CH149348A - Verfahren zur Herstellung von Baukörpern aus einer hydraulisch erhärtenden Zementmörtelmasse. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Baukörpern aus einer hydraulisch erhärtenden Zementmörtelmasse.

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CH149348A
CH149348A CH149348DA CH149348A CH 149348 A CH149348 A CH 149348A CH 149348D A CH149348D A CH 149348DA CH 149348 A CH149348 A CH 149348A
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Franck Jules
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Franck Jules
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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    • C04BLIME, MAGNESIA; SLAG; CEMENTS; COMPOSITIONS THEREOF, e.g. MORTARS, CONCRETE OR LIKE BUILDING MATERIALS; ARTIFICIAL STONE; CERAMICS; REFRACTORIES; TREATMENT OF NATURAL STONE
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Description


  Verfahren zur Herstellung von Baukörpern aus einer hydraulisch erhärtenden       Zementmörtelmasse.       Gegenstand vorliegender Erfindung ist  ein Verfahren zur Herstellung von Bau  körpern aus einer hydraulisch erhärtenden       Zementmörtelmasse    unter Vermeidung der  Nachteile der aus reinem Zement. hergestell  ten Mörtel- oder Betonkörper.

   Reine     Zement-          rrörtel    genannter Art     bezw.    damit her  gestellte     Zementbetonkörper    erhärten ver  hältnismässig rasch zu einer sehr harten und  spröden Masse, die erst nach vollständiger  Erhärtung, und zwar nur mit Schwierig  keiten, eben wegen der grossen Härte an der  Oberfläche, weiter bearbeitet     werden    kann.

    Infolge der kolloidalen Vorgänge beim Ab  binden und Erhärten des Zementes, zum Bei  spiel des     Portlandzementes,        schwindet    die  Masse sehr stark, so     dass    in den meisten  Fällen die am Anfang noch geringe Zug  festigkeit des Mörtels überwunden wird, wo  durch die sehr hässlichen und die Zerstörung  einleitenden     Schwindrisse    entstehen. Auch  die Änderungen der Feuchtigkeit und der  Temperatur     bewirken    Deformationen der er-    härteten Körper     bezw.    der Oberflächen  schicht, welchen diese in den meisten F     älleii     ohne     Rissebildung    nicht folgen können.

   Diese  Nachteile sind um so grösser, je fetter das  Mischungsverhältnis des Mörtels ist. Bei       Bauwerksteinen    und Kunststeinen, die bei  geringer Masse eine grosse Oberfläche auf  weisen, wie zum Beispiel bei Putzen, Glatt  strichen, Estrichen, Betonplatten als Strassen  beläge, machen sich die Missstände besonders  stark bemerkbar.  



  Recht störend ist auch bei     Zementmörtel-          und        Zementbetonkörpern    das "Ausblühen"  des überschüssigen Kalkhydrates, wodurch       hä,ssliche    Flecken -,in der Oberfläche ent  stehen. Dieses Kalkhydrat und die im Ze  ment weiterhin enthaltenen Alkalien ver  bieten die Anwendung von     Ölfarbeanstrichen     auf derartigen Oberflächen, da diese durch  Alkalien zerstört werden.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren be  zweckt nun, alle diese     Missstände    zu be  seitigen. Es besteht darin, dass man dem      mindestens aus Zement bestehenden trockenen  Mörtelgemenge     neben    den üblichen Zu  schlägen feste, feuchtigkeitsabsorbierende  Mittel, und zwar vorzugsweise kolloidaler  Stoffe, in grosser Mahlfeinheit beifügt und  innig mischt. Diese Stoffe, wie zum Beispiel  kolloidale Verbindung der Kieselsäure, Alu  miniumsilikate,     Trass,        Infusorienerde,    Ton  oder tonartige Substanzen, müssen chemisch  neutral sein, das heisst, sie dürfen sich an  dem Abbinde- und     Erhärtungsvorgang    des  Zementes in keiner Weise chemisch be  teiligen.

   Das trockene Mörtelgemenge kann  dann in Verbindung mit den übrigen Zu  schlagsstoffen, zum Beispiel     Sand,    Stein  mehl,     gebröchenes    Steinmaterial,     wie    Splitt  usw., in der üblichen Weise nass aufbereitet  und eingebaut werden. Die gleichmässig in  den Körper verteilten feinen kolloidalen  Teilchen haben nun folgende Wirkung.  



  Bei der     Nassaufbereitung    saugen sie sich  mit Wasser voll und geben dieses Wasser  während des Abbinde- und     Erhärtungspro-          zesses    an die Zementteilchen ab, die es für  den Abbinde- und     Erhärtungsprozess    ver  arbeiten, und in dem Zeitpunkt auf diese  Wasserzufuhr angewiesen sind, wenn das  von ihnen selbst bei der Aufbereitung auf  genommene Wasser bereits verarbeitet ist.  Es     wird    der Abbinde- und     Erbärtungsprozess     verlangsamt und verlängert. Vor allen Din  gen aber wird die     Schwindneigung    des Kör  pers in der ersten und gefährlichen Zeit  spanne vermindert.

   Die kleinen kolloidalen  Körperchen bewirken gleichsam eine innere       Feuchthaltung    des Betons. Weiterhin be  wirken die kolloidalen Teilchen eine erhöhte  Plastizität und Geschmeidigkeit des Mörtels,  wodurch die Verarbeitung und insbesondere  die Behandlung der Oberfläche durch Glät  ten, Schleifen, Polieren usw. erleichtert wird.  Es ist dies, ungefähr dieselbe Wirkung, wie  sie beim sogenannten verlängerten Zement-         mörtel    durch die Beigabe von Kalk     entsteht.     Die feinen kolloidalen Teilchen dichten die  feinsten Poren ab.

   Wollte man dies. ohne  Zusatz solcher feinverteilten     chemisch-neu-          traler    Stoffe erreichen, dann müsste man  mehr Zement nehmen, den Mörtel also fetter  machen, wodurch die oben aufgezählten Miss  stände eben vergrössert würden. Die kolloi  dalen Teilchen sind dann auch in der Lage,  das überschüssige Kalkhydrat und die über  schüssigen Alkalien beim     Abbindeprozess     aufzusaugen, so dass diese nicht an der Ober  fläche austreten können.

   Dadurch     wird    die  Oberfläche geeignet für     Ölfarbenanstriche     und Emailanstriche aller Art, die auf den       absolut    dichten, durch Schleifen und Polie  ren noch künstlich gedichteten Flächen  äusserst     wirtschaftlich    werden, weil ein Ein  dringen der aufgetragenen Farbstoffe in das  Innere vermieden wird. Es lassen sich auf  diese Weise Flächen von kachelartigem Aus  sehen erzielen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Baukör pern aus einer hydraulisch erhärtenden Ze- mentmörtelmasse, dadurch gekennzeichnet, da,ss dem mindestens aus Zement bestehenden trockenen Mörtelgemenge feste, chemisch neutrale, feuchtigkeitsabsorbierende Mittel in feinster Mahlung neben den üblichen Zu schlägen innig beigemischt werden, worauf die Masse na.ss aufbereitet und zu Bau körpern geformt wird.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als feuchtigkeits absorbierende Mittel kolloidale Stoffe bei gemischt werden.
CH149348D 1930-07-22 1930-07-22 Verfahren zur Herstellung von Baukörpern aus einer hydraulisch erhärtenden Zementmörtelmasse. CH149348A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1234482B (de) * 1961-04-08 1967-02-16 Bayer Ag Verfahren zur Reinigung von Metalloberflaechen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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