        Glutaminsäure,          pH    - 5,5.

   (Während 100 cm' Wasser bei  <B>17'</B> nur 0,90     gr        Glutaminsäure    lösen.)  An Stelle von saurem     glutaminsaurem     Natron kann man mit     Vorteil    auch Mi  schungen verschiedener     Aminosäuren    oder  saurer     aminosaurer    Salze verwenden, wie  solche durch Erhitzen von Eiweiss tierischer  oder pflanzlicher Herkunft, eiweissartigen Pro  dukten,     Eiweissabbauprodukten    und     derglei-          cben    mit Mineralsäure und gegebenenfalls  Überführung der gebildeten organischen Säu-         ren    in Salzform,

   zweckmässig nach vorheri  ger Entfernung der Mineralsäure     erhalten     werden können.  



  Man kann die erfindungsgemäss     herstell-          baren    Salzpräparate, so wie aus dem Bei  spiel ersichtlich, in streufähiger Pulverform  gewinnen. Man kann aber auch direkt auf  Lösung hinarbeiten und diese dem Verkehr  zuführen, also zum Beispiel auf die Ent  fernung von Wasser durch Vakuumdestilla  tion verzichten.  



  Die erfindungsgemäss     herstellbaren    Prä  parate können an     Stelle    von gewöhnlichem  Speisesalz für     Genusszwecke,    zum Beispiel  als Zusatz zu Speisen und Getränken, ver  wendet werden. Die völlig unschädlichen  Salzpräparate wirken unter anderem appetit  anregend.  



  Den Präparaten können gegebenen  falls noch Zusatzstoffe, zum Beispiel ge  schmacksverbessernde Stoffe oder zum  Beispiel Stoffe, welche die Haltbarkeit ver  grössern,     wie    Kalksalze,     adipinsaures    Cal  cium, einverleibt werden. Die Einverleibung  kann gegebenenfalls bereits während des  Herstellungsprozesses erfolgen. Als ge  schmacksverbessernde Zusätze kommen so  wohl solche tierischen, als auch solche vege  tabilischen Ursprunges in Betracht.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Chlorfreies, als Kochsalzersatz dienendes Genussmittel, gekennzeichnet durch eine Mi schung, welche ein geniessbares, chlorfreies Salz einer organischen Säure und mindestens eine Aminosäure oder mindestens ein saures Salz einer solchen enthält. UNTERANSPRÜCHE: 1. Genussmittel nach Patentanspruch I, be stehend aus einer Mischung von ameisen saurem Natron und einer Aminosäure. 2. Genussmittel nach Patentanspruch I, be stehend aus einer Mischung von ameisen saurem Natron und Glutaminsäure. 3. Genussmittel nach Patentanspruch I, be stehend aus einer Mischung von ameisen- saurem Natron und dem sauren Salz einer Aminosäure. 4.
    Genussmittel nach Patentanspruch I, be stehend aus einer Mischung von ameisen saurem Natron und saurem glutamin- saurem Natron. 5. Genussmittel nach Patentanspruch I, be stehend aus einer Mischung von ameisen saurem Natron mit mindestens einer Aminosäure und mindestens einem sauren Salz einer Aminosäure. G. Genussmittel nach Patentanspruch I, be stehend aus -einem geniessbaren chlor freien Salz einer organischen Säure, min destens einer Aminosäure oder minde stens einem sauren Salz einer solchen und einem die Haltbarkeit des Produktes er höhenden Zusatzstoff. 7.
    Genussmittel nach Patentanspruch I und Unteranspruch 6, gekennzeichnet durch adipinsaures Calcium als die Haltbar keit erhöhendes Zusatzmittel. PATENTANSPRUCH 1I: Verfahren zur Herstellung eines chlor freien, als Kochsalzorsatz dienenden Genuss mittels gemäss Patentanspruch I, dadurch ge kennzeichnet, dass ein geniessbares chlorfreies Salz einer organischen Säure mit einer Aminosäure oder einem sauren Salz eine solchen in Gegenwart von Feuchtigkeit zu sammengebracht wird. UNTERANSPRtiCHE: B.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als geniess- bares organisches Salz ameisensaures Na- trium und als Aminosäure Glutaminsäure verwendet wird. 9. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Kompo nenten in wässeriger Lösung zusammen gebracht werden. 10. Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 9, dadurch gekennzeich net, dass die wässerige Lösung zur Trockne gebracht wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass die Mischung in Gegenwart geringer Mengen von Feuchtigkeit erzeugt wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch II, da durch gekennzeichnet, dass als geniess bares organisches Salz ameisensaures Na- trium und als saures Salz einer Amino säure ein saures Alkalisalz der Glutamin säuDe verwendet wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch II, ge kennzeichnet durch Zusatz eines die Haltbarkeit des Produktes erhöhenden Mittels. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch II und Unteranspruch 13, gekennzeichnet durch Zusatz von adipinsaurem Calcium als die Haltbarkeit des Produktes erhöhendes Mittel.
CH146843D 1928-05-19 1929-05-15 Verfahren zur Herstellung von für Genusszwecke geeigneten Ersatzmitteln für Speisesalz. CH146843A (de)

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