Hühlengehäuse. Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Mühlengehäuse, insbesondere für schnell- laufende Mühlen, wie Wirbelmühlen, Schlag mühlen und andere. Der Fortschritt des neuen Gehäuses besteht darin, dass einerseits die Innenwandung aus hartem bezw. wider standsfähigem Material, wie zum Beispiel Manganstahl, Hartguss oder dergleichen be steht, dass anderseits aber ein intensiver Wärmeaustausch durch diese Wandung nach aussen hin, sei es an die Luft der Umgebung, sei es an eine Kühl- oder sei es an eine Reiz flüssigkeit, gewährleistet wird.
Es ist bereits bekannt, bei Mühlen das Gehäuse auf der Innenseite mit einer . Aus kleidung aus hartem oder schwer angreif baren Stoffen zu versehen. Man hat also die eigentliche Gehäusewand und die Ausklei dung zu unterscheiden.
Es ist praktisch unmöglich, wenn man nicht ganz besondere Aufwendungen machen will, beide so zusammenzupassen, dass sie sich auf der ganzen Oberfläche innig berühren und dass Luftspalten zwischen ihnen vermie- den werden. Dadurch wird aber die Wärme übertragung von der Innenseite des Mühlen gehäuses nach der äussern Seite hin stark ge hemmt, so dass selbst das Gehäuse von aussen umspülende Wasserkühleinrichtungen eine nur sehr mässige Einwirkung auf die innere Gehäusewand hervorzubringen in der Lage sind.
Die doppelte Plandung macht aber ander seits die Mühle unnötig schwer und teuer. Bei dem neuen Gehäuse, dessen Innen wandung mit sich an den Stossfugen über lappenden, aus einem widerstandsfähigen Werkstoff bestehenden Formstücken ver kleidet ist, erfolgt der Aufbau jedoch in der Weise, dass die Formstücke an dem gemein samen, durch Rahmen gebildeten Gehäuse be festigt und an den Stossfugen gegen das Ge häuse abgedichtet sind.
Die Abb. 1 und 2 veranschaulichen ein Ausführungsbeispiel des neuen Gehäuses. Abb.1 zeigt einen Längsschnitt durch dasselbe, Abb. 2 einen dazu senkrechten Quer- schnitt, welcher durch die senkrechte Mittel achse geht.
Das Ausführungsbeispiel ist für eine Mühle mit Wasserkühlung gedacht und ent sprechend sind die zur Aufnahme der innern Wandung dienenden, das Gehäuse bildenden Rahmen nach der Aussenseite hin geschlossen gehalten. Es sind hier drei Rahmen 1, 2 und 3 vorgesehen, von denen der Rahmen 1 zur Bildung des Mittelstückes der Mühle, die Rahmen 2 und 3 zur Bildung der Deckel dienen: Der Rahmen 1 ist hier in fünf Felder geteilt und wird dementsprechend durch fünf Hartgussplatten 4, 5, 6, 7 und 8 nach innen hin abgedeckt.
Die Befestigung der Formstücke 4 bis 8 ist in der Weise bewirkt, dass sie durch Schraubenverbindungen von der Innenseite des Gehäuses her unter Zwischenfügung einer Dichtung nach aussen gegen den Rahmen 1 gepresst werden. Die Platte 4 besitzt zu diesem Zweck eine angegos sene Rippe 9, welche durch eine am un tern Ende gegabelte Schraube 10 umfasst und durch einen hindurchgesteckten Bolzen 11 mit ihr verbunden ist. Die Schraube 10 ist durch die Wand 13 des Rahmens 1 hin durchgeführt und wird von aussen durch eine gleichzeitig die Abdichtung besorgende Mut ter 12 angezogen.
Dadurch wird die Platte 4 von innen gegen entsprechend geformte umlaufende, am Rahmen 1 angeordnete Lei sten 14 gedrückt. Eine zwischengelegte Dich tungsschnur 1'5 besorgt die Abdichtung. Zweckmässig wird in die Leiste 14 eine Nute eingefräst, die zur Aufnahme der Dichtungs schnur dient und diese festhält, so dass eine bequeme Montage ermöglicht wird.
Für die Dichtungsschnur kann man gewöhnliche, im Handel befindliche Dichtungsmaterialien be nutzen; mit Vorteil verwendet man jedoch eine Gummischnur, da diese grosse lTn- genauigkeiten zwischen der Platte 4 und der Leiste 14 auszugleichen in der Lage ist und man auf diese Weise gar nicht oder nur sehr roh bearbeitete Gussstücke verwenden kann. Die Verwendung der Gummischnur ist im vorliegenden Falle ohne Bedenken zuzulassen, weil das Kühlwasser direkt bis an dieselbe leerangelangt.
In Abb. 1 ist die Platte 5 fortgelassen. Man erkennt infolgedessen die Anordnung der zu ihrer Aufnahme dienenden umlaufenden Leiste 16 und der eingefrästen Nut für die Dichtungsschnur.
Die Befestigung der übrigen Platten, wel che die innere Gehäusewandung bilden, ge schieht in entsprechender Weise.
Die Formstücke 6 und 7 bilden zusammen im Querschnitt einen Halbkreis. Durch die Zerlegung des letzteren in zwei Teile wird es ermöglicht, jeden Teil für sich leicht an den Rahmen 1 abzudichten auch wenn die Teile 6 und 7 nicht genau passen. Würde man die beiden letzteren aus einem einzigen Stück her stellen, so würde die Abdichtung an den nach oben gerichteten Rändern Schwierigkeiten bereiten, weil alsdann kein senkrecht auf die Dichtung ausgeübter Druck vorhanden ist. Gerade durch die Unterteilung der innern Ge häusewandung in eine grössere Zahl von Ein zelteilen gelingt es also, eine leichte und sichere Dichtung zu erreichen.
Die einzelnen Platten 4-8 sind, wie ohne weiteres ersichtlich ist, an den Stosskanten stufenförmig überlappt, so dass auch dort keine Mahlgutteile hindurchtreten können, welche zu einer Beschädigung des Rahmens 1 führen würden.
Die Anordnung der innern Gehäusewand in den Rahmen 2 und 3 erfolgt in entspre chender Weise, und es bedarf daher 'keiner Wiederholung der Beschreibung.
Man kann natürlich an einzelnen Teilen des Rahmens auch auf Anordnung eines Wasserkühlraumes verzichten. So ist zum Beispiel die Platte 18, welche vor der Ein- oder Ausblaseöffnung 17 des Rahmens 3 an geordnet ist, ohne Wasserkühlraum ange bracht. Die Befestigung der Platte an den Rahmen kann natürlich auch in verschiedenen Formen erfolgen, so ist zum Beispiel die Platte 19 mit einer Warze versehen, in wel che beim Giessen ein weiches Stück Eisen 20 eingelegt ist. In dieses ist dann Gewinde ge- schnitten, und der Bolzen 21 ist von aussen her hineingeschraubt.
Aus den Abbildungen ist es ohne weiteres ersichtlich, dass die innere Gehäusewand, wel che (vergleiche Abb. 2) aus den Teilen 4-8 gebildet wird, auf der Innenseite direkt mit dem Mühleninhalt in Berührung kommt, auf der Aussenseite jedoch in direkter Berührung mit dem Kühlwasser steht. Natürlich kann man in Fällen, wo dies erwünscht ist, statt der Kühlung auch eine Beheizung der Ge häusewandung vornehmen.
Man kann aber die Rahmen 1-3 auch so ausführen, dass die nach aussen hin geschlos sene Wandung fehlt, beispielsweise so, wie die Befestigung der Platte 8 in Abb. 2 aus geführt ist. Es bedarf nur eines Steges 22, der als Widerlager für den Schraubenbolzen 23 dient.
Die Platte 8 ist bei dieser Anordnung in der Lage, ihre Wärme direkt nach aussen auszustrahlen. Führt man das Gehäuse durchgehend in dieser Weise aus, so erhält man bereits eine recht erhebliche Abkühlung und kann in vielen Fällen auf eine Wasser kühlung verzichten.
Die Rahmen 1, 2 und 3 sind mit den an ihnen angeordneten Flanschen 214 und 25 zu sammengeschraubt. Auch bei ungenauer Aus führung der die Innenwandung bildenden Hartgussplatte erhält man auf diese Weise eine zuverlässige und leicht durchzuführende Abdichtung des ganzen Gehäuses. .
Die Befestigung der die innere Gehäuse wand bildenden Platten kann natürlich in verschiedener Art erfolgen. Wesentlich ist jedoch, dass dieselben von innen her dicht gegen den Rahmen gezogen werden, denn da durch erfolgt einerseits die Abdichtung der einzelnen Felder, anderseits wird aber auch dadurch der Schutz des Rahmens gegen Ab nutzung gewährleistet, ohne dass die ein zelnen Formstücke gegeneinander abgedichtet zu sein brauchen.
Besonders vorteilhaft ist die Verwendung des neuen Gehäuses bei Mühlen, die zum Vermahlen von Metall dienen, weil bei vielen von diesen der Mahlgang durch intensivere Kühlhaltung des Gehäuses günstig beein flusst wird.
Auch in solchen Fällen, in denen beson dere Werkstoffe für die innere Auskleidung des Gehäuses, zum Beispiel zwecks Verhütung der Verunreinigung des Mahlgutes Verwen dung finden, leistet die Erfindung schätz bare Dienste.
Durch die Herstellung der innern Wan dung des Gehäuses aus einzelnen Form stücken können diese formgerecht und span nungsfrei in dichtem gleichmässigem Guss hergestellt werden und kann man gleichwohl die Auskleidung von Gehäusen mit verhält nismässig komplizierten Formen daraus vor nehmen. Gleichzeitig wird aber auch noch der Vorteil erzielt, dass bei ungleicher Ab nutzung der Formstücke einzelne von ihnen ausgewechselt werden können.