Hartverbandschneidegerät für therapeutische Zwecke. Die Erfindung betrifft ein Hartverband schneidegerät für therapeutische Zwecke und besteht darin, dass ein zylindrischer Fräser mit auf seinem Zylindermantel bis zu seiner Stirnfläche durchgezogenen und auch auf letzterer vorgesehenen Schneiden ausgerüstet ist.
Zweckmässigerweise kann an einem Lagerungsbügel ein Sicherungssteg hinter dem Fräser auswechselbar angeordnet sein - also auf der von der Fräsrichtung abge wendeten Zylinderseite - und mit einem Fortsatz unter die Stirnfläche des Fräsers nach vorn verlaufen und an der vordern Spitze etwas aufgekrümmt sein, um den Stirnrand des Fräsers zu schützen und eine Behinderung des Arbeitens durch Einklem men von Hartmasse zwischen Stirnfläche des Fräsers und Fortsatz des Sicherungssteges zu vermeiden.
Auch kann der Sicherungssteg auf seiner dem Fräser zugewendeten Seite eine dem Fräser angepasste, mit Riffeln versehene Auskehlung besitzen. Hierdurch wird prak- tiseli erreicht, dass durch die. abscherende Wirkung zwischen den Schneiden des Fräsers und den Riffeln des Sicherungs steges Weichteile des Hartverbandes zer schnitten werden, ohne durch Verfangen der Weichteile am Fräser ein Arbeiten mit dem Gerät zu behindern.
Ferner kann am Sicherungssteg zwecks Vermeidens der sich beim Schneiden zwi schen Hartmasse und Fräser entwickelnden Hitze eine Wasserkühlanlage vorgesehen sein, bei der das Kühlwasser ans einem Druckball durch eine Zuleitung in einem am untern Teil des Sicherungssteges vorgesehe nen Hohlraum geleitet und von dort durch eine Ableitung fortgeführt wird.
Öder es könnte am Stativ des Schneide gerätes an Stelle des Druckballes ein Wasser behälter angeordnet werden, mit welchem die Zuleitung in Verbindung steht, wobei zweck mässig die Zuleitung mittelst Klammern parallel am Schutzschlauch der biegsamen Welle befestigt und mit einem Absperrhahn versehen wird, der zum Öffnen und Schlie ssen der Zuleitung dient und eine Ableitung vorgesehen ist, die am Auslaufende ein be schwerendes Auslaufstück erhält, damit ein Herausgleiten der Ableitung aus einem Auf fangbehälter vermieden wird.
Der Sicherungssteg kann ferner an Stelle der Wasserkühlanlage aus schlechten Wärme leiterstoffen entweder ganz hergestellt oder von solchen Stoffen ummantelt werden.
Im Lagerungsbügel kann mittelst Kugeln eine mit ihrem einen Ende an eine biegsame Kraftübertragungswelle anschliessbare An triebswelle gelagert sein, deren anderes Ende zur Aufnahme des Fräsers geeignet ist und die einen Hohlraum im Lagerungsbügel durchläuft, der sich nach Lösen einer Ver- schlussschraube mit Schmiermitteln für die Kugellager füllen lässt.
Weiter kann ein Spezialfräser zur Her stellung von Bohrlöchern für Fensterschnitte vorgesehen sein, der aus einem Schaft mit Massteilung und einer Schneidekrone mit radial angeordneten Messern besteht, wobei die Schneidekrone einen Fortsatz in Form eines Zentrierdornes mit Diamantschliff trägt. Ausserdem kann am Schaft des Fräsers ein Einstellring mit einer Feststellschraube angeordnet sein, welcher die Einstellung des Fräsers entsprechend der Stärke des Hartver bandes ermöglicht.
Die Zeichnung veranschaulicht den Ge genstand der Erfindung an einem Ausfüh rungsbeispiel und zwar zeigen: Fig. 1 das Gerät in der Seitenansicht, teilweise im Schnitt, Fig. 2 eine Vorderansicht des Sicherungs steges mit Zu- und Ableitung für Wasser kühlanlage und Riffeln in der Auskehlung, Fig. 3 einen Querschnitt des Sicherungs steges nach Linie 1-2 der Fig. 2, Fig. 4 einen Grundriss des Sicherungs steg es, Fig. 5 eine Teilansicht des Gerätes mit dem Spezialfräser für Bohrlöcher zur Her stellung von Fensterschnitten,
Fig. 6 eine Gesamtansicht des Gerätes mit Stativ, Fig. 7 eine Rückansicht des Gerätes mit Ableitung und Auslaufstück. Die Hartmasse wird mit einem zylin drischen. Fräser a in senkrechter Stellung zur Stärke des Verbandes in jeder Stärke und Länge, gerade oder in Kurven aufgeschnit ten. Der Fräser a ist auf seinem Zylinder mantel und auf seiner Stirnfläche mit Schnei den versehen.
Am einen Ende einer mittelst Kugeln n in einem Lagerungsbügel c ge lagerten Welle<I>d</I> ist der Fräser <I>a</I> befestigt, während am andern Ende der Welle d eine biegsame Welle e die Verbindung mit einem Antriebsmotor bildet. Die Antriebswelle d durchläuft einen Hohlraum im Lagerungs bügel c, der nach Lösen einer Verschluss schraube 7n mit Schmiermittel für die Kugel lager n sich füllen lässt. Am Lagerungsbügel c ist hinter dem Fräser a - also auf der von der Fräsrichtung abgewendeten Zylinder seite - ein unter die Stirnfläche des Fräsers a nach vorn verlaufender Sicherungssteg b angebracht, der ausgewechselt oder entfernt werden kann.
Der Sicherungssteg b erhält auf seiner dem Fräser a zugewendeten Seite eine dem Fräser a angepasste Auskehlung mit Riffeln, damit zwischen Fräser a und Sicherungssteg b sich verfangende Weich teile des Verbandes zwecks Vermeidung von Hemmungen zerschnitten werden.
Um die beim Schueidvorgang sich zwi schen Hartverband und Fräser a ent wickelnde und auf den Sicherungssteg b übertragende Hitze zwecks Vermeidung von Hautverbrennungen abzuleiten, besitzt der Sicherungssteg b eine besondere Wasserkühl anlage, welche den .Sicherungssteg b ständig abkühlt.
Ein Zuleitungsrohr f, an dessen einem Ende der mit Wasser zu füllende Druckball g mit Zuleitungsschlauch h be festigt ist, mündet in den untern Hohlraum i des Sicherungssteges b, während ein vom Hohlraum<I>i</I> ausgehendes Ableitungsrohr k. einen Ableitungsschlauch l besitzt (Fig. 2), um das Kühlwasser ableiten zu können.
Am Stativ des Schneidegerätes kann an Stelle des Druckballes g ein Wasserbehälter o (Fig. 6) angeordnet werden, mit welchem die Zulei tung h in Verbindung steht. Zuleitung lz wird mittelst Klammern p parallel am Schutzschlauch q der biegsamen Welle be festigt. Ein Absperrhahn r dient zum Öff nen und Schliessen der Zuleitung h. Ablei tung l (Fig. 7) erhält am Auslaufende ein beschwerendes Auslaufstück s, damit ein Herausgleiten des untern Endes der Ablei tung l aus einem Auffangbehälter vermie den wird.
An Stelle dieser Kühlanlage kann der Sicherungssteg b aus schlechten Wärme leiterstoffen hergestellt sein oder ein metal lener Kern desselben von solchen Stoffen um mantelt werden. Das ganze Gerät lässt sich mittelst des Handgriffes c1 (Fig. 1) führen.
Ein zum Schneidegerät gehörender Spe zialfräser zur Herstellung von Bohrlöchern für Fensterschnitte besteht aus dem Schaft t mit Massteilung und einer Schneidekrone u mit radial angeordneten Messern. Den Fort- satz der Schneidekrone u bildet ein kurzer Zentrierdorn v mit Diamantschliff. Am Schaft t ist ein Einstellring w mit Feststell schraube x angeordnet. Man stellt anhand der ungefähren Stärke des Hartverbandes den Einstellring v am Schaft t ein und kann den Hartverband durchbohren, ohne den Pa tienten zu verletzen, da der Einstellring w oberhalb des Hartverbandes aufsitzt.
Der Zentrierdorn v bietet vermöge seines Spezial schliffes keine Verletzungsmöglichkeit, da er sich ausserdem nur in den Weichteilen des Hartverbandes bewegt.
Das Schneidegerät kann nun, mit Fräser a und Sicherungssteg b versehen, im Bohr loch gegen die Hartmasse angesetzt und der Fensterschnitt ausgeführt werden.
Zu bemerken ist noch, dass bei bekannten Geräten zum Aufschneiden von Hartverbän den durch das Auswerfen, der Späne Staub erzeugt wird. Wenn auch Absaugevorrich tungen für den Staub angesetzt werden köh- nen, so behindern sie doch die Arbeit und Übersicht.
Beim Erfindungsgegenstand ist eine sol che Hilfseinrichtung nicht nötig, da die Späne nicht herausgeschleudert werden, son dern sich im Schnitt fangen und liegen bleiben.
Hard bandage cutter for therapeutic purposes. The invention relates to a hard bandage cutting device for therapeutic purposes and consists in the fact that a cylindrical milling cutter is equipped with cutting edges which are drawn through on its cylinder jacket to its end face and are also provided on the latter.
Conveniently, a securing bar behind the milling cutter can be arranged on a mounting bracket in a replaceable manner - i.e. on the cylinder side facing away from the milling direction - and extending forward with an extension under the face of the milling cutter and slightly curved at the front tip, around the front edge of the milling cutter to protect and to prevent work being hampered by trapping hard material between the end face of the milling cutter and the extension of the safety bar.
On its side facing the milling cutter, the securing web can also have a groove adapted to the milling cutter and provided with corrugations. This practically achieves that through the. Shearing effect between the cutting edge of the cutter and the corrugations of the securing web soft parts of the hard bandage are cut without hindering work with the device by entangling the soft parts on the cutter.
Furthermore, a water cooling system can be provided on the safety bar in order to avoid the heat developing between hard compound and milling cutter during cutting, in which the cooling water is passed to a pressure ball through a supply line in a cavity provided on the lower part of the safety bar and carried on from there by a discharge becomes.
Or it could be arranged on the tripod of the cutting device in place of the pressure ball a water container with which the supply line is in connection, the supply line being appropriately attached by means of clamps parallel to the protective hose of the flexible shaft and provided with a stopcock that can be opened and closing the supply line is used and a discharge line is provided which receives a weighting discharge piece at the discharge end so that the discharge line is prevented from sliding out of a collecting container.
The safety bar can also be made entirely of poor heat conductor materials instead of the water cooling system or encased in such materials.
A drive shaft that can be connected at one end to a flexible power transmission shaft can be mounted in the mounting bracket by means of balls, the other end of which is suitable for receiving the milling cutter and which runs through a cavity in the mounting bracket, which after loosening a locking screw with lubricants for the ball bearings lets fill.
Furthermore, a special milling cutter for producing drill holes for window cuts can be provided, which consists of a shank with graduation and a cutting crown with radially arranged knives, the cutting crown having an extension in the form of a centering mandrel with diamond cut. In addition, an adjusting ring with a locking screw can be arranged on the shaft of the milling cutter, which enables the milling cutter to be adjusted according to the strength of the hard joint.
The drawing illustrates the subject matter of the invention in an exemplary embodiment, namely: Fig. 1 shows the device in a side view, partly in section, Fig. 2 is a front view of the safety web with inlet and outlet for water cooling system and corrugations in the recess , Fig. 3 is a cross-section of the securing web along line 1-2 of Fig. 2, Fig. 4 is a plan view of the securing web, Fig. 5 is a partial view of the device with the special milling cutter for drill holes for making window cuts,
FIG. 6 shows an overall view of the device with stand, FIG. 7 shows a rear view of the device with discharge line and outlet piece. The hard mass is drical with a cylindrical. Milling cutter a in a vertical position to the strength of the association in any thickness and length, straight or in curves cut open. Milling cutter a is provided with cutting edges on its cylinder jacket and on its face.
The milling cutter <I> a </I> is attached to one end of a shaft <I> d </I> supported by means of balls n in a bearing bracket c, while at the other end of the shaft d a flexible shaft e connects to a Forms drive motor. The drive shaft d passes through a cavity in the bearing bracket c, which can be filled with lubricant for the ball bearing n after loosening a screw plug 7n. On the mounting bracket c behind the cutter a - that is, on the side facing away from the milling direction of the cylinder - a under the end face of the cutter a is attached to the front extending safety web b, which can be replaced or removed.
The securing bar b receives on its side facing the milling cutter a a groove with corrugations adapted to the milling cutter a, so that soft parts of the association that get caught between the milling cutter a and the securing bar b are cut to avoid obstructions.
In order to dissipate the heat that develops between the hard bandage and the cutter a during the Schueid process and which is transferred to the safety bar b in order to avoid skin burns, the safety bar b has a special water-cooling system which constantly cools the safety bar b.
A feed pipe f, at one end of which the pressure ball g to be filled with water is fastened with a feed hose h be, opens into the lower cavity i of the securing web b, while a discharge pipe k extending from the cavity <I> i </I>. has a drainage hose l (Fig. 2) to drain the cooling water can.
On the stand of the cutting device, a water tank o (Fig. 6) can be arranged in place of the pressure ball g, with which the feed device h is connected. Supply line lz is fastened parallel to the protective hose q of the flexible shaft by means of clamps p. A stopcock r is used to open and close the supply line h. Ablei device l (Fig. 7) receives a weighting outlet piece s at the outlet end, so that the lower end of the Ablei device l is prevented from sliding out of a collecting container.
Instead of this cooling system, the safety bar b can be made of poor heat conductor materials or a metal core of the same can be sheathed by such substances. The whole device can be guided by means of the handle c1 (Fig. 1).
A special milling cutter belonging to the cutting device for the production of drill holes for window cuts consists of the shank t with graduation and a cutting crown u with radially arranged knives. The continuation of the cutting crown u is formed by a short centering mandrel v with a diamond cut. An adjusting ring w with a locking screw x is arranged on the shaft t. The adjustment ring v on the shaft t is set based on the approximate thickness of the hard bandage and the hard bandage can be pierced without injuring the patient, since the adjustment ring w sits above the hard bandage.
Due to its special grinding, the centering pin v does not offer any possibility of injury, since it also only moves in the soft parts of the hard bandage.
The cutting device can now, provided with milling cutter a and securing bar b, set in the drill hole against the hard material and the window cut can be carried out.
It should also be noted that in known devices for cutting hard bandages, dust is generated by ejecting the chips. Even if suction devices can be used for the dust, they still hinder the work and the overview.
In the subject matter of the invention, such an auxiliary device is not necessary, since the chips are not thrown out, but instead catch themselves in the cut and stay where they are.