CH147597A - Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden für elektrische Öfen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden für elektrische Öfen.

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CH147597A
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Kohlefabrikate Siemens-Pl Fuer
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Siemens Planiawerke Ag
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      Verfahren    zur Herstellung von     Kohleelektroden    für elektrische Öfen.    Kohleelektroden für elektrische Ofen  werden dadurch hergestellt, dass eine durch  Verkoken von Mineralkohle oder andern ge  eigneten Stoffen erhaltene Kohle mit     einem-          Bindemittel,    wie Teer, zu einer ,plastischen  Masse verarbeitet, in Formen gepresst und  dann auf hohe Temperaturen von 1000 bis       1500'    erhitzt wird. Man hat dieser plasti  schen Masse auch geringe Mengen von nicht       verkokter    Steinkohle zugesetzt.

   Es war aber  bekannt, dass man durch solche Zusätze, be  sonders wenn sie eine gewisse Grösse über  schreiten, die Qualität der Kohleelektrode er  heblich gefährdet, und es galt daher als Re  gel, bei dem Herstellen der plastischen Masse  die Zusätze von     unverkokter    Kohle     entweder     ganz zu vermeiden oder auf einige wenige  Prozente zu beschränken.  



  Gemäss der Erfindung wird nun noch       backfähige    Mineralkohle in zerkleinertem,  zum Beispiel pulverigem oder körnigem Zu-    stand, in einen Behälter gefüllt und in die  sem Behälter gebrannt.  



  Es hat sich überraschenderweise gezeigt,  dass es möglich ist, aus solcher noch     back-          fähigen    zerkleinerten (körnigen, pulverigen)  Mineralkohle ohne weitere Zusätze brauch  bare Elektroden herzustellen, wenn man  diese Kohle einfach in einen Behälter  schüttet und sie in diesem Behälter bis zur  vollständigen Verkokung erhitzt. Unter noch  backfähiger Mineralkohle ist eine Kohle zu  verstehen, die gar nicht oder nur unvollkom  men     verkokt    ist, eine Mineralkohle also, die  auf alle Fälle noch mehr     Kohlenwasserstoffe     enthält als vollkommen     verhokte    Kohle.  



  Ein Vorteil des neuen Verfahrens liegt  darin, dass man überhaupt keine Elektroden  masse mehr herzustellen braucht. und dass  also die     Schwierigkeit    der Herstellung sol  cher Masse ganz in Wegfall kommt. Man  wird     zweckmässigerweise    eine Kohle wählen,  die nur geringen Mineralgehalt besitzt.      Etwaige stark mineralhaltige Kohle kann  man leicht nach irgendeinem der bekannten  Verfahren von dem Hauptteil der minera  lischen Beimengungen. befreien. Man wird  ferner eine möglichst gut backende Kahle  wählen. Von der Beschaffenheit der Kohle  hängt sehr wesentlich die Qualität der fer  tigen Elektrode ab. Man hat es aber in der  Hand, das Verfahren weitgehend zu modifi  zieren, um fast mit jeder Steinkohlenart     gute     Erfolge zu bekommen.

   Beispielsweise kann  es vorkommen, dass eine Kohle bei der Er  hitzung sehr viel Gas entwickelt, und dass  dann schliesslich ein poröses und brüchiges  Endprodukt entsteht. Man kann dem ent  gegenwirken, indem man die zu erhitzende  Kohle während des     Verkokungsvorganges,     insbesondere während sie .sich im plastischen  Zustand befindet, unter Druck setzt. Dieser  Druck kann nun in der verschiedensten  Weise ausgeübt werden. Man kann die Er  hitzung in einer     Pressform    vornehmen, in der  man dann, während sich die Kohle noch in  plastischem Zustand befindet, auf die er  hitzte Masse einen Druck ausübt. Man kann  auch durch Auflegen eines Gewichtes auf  die im Behälter befindliche Kohle den nöti  gen Druck hervorrufen. Unter Umständen  genügt schon der eigene Druck der Kohle  säule.

   Dabei können aber Ungleichmässig  keiten in der Dichte eintreten, weil die obern  Schichten nicht unter demselben Druck  stehen wie die untern. Es genügt zuweilen  schon ein sehr geringer Druck von beispiels  weise 0,05 kg je     cm2.    Je nach der Qualität  der verwendeten Kohle, nach der Höhe der  Säule des     Kohlepulvers    und nach den An  forderungen, die an das Endprodukt ge  stellt werden, muss man den Druck von Fall  zu Fall bestimmen. Man kann dabei bis zu  Drucken von vielen Kilogramm je cm'  gehen.  



  Man kann die Qualität des zu verarbei  tenden     Kohlepulvers    auch dadurch beeinflus  sen, dass man der pulverigen oder körnigen  Kohle eine pulverige oder körnige Masse  eines Stoffes beimengt, der bei der Erhitzung       erweicht    und dann als Bindemittel dient;    zum Beispiel Asphalt, Harz, Pech, Bitumen  usw. Es     karin    auch an und für sich in Be  tracht kommen, dass man das     Kohlepulver     mit geringen Mengen Teer oder einer andern  geeigneten Flüssigkeit anfeuchtet. Im all  gemeinen aber geht dabei ein Teil des be  sonderen Vorteils des Verfahrens verloren.  Man wird deshalb in der Regel dafür sorgen.

    dass durch solche Befeuchtung des Pulvers  seine     Schüttbarken    nicht     allzusehr    beein  trächtigt wird. Man kann auch der zerklei  nerten Kohle gegenüber der Korngrösse der  selben gröbere Stücke von Steinkohle oder  von gebrannter     Kohlemasse    beimengen. Die  groben Stücke verbinden sich bei der Er  hitzung der pulverigen oder körnigen, die  C     rundmasse    bildenden Kohle innig mit die  ser. Ebenso können irgendwelche Zusätze  aus Metall, wie etwa Metalleinlagen, die bei  Kohleelektroden üblich sind, ohne weiteres  in das     Kohlepulver    eingefügt werden, um die  gleichen Wirkungen zu erzielen, wie bei den  in der üblichen Weise hergestellten Elektro  den.

   Auch kann man natürlichen oder künst  lichen Graphit, zum Beispiel     graphierte     Kohle, zur Erhöhung der Leitfähigkeit bei  mengen.  



  Um bei dem Einschütten der körnigen  oder pulverigen Kohlenmasse eine möglichst  hohe und gleichmässige Dichte der     Schüttung     zu erzielen, ist es     zweckmässig,    den Behälter  während des     Einschüttens    oder nach dem  Einschütten durch Klopfen, Rütteln oder der  gleichen zu erschüttern. Es genügen verhält  nismässig geringe     Erschütterungen,    um ein  sehr gleichmässiges und dichtes Ineinander  fügen der Teilchen zu erzielen.  



  Das Verfahren eignet sieh ganz besonders  auch zur Herstellung     sogenannter    .selbst  brennender Elektroden, die am Ofen fort  laufend während des Gebrauches hergestellt  und in der Hitze des elektrischen Ofens ge  brannt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kohle elektroden für elektrische Öfen, dadurch ge kennzeichnet, dass noch backfähige Mineral- kohle in zerkleinertem Zustand in einen Be hälter gefüllt und in diesem Behälter ge brannt wird. UNTERANSPRÜCHE: 1.. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Kohle in dem Behälter, während sie sich noch in plastischem Zustand befindet, einem Druck ausgesetzt wird. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der erforder liche Druck durch ein auf die in dem Be hälter befindliche Kohlesäule aufgelegtes Gewicht hervorgerufen wird. 3.
    Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der zerkleiner ten Kohle gegenüber der Korngrösse der selben gröbere Stücke von Steinkohle bei gemengt werden. .t.. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der zerkleiner ten Kohle gegenüber der Korngrösse der selben gröbere Stücke von gebrannter Kohlemasse beigemengt werden. 5. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Mineral kohle natürlicher Graphit zugesetzt wird. 6. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Mineral kohle graphitierte Kohle zugesetzt wird.
    i. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Kohle ein bei der Erhitzung schmelzender und als Bindemittel dienender Stoff beigemengt wird. B. Verfahren nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das in den Be hälter eingebrachte Gut erschüttert wird, zum Zwecke, eine gleichmässige Dichte des Gutes herbeizuführen. 9. Verfahren nach dem Patentanspruch. da durch gekennzeichnet, dass die Elektroden am Ofen selbst während des Gebrauches fortlaufend hergestellt werden.
CH147597D 1929-11-23 1930-05-17 Verfahren zur Herstellung von Kohleelektroden für elektrische Öfen. CH147597A (de)

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