CH148391A - Verfahren zum Frischhalten von Viehfutter. - Google Patents

Verfahren zum Frischhalten von Viehfutter.

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CH148391A
CH148391A CH148391DA CH148391A CH 148391 A CH148391 A CH 148391A CH 148391D A CH148391D A CH 148391DA CH 148391 A CH148391 A CH 148391A
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Artturi I Dr Phil Virtanen
Valio R Voinvienti-Osuusliike
Original Assignee
Artturi I Dr Phil Virtanen
Voinvienti Osuusliike Valio R
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      Verfahren        zum     von Viehfutter.         Gegenstand    vorliegender Erfindung ist ein  Verfahren zum Frischhalten von     Viehfutter,     welches dadurch gekennzeichnet ist, dass  in die     Futterstoffe    bei deren Einlegen in       Verwahrungsräume    saure Substanzen, die die       Futh.erstoffe    für Tiere nicht     .gesundheits-          schädlich    machen, gleichmässig hineinge  mischt werden,

   in einer Menge dass .die     Azi-          dität    der     Futtermasse        gleich    PH 3 bis 5 be  trägt.  



  Zu den wichtigsten     Problemen    der Land  wirtschaft gehört das frische, wachsende Fut  ter auf solche Weise aufzubewahren, dass das  Futter einen hohen     Nährwert    und sein Aroma  so viel wie möglich behält. Von demselben  Areal, wo das Heu durch Lufttrocknen ein  geerntet wird, könnte man ungefähr doppelt  so viel     Futtereinheiten    erhalten,     wenn.    das  frische Futter mehrmals während des Som  mers ungefähr     ä    bis 4 Wochen alt einge  erntet werden könnte.    Durch die Bereitung von     Pressfutter    hat  man versucht das     obgenannte    Ziel zu errei  chen.

   Jedoch hat man mit bis jetzt bekann  ten und im Gebrauch befindlichen Verfah  ren die     Nährstoffverluste    nicht vermeiden  können, welche das Futter immer     teilweise     durch die     Respiration,    aber hauptsächlich  durch die von Bakterien hervorgerufene     Gäh-          rung    erleidet. Die     Buttersäure-Bazillen,    wel  che mit     Erdpartikeln    in das Futter hinein  kommen, vermehren sieh und machen das  Futter zur Bereitung von     Käsemolkereimilch     untauglich.  



  Es wurde nun untersucht., bei welcher       Wasserstoffionenkonzentration    die schäd  lichen Prozesse aufhören, welche im gewöhn  lichen     Pressfutter    vor sich gehen. Die Ver  suche führten bald zu der Folgerung,     dass,     wenn die     Wasserstoffionenkonzentration    un  gefähr PH 4 beträgt, das Futter seinen Nähr  wert praktisch unverändert beibehält. Gleich-      zeitig ging aus     Versuchen    hervor, dass die       Buttersäurebazillen    bei diesem Säuregrad gar  nicht wachsen, sondern im Gegenteil sogar  die Sporen sterben bei diesem Säuregrad  während des     Verlaufes    einer längeren Zeit.

    Es war somit offenbar,     dass;    wenn das Fut  ter zum Beispiel gleich nach dem Mähen  durch Säurezusatz so sauer gemacht wird,  dass dessen PH ungefähr 4 wird, das     Futter     sich in grossen Zügen unverändert hält. Es  galt nur zu bestimmen, welche sauren Sub  stanzen.

   mit Hinsicht auf ihren Preis und ihre  physiologischen     Eigenschaften    in     Betracht     kommen können, ob die saure Substanz in der  Praxis genügend gut mit dem Futter ver  mische werden kann, und ob das künstliche  angesäuerte Futter solchen Geschmack und       Geruch    besitzt, dass es vom Vieh gerne ge  fressen     wird.    Es wurden kleinere Versuche  mit Salzsäure,     Schwefelsäure,    Phosphorsäure,  Milchsäure und     Natriumbisulfat    ausgeführt.  Die sauren Substanzen wurden hierbei dem  Futter in starken, ungefähr 7 bis 15 %     igen     Lösungen zugesetzt.  



  Dis im     kleinen        Massstabe    ausgeführten  Versuche zeigten gleich im Anfang, dass     das     Futter     durch:    Zusatz der sauren     Substanzen     ausgezeichnet erhalten wird. Abhängend von  den     Dissoziationskonstanten    der Säuren müs  sen von den verschiedenen Säuren verschie  dene Mengen angewendet werden. Schwache  Säuren kommen daher im allgemeinen für  sich allein verwendet gar nicht in Be  tracht.  



  In grossem Massstab ausgeführte Versuche  zeigten,     dass-    das Verfahren in der Praxis  leicht angewendet werden     kann    und dass die  saure Substanz genügend gut mit dem Fut  ter     vermischt    werden kann. Weil der Was  sergehalt im frischen, jungen Gras ungefähr       807o    beträgt, ist es vorteilhaft, nur mög  lichst wenig     Wasser    hinzuzusetzen. Deshalb  wird die saure Substanz zweckmässig in  möglichst     konzentrierter,    1 bis     20%iger    Lö  sung zugesetzt.

   Im grossen     Massstabe    wurde  das Futter sowohl in Türme, als in     Erd-          gruben    in Verwahrung     gelegt.    In beiden    Fällen konnte das Futter gleich gut erhalten  werden. Zum Beispiel junges Kleeheu war  nach 3 bis 4 Monaten langer     Aufbewahrung     von     olivengrüner    Farbe und dessen Geruch  war dem Dufte von frischem Heu ähnlich.  Nach der chemischen Analyse war nur 1       bis    3 % Ammoniak vom     Totalstickstoff    zu  finden. In den     'Eiweissstoffen    war somit  keine bedeutende Zersetzung eingetreten.

   Nur       Aminosäuren        hatten    sich in .gewissem Masse       gebildet,    Buttersäure fehlte gänzlich. Auch       traten    keine     Buttersäurebazillen    bei der bak  teriologischen Untersuchung auf. Dagegen  hatte sich etwas Milchsäure und     Essigsäure     gebildet. Die Reaktion der Asche war stark  basisch.  



  Bei den     Fütterungsversuchen    wurde von  dem neuen     Futter    mit einem     Trockensub-          stanzgehalt    von ungefähr 20% an     Ayshire-          Kühe    45 bis 70 kg und an finnische     Land-          rassenküh.e    20 bis 40 kg täglich verabreicht.  Die Kühe frassen das: Futter     mit    grossem Be  gehren. Durch     die        Fütterungsversuche.wurde     bestätigt, dass vom Futter, von jungem Klee  bereitet, 5,5 bis 6 kg auf eine     Futtereinheit     entfielen..  



       Dessen    Nährwert war also) derselbe wie  dem des wachsenden Kleeheues. Dasselbe er  setzte vollständig das Kraftfutter für eine  Kuh, deren Jahresproduktion 4000 kg ist.  



  Ausser mit     frischem    Heu und Grünfutter  sind auch Versuche mit     Rübenkraut,    Futter  rüben und Zuckerrübenscheiben ausgeführt  worden. Auch diese Futterstoffe hat man  :durch die Anwendung des Verfahrens gut.  konservieren können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH I. Verfahren zum Frischhalten von Vieh futter, dadurch gekennzeichnet, dass in die Futterstoffe bei deren Einlagern in Verwah- rungsräumesaure Substanzen, die die Futter stoffe für Tiere nicht gesundheitsschädlich machen, gleichmässig hineingemischt werden in einer Menge, dass die Azidität der Futter masse gleich PH 3 bis 5 beträgt. UNTERANSPRüCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, da-ss als saure Substanzen Säuren verwendet werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als saure. Substanzen saure Salze verwendet werden. 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass als saure Substanz eine Mischung einer Säure und einem sauren Salz verwendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass eine wenigstens 1 %ige Lösung der sauren Substanz ver wendet wird.
    PATENTANSPRUCH II: Futter, hergestellt nach dem Verfahren nach Patentanspruch I.
CH148391D 1929-02-16 1930-01-21 Verfahren zum Frischhalten von Viehfutter. CH148391A (de)

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CH148391D CH148391A (de) 1929-02-16 1930-01-21 Verfahren zum Frischhalten von Viehfutter.

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934738C (de) * 1952-04-23 1955-11-03 Kornelius Pleunis Ir Kalis Verfahren zum Konservieren von eiweissreichem Gruenfutter
DE1176982B (de) * 1960-03-16 1964-08-27 Joseph Frateur Mittel zur Silierung von Futterstoffen

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE934738C (de) * 1952-04-23 1955-11-03 Kornelius Pleunis Ir Kalis Verfahren zum Konservieren von eiweissreichem Gruenfutter
DE1176982B (de) * 1960-03-16 1964-08-27 Joseph Frateur Mittel zur Silierung von Futterstoffen

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