CH147452A - Verfahren zur Herstellung von Lobelanidin (a, a'-Di-(phenyloxyäthyl)-N-methylpiperidin). - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Lobelanidin (a, a'-Di-(phenyloxyäthyl)-N-methylpiperidin).Info
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Verfahren zur Herstellung von Lobelandin[a, ä -Di-(phenylogyäthyl)-N-methylpipericlin1. Es wurde gefunden, dass man auf synthe tischem Wege zu der unter dem. Namen "Lobelanidin1 bisher nur aus den Lobelia- pflanzen gewonnenen Verbindungen a, a'-Di- (phenyloxyäthyl)-N-methylpiperidin gelangen kann, wenn man ein quaternäres Salz, wie zum Beispiel das Jodid oder Toluolsulfonat des a, a'-Diphenacyl-N-methylpyridins der Hydrierung mit katalytisch erregtem Wasser stoff unterwirft.
Die Hydrierung verläuft hierbei über das nur im Kern hydrierte a, a'-Diphenacyl-N- methylpiperidin und das im Kern, sowie in einer Seitenkette hydrierte a-Phenyloxyäthy 1- a'-phenacyl-N-methylpiperidin in folgender Weise
EMI0001.0017
<I>a, ä</I> - Diphenacylpyridintoluolsulfomethylat. Toluolsulfosaures Salz des a, a'-Diphenacyl- N-methylpiperidins.
EMI0002.0001
Die Hydrierung der Ausgangsstoffe kann durch, gasförmigen Wasserstoff unter Vermitt lung von Wasserstoff-Katalysatoren üblicher Art,
wie zum Beispiel Metalle der Platin gruppe, wie Platin, Palladium, oder derglei chen oder Verbindungen oder Oxyde von solchen, wie Platinoxyd, gegebenenfalls auch unter Verwendung anderer Metalle oder Metallverbindungen, wie zum Beispiel Nickel, bei normalem oder erhöhtem Druck oder auch durch Elektrolyse erfolgen. Die Kata lysatoren können in beliebiger Form, zum Beispiel in Form von Platinschwarz, gege benenfalls auf Trägern niedergeschlagen, An wendung finden.
Die Hydrierung kann stufenweise, gege benenfalls unter Wechsel der Arbeitsbedin gungen, zum Beispiel unter Wechsel des Katalysators, der Temperatur, des Druckes oder der Menge und Art der in der Lösung etwa vorhandenen Säure oder mehrerer solcher Arbeitsbedingungen, durchgeführt werden. Dabei kann man die oben angegebenen Zwi schenprodukte der Hydrierung gegebenenfalls zunächst isolieren und sie sodann, gegebenen- falls nach vorgängiger Reinigung, der weiteren Hydrierung, zum Beispiel unter Wechsel der Arbeitsbedingungen, unterwerfen. Beispiel,:
315 gr (1 Mol) trockenes a, a'-Diphenacyl- pyridin werden mit 900 gr p-ToluolsulfoRäure- methylester eine Stunde lang auf 150-160o erhitzt. Bereits in der Hitze beginnt das quaternäre Salz der genannten Base auszu kristallisieren. Man lässt erkalten, rührt mit trockenem Benzol oder Äther gut durch und saugt ab.
Ausbeute an a, a'-Diphenacylpyridin- toluolsulfomethylat 450 gr (90-95% der Theorie). Das Salz kristallisiert aus Methyl alkohol in langen dünnen Nadeln vom F. P. <B>2280.</B> Mit NH3 lässt sich aus der wässerigen Lösung des Salzes die freie Base fällen.
191 gr a, a'-Diphenacylpyridintoluolsulfo- methylat werden in 2 Liter Methylalkohol ge löst bezw. suspendiert, und mit 2 gr Platinoxyd in einer Wasserstoffatmosphäre geschüttelt. Nach etwa drei Stunden sind 47 Liter Wasser stoff (5 Mole) aufgenommen und die Absorp tion kommt zum Stillstand.
Nach Abfiltrie- ren vom Katalysator und Abdestillieren des Lösungsmittels wird der Rückstand mit ver dünntem Ammoniak versetzt und ausgeäthert. Aus der ätherischen Lösung kristallisieren nach kurzem Stehen 55 _Lyr Lobelanidin vom F. P. 150 aus. F. P. des salzsauren Salzes <B>136'.</B> Aus der ätherischen Mutterlauge lassen sich weitere 5 gr Lobelanidin gewinnen. Gesamtausbeute an Lobelanidin 60 gr (47 /o der Theorie).
Der Ätherrückstand stellt ein isomeres Lobelanidin dar; dieses lässt sich mit der gleichen Ausbeute, wie das Lobel- anidin vom F. P. 150 durch Oxydation in Lobelanin überführen.
Das erfindungsgemäss hergestellte Lobel- anidin soll als Zwischenprodukt zur Herstel lung von Lobeliaalkaloiden Verwendungfinden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Lobelanidin lrx, a'-Di-(phenyloxyäthyl)-N-methylpiperidin], dadurch gekennzeichnet, dass man ein quater- näres Salz des a, a'-Di-phenacyl-N-methyl- pyridins der Hydrierung mit katalytisch erregtem Wasserstoff unterwirft. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrierung stufenweise durchführt. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrierung stufenweise unter Wechsel der Arbeits bedingungen durchführt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrierung stufenweise unter zwischenzeitlicher Iso lierung von Zwischenprodukten durchführt. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man das als erstes Hydrierungsprodukt erhaltene a, a-Diphen- acyl-N-methylpiperidin isoliert und der weiteren Hydrierung bis zum Lobelanidin unterzieht. 5.Verfahren nach Patentanspruch und Unter- anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass man die Hydrierung des isolierten Zwi schenproduktes stufenweise durchführt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unter- . ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeich- net, dass man die Hydrierung unter Wechsel der Arbeitsbedingungen durchführt. 7.Verfahren nach Patentanspruchs dadurch gekennzeichnet, dass man das als Zwischen- produkt erhaltene a-Pherracyl-a'-pherryl- oxyäthyl-N-rrrethylpiper-idin isoliert und der weiteren Hydrierung bis zum l,obel- anidin unterwirft.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE147452X | 1928-06-01 | ||
| DE210628X | 1928-06-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH147452A true CH147452A (de) | 1931-06-15 |
Family
ID=25752237
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH147452D CH147452A (de) | 1928-06-01 | 1929-05-24 | Verfahren zur Herstellung von Lobelanidin (a, a'-Di-(phenyloxyäthyl)-N-methylpiperidin). |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH147452A (de) |
-
1929
- 1929-05-24 CH CH147452D patent/CH147452A/de unknown
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