CH148462A - Verfahren zur Herstellung von Schnürbändern, deren Enden mit weichen Gummispitzen versehen sind. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Schnürbändern, deren Enden mit weichen Gummispitzen versehen sind.Info
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Description
Verfahren zur Herstellung von Schnürbändern, deren Enden mit weichen Gummispitzen versehen sind. Es ist bereits 'vorgeschlagen worden, Schnürbänder mit weichen Gummispitzen dadurch herzustellen, dass man das Schnür bandende in eine Gummilösung eintaucht und gegebenenfalls auch noch einem Vulkanisa- tior:sprozess unterwirft. Infolge des geringen Gehaltes an Gummimasse in den üblichen Gummilösungen lässt sich auf diese Weise jedoch keine brauchbare Nadel erzeugen, zumal die Gummilösung auch schlecht am Schnürband haftet.
Gemäss vorliegender Erfindung werden diese Mängel im wesentlichen dadurch ver mieden, dass ein Gemisch von konzentriertem Gummilatex (Kautschuk-, Gutta,percha-, Ba latasaft, vorzugsweise mit etwa 70 /o Grund gehalt) und Schwefel, gegebenenfalls mit weiteren Zusätzen, am Ende des hohlen Schnürbandes angebracht und dann letzteres in einem erhitzten Gesenk in die Form einer Nadel gepresst wird, wobei die angebrachte Mischung in Weichgummi umgewandelt wird.
Auf diese Weise lässt sich eine schöne glatte und doch elastisch biegsame Nadel herstellen, welche im Schuh keinen unan genehmen Druck erzeugt und wegen ihrer starken Gummiauflage zwischen Schuh und Strumpf sicher gehalten wird, ohne dass ein Herausrutschen zu befürchten ist.
. Bei der praktischen Ausführung des Ver fahrens empfehlen sich Zusätze von Metall salzen bezw. deren Oxyden in alkalischer Lösung, ferner Füllmittel, wie Tannin, Gerb säure, auch Phenole, wie z. B. Naphthol etc. Durch Zusatz von Russ oder Deckfarben, wie Ocker etc., kann die Nadel die Farbe des Schnürbandes erhalten. Zwecks Herstellen der Nadel kann man die beschriebene Masse in mehr oder weniger dickflüssigem Zustande entweder in das Schlauchende des Schnür bandes einspritzen oder auf dieses aufstreichen, dann zunächst trocknen lassen und nun erst durch Pressen formen.
Oder man kann die WIasse zunächst. auf einer glatten Fläche zum Trocknen ausbreiten. Die so nach dem Eintrocknen erzielte Platte wird alsdann in kleine Streifchen oder Stäb chen geschnitten, welche in bekannter Weise in das Schnürbandende eingeführt oder um dieses herumgelegt und dann unter Erhitzen gepresst werden.
Durch die Erhitzung solcher Massen zwi schen den heissen Pressstempeln bei der Bildung der Schnürriemenspitze tritt augenblicklich Koagulation beziehungsweise bei Anwendung eines höhere Schwefelgebaltes und einer stärkeren Erwärmung Vulkanisation ein. Durch diesen Prozess wird eine hochelastische, kon sistente Masse erzeugt.
Die Durchführung des Verfahrens kann beispielsweise wie folgt geschehen: conc. Latex 60 G. T.
Mangansulfat 5 G. T., welches mit einem Überschuss an wässerigem Ammoniak ver setzt wird, Schwefel 15 G. T. Tannin 4 G. T. Russ 10 G. T.
werden aufs feinste verrieben und mitein ander gemischt. Von dieser Mischung wird ein kleines Quantum in das Schnürbandende eingeführt und nun in einem erhitzten Ge- senk mit dem Schnürband zusammengepresst. Die durch die Hitze veränderte Masse ver klebt sich eng mit dem Schnürband und bildet nun ein sehr elastisches und wider standsfähiges Endstück.
An- Stelle der unmittelbaren Vereinigung der Mischung mit dem Schnürband kann man auch zweckmässig die Mischung zunächst mit einer selbständigen Faserschicht ver einigen, beispielsweise, indem man die Mi schung auf eine Papier- oder Watteschicht aufwalzt und das Erzeugnis trocknen lässt, wonach die so erhaltene Platte in Streifen oder Stäbchen zerschnitten wird.
Die Stäbchen werden dann in das Schnürbandende ein geführt und im heissen Pressgesenk mit diesem vereinigt. Hat man dagegen die Platte in Streifen geschnitten, so werden diese von aussen um das Schnürbandende herumgelegt und dann ebenfalls im heissen Pressgesenk mit dem Schnürband verbunden.
Die Verwendung eines solchen Zwischen trägers für das Latex-Schwefelgemisch bei seiner Verbindung mit dem Schnürband hat einerseits den Vorteil, dass wesentlich an der teuren Latex-Masse gespart werden kann und man mit wenig Material eine gute und volle Schnürbandspitze erhält:
anderseits hat dieses Verfahren aber auch den weiteren Vorzug, dass die so gebildeten streifen- oder stäbchenförmigen Vorwerkstücke auf den bis her üblichen (zur Anbringung von Blech- oder Zelluloidnadeln dienenden) automatischen Anschlagpressen verarbeitet werden können und dadurch eine besonders wirtschaftliche Herstellung der Schnürbandspitzen ermög lichen.
Natürlich ist die Erfindung nicht auf das beschriebene Beispiel beschränkt, sondern es sind auch andere Ausführungsformen mög lich, indem an Stelle von Rohkautschuksaft Guttapercha- oder. Balatasaft verwendet wird.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Schnür bändern, deren Enden mit weichen Gummi spitzen versehen sind, 'dadurch gekennzeich net, dass ein Gemisch von konzentriertem Gummilatex und Schwefel am Ende des hohlen Schnürbandes angebracht und dann letzteres in einem erhitzten Gesenk in die Form einer Nadel gepresst wird, wobei die angebrachte Mischung in Weichgummi um gewandelt wird. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass dem Latex-Schwefel- gemisch Füllmittel und Farbstoffe zuge setzt werden. 2.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Latex-Schwefel- gemisch im flüssigen Zustande in das Schlauchende des Schnürbandes einge spritzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Mischung zunächst mit einem besonderen, als Träger für die Mischung dienenden Faserstoff vereinigt und dann zusammen mit diesem Faser stoff am Schnürbandende angebracht wird. 4.Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man das Gemisch zunächst auf eine Faserschicht aufwalzt und trocknen lässt, worauf die so erhaltene Platte in Streifen zerschnitten wird, die um das Schnürbandende herumgelegt und durch heisse Pressgesenke mit dem Schnür band fest verbunden werden. 5.Verfahren nach Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet,' dass man das Gemisch zu- nächst auf eine Faserschicht aufwalzt und trocknen lässt, worauf die so erhaltene Platte in Stäbcben zerschnitten wird, die in das Schnürbandende eingesteckt und durch heisse Pressgesenke mit dem Schnür band fest verbunden werden.
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