CH149560A - Elektrische Entladungsröhre. - Google Patents

Elektrische Entladungsröhre.

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CH149560A
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electric discharge
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Gloeilampenfabrieken N Philips
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Philips Nv
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  Elektrische Entladungsröhre.    Die Erfindung betrifft eine elektrische  Entladungsröhre zum Aussenden von Strah  len, bei der die Entladung wenigstens teil  weise von einem Stoff getragen wird, der die  Möhrenwandung angreifen     bezw.    sich auf ihr  absetzen kann. Dies kann zum Beispiel der  Fall sein, wenn die Entladung von einem       Hetalldampf,    zum Beispiel von Magnesium  oder Natrium, getragen wird. Das Angreifen  der Röhrenwandung oder das Niederschlagen  auf ihr kann sehr unliebsam sein, unter an  derem weil infolgedessen die Durchlässigkeit  der     Wand    für in der Röhre erzeugte Strahlen  wesentlich verringert werden kann.  



  Die Erfindung bezweckt, diese Nachteile  zu vermeiden. Zu diesem Zweck wird der zum  Durchlassen von Strahlen bestimmte Teil der       Röhrenwandung,    der mit dem Stoff, der die  Röhrenwandung angreifen     bezw.    sich auf ihr  absetzen kann,     wenigstens    teilweise mit einer  Substanz überzogen, die die Verringerung der  Durchlässigkeit der Röhrenwandung für die  auszusendenden Strahlen     unter    dem     EinfluB       des die Entladung tragenden Stoffes be  kämpft.  



  Der betreffende Teil der Röhrenwandung  kann zum Beispiel mit einer Substanz über  zogen werden, die verhindert, dass der die  Entladung tragende Stoff sich auf ihm ab  setzt. Zu diesem Zweck kann vorteilhaft     Cal-          ciumfluorid    auf einen Teil der Röhrenwan  dung aufgebracht werden. Besteht dabei der  die Entladung tragende Stoff etwa aus  Quecksilber, so zeigt sich, dass Quecksilber  sich bei vielen Entladungsformen nicht auf  dem     Calciumfluorid,    sondern auf dem nicht  mit diesem Stoff überzogenen Wandteil ab  setzt, so dass     die    Durchlässigkeit des zuerst.       erwähnten    Teils für die auszusendenden  Strahlen nicht durch kondensiertes Queck  silber verringert wird.  



  Es ist auch möglich, den zum Aussenden  der Strahlen bestimmten Teil der Röhrenwan  dung mit einer Substanz zu überziehen, der  den sich auf ihm absetzenden, die Entladung       tragenden.    Stoff in Produkte überführt, die      flüchtig sind oder die auszusendenden Strah  len praktisch nicht absorbieren.  



  Es     kann    empfehlenswert sein, zwischen  der     Röhrenwandung    und der wirksamen       Überzugssubstanz    einen Stoff anzubringen,  der den     Getter    besser     adsorbiert    als die Röh  renwandung. Dies gibt die Möglichkeit, eine       etwas    flüchtige     wirksame    Substanz besser auf  der Wand festzuhalten. Es ist natürlich dar  auf zu achten, dass die Zwischensubstanz, so  wie die     wirksame    Substanz die auszusenden  den Strahlen nicht oder nur wenig absorbie  ren.  



  Die     Erfindung    ist besonders für Ent  ladungsröhren von     Bedeutung,    die zum Aus  senden von ultravioletten     Strahlen    dienen, da  besonders bei diesen Röhren oft der Nachteil       auftritt,    dass die Röhrenwandung, die in die  sem Fall aus     .einem    für     ultravioletten    Strah  len durchlässigen Stoff, etwa Quarz, besteht,  angegriffen oder mit     ein--m    ultravioletten  Strahlen absorbierenden Stoff überzogen       wird.     



  Es ist leicht, in jedem besonderen Fall  einen oder mehrere Stoffe anzuzeigen, die  fähig     sind,    mit dem die Entladung tragenden       toff    eine solche Reaktion einzugehen, dass  S     S     die gebildeten Produkte flüchtig sind oder die  auf der Röhrenwand zurückbleibenden Pro  dukte die Strahlen, welche die Entladungs  röhren aussenden sollen, gar nicht oder nur  in geringem Masse absorbieren.  



  Erfolgt die Entladung zum Beispiel in       3Tagnesium,    das bekanntlich Glas und Quarz  angreifen und auf ihnen einen Niederschlag  bilden kann, so lassen sich gute Ergebnisse  dadurch erzielen, dass der zum     Durchlassen     der von der Entladung erzeugten     Strahlen    be  stimmte Teil der Röhrenwandung, -der mit  dem     -Magnesiumdampf    in Berührung kommt,       mit        Kaliumchlorid    überzogen wird.

   Das Mag  nesium und     Kaliümchlorid    werden mitein  ander eine Reaktion     eingehen,    bei der Mag  nesiumchlorid und     Kalium    gebildet     werden.     Der     Magnesiumdampf    kommt infolgedessen  nicht mit der Röhrenwand in Berührung, so  dass ein Angreifen und Schwärzen dieser    Wand vermieden wird. Das bei der Reaktion  gebildete Kalium     verflüchtigt    sich von der  Röhrenwandung, und das auf der Wand  zurückbleibende     Magnesiumchlorid    ist für die  in der Röhre erzeugten Strahlen, insbesondere  die ultravioletten Strahlen, gut durchlässig.  



  Ein anderer Stoff, der im angedeuteten  Fall auf die Wand aufgebracht werden  könnte, ist     Kaliumfluorid,    das mit     Magne-          siumdampf        Magnesiumfluorid    und Kalium  bildet. Letzterer Stoff verflüchtigt sich von  der Wand, während das     Magnesiumfluorid     auf ihr zurückbleibt und die Durchlässigkeit  der Wand praktisch nicht verringert.  



  Gute Ergebnisse sind bei einer Entla  dungsröhre mit     Magnesiumentladung    auch  dadurch erreicht worden, dass die Innenfläche  der Wand mit     Kaliumborfluorid    überzogen  wird. Enthält die Röhre Quecksilberdampf, so  können auch mit     Ammoniumchlorid    gute Er  gebnisse erzielt werden.  



  Wenn die Entladungsröhre     Natrium-          dampf    enthält, kann die Wand vorteilhaft  mit Schwefel oder Phosphor überzogen wer  den. Bei einer solchen Röhre wird auf der  Wand     Natriumsulfid    oder     Natriumphosphid     gebildet. Diese Stoffe lassen die von der Ent  ladung in     Natriumdampf    erzeugten Strahlen  ungehindert durch und verhindern, dass der       Natriumdampf    mit der Röhrenwand in Be  rührung kommt.  



  Es ist empfehlenswert, den Schwefel oder  Phosphor nicht unmittelbar auf die Röhren  wand aufzubringen, sondern diese zuerst mit  einem Stoff zu überziehen, der Schwefel oder  Phosphor besser     adsorbiert,    als der Stoff aus  dem die Glaswand besteht. Vorteilhaft kann  man zum Beispiel zunächst     Natriumchlorid     auf die Wand aufbringen.  



  Die Zeichnung veranschaulicht eine Aus  führungsform einer Entladungsröhre nach  der Erfindung beispielsweise.  



  Die in der Figur dargestellte Entladungs  röhre hat eine Wand 1, die aus einem für  ultraviolette Strahlen durchlässigen Stoff,  etwa Quarz, besteht. Auf dem Röhrenfuss 2  sind mehrere Elektroden angeordnet. Diese  Elektroden bestehen aus einer Glühkathode 3      und zwei Anoden 4 und 5.     Zwischen    den  Anoden ist noch ein Draht 6 angeordnet der,  bevor er beim Herstellen der Entladungsröhre  in der Röhre angebracht wird, mit Kalium  chlorid überzogen wird.

   Dadurch, dass man  mit Hilfe der     Stromzuführungsdrähte    7 und 8  einen Strom durch den Draht 6 schickt,     kann     dieser nach der Entlüftung der Röhre erhitzt  werden, so dass sich das     Kaliumchlorid    ver  flüchtigt und auf dem     kugelförmigen    Teil  der Röhrenwandung absetzt.  



  In der Röhre ist ein Metalldampf, näm  lich     Magnesiumdampf,    enthalten, so dass die  Entladung in diesem Dampf vor sich geht.  Kommt der     Magnesiumdampf    mit dem auf  der Kolbenwand     befindlichen        Kaliumchlorid     in Berührung, so wird, wie oben erörtert, eine  chemische Reaktion erfolgen, bei der Kalium  frei wird. Dieses Kalium verflüchtigt sich  von der Wand und setzt sich im obern Teil  der Röhre ab. Das auf der Kolbenwand  zurückbleibende     Magnesiumchlorid    hat     auf     die Durchlässigkeit der Wand für     die    Strah  len keinen ungünstigen Einfluss.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrische Entladungsröhre zum Aussen den von Strahlen, bei der die Entladung wenigstens teilweise von einem Stoff getragen wird, der die Röhrenwandung angreifen bezw. sich auf ihr absetzen kann, dadurch ge kennzeichnet, dass der zum Durchlassen von Strahlen bestimmte Teil der Röhrenwanrlung, der mit diesem Stoff in Berührung kommen kann, wenigstens teilweise mit einer Substanz überzogen ist, die die Verringerung der Durchlässigkeit der Röhrenwandung für die auszusendenden Strahlen unter dem Einfluss des die Entladung tragenden Stoffes be kämpft. UNTERANSPRüCHE: 1.
    Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Überzugssubstanz derart beschaffen ist. dass sie die Absetzung des die Entladung tragenden Stoffes zu verhindern vermag. ?. Elektrische Entladungsröhre nach Unter anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Überzugssubstanz Calciumfluorid ist. 3. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet. dass die Überzugssubstanz derart beschaffen ist, dass sie den sich auf ihr absetzenden die Entladung tragenden Stoff in ein flüch tiges Produkt überzuführen vermag. 4.
    Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Überzugssubstanz derart beschaffen ist, dass sie den sich auf ihr absetzenden, die Entladung tragenden Stoff in ein Produkt überzuführen vermag, das die auszusen denden Strahlen praktisch nicht absorbiert. 5. Elektrische Entladungsröhre nach Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Röhrenwandung und der wirksamen Überzugssubstanz ein Stoff enthalten ist, der jene Substanz besser ad sorbiert als die Röhrenwandung.
CH149560D 1929-06-22 1930-06-10 Elektrische Entladungsröhre. CH149560A (de)

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