CH148134A - Korrespondenzmittel. - Google Patents
Korrespondenzmittel.Info
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Description
Korrespondenzmittel. Gegenstand der Erfindung ist ein Horre- spondenzmittel zum Ersetze der. aus Karton bestehenden, steifen Postkarte mit voll flächig verklebter Adressenklappe.
Die Neuerung besteht darin, dass das Norrespondenzmittel einen Mitteilungsteil und eine Adressenklappe aus dünnem, zum Beispiel durchscheinendem Papier und ein zur Kopie dienendes Blatt aufweist, welches nach geschehener Beschriftung des Korre- spondenzmittels vor dem Versand des letz teren entfernt wird. Auf diese Weise wer den gegenüber den steifen, sehr nachteiligen Klappenkarten, von ihrer Unästhetik ab gesehen, die grossen Vorteile gewonnen, dass in der Schreibmaschine, wie beim Briefbogen,
leichte Beschriftung und mehrfacher Durch schlag erfolgen kann und das Korrespondenz mittel auch wie ein Briefbogen in die Regi stratur ablegbar ist, da -Mitteilung und Adresse, sowie sonstiger Druckinhalt auf gleicher Seite gemacht werden können, das Nachschlagen in der Registratur bei der Ge- schmeidigkeit des dünnen Papiers keine Schwierigkeiten mehr hat und der durch die dicken Karten bedingte starke Verbrauch an Registraturmitteln sich ausserordentlich redu zieren lässt.
Das neue Korrespondenzmittel lässt bei zweckmässiger Ausbildung den glei chen Mitteilungsumfang wie bei der Post karte zu, und es kann auch gleichen öffent lichen Charakter wie diese haben, unterbin det ferner, wenn. geeignet ausgeführt, im Gegensatz zu den vollflächig verklebten, dicken Karten, wo ganze Briefe durch schmuggelbar sind, jedweden Betrug durch unbefugte Beschriftung oder Einlagen, zum Beispiel zwischen Mitteilungsfläche und Adressenklappe, zufolge seiner Transparenz der einen Ausführungsbeispiele oder Schau loehkontrolle anderer Beispiele, entspricht also nicht nur postalischen Forderungen, son dern verhindert Portohinterzug und ermög licht Rotationsstempelung wie bei Briefen,
so dass die zeitraubende Sortierung von Briefen und Karten wegfallen kann. Auf der Zeichnung sind Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes veran- sehaulicht.
Die Ausführungsform nach Fig. 1, Vor deransicht, zeigt ein einmal gefaltetes Blatt, das aus durchscheinendem Schreibpapier be steht und eingestellt ist in eine Adressen klappe a, eine kartengrosse Mitteilungsfläche bezw. Teil m und einen der Durchschlags kopie dienenden, abtrennbaren Teil c, der gleich gross ist wie die beiden Teile a und in zusammen. Beschriftung und Durchschlag erfolgen wie bekannt.
Nach Trennung von c w<B><U>*</U> d</B> die Klappe a ohne eine Verklebung Lr lediglich an den Teil in um- bezw. angelegt und dieses gefaltete Blatt a-m in einen durchsichtigen, verschliessbaren Umschlag (Fig. 5) gesteckt, der gleichzeitig dazu bei trägt, das Blatt a-m versandfest zu machen. Dieses Aggregat von Blatt und Umschlag ist so stark transparent, dass auch der raffinier teste Betrug sich verraten würde, besonders bei Besichtigung gegen Licht.
Die Mitteilung hat dadurch öffentlichen Charakter und ist in ihrem Ausmass nicht grösser als bei üblichen Postkarten. Bei Benutzung. von Hüllen mit besonders glasiger Fläche wird, wie Fig. 5 andeutet, zwecks Bleischriftvermerkungen und guter Stempelung die Hülle etwa strei fenartig bei d mit Farbe präpariert.
Hinsichtlich des Blattes a--7ra-c selbst, kann noch folgendermassen verfahren wer den.
Es kann nach Fig: 2, bei welcher feil e abgenommen und die Klappe umgelegt dar gestellt ist, dieselbe, etwa durch Fenster lack, besonders stark transparent gemacht werden und innerhalb dieser stark transpa renten Fläche ein blankes Rechteck f für die Adresseneinschrift ausgespart bezw. dieses Feld gewöhnlich transparent bleiben. Die Adresse kann aber auch ohne ein solches Feld direkt auf die stark transparent ge machte Fläche geschrieben werden.
Es kann das ganze Blatt a-m-c aus gewöhnlich transparentem, zum Durchschlag geeigneten Papier bestehen, und es kann drittens, wie Fig.3 zeigt, welche die Blatteile a,<I>m, c</I> rückseitig darstellt, dieses Blatt, um auch holzhaltige, kaum noch durchscheinende Pa piere verwendbar zu machen, auf der Innen seite der Adressenklappe und der ihr zu gekehrten Mitteilungsfläche mit Drucktypen oder Ornamenten bedruckt, oder auch lackiert oder karbonisiert werden. Bei sol cher Präparierung kann auf diesen Innen seiten eine Beschriftung leserlich nicht mehr erfolgen, und es kann daher eine Kontrolle auf unbefugte Einschrift erspart werden.
Die Adressenklappe erhält bei dieser Ausfüh rung noch Schaulochungen, um schmuggle- rische Einlagen zwischen a und m von aussen her erkennbar zu machen. Fig. 4 zeigt diese Ausführung mit gefalteter Adressenklappe ohne den Teil c.
Bei den folgenden Ausführungsformen (Fig. 6 bis 10) entfällt der besondere Um schlag der vorherigen Beispiele, hier werden Klappe und Mitteilungsfläche entlang ihrer Randungen durch trockene oder feuchte Kle- bung oder auch mechanisch, zum Beispiel durch Prägedruck, zu einem umschlagartigen Hohlkörper verbunden.
In Fig. 6 sind<I>a, m, c</I> die schon erläuter ten Teile. Die Klappe a in der Grösse der Mitteilungsfläche erhält ein bis an die Ran- dungen reichendes Lackfenster, durch wel- ehes bei umgelegtsn Teilen der Raum zwi schen<I>a</I> und<B>in</B> einschaubar wird. Die punk tierten Randungen markieren das Kleb mittel, das auch in gleicher Weise an der hierzu korrespondierenden Randung der Mit teilungsfläche angeordnet sein kann.
Nur die Aussenseiten des fertigen, hohlen Gebildes sind mit Adresse und Mitteilung beschriftet, die Innenseiten bleiben blank, jedoch kann die Mitteilungsfläche teilweise wohl mit Reklame bedruckt werden. Die Adresse wird direkt auf die Fensterfläche geschrieben, natürlich kann auch, wie vorher etc., ein Feld für die Adresse von der Beschaffenheit des übrigen Papiers vorgesehen werden.
Bei Empfang dieses so beschaffenen Blattes wer den die Randungen abgeschnitten, oder mit Stift aufgerollt, wodurch wieder ein unver- klebtes, entfaltetes Blatt ablegbar wird. Das eigens angeordnete Lackfenster kann entfallen, wenn das ganze Blatt aua transparentem Papier hergestellt wird.
Die Ausführung nach Fig. 7, Benut zungszustand, jedoch bei weggenommenem Durchschlagsblatt (Fig.8), Versa.nd,ustand, unterscheidet sich von jener in Fig. G da durch, dass hier ganz gewöhnliche, weder be- fensterte, noch durchscheinende Papiere be nutzt werden können, indem hier die Kon trolle des Hohlraumes durch eine spaltartige Öffnung n (Fig.8) erfolgt.
Die Adressen klappe<I>a</I> besitzt bei n' einen schmalen Aus schnitt, durch den nach Verbindung der Blatteile<I>a</I> und m die Öffnung n gebildet wird. Bei Andruck oben mit dem Finger bläht sich diese Öffnung, und es kann so der Hohlraum ohne weiteres übersehen werden. Entlang der Randungen befinden sich Loch linien zum Abtrennen der Ränder, die auch auf der andern, längeren Randung angeord net sein können.
Ein weiteres Beispiel zeigen Fig. 9, Be- nutzungs:zuatand und Fig. 10, Versandzu stand. Hier erfolgt die hohle Verbindung von re und<B>in</B> in der Weise, dass die um ein Stück v verlängerte Mitteilungsfläche mit diesem Stück zu einer Tasche verbunden wird.
Ent lang der beiden seitlichen Randungen des Blattes a-ara-v, über die Tasche hinweg, laufen Lochlinien p zum Abtrennen dieser Randungen. Zur Benutzung wird in die Tasche ein zum Korrespondenzmittel ge hörendes Blatt c nebst einem Kohlepapier für "den Durchschlag gesteckt, das Ganze so in die Schreibmaschine gespannt, dass nur die Aussenseiten der Adressenklappe und Mitteilungsfläche zur Beschriftung gelangen, während die Innenseiten, sowie Stück #v blank bleiben.
Nach Beschriftung und Ent fernung der Kopiemittel wird die Tasche mit der entlang der Randungen der Lochlinien gummierten Adressenklappe a zu einem inn- seitig blanken und aussenseitig mit Adresse und Mitteilung beschrifteten Umschlag (Fig. <B>10)</B> geschlossen. Für dieses Gebilde muss mindestens durchscheinendes Papier benutzt werden.
Bei Empfang werden die Randun- gen abgetrennt, und es wird dadurch wieder ein entfaltetes Blatt a--.fz-v zur Ablage erhalten.
In der gleichen Weise wie am Beispiel Fig. 9 erläutert, lässt sich nun auch schon ein gewöhnlicher, nicht durchscheinender Um schlag zum Ersatze der Karte benutzen, in dem man die Verschlussklappe als Adressen klappe benutzt, sie jedoch statt anzukleben, nur, wie bei Drucksachen-Umschlägen, ein steckt. Dabei erhält die Klappe zweckmässig; mehr rechteckige Form, und sie kann auch noch ein besonderes, kurzes Zungenstück zum Einstecken erhalten, wie dies bei Couverts bekannt ist.
Zum Erhalt eines entfalteten Blattes-wird dieses Korrespondenzmittel ent weder aufgeschlitzt, oder auch direkt als Umschlag mit nur entfalteter Klappe, ab gelegt, da ja. dessen Schmiegsamkeit noch immer viel grösser ist als jene der vollflächig verklebten Klappenkarten aus Karton.
Das Korrespondenzmittel kann ausser Re klame, wie beschrieben. auch ein Bild bezw. Bilder, oder Drucktext etc. aufweisen.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Korrespondenzmittel zum Ersatze der steifen Postkarte mit Adressenklappe, da durch gekennzeichnet, dass es einen Mit teilungsteil und eine Adressenklappe au:. dünnem Papier und ein zur Kopie dienendes Blatt aufweist, welches nach geschehener Beschriftung des Korrespondenzmittels vor dem Versand des letzteren entfernt wird. UITTERANSPRüCHE 1. Korrespondenzmittel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet. dass es mit einer durchsichtigen, verschliessbaren Hülle versehen ist, in welche zum Ver sand das eigentliche, aus Adressenklappe und Mitteilungsteil gebildete Korrespon denzblatt gelegt wird, wobei Adressen klappe und Mitteilungsteil lose einander anliegen.2. Korrespondenzmittel nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die transparente Hülle zwecks Bleischrift vermerken und guter Stempelung teil weise mit Farbe überdruckt ist. 3. Korrespondenzmittel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass Mitteilungsteil und Adressenklappe aus transparentem Papier bestehen. 4. Korrespondenzmittel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Adressenklappe extra stark transparent gemacht ist, der Mitteilungsteil aber in der Transparenz des Papiers verbleibt. 5.Korrespondenzmittel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die sich im umgelegten Zustande zugekehr ten Seiten von Adressenklappe und Mit teilungsteil mit Drucktypen oder Orna menten bedruckt, oder lackiert oder kar bonisiert sind und die Adressenklappe Schaulochungen besitzt. 6. Korrespondenzmittel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass statt durch eine Hülle, Adressenklappe und Mitteilungsteil von gleicher Grösse durch feuchte oder trockene Klebung, oder durch Prägedruck entlang ihrer Randungen unter Bildung eines Hohl raumes aneinander befestigbar sind. 7. Korrespondenzmittel nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Adressenklappe ein Fenster besitzt. B.Korrespondenzmittel nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass Adressen klappe und Mitteilungsteil aus trans parentem Papier bestehen. 9. Korrespondenzmittel nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Adressenklappe auf ihrem äussern Rande einen Ausschnitt besitzt, durch den, wenn der Mitteilungsteil mit der Adres senklappe verbunden ist, eine Öffnung zum Einschauen in den Hohlraum ge bildet wird. 10. Korrespondenzmittel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Mitteilungsteil verlängert und diese Verlängerung mit ersterem zu einer Tasche verbunden ist, die mit der Adres senklappe wie mit einer Umschlagszunge zu einem durchscheinenden Umschlag geschlossen werden kann.11. Korrespondenzmittel nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass es in Form eines gewöhnlichen, nicht durch scheinenden Umschlages benutzbar ist, wobei die Adressenklappe als Verschluss klappe dient und in eine am Mitteilungs- teil gebildete Tasche eingesteckt wird, das Korrespondenzmittel also mit unver- bundener Klappe wie eine Drucksache zum Versand kommen kann.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH (1) | CH148134A (de) |
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1930
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