CH147803A - Verfahren zur Herstellung von Leder aus tierischen Häuten mittelst Eisensalzen. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Leder aus tierischen Häuten mittelst Eisensalzen.

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CH147803A
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Stuermer Curt
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14CCHEMICAL TREATMENT OF HIDES, SKINS OR LEATHER, e.g. TANNING, IMPREGNATING, FINISHING; APPARATUS THEREFOR; COMPOSITIONS FOR TANNING
    • C14C3/00Tanning; Compositions for tanning
    • C14C3/02Chemical tanning
    • C14C3/04Mineral tanning

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  • Treatment And Processing Of Natural Fur Or Leather (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung von Leder aus tierischen Häuten mittelst     Eisensalzen.       Es ist bereits bekannt, tierische Häute in  der Art zu gerben, dass die Häute in die  Brühe zweiwertiger Eisensalze eingelegt wer  den und hierauf     Stickstoffmonoxyd    in die  Brühe eingeleitet wird, wobei     Sauerstoff    un  bedingt ausgeschlossen wird. Man kann auch  zuerst die Brühe mit NO begasen und nach  her die Häute in diese begaste Brühe ein  legen. Schliesslich wird durch Luft nach voll  ständiger     Tränkung    der Haut das entstan  dene komplexe Eisensalz zu dreiwertigem  Eisensalz oxydiert und damit die     Gerbung     vollendet.  



  Es hat sieh herausgestellt, dass diese  Arbeitsweise folgende Nachteile hat: Die Her  stellung der mit NO angereicherten Brühe  ist recht schwierig, weil man die Eisenbrühe  erst in einem grossen Berieselungsturm     be-          gasen    muss, oder weil man die NO-Gase erst  unter Druck setzen muss, um sie in die Brühe  hineinzupressen. Die begaste Brühe sondert  zudem schon nach kurzer Zeit, besonders bei  Luftzutritt, einen gelbbraunen Niederschlag    ab, der bei der     Gerbung    schädlich ist, weil  er Narbenbrüchigkeit und Flecken     iin    Leder  verursacht. Ausserdem entsteht durch diesen  Niederschlag ein beträchtlicher Verlust an       Gerbbrübe,    da man die so zersetzte Brühe  zum Gerben kaum noch benutzen kann.  



  Obige Arbeitsweise erschwert auch das  Fernhalten der Luft im ersten Teil der (er  beng. Gerade das ist aber für den ganzen  Ausgang der     Gerbung    mit     ausschlaggebend.     



  Es hat sich nun gezeigt, dass man diese  Nachteile vermeiden und viel einfacher und  wirtschaftlicher arbeiten kann, wenn man  nach dem Verfahren gemäss der Erfindung  verfährt, welches zum Beispiel folgenderma  ssen ausgeführt werden kann  Die Häute werden in 418     unbegaste        Brühe     zweiwertiger Eisensalze solange eingelegt., bis  sie vollkommen durchtränkt sind.     Alsdann     werden sie herausgenommen und in eine Gas  kammer eingehängt, worin     Stickstoffmonoxyd     oder     stickstoffmonoxydhaltige    Gase eingeleitet  werden. Die mit der Eisenbrühe     getränkten         Häute nehmen das NO begierig auf.

   Nach  einer bestimmten Zeit, die je nach der Dicke  der Haut genau bemessen ist, werden die  Häute aus der Kammer herausgenommen und  an der Luft getrocknet.  



       Zweckmässigerweise    wird die Gaskammer  vor dem Einleiten des Stickoxydes in die  Kammer und vor dem Herausnehmen der  Häute mit indifferentem Gase ausgespült, um  den Luftzutritt zu vermeiden.  



  Es ist vorteilhaft, mehrere Kammern  hintereinander zu schalten.     DaR    in der ersten  Kammer nicht aufgenommene NO geht in die  zweite, dann in die dritte Kammer, wo alles  NO von den Häuten aufgenommen wird. Da  man die NO-Gase am wirtschaftlichsten     sö     erzeugt, dass man Ammoniak mit Luft am       gekühlten    Kontakt verbrennt, kann man die  Abgase der jeweils letzten Kammer, die nur  aus Stickstoff bestehen, als Spülgas ver  wenden.  



  Es ergeben sich dadurch folgende Vorteile:  Der     Luftsauerstoff    kann während der     Bega-          sung    vollständig ferngehalten werden. Ver  luste an     Gerbbrühe    entstehen nicht mehr.  Das Stickstoffmonoxyd wird vollständig aus  genützt.  



  Es hat sich weiter gezeigt, dass es bei  dieser Art der     Gerbung    vorteilhaft ist, der  Eisenbrühe solche anorganische Salze zuzu  setzen, die von N 0 nicht reduziert werden  und mit dem Eisensalz keinen Niederschlag  geben, zum Beispiel alle Salze der Alkalien,  der Leicht- und Schwermetalle, wie zum Bei  spiel Zn S04,     Atz        (S04)s,    Mn C12,     Sn    012     USW-          Diese    Zusätze bewirken, dass das Leder voller,  weicher und besser in der Farbe wird.  



  Nach dem vorliegenden Verfahren gegerb  tes Leder, insbesondere Spaltleder, lässt sich  nicht in üblicher Weise zum Beispiel mit  Schwefel imprägnieren, da es sonst zu viel  Füllmaterial aufnimmt, um noch verarbeitet  werden zu     können.     



  Will man das nach dem vorliegenden     Ver-.     fahren. gegerbte Leder mit Schwefel imprä  gnieren, so löst man den Schwefel in viel       Acetylentetrachlorid    oder     Diphenylmethan,       lässt die Lösung in das Leder einziehen und  treibt dann das Lösungsmittel ab.  



  <I>Beispiel:</I>  Es werden 25 Teile Schwefel in 75 Teilen       Acetylentetrachlorid    gelöst und in diese Lö  sung das zu füllende eisengegerbte Leder  eingetaucht und nach vollendeter Imprägnie  rung wieder     herausgezogen,    worauf das Lö  sungsmittel dann in einer Wärmekammer  unter Druckverminderung abgesaugt wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Leder aus tierischen Häuten unter Überführung von zweiwertigen Eisensalzen mittelst Stick stoffmonoxyd in komplexe Ferrosalze und Umwandlung der letzteren in Ferrisalze durch Oxydation, dadurch gekennzeichnet, dass die mit einer Lösung zweiwertiger Eisensalze vollständig durchtränkten Häute in Kammern eingehängt und dort mit Stickstoffmonoxyd (NO) oder stickstoffmonoxydhaltigen Gasen behandelt werden. UNTERANSPRÜUCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Gaskammern vor Einhängen der Häute und vor deren Her ausnehmen mit indifferenten Gasen ausge spült werden. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Gaskammern hintereinander geschaltet werden, durch die der Reihe na:h NO-haltiges Gas streicht, und dass mit dem aus der letzten Kammer austretenden indifferenten Abgas weitere Kammern vor Einhängen der Häute und vor deren Herausnehmen ausgespült werden. 3. Verfahren nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Lösung zweiwer tiger Eisensalze andere anorganische Salze zugesetzt werden, die von NO nicht re duziert werden und mit der Lösung der Eisensalze keine Niederschläge geben. 4. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gegerbten Häute mit einer Lösung von Schwefel in Ace- tylentetrachlorid behandelt werden.
    Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die gegerbten Häute mit einer Lösung von Schwefel in Diphe- ny1methan behandelt werden.
CH147803D 1930-01-20 1930-01-20 Verfahren zur Herstellung von Leder aus tierischen Häuten mittelst Eisensalzen. CH147803A (de)

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