Vorrichtung zur selbsttätigen Bestimmung der Lichtausbeute elektrischer Lampen. Die Lebensdauer einer elektrischen Lampe, und zwar insbesondere einer elektrischen Glühlampe, hängt vornehmlich von der Tem peratur ab, die der Leuchtkörper beim Betriebe der Lampe annimmt. Die Temperatur des Leuchtkörpers wiederum steht, von geringen Fehlermöglichkeiten abgesehen, in eindeutigem Zusammenhange mit der Lichtausbeute der Lampe, das heisst dem je Watt aufgewandter Leistung erzeugten Lichtstrom in Lumen. Wenn man also über die zu erwartende Le bensdauer von elektrischen Lampen Sicher heit haben will, so handelt es sich praktisch nur darum, die Lichtausbeute der Lampe, also die Lumen je Watt festzustellen.
Dies wurde bisher meist so ausgeführt, dass man die in. Frage kommenden Grössen, nämlich Wattzahl einerseits und Lumenzahl ander seits, durch Verwendung eines Voltmeters, eines Amperemeters und eines Photometers, gegebenenfalls auch durch Verwendung eines Wattmeters und eines Photometers, einzeln bestimmte, worauf man dann durch Rechnung die Lichtausbeute dadurch ermittelte, dass man die Lumenzahl durch die unmittelbar abgelesene Wattzahl oder durch die sogar erst durch Multiplikation von Volt und Ampere ermittelte Wattzahl dividierte. Diese Art zur Feststellung der Lichtausbeute ist umständ lich und führt durch Ablese- und auch Rech nungsfehler leicht zu unrichtigen Ergebnissen.
Die Erfindung bezweckt das geschilderte Ablesen mehrerer Instrumente und auch An stellen von Berechnungen zu vermeiden. Zu diesem Zwecke wird einern Photometer mit die Lumen anzeigendem Messinstruinerit und einem die aufgewendete Leistung anzeigenden zweiten Messinstrument erfindungsgemäss eine optische Hilfseinrichtung zugeordnet, bei der ein von einem Projektor erzeugter Lichtstrahl durch Wirkung von zwei von den beiden Messinstrumenten beeinflussten Spiegeln in zwei zueinander senkrechten Richtungen der art abgelenkt wird, dass ein von dem Licht- strahl auf einer Auffangfläche erzeugter Licht punkt unmittelbar das Verhältnis von Lumen zu Watt anzeigt.
Es kann daher nunmehr die Lichtausbeute ohne weiteres von der Auffangfläche für den Lichtstrahl abgelesen werden. Voraussetzung für die Wirkungs weise der neuen Vorrichtung ist dabei nur, dass ein selbsttätig anzeigendes Photometer Anwendung findet, wie solche beispielsweise unter Benutzung von lichtelektrischen Zellen allgemein bekannt sind.
Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs beispiel der neuen Vorrichtung in Abb. 1 schaubildlich dargestellt.
Die Abb. 2 zeigt in grösserem Massstabe die Einteilung der zur Ablesung der Licht ausbeute dienenden Auffangfläche.
In der Abb. 1 ist y das zu einem selbst tätig arbeitenden Photometer gehörige An zeigeinstrument, das durch seine Ausschläge die Grösse des Lichtstromes der jeweils der Messung unterliegenden Lampen anzeigt. Mit 2 ist ein zweites Anzeigeinstrument bezeichnet, welches in den Stromkreis der zu messenden Lampe so eingeschaltet ist, dass es den Watt verbrauch dieser Lampe unmittelbar anzeigt. Auf der Zeigerachse des Instrumentes 1 ist ein Spiegel 3 aufgesetzt, der mithin an der Drehung der Zeigerachse teilnimmt. In gleicher Weise ist auch auf der Zeigerdrehachse des Instrumentes 2 ein Spiegel 4 befestigt. Auf den Spiegel 3 fällt von einem Projektor 5 ein punktiert angedeuteter Lichtstrahl 6 be ziehungsweise ein sehr schmales Bündel paralleler Lichtstrahlen.
Nach der Reflexion an dem Spiegel 3 tritt dieser Lichtstrahl 6 in ein Umkehrprisma 7 ein, dessen Grund fläche unter 45 zur Horizontalebene geneigt ist. Durch dieses Prisma wird die Schwin gungsebene des Lichtstrahles 6 um 90 ge dreht. Der Lichtstrahl, der sich gemäss der Abb. 1 nach der Reflexion an dem Spiegel 3 in einer horizontalen Ebene bewegte, schwingt daher nach dem Durchgang durch das Um kehrprisma 7 in einer vertikalen Ebene. Der vom Spiegel 4 reflektierte Lichtstrahl fällt auf eine Auffangfläche 8, die, wie Abb. 2 im grösseren Massstabe zeigt, eine Koordinaten einteilung besitzt, und zwar derart, dass bei spielsweise längs der Abszisse die Watt und längs der Ordinate die Lumen aufgetragen sind.
Jedem Punkt auf der Auffangfläche entspricht daher ein ganz bestimmter Watt- und auch Lumenbetrag. Angenommen, es entsteht durch den auffallenden Lichtstrahl ein Lichtpunkt A auf der Auffangfläche. Ein solcher Lichtpunkt würde bedeuten, dass die gerade in Messung befindliche Lampe bei 25 Watt aufgewandter Leistung einen Licht strom von 250 Lumen gibt. Diese Lampe würde also eine Lichtausbeute von 10 Lumen je Watt haben.
Angenommen, bei zwei wei teren .Messungen würden sich die Lichtpunkte B und C ergeben, so bedeutet dies, dass die eine Lampe bei 15 Watt Leistung 150 Lumen und die andere Lampe bei 40 Watt Leistung 400 Lumen gibt. Auch diese beiden Lampen hätten also eine Lichtausbeute von 10 Lumen je 1 Watt. Eine durch diese drei Punkte A, B, C gelegte Linie a enthält, wie ohne wei teres ersichtlich, alle Punkte der Auffang fläche, auf die der Lichtstrahl fällt, wenn die in Messung befindlichen Lampen eine Licht ausbeute von 10 Lumen je 1 Watt haben.
Auch. andere Lumenwerte je Watt sind durch entsprechende, schräg verlaufende Linien ge kennzeichnet. So liegen beispielsweise auf der Linie b alle Punkte, die 12 Lumen je Watt und auf der Linie c alle Punkte, die 8 Lumen je Watt entsprechen.
Zweckmässig enthält die Auffangfläche 8 der Abb. 1 nur diese schräg verlaufenden Linien mit den ent sprechenden Bezeichnungen, also beispiels weise 10 Lm/W, 12 Lrn/W, 8 Lm/W. Die Bedienungsperson kann dann aus der Lage des Lichtpunktes in diesem Liniensystem den Wert der Lichtausbeute der jeweils zu mes senden Lampe unmittelbar ablesen und schnell solche Lampen aussortieren, bei deren Mes sung die entstehenden Lichtpunkte ausserhalb eines vorgeschriebenen Lumen/Watt-Bereiches fallen.
Da die Lumenwerte je Watt für die ver schiedenen Lampentypen stark voneinander abweichend sind, so ist es zweckmässig, für die einzeln zu messenden Lampentypen ver schiedene Auffangflächen bereitzustellen.
Die beiden mit dem ausgesandten Licht strahl 6 des Projektors 5 zusammenwirken den Spiegel 3, 4 brauchen nicht unbedingt auf den Zeigerdrehachsen der beiden Mess- instrumente gelagert zu sein. Bei Vorsehung geeigneter Hebel- oder Räderübersetzungen können die Spiegel auch gesondert neben den Anzeigeinstrumenten gelagert werden. Auch kann an Stelle der beiden Spiegel ein einziger Spiegel treten, der durch geeignete Lagerung, beispielsweise durch Lagerung in einem Kar dangelenk, um zwei zueinander senkrecht stehende Achsen drehbar ist, wobei die Dre hung des Spiegels um die eine Achse vom Ausschlag des einen Zeigerinstrumentes und die Drehung um die andere Achse vom Aus schlag des andern Zeigerinstrumentes abge leitet ist.
Wenn die Messungen der Lampen bei einer bestimmten Spannung vorgenommen werden, so ist die in der Lampe umgesetzte Leistung in Watt der Stromstärke, also der Amperezahl proportional. Diese bei gleich bleibender Spannung vorhandene Proportio nalität zwischen Wattzahl und Amperezahl gestattet es, das verwendete Wattmeter 2 ohne weiteres auch durch ein einfaches Am peremeter zu ersetzen.
Sind die beiden Messinstrumente 1 und 2 von vornherein so orientiert, dass ihre Achsen senkrecht zueinander stehen, so ist die Zwi- schenschaltung des oben erwähnten lTmkehr- prisma 7 natürlich nicht erforderlich.