CH149256A - Registrier- und Kontrollapparat für Arbeitsmaschinen. - Google Patents

Registrier- und Kontrollapparat für Arbeitsmaschinen.

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CH149256A
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Oberlin Albert
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  Registrier und Kontrollapparat für Arbeitsmaschinen.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  einen Registrier- und     Kontrollapparat    für  Arbeitsmaschinen, wie zum Beispiel Web  stühle und dergleichen, deren Leistung von  der Umdrehungszahl abhängt. Die Aufzeich  nung der tatsächlichen Leistung erfolgt hier  bei im Verhältnis zu einer im voraus fest  gesetzten Leistung durch einen Zeiger auf  einer von der Arbeitsmaschine anzutreiben  den     Registrierscheibe,    die mit einer Ein  teilung nach Arbeitsstunden und einer Pro  zenteinteilung der festgesetzten Leistung ver  sehen ist.  



  Das Wesen der Erfindung besteht darin,  dass die     Registrierscheibe    eine Anzahl kon  zentrischer Kreisbögen aufweist, wobei der  Zeiger derart gelagert ist, dass er auf jeden  dieser     Kreisbögen    eingestellt werden kann,  und dass eine Einrichtung vorgesehen ist zur  periodischen     Markierung    der jeweiligen Zei  gerstellung     mittelst    einer am Zeiger sitzen  den     Markiernadel    durch Lochung der     Regi-          strierscheibe.       Der Apparat kann derart ausgebildet sein,  dass er für alle vorkommenden     Nutzeifekte,     sowie für alle Geschwindigkeiten der zu kon  trollierenden Arbeitsmaschinen benutzt wer  den kann,

   ohne dass ein Eingreifen in dessen  Triebwerk und die Vornahme irgendwelcher       Veränderungen    an demselben oder eine an  dere     bezw.    anders ausgebildete graphische  Scheibe erforderlich würde.  



  Auf der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes darge  stellt, und zwar zeigt:       Fig.    1 den Apparat in Vorderansicht  ohne Gehäuse,       Fig.    2 einen Grundriss, ebenfalls ohne  Gehäuse, und       Fig.    3 die graphische Scheibe;       Fig.    4 zeigt eine Einzelheit.  



  Mit 1 ist die Welle bezeichnet, die mit  Hilfe eines Kettenrades 2 oder auch durch  eine biegsame Welle angetrieben wird. Eine  Umdrehung der Hauptwelle der Arbeits  maschine entspricht einer Umdrehung der      Welle 1. Die auf der Welle 1 sitzende  Schnecke 3 treibt ein auf einer Welle 4 be  findliches     Zahnrad    5 an. Die auf der Welle  4 weiter angeordnete Schnecke 6 setzt ein  Zahnrad 7 auf der Welle 8 in Umdrehung.  Die Welle 8     überträgt    den Antrieb vermit  telst der Schnecke 9 durch das Zahnrad 10  auf die Welle 11.

   Die auf der Welle 11  sitzende Schnecke 12 treibt das auf der  Welle 13 sitzende Zahnrad 14: An ihrem  Ende trägt die Welle 13 einen Scheibenteller  15, der eine Filzauflage 16 hat, auf der  die graphische Scheibe 19 mit     Kordelmutter     17 und mit     Klemmfedern    18 lösbar fest  gehalten ist. Durch Lockern der     Mutter    17  kann die graphische Scheibe in jede ge  wünschte Stellung gebracht werden. Auf  der Welle 4 ist eine     Exzenterscheibe    20 an  geordnet, die gegen einen Hebel 21 drückt.

    Der Hebel 21,_ der durch die Feder 22 immer  wieder an die     Exzenterscheibe    20 angezogen  wird, ist über seinen Drehpunkt. hinaus ver  längert und trägt einen     Registrierzeiger    23,  der mit einer     Kordelmutter    24 festgeklemmt  ist. Der     Registrierzeiger    23 ist an seinem  Ende winklig abgebogen und seine Ab  biegung zu einer feinen Nadelspitze ausge  bildet.

   Bei jeder Umdrehung der Welle 4  drückt der Exzenter den am     Exzenter    an  liegenden Arm des Hebels 21 in bezug auf       Fig.    1 nach unten, wodurch der auf dem  andern Arm angeordnete Zeiger 23 sich der  Scheibe 19 nähert und mit seiner Nadel  spitze ein kleines Loch in die graphische  Scheibe sticht, wobei die Filzauflage eine  weiche Unterlage bietet. Dieses so gebildete  Triebwerk ist in einem Gehäuse unter  gebracht, das einen verschliessbaren und  durchsichtigen Deckel hat, um so ein Durch  sehen auf die graphische Scheibe und deren  Auswechseln jederzeit zu ermöglichen und  Eingriffe Unbefugter zu verhindern.  



  Die auf der Zeichnung dargestellte gra  phische Scheibe 19, vorzugsweise aus Papier,  ist für eine     12tägige        bezw.        96stündige    Lohn  periode vorgesehen. Auf ihrer äussern Rand  flache sind zweimal die Tage von Montag  bis Sonnabend     hintereinander    eingetragen    und durch einen     hervortretenden        Kreisbogen     25 begrenzt. Zwischen der Bezeichnung eines  jeden Tages befindet sich je ein scharfer  Trennungsstrich, von dem aus die weiteren  Trennungslinien     M    für jeden einzelnen Ar  beitstag als Kurvenlinien nach einem innern  Kreisbogen 27 verlaufen und daselbst enden.

    Der Kreisbogen 25, der für den 100 %     igen     Nutzeffekt bestimmt ist, das heisst die Spitze  des Zeigers ist am Anfang einer Lohn  periode auf den Anfangspunkt A dieses Krei  ses einzustellen, wenn die Arbeitsmaschine  mit der Tourenzahl betrieben wird, für die  der Apparat gebaut ist, und wenn der Nutz  effekt des herzustellenden Artikels 100  beträgt, ist in 20 gleiche Teile eingeteilt.  Jeder Teil entspricht fünf vom Hundert. Diese  Einteilung bezieht sich auf den Nutzeffekt,  und sind die     Nutzeffektzahlen    von 0-100 von  5 zu 5 in einem Zwischenraum zwischen der  Tageskolonne und dem Kreisbogen 25 ein  getragen. Von diesen Einteilungspunkten aus  führen vorzugsweise andersfarbige Kurven  linien 29 nach dem     innern    Kreisbogen 27.

    Um auch bei Artikeln, die mit andern Nutz  effekten als 100 % hergestellt werden, oder  bei Maschinen, die mit andern Tourenzahlen  laufen .als diejenige, für die der Apparat  gebaut ist, jederzeit, ohne umrechnen zu müs  sen, einfach ablesen zu können, wie wäh  rend der Lohnperiode gearbeitet wird und  was für ein Nutzeffekt bei Beginn der Lohn  periode unter Berücksichtigung der Touren-  zahl der Arbeitsmaschine bestimmt. worden  ist, ist zwischen dem Kreisbogen 25 und  dem innern Kreisbogen 27 ebenfalls eine Un  terteilung von 5 : 100 durch weitere Kreis  bögen 2:8 vorgesehen, wobei die letzteren  ebenfalls durch die Kurvenlinien 29 gleich  wie der Kreisbogen 25 unterteilt sind.

   Die  Unterteilung der Kreisbögen 28 durch die  Kurvenlinien 29 ist deshalb vorgesehen, um  nicht jeden     Nutzeffektpunkt    mit einer Zahl  bezeichnen zu müssen,     wodurch    die     Scheibe,     unübersichtlich würde. Man braucht -also  nur die der Nadelspitze am nächsten -liegende  Kurvenlinie 29 bis zum Kreisbogen 25, be  ziehungsweise bis zu der im Zwischenraum      zwischen der Tageskolonne und diesen ein  getragenen     Nutzeffektzahl    zu verfolgen, um  den Nutzeffekt zu jeder Zeit, ohne erst um  rechnen zu müssen, ablesen zu können.  



  Die dargestellte Scheibe 19 muss sich  während einer Lohnperiode bei einem Nutz  effekt von 100%, das heisst wenn die Nadel  spitze - bei Beginn der Lohnperiode bei A  auf     dem.    Kreisbogen 25 aufgesetzt     -wurde     und am Schluss der Lohnperiode bei 100 ist;  sich um einen Winkel von 240' drehen;     dä=     gegen muss sie sich während einer Lohn  periode bei einem Nutzeffekt von 50%, das       heisst,    wenn die Nadelspitze bei Beginn bei     B     aufgesetzt wurde und am Schluss bei C ist,  nur um 120' drehen.  



  Auf der ersten der Trennungslinien 26  sind die festgelegten     Nutzeffektzahlen    an  geführt.  



  Jeder der Kreisbögen 28 ist also bis  zur letzten, den zweiten Samstag der Lohn  periode begrenzenden Trennungslinie 26  durch die Kurvenlinien 29 in so viel gleiche  Teile geteilt, als sich ergeben, wenn man  5 in seiner auf der ersten der Trennungs  linien 26 verzeichneten     Nutzeffektzahl    divi  diert. Zum Beispiel der Kreisbogen 28, der die       Nutzeffektzahl    5,0 trägt, ist in 10 gleiche  Teile geteilt, derjenige, der die Nutzeffekt  zahl 90 trägt, in 18 usw.  



  Die     Nutzeffektzahlen,    die für jeden Ar  tikel bekannt und festgelegt sind, sind bei  dem jeweils herzustellenden Artikel zu be  rücksichtigen.  



  Die Wirkungsweise des Apparates und  seiner Anwendung ist nachstehend be  schrieben.  



  Angenommen, der Apparat ist für 200  Umdrehungen pro     Minute.gebaut    und der  Webstuhl macht ebenfalls 200 Touren, so  muss der Zeiger mit seiner Nadelspitze, wenn  der Nutzeffekt des herzustellenden Gegen  standes 100 % beträgt, bei Beginn der -Lohn  periode bei A eingestellt werden. Sind wäh  ren der Lohnperiode 100% Nutzeffekt er  reicht worden, so ist die Scheibe 19 unter  der Zeigerspitze so weit gelaufen, dass die    Nadelspitze am Ende des Kreisbogens 25  angelangt ist. Ist zum Beispiel am Ende  der Lohnperiode die Nadelspitze nur bis zur  Unterteilung 75 auf den Kreisbogen 25 ge  langt, so sind nur<B>75%</B> Nutzeffekt erreicht  worden; ist die Nadelspitze über das Ende  des     100%-Kreisbogens    25 hinaus gelangt,  so ist ein höherer Nutzeffekt als 100 % er  reicht worden.  



  Angenommen aber, der Apparat ist für  200 Umdrehungen pro Minute gebaut und  wird an einem Webstuhl angebracht, der  nur 150 Touren in -der Minute macht, und       wenn    der darauf herzustellende Artikel mit  <B>80%</B> Nutzeffekt berechnet ist, so ist der       ,Zeiger    bei Beginn der Lohnperiode mit. seiner  Nadelspitze auf den Anfang des Kreisbogens  2,8 für den Nutzeffekt "60" einzustellen,  also auf den Punkt D. Dies erklärt sich  wie folgt:  Da 150 Touren 75 % der zugrunde ge  legten Tourenzahl von 200 sind, der Artikel  mit 80 % Nutzeffekt festgelegt ist, so müssen  weitere 20 % in Abzug gebracht werden, also       75-20%    = 60.  



  Auch für eine höhere Tourenzahl der       Arbeitsmaschine    ist der Apparat verwend  bar. Angenommen, der Webstuhl macht 240  Touren in der Minute und der Nutzeffekt  ist 7050,5.  



  Bei 200 Touren müsste die Zeigernadel  bei     einem    Nutzeffekt von<B>70%</B> auf den  Kreisbogen 28 für den Nutzeffekt 70 ein  gestellt werden. Da aber 240 Touren in Frage  kommen, das ist 20 % mehr, so ist die Nadel  auf den Bogen 70     +    20 l o, also bei 84, ein  zustellen.  



  Demnach lässt sich mit Leichtigkeit für  jeden Artikel     aüs    der Anzahl der Umdre  hungen der Welle der Arbeitsmaschine und  aus dem bestimmten Nutzeffekt des be  treffenden Artikels derjenige Kreisbogen  feststellen, auf dem die Nadel einzustellen  ist.  



  Am Ende der     Kurvenscheibe    sind noch  einige, in der Zeichnung punktiert darge  stellte, sogenannte Prämienkurven 30 vorge-      sehen. Erreicht der Arbeiter mit     seiner    Ar  beit diese     Kurven,    so steht ihm eine ausge  setzte Prämie zu.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Registrier- und Kontrollapparat für Ar beitsmaschinen, deren Leistung von der Um drehungszahl abhängt, zur Aufzeichnung der tatsächlichen Leistung im Verhältnis zu einer im voraus festgesetzten Leistung, mit einem Zeiger und einer von der Arbeits maschine anzutreibenden Registrierscheibe, die mit einer Einteilung nach Arbeitsstunden und einer Prozenteinteilung der festgesetzten Leistung versehen ist, dadurch gekennzeich net, dass die Registrierscheibe eine Anzahl konzentrischer Kreisbögen aufweist, wobei der Zeiger derart gelagert ist, dass er auf jeden dieser Kreisbögen eingestellt werden kann,
    und dass' er eine Einrichtung besitzt zur periodischen Markierung der jeweiligen Zeigerstellung mittelst einer am Zeiger sit zenden Markiernadel durch Lochung der Re- gistrierscheibe.
CH149256D 1929-02-27 1930-02-03 Registrier- und Kontrollapparat für Arbeitsmaschinen. CH149256A (de)

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