CH148280A - Verfahren zum Betrieb von Metalldampflampen und Metalldampflampe zur Ausübung dieses Verfahrens. - Google Patents

Verfahren zum Betrieb von Metalldampflampen und Metalldampflampe zur Ausübung dieses Verfahrens.

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CH148280A
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Hanns Dr Stammreich
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  • Vessels And Coating Films For Discharge Lamps (AREA)

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  verfahren zum Betrieb von     Netalldampfiampen    und     Metalldampflampe    zur Ausübung  dieses Verfahrens.    Zum Betrieb von     Metalldampflainpen    hat  bisher lediglich das Quecksilber     in.    Quarz  oder     Glaslampen    ausgedehnte Verwendung  gefunden. Eine Anzahl weitere Metalle  (Zink, Cadmium u. a.) sind in Form ihrer       Quecksilberlegierungen    in derartigen Lam  pen angewendet worden, weil das von ihrem  Dampf emittierte Licht gegenüber dem       Quecksilberlicht    verschiedene Vorzüge auf  weist.  



  Es zeigt sich indessen,     dassderartige          Amalgamlampen,    deren Füllung, um flüssig  zu bleiben, nur verhältnismässig geringe     Mün-          gen    von Fremdmetall neben Quecksilber     ent-          hält,i    im     wesentlichen    auch nur das Queck  silberspektrum und nur sehr schwach das  Spektrum des, oder der Fremdmetalle aussen  den. Durch den     hohen    Dampfdruck des       Quecksilbers    gegenüber den, andern Metallen  ist im     Lichtbogenraum    derartiger Lampen  fast ausschliesslich Quecksilberdampf an  wesend.

      Aus dem Vorstehenden ergibt sich die  Erkenntnis, dass in derartigen Lampen in  erster Linie nicht das Quecksilber, sondern  das Fremdmetall zur Bildung des Licht  bogens herangezogen werden muss. Gemäss  der Erfindung werden zu diesem Zweck für  die Zusammensetzung der Legierung Be  standteile verwendet, die sich in physika  lischen Eigenschaften, z. B. Siedepunkt, spe  zifisches Gewicht, so weit     voneinander    unter  scheiden, dass diese Unterschiede dazu be  nutzt werden können, um eine     Entmischung     der Legierung in der Weise herbeizuführen,       da.ss    an den     Lichtbogenansatz    der Elektrode in  erster Linie diejenigen Bestandteile der Le  gierung gelangen, deren Dampf zur Bildung  des Lichtbogens erwünscht ist.

   Diese Ent  mischung kann auf verschiedene Weise er  folgen.  



  Ein zweckmässiges Verfahren dieser Art  beruht auf der Erkenntnis, dass in einem  Lichtbogen zwischen zwei Elektroden aus      Metallgemischen (Legierungen) das Spek  trum der höher siedenden Bestandteile gegen  über dem der niedrig siedenden verhältnis  mässig stark zur Geltung kommt, wenn das  Kondensat am Zurückfliessen zu dem Metall  vorrat an den Elektroden verhindert wird.

    So beobachtet man zum Beispiel an den han  delsüblichen     Amalgamlampen,    dass im  Augenblick der Zündung des Lichtbogens  das ausgestrahlte Licht in erwünschter Weise       weiss    ist, wenn dem Quecksilber unter an  derem Zink oder     Cadium    zugesetzt ist, das       heisst    die     letztgenannten    Metalle sind neben  dem Quecksilberdampf im     Flammbogenraum     in verhältnismässig grosser Menge vertreten.  Nach einigen Augenblicken ändert sich je  doch die Zusammensetzung des ausgestrahl  ten     Lichtes,    seine Farbe wird grün bis blau,  das heisst die Emission geht überwiegend  vom Quecksilberdampf aus.  



  Der Grund für die geschilderte Erschei  nung ist darin zu suchen, dass im Augenblick  der Zündung die Bestandteile der Legierung  an den Elektroden von deren Oberfläche im  Verhältnis der in der     Legierung    vorhandenen  Zusammensetzung verdampfen. Die schwerer  siedenden Bestandteile (für das gewählte  Beispiel also Zink oder     Cadium)    konden  sieren jedoch bald an den kälteren Stellen des       Lampenkörpers,    insbesondere bilden sich an  den Teilen der Wandung, die vom Licht  bogen am     weitesten    entfernt sind, Depots  dieser Metalle.

   Die leicht siedenden Bestand  teile der     Legierung    (im vorliegenden Falle  also das     Quecksilber)    werden nur in gerin  gem Masse     kondensiert,    ferner verbleibt das       etwa        gebildete    Kondensat in flüssigem  Aggregatzustand und tropft auf die Ober  fläche der Elektroden zurück. Es verbleibt  also im Leuchtrohr der Lampe hauptsächlich  Quecksilberdampf; ebenso besteht das von  der Oberfläche der Elektroden neu verdamp  fende Metall im wesentlichen aus Queck  silber.

   Der beschriebene Übelstand kann nun  aber dadurch beseitigt werden, dass der aus  den leicht siedenden Anteilen der Legierung  gebildete Dampf aus dem     Flammbogenraum     herausgelangt und in einer Vorlage konden-         siert,        bezw.    dass das Kondensat dorthin ge  leitet wird. Diese Vorlage ist zweckmässig  so beschaffen, dass die dort aufgefangenen  Anteile während des Betriebes der Lampen       nicht    in dieselbe     zurückgelangen,        sondern     erst nach Lösung des Lichtbogens durch  einen besonders zu bewerkstelligenden Vor  gang in diese     zurückgeführt    werden.

   Der aus  den schwerer siedenden Anteilen gebildete  Dampf kondensiert dagegen,     -soweit    er nicht  im     Flammbogenraum        verbleibt,    innerhalb  des     Leuchtrohres    oder in einem als     Rück-          fluss'kühler    ausgebildeten Teil der Vor  richtung; in beiden Fällen fliesst das Kon  densat der schwersiedenden     Anteile    unmittel  bar zum Vorrat an den Elektroden zurück.  



  In den Zeichnungen sind Ausführungs  formen von Lampen nach der Erfindung bei  spielsweise dargestellt.  



       Abb.    1 zeigt     eine    einfache Form einer  Lampe im Schnitt;     Abb.    2 und 3 sind     wei-          tere    Ausführungsformen der Lampe, bei  denen. die Vorlagen gegen den     Flammbogen-          rauni    durch     Absehlussglieder    abgeschlossen  sind;     Abb.    4, 5 und 6 zeigen eine weitere  Ausführungsform     einer    Lampe in Seitenan  sicht, Vorderansicht und Draufsicht;

       Abb.    7       zeigt    schematisch die Anordnung des Ent  ladungsgefässes der     Abb.    4 bis 6 in Verbin  dung     mit    einer zum Kippen desselben  dienenden Vorrichtung; die     Abb.    8 stellt  schematisch eine Ausführung dar, bei wel  cher das Kondensat kontinuierlich in das  Polgefäss     zurückgeleitet    wird; die     Abb.    9  und 10 zeigen schliesslich eine Metalldampf  lampe, die um eine Achse rotiert.  



  Im folgenden seien die angewendeten  Ausführungsbeispiele des Verfahrens und       Vorrichtungen    zur     Ausführung    derselben  näher beschrieben:       Abb.    1 zeigt eine Lampe mit U-förmigem  Leuchtrohr 1, 2, 3, das in einer     der    üblichen  Weisen gegen die Atmosphäre     abgedichtet     und     mit        Stromzuführungen    versehen ist.  In der Zeichnung ist eine Stromzuführung  durch     Wölframdrähte    6, 7, die     in.    Kapillaren  4, 5 aus dem für den Lampenkörper verwen-           deten    Glas eingeschmolzen sind, schematisch  angedeutet.

   Der     Flammbogenraum    ist über  eine senkrecht hochgeführte Verbindung 10  mit der Vorlage 11 verbunden.  



  Als     Elektrodenmaterial    8, 9 dient eine  Legierung aus verschieden hochsiedenden Be  standteilen. Wenn zwischen den Polen ein  Lichtbogen gezündet wird, so kondensieren  die     Bestandteile    des verdampfenden     Metalles     in     verschiedenen    Teilen der Vorrichtung. Der  aus den leicht siedenden Anteilen entwickelte  Dampf wird an den kältesten, das heisst an  den Teilen der Vorrichtung verflüssigt, die  vom Lichtbogen am weitesten entfernt liegen,  also in der Vorlage 11     bezw.    dem schräg  abwärts führenden Teil der Verbindung 10.  



  Der Dampf der hoch siedenden Anteile  wird dagegen bereits in dem Leuchtrohr 1  und dem senkrecht hochführenden Teil der  Verbindung 10     kondensiert    und das Konden  sat tropft auf die Elektroden 8, 9 zurück.  Das     beschriebene    Verfahren     bezw.        die    Vor  richtung bewirkt also eine     Entmischung    mit  dem Erfolg, dass das     Leuchtrohr    1, 2, 3  hauptsächlich mit dem Dampf der höchst  siedenden Metalle angefüllt ist, während die  leicht siedenden     Anteile    in der Vorlage 11  angesammelt     werden.     



  Die     Entmischung    wird begünstigt, wenn  die Temperatur des als     Rückflusskühler    wir  kenden Teils der Verbindung 10 der betref  fenden     Legierung    angemessen ist, das     heisst     so gewählt wird, dass der oder die leichter  siedenden Bestandteile dort- noch in Dampf  form verbleiben, die hochsiedenden     Bestand-          teile    dagegen verflüssigt werden.     Soweit    das  nicht durch den Dampfstrahl selbst erreicht  wird, kann     eine    Erhitzung von aussen erfol  gen.  



  Die Entmischung erfolgt. besonders  schnell und vollständig, wenn der Tempera  turabfall zwischen     Rückflusskühler    und Vor  lage     steil    ist. Dies ist besonders bei künst  licher Kühlung der Vorlage 11 der Fall.  



  Das Volumen der Vorlage wird vorteil  haft so bemessen,     dass'    sie gerade die Menge  der zu kondensierenden,     leichtsiedenen    Be  standteile zu fassen vermag. Wenn die Vor-    lüge angefüllt ist, ist auf diese Weise     zu-          gl(eiell    .ein Abschluss gegen den     Flammbogen-          raum    erfolgt. Damit ist erreicht, dass wei  tere Bestandteile nicht     nachdestillieren    kön  nen, und dass Belastung und Druck der  Lampe nunmehr beliebig gesteigert werden  kann.

   Es können selbstverständlich auch  mehrere Vorlagen zur Anwendung gelangen,  insbesondere in der Weise, dass die aus je  dem Polgefäss     abdestillierenden    Bestandteile       gesondert    aufgefangen werden. Neben einer  grösseren Kühlfläche kann diese Vorrichtung  den Vorteil bieten, dass beim Zurückfliessen  des Kondensats zu dem Vorrat die ursprüng  liche     Verteilung    in jedem .Fall wieder her  gestellt wird.  



  Die Verbindung 10 zwischen Leuchtrohr  1 und Vorlage 11 besteht     günstigerweise    aus  einer Kapillare. Durch diese Massnahme wird  ein toter Raum vermieden, und die im vor  angehenden Absatz beschriebenen Vorteile  treten in erhöhtem Masse ein. Weiterhin  wird erreicht, dass das in der Vorlage an  gesammelte Kondensat in einer der später  zu beschreibenden Weisen zu dem Vorrat 8,  9     tropfenweise    oder langsam zurückgebracht  werden kann und sich mit diesem gut ver  mischt.  



  Man kann die Vorlage auch mit einer be  sonderen     Abflussleitung    versehen, die mit  dem     Flammbogenraum    verbunden ist, um  diesem das Kondensat wieder zuzuführen.  In diesem Fall werden vorzugsweise, sowohl  die     Zufluss-    als auch die     Abflussleitung    der  Vorlage mit     Aschlussvorrichtungen,    zum Bei  spiel Ventilen versehen. Die Vorlage kann  in diesem Fall beliebige Grösse haben.  



  Bei der Ausführungsform der Lampe  nach     Abb.    2, deren Leuchtrohr von der Ge  staltung der     Abb.    1 abweicht, ist der     Flamm-          bogenraum    nach     aussen    in der gleichen Weise  (13, 14) abgeschlossen und mit elektrischen  Zuführungsdrähten 15,<B>16</B> versehen. Eine  Vorlage 17 beliebiger Grösse ist mit dem       Flammbogenraum    durch eine gebogene Zulei  tung 18 und durch eine kurze     Abflussleitung     19 verbunden.

   Der obere Teil der Zuleitung      <B>18</B> -hat zur Erzielung einer grossen Kühl  fläche     gmöss'eren    Querschnitt als der an den       Flammbögenraum    angeschlossene Teil; er ist  ferner geneigt angeordnet, so dass das hier  verflüssigte Metall leicht in die Vorlage 17  überströmt. Unten ist im senkrechten Zweig  der Leitung 18 ein Ventil 20 angeordnet, so  dass das hier     verflüssigte        Metall    leicht in die  Vorlage 17 überströmt. Unten ist .im senk  rechten Zweig der Leitung 18 ein Ventil 20  angeordnet, das die Verbindung zwischen  dem     Flammbogenraum    und der Leitung 18  schliessen kann.

   Das Ventil 20 besteht aus  einem zylindrischen     Quarzstück    21, in dem  ein Eisenkern 22 eingeschlossen ist. Dieses       Quarzstück    ist in einem     verbreiterten    Teil  der Leitung beweglich angeordnet. Die Be  wegung des     Quarzstückes    21 kann durch  einen aussen entlang     bewegten    Magneten,  durch ein     Solenoid    oder in ähnlicher Weise  bewirkt werden. Ein gleichartiges Ventil 23,  24, 25 ist in der Leitung 19 vorgesehen und  schliesst die Vorlage 17 gegen den     Flamm-          bogenraum    12 ab.

      Der Betrieb dieser Lampe erfolgt zuerst  so, dass bei Zündung des Lichtbogens das  Ventil 20 geöffnet, das Ventil 23 geschlos  sen ist. Wenn die Bestandteile der Legie  rung, die nicht zur Lichtemission herange  zogen     werden    sollen, aus dem     Flammbogen-          raum    12     abdestilliert    und- in der Vorlage 17  angesammelt sind, wird- das Ventil 20 'eben  falls geschlossen.

   Während des Dauerbetrie  bes arbeitet also lediglich die eigentliche     Me-          talldampflampe,    und zwar in gleicher Weise  wie die bekannten     Quecksilberdampflampen.     Nach der Löschung des Lichtbogens wird  das Ventil 23 geöffnet so dass das Konden  sat aus der Vorlage 17 wieder in die Lampe  zurückfliesst und sich dort mit dem zurück  gebliebenen     Metall    vermischt.

      Die Ausführungsform der Lampe nach       Abb.    3 weist eine     Gestaltung    des     Flamm-          bogenraumes        bezw.    der Lampe selbst auf,  ähnlich wie     Abb.    1, so dass die Teile 1 bis  9 hier ebenfalls vorhanden sind. An den       Flammbogenraum    ist eine Vorlage 26 durch    ein senkrechtes Rohr 27 angeschlossen, eine  Abzweigleitung 28 führt vom untersten Teil  des Rohres 27 zu einer oberhalb der Vorlage  26 angeordneten Kühlschlange 29.

   Im Rohr  27 und teilweise in dem     Flammbogenraüm    1       bezw.    in der Vorlage 26 ist ein     Doppelsitz-          ventil    angeordnet, das aus. einem länglichen  zylindrischen     Quarzstück    30 und einem  Eisenstück 31     besteht    und an den Enden er  weiterte Teile 32 und 33 hat. Diese Teile  sind mit Kugelflächen 34 und 35 versehen,  die sich gegen die entsprechend gestalteten  Wandungen des     Flammbogenraumes    1     bezw.     der Vorlage 26 legen und entweder die Öff  nung am     Flammbogenraum    oder die an der  Vorlage schliessen können.  



  Die Vorgänge beim Betrieb dieser Aus  führungsform entsprechen vollkommen denen  bei der Lampe der     Abb.    2 und bedürfen  keiner weiteren Erklärung.  



  Die in     Abb.    4 bis 6 dargestellte Ausfüh  rungsform einer Lampe ist besonders zweck  mässig. Hier besteht die Lampe wieder aus  einem U-förmigen Leuchtrohr '36, 37, 38, in  dessen Schenkeln sich die     Legierung    39, 40  befindet. Drähte 41 und 42 dienen als Strom  zuführungen.  



  Die Vorlage 44 ist hier flachbirnen  förmig gestaltet und ungefähr rechtwinklig  zur Längsausdehnung des     Flammbogen-          raumes    abgebogen. Wie insbesondere     Abb.    4  erkennen lässt, ist der Boden 45 der Vorlage  so     gestaltet,    dass die höchste Stelle dieses  Bodens an der Übergangsstelle 43, die tiefste  Stelle dagegen am freien Ende der Vorlage  liegt. Dies ist deshalb nötig, damit das wäh  rend des Betriebes der Lampe in die Vorlage  destillierende und darin kondensierende Me  tall nicht von selbst in den     Flammbogenraum          zurückfliessen    kann.

   Die in     Abb.    4 gezeigte  Stellung der Lampe und insbesondere der  Vorlage, deren Boden in dieser Stellung nach  dem freien Ende zu geneigt nach unten ver  läuft, ist die Betriebsstellung. Es ist ersicht  lich, dass in dieser     Stellung    Kondensat, wel  ches sich in der Vorlage angesammelt hat,  nicht von selbst durch die     Übergangsstelle     43 wieder in .den     Flammbogenraum    zurück      gelangen kann.     Vielmehr    ist dazu erforder  lich, dass die Lampe um wenige Grade in  der Richtung des Pfeils 46 gekippt wird.  



  Eine zweckmässige Kippvorrichtung für  ein Entladungsgefäss nach     Abb.    4 bis 6 ist in  der     Abb.    7 schematisch angedeutet. An 'einem  Ständer 47 ist eine Magnetspule 48 mit  einem Anker 49 befestigt. An dem Anker  49 ist ein Hebelgestänge 50 mit     einem    am  Ständer 47     festgelegten    Drehpunkt 51 be  festigt. Dieses Hebelgestänge hält zum Bei  spiel in einem Bügel 52 das Entladungsges       fäss        36,.    Die Magnetspule 48 liegt im Be  triebsstromkreis 53 des Entladungsgefässes.

    Wird der Strom eingeschaltet, so zieht die  Magnetspule 48 den Anker 49 in sich hinein,  bewegt dadurch das Hebelgestänge 50, 51  und 52 und kippt das Gefäss 36 so,'     dass'    die  Vorlage 44 etwa die gestrichelt gezeichnete  Stellung 44' einnimmt. Diese Stellung ent  spricht der in Verbindung mit     Abb.    4 be  schriebenen Stellung der Vorlage, so dass     ein     selbsttätiges Rückfliessen des Kondensates  unmöglich ist..  



  Zur Entmischung kann nicht nur, wie  im Vorstehenden beschrieben, die Verschie  denheit der Siedepunkte, sondern ausserdem  auch die Verschiedenheit der spezifischen  Gewichte der Bestandteile der     Legierung    be  nutzt werden.     Bei.    grossen Lampen, insbeson  dere bei     Niederdrucklampen,    deren     Leucht-          rohr    aus Glas ist, bewährt sich folgendes, an  hand der     Abb.    8 beschriebenes Verfahren  dieser Art:  Bei einer solchen     Amalgamlampe    wird,  wie oben beschrieben, der Quecksilberdampf  in eine Vorlage 54 geleitet, wo er kondensiert.

    Das Kondensat fliesst durch ein oder mehrere  an der Vorlage     angebrachte        Abflussrohre    55  zu dem oder den Polgefässen zurück. Diese       Abflussrohre    münden an den     kalten,    vom       Lichtbogenansatz    entfernten Stellen der Pol  gefässe, wo sich also das     Quecksilber    ansam  melt. Die Entmischung des Amalgams wird  dadurch gefördert, dass die Fremdmetalle ein  geringeres spezifisches Gewicht als Queck-         silb'er    haben und auf diesem schwimmen.

    Nach kurzer Betriebsdauer einer Lampe, die  mit der beschriebenen Einrichtung versehen  ist,     bildet    sich daher auf dem Quecksilber       bezw.    dem Amalgam eine Schicht des       Fremdmetalles,    dessen Dampf dem Licht  bogen hauptsächlich zugeführt wird. Nieder  drucklampen werden nach diesem Verfahren,  wie dargestellt, im allgemeinen mit einer       Amalgamelektrode    56 und einer Kohle- oder       Wolframelektrode    57 betrieben. Mit glei  chem Erfolg kann auch an beiden Polen  Amalgam als     Elektrodenmaterial    zur Ver  wendung gelangen.  



  In diesem Fall kann das aus den Pol  gefässen verdampfende Quecksilber in einer  gemeinsamen oder     .in    getrennten Vorlagen  aufgefangen werden. Bei der ersteren Anord  nung führen von der Vorlage zu jedem Pol  gefäss     Zuflussrohre,    deren Weite so     abge-          stimmt    ist, dass die jedem Polgefäss zu  fliessende Menge Quecksilber der verdampf  ten gleich ist. Mit dem gleichen Erfolg kön  nen in die     Abflussrohre    Düsen eingeschaltet  werden, deren Querschnitt so bemessen ist,       dass'    der beschriebene     Gleichgewichtszustand          eintritt.     



  Bei kleinen Lampen, in erster Linie bei  den sogenannten Punktlampen, bei denen der       Pblabstand        bezw.    die Länge     des    Lichtbogens  nur wenige Millimeter beträgt, kann die  Entmischung des Amalgams allein auf Grund  des verschiedenen spezifischen Gewichtes  seiner Bestandteile bewirkt werden, wenn  man,     wie    in den     Abb.    9 und 10 dargestellt,  den Lampenkörper um eine Achse rotieren  lässt, die senkrecht zur Ausdehnung des  Lichtbogens     bezw.    des Leuchtrohres und       symmetrisch    zu den Polgefässen verläuft.

    Bei dieser Anordnung werden die schweren  Bestandteile des Amalgams, nämlich das  Quecksilber 58 durch Zentrifugalkraft in die  vom     Lichtbogenansatz    entfernten Stellen der  Polgefässe geschleudert, während das Fremd  metall 59 an den     Lichtbogenansatz    gelangt.  



  Dadurch, dass bei der Rotation des Lam  penkörpers das Metall durch Zentrifugal  kraft in die Polgefässe gepresst wird, wird      neben der gewünschten Entmischung des  Amalgams der weitere Vorteil erreicht, dass  der Polabstand durchaus konstant bleibt und  kein Spritzen des siedenden     Metalles    eintritt.  Dadurch wird es möglich, Punktlampen mit  zwei     bezw.    bei Verwendung von Wechsel  strom mit drei Quecksilber- oder Amalgam  polen zu betreiben.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I: Verfahren zum Betrieb von Metalldampf lampen, dadurch gekennzeichnet, dass man wenigstens eine Elektrode aus einer Legie rung anwendet, deren Bestandteile sich in physikalischen Eigenschaften voneinander unterscheiden, und dass diese Verschiedenheit dazu benutzt wird, um während dem Betrieb der Lampe eine Entmischung der Legierung in der Weise herbeizuführen, dass an den Lichtbogenanstz der Elektrode in erster Linie diejenigen Bestandteile gelangen, deren Dampf zur Bildung des Lichtbogens er wünscht ist. UNTERANSPR-CGHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, zum Betrieb von Metalldampflampen mit Elek troden aus Legierungen, die aus Be standteilen mit verschiedenem Siede punkt bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass man das aus dem Dampf des oder der höher siedenden Bestandteile gebildete Kondensat unmittelbar nach der Konden sation dem Metallvorrat an den Elek troden zuführt, während man die leichter siedenden Bestandteile der Legierung ausserhalb des Flammbogens kondensie ren und in einer Vorlage verbleiben lässt,
    von wo sie erst nach Löschung des Licht bogens in den Flammbogenraum der Lampe zurückgelangen. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man die Lampe, um das in der Vorlage konden sierte Metall wieder in den Flammbogen- raum gelangen zu lassen, kippt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch r, zum Betrieb von Amalgamlampen, dadurch gekennzeichnet, dass man den durch den Lichtbogen gebildeten Quecksilberdampf ausserhalb des Leuchtrohres in einer oder mehreren Vorlagen kondensiert und das Kondensat aus diesen durch eine oder mehrere Abflussrohre kontinuierlich den Polgefässen an den kalten, vom Licht bogenansatz entfernten Stellen zufliessen lässt. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass man den Lampen körper um eine Achse rotieren lässt, die senkrecht zur Richtung der Ausdehnung des Lichtbogens und symmetrisch zu den Polgefässen angeordnet ist. PATENTANSPRUCH II: Metalldampflampe zur Ausführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung zwi schen Flammbogenraum und einer oder meh reren, zur Aufnahme von Kondensaten dienenden Vorlagen als Rückflusskühler aus geführt ist.
    UNTERANSPRÜCHE 5. Metalldampflampe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumen der Vorlage gleich dem Volu men der aus der Legierung abzudestil- lierenden Bestandteile ist. 6. Metalldampflampe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie mehrere Vorlagen aufweist.
    7. Metalldampflampe nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass die Ver bindung zwischen Vorlage und Flamm- bogenTaum aus einer Kapillare besteht.
    3.- Metalldampflampe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass sie zwi schen dem Flammbogenraüm und der Vorlage Ventile aufweist, die im geöff neten Zustand den Übertritt der aus der Lampenfüllung ausdestillierenden Be standteile in die Vorlage und das Zu- rückfliessen des Kondensates aus der Vorlage in die Lampe ermöglichen und die nach Belieben von aussen geschlossen werden können.
    9. Metalldampflampe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zur Er zielung eines kleinen Kippwinkels die Vorlage flach birnenförmig gestaltet ist und die Kippbewegung um eine zur Hauptachss des birnenförmigen Gefässes senkrechte Achse erfolgt.
    10. Metalldampflampe nach Patentanspruch II und Unteranspruch 8, dadurch ge kennzeichnet, dass die Vorlage mit dem Flammbogenraum derart verbunden ist, dass die Übergangsstelle zwischen Vor lage und Verbindung zur Lampe im Be triebszustand der Lampe der höchst gelegene Punkt der Vorlage ist, so dass das Kondensat während des Betriebes nicht in den Flammbogenraum zurück- fliessen kann, und dass nach dem Kippen der Lampe die Verbindungsstelle zum tiefstgelegenen Punkt der Vorlage wird.
    11. Metalldampflampe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, da.ss das Entladungsgefäss mit einer Kippvor richtung verbunden ist, die eine im Be triebsstromkreis des Entladungsgefässes liegende Magnetspule und ein mit dem Anker dieser Spule verbundenes Hebel system aufweist, durch das das Entla dungsgefäss bei stromdurchflossener Mag netspule gekippt wird. 12. Metalldampflampe nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Ab flussrohre aus der Vorlage düsenförmige Verengungen aufweisen, die den den Pol gefässen zuzuführenden Mengen Queck silber angepasst sind.
CH148280D 1929-02-11 1930-01-25 Verfahren zum Betrieb von Metalldampflampen und Metalldampflampe zur Ausübung dieses Verfahrens. CH148280A (de)

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CH148280D CH148280A (de) 1929-02-11 1930-01-25 Verfahren zum Betrieb von Metalldampflampen und Metalldampflampe zur Ausübung dieses Verfahrens.

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