CH147793A - Verfahren zur Herstellung von B-Oxy-a-picolin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von B-Oxy-a-picolin.

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CH147793A
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Aktiengesellsc Farbenindustrie
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Ig Farbenindustrie Ag
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      Verfahren    zur Herstellung von     ss-Oxs-a-picolin.       Es wurde gefunden, dass     P-Oxyderivate     von     alkylierten        Pyridinen    durch Verschmelzen  der entsprechenden     Sulfosäuren    mit Alkali,  am besten mit Kali hergestellt werden kön  nen.

   So erhält man gemäss dem Verfahren  vorliegender Erfindung aus     a-Picolin-p-sulfo-          säure    in guter Ausbeute das     P-Oxy-a-picolin.     Das     p-Oxy-a-picolin    war bisher nicht bekannt;  es soll als Ausgangsmaterial zur     (Axewinnung     von     Farbstoffen    und pharmazeutischen Pro  dukten dienen.  



  <I>Beispiel:</I>  In einem Eisenkessel werden 76     gr    Kali  und 2     cm3        H-.0    geschmolzen und bei etwa  <B>1600</B> 36     gr    feingepulvertes rohes     a-picolin-          sulfosaures    Kalium oder Natrium, welches  zur Hauptsache aus     a-picolin-p-sulfosaurem     Kalium     bezw.    Natrium besteht, langsam un  ter Rühren eingetragen. Unter Rühren wird  dann langsam hochgeheizt. Bei 2100 tritt  Reaktion ein und die Masse erwärmt sich    von selbst bis etwa 235-2400. Es wird  dann noch 15-20 Minuten bei dieser Tem  peratur nacherhitzt.  



  Nach dem Abkühlen wird in möglichst  wenig Wasser (etwa<B>100</B> cm') aufgenommen  und unter Kühlung mit 78     cm'        konzentrierter     Salzsäure neutralisiert, so     dah    die     phenol-          phtaleinalkalische    Reaktion     ve.schwunden    ist.  Man lässt über Nacht stehen und saugt dann  die ausgeschiedenen Kristalle ab, wobei man  nur sehr vorsichtig mit wenig Wasser oder  auch gar nicht wäscht, da das ausgeschiedene       Oxy-a-picolin    sehr leicht in Wasser löslich ist.  



  Ein Teil des     Oxy-a-picolins    befindet sich;  neben anorganischer Substanz; bei den aus  geschiedenen Kristallen, ein zweiter Teil in  der wässerigen Lösung. Aus beiden gewinnt  man das     Oxy-a-picolin    zweckmässig durch  Ausziehen mit Lösungsmitteln. Man erhält  dann nach dem Verdunsten des Lösungsmit  tels fast farblose Kristalle, welche durch  Auskochen mit trockenem Benzol, worin sie      auch beim Sieden nur wenig löslich sind,  gereinigt, kalt abgesaugt und mit trockenem  Benzol gewaschen werden.

   Durch Einengen  der Mutterlauge erhält man noch eine kleine  .enge kristallisierter Substanz und beim Ein  dampfen zur Trockne schliesslich noch eine       zähölige,    schwachgelbliche Substanz, welche  nicht kristallisiert, im übrigen aber die glei  chen Eigenschaften wie die Kristalle zeigt;

    sie ist wahrscheinlich ein Gemisch von     Oxy-          basen    aus den Beimengungen des technischen       a-Picolins.    Die Gesamtausbeute (10     gr,    kri  stallisiertes     P-Oxy-a-picolin    und 3     gr        zähölige          Oxybasen)        beträgt        etwa        75        %        auf        das        rohe,          sulfosaure    Salz berechnet.  



  Der Schmelzpunkt des     i3-Oxy-a-picolins     liegt bei 164-166 0. Es ist gut löslich in  Wasser, in     a-Picolin,    sowie in Alkohol, aus  welchem es sich in sehr schönen Kristallen  gewinnen     lä13t.    Es ist wenig löslich selbst in  siedendem Benzol, mässig löslich in Äther.  Die wässerige Lösung gibt mit     FeCls    eine  braunrötliche Färbung. Es siedet urzersetzt  und erstarrt beim Erkalten wieder kristalli  nisch. Der Geruch ist nur schwach. In     soda-          alkalischer    Lösung kuppelt es gut mit     diazo-          tiertem        para-Nitranilin    blaustichig rot, schlägt  mit Säure nach gelb um.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von P-Oxy-a- picolin, dadurch gekennzeichnet, dass a-Pico- lin-ss-srrlfosäure mit Alkali verschmolzen wird. Der Schmelzpunkt des P-Oxy-a-picolins liegt bei 164-166 0. Es ist gut löslich in Wasser, in a-Picolin, sowie in Alkohol, aus welchem es sich in sehr schönen Kristallen gewinnen lässt. Es ist wenig löslich selbst in siedendem Benzol, mässig löslich in Äther. Die wässerige Lösung gibt mit FeCls eine braunrötliche Färbung. Es siedet urzersetzt und erstarrt beim Erkalten wieder kristal linisch. Der Geruch ist nur schwach.
    In soda- alkalischer Lösung kuppelt es gut mit diazo- tiertem para-Nitranilin blaustichig rot. Diese Farbe schlägt bei Zusatz von Säure nach gelb um. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mau Kali zur Schmelze verwendet.
CH147793D 1928-11-26 1929-11-05 Verfahren zur Herstellung von B-Oxy-a-picolin. CH147793A (de)

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