CH149593A - Elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Personenbeförderung. - Google Patents

Elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Personenbeförderung.

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CH149593A
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Eisenbahn-Gesells Sueddeutsche
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Sueddeutsche Eisenbahn Ges
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Description


  Elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Personenbeförderung.    Strassenbahnwagen mit einem in seinem  mittleren Teil niedrigen, nach den Enden zu  jedoch ansteigenden Boden oder Flur sind  an sieh bekannt.  



  Die vorliegende Erfindung     beziellt    sieh  nun auf eine neuartige Anordnung des Bo  dens oder Flurs von     elekirsioll    betriebenen  Fahrzeugen zur Personenbeförderung, und  zwar insbesondere solchen, bei denen     ie     Sitze quer zur Fahrtrichtung angeordnet  sind.  



  Der Hauptzweck der Erfindung ist, ein  Fahrzeug mit einem niedrigen, also sehr  nahe der Strassendecke liegenden,     wagrechten     Flur,     unterVerwendung    normaler     Raddurell-          messer,    zu schaffen. Gemäss der Erfindung  besitzt das Fahrzeug einen niedrigen, das  heisst einen Tritt     höch    über der Strassendecke  verlaufenden, durchgängig     wagrechten    Flur.  Der Wagenboden oder Flur besitzt also we  der Stufen an irgend einer Stelle, noch Wöl-         bungen,    noch ansteigende Teile nach den  Wagenenden zu.  



  Durch diese Anordnung des Flurs ge  lingt es, ein Fahrzeug, das als     Niederflur-          wagen    bezeichnet werden kann, zu schaffen,  bei dem der gesamte Flur oder Wagenboden  zu Sitzen für die Zwecke der Personen  beförderung ausgenutzt werden kann und  trotzdem den Spielraum für eine starke       Durchfederung    beizubehalten, die für die  Zwecke der Personenbeförderung besonders  wünschenswert ist.  



  Im Zusammenhang mit dieser Anordnung  des Flurs können in speziellen Fällen so  wohl der Antriebsmotor für das Fahrzeug  mit     wagrechter    Achse und     Vorgelege,    sowie  mit Differential und Teilen des     Kardan-          triebes,    wie auch die Radachsen, die dazu  gehörigen Lager und gegebenenfalls     -#Tor-          gel#ege    und schliesslich auch andere Teile des       Kardantriebes    innerhalb des Profils des  Wagenkastens im Hohlraum zwischen dem      Wagenboden und den Sitzreihen angeordnet  werden.  



  Die beiliegende Zeichnung     veransehau-          licht    ein Ausführungsbeispiel mit Detail  varianten des neuen Strassenfahrzeuges.  



       Fig.   <B>1</B> ist ein teilweiser Längsschnitt;       Fig.    2 ist eine teilweise Draufsicht mit  Weglassung verschiedener Teile;       Fig.   <B>3</B> zeigt eine Einzelheit;       Fig.    4 ist ein     Getriebeschema;          Fig.   <B>5</B> ist eine schematische Seitenansicht  des Fahrzeuges;       Fig.   <B>6</B>     zeigt,in    grösserem Massstab eine  Seitenansicht einer andern Ausführungsform  des Triebwerkes;

         Fig.   <B>7</B> ist ein     Grundriss    eines Teils des  Triebwerkes von     Fig.   <B>6,</B> und       Fig.   <B>8</B> zeigt in grösserem Massstab eine  teilweise Draufsicht auf das in     Fig.   <B>6</B> dar  gestellte Triebwerk.  



  Das Fahrzeug besitzt einen Wagen  kasten a mit einem als Flur dienenden Bo  den<B>b</B> und rechts mit Radsätzen<B>e,</B>     e'    auf  der Strassenoberfläche<B>d.</B><I>e, e'</I> sind quer  zur Fahrtrichtung angeordnete, mit dem  Rücken gegeneinander gekehrte Sitzreihen.  



  Der Antriebsmotor<B>f</B> mit     wagrechter     Achse ist mitsamt seinem     Vorgelege        g,   <B><I>g', g'</I></B>  und dem Differential<B>g',</B> sowie dem ersten  Teil des     Kardantriebes    i', i' in dem Raum  unterhalb der Sitzreihe e und oberhalb     bezw.     innerhalb des unter die Sitzreihe ragenden  Wagenbodens oder Flurs angeordnet, wäh  rend die Räder<B>e,</B> ihre Achsen     c',    Lager<B>k</B>  und ihre     Zahnradvorgelege   <B>1</B> zum grössten  Teil unter der Sitzreihe e' liegen.

   Es ist  aber nicht notwendig,     dass    die vorerwähnten  Teile, wie beim gezeichneten Ausführungs  beispiel, stets unter zwei benachbarten Sitz  reihen angeordnet sind. Motoren mit stehen  der Welle unter Wagensitzen anzuordnen,  ist an sieh bekannt, führt jedoch zu     bau-          lielien    Nachteilen.  



  Zur Ausführung der neuen Wagenbauart  ist es zweckmässig, das Differential mit einer       Ilohlwelle    zu versehen, den mittleren Teil    der Kardanwelle zu neigen und die Rad  achsen zu kröpfen.  



  Im einzelnen ist die Anordnung derart  getroffen,     dass    Motor<B>i</B> über das auf einer  Achse radial angeordnete Zahnrad     g'    und  ein Zwischenzahnrad     g'    das Zahnrad     g'    an  treibt, welches in bekannter Weise mit dem  Gehäuse des Differentials     g#    fest verbunden  ist. Dieses Differential ist mit einer Hohl  welle ausgebildet, so     dass    die beiden abgehen  den Wellen auf derselben Seite herauskom  men. Die aussen liegende Hohlwelle ist mit  dem Zahnrad     h',    die Innenwelle mit, dem  Zahnrad<B>h'</B> verbunden.

   Das Zahnrad     h'     greift in das Zahnrad     h'    ein und treibt- über  die Kegelräder     q'    und     q',    über i' und     k'     das in     Fig.    2 oben liegende Rad     c    an.  Das auf der Innenwelle des Differentials  sitzende Zahnrad h' treibt über das Zahn  rad h 4 die     Negelräder        q\    und     q4   <B>,</B> die Welle  i',<B>k</B> 2     und    das in der     Fig.    2 unten liegende  Rad     c    an.  



  Wie     Fig.   <B>3</B> zeigt, kann die     Kröpfung    c\  praktisch innerhalb der     Radscheibenauswöl-          Dung        e'    der Laufräder     c    liegen.  



  Die Auswahl eines geeigneten Motors für  den neuen Strassenbahnwagen bietet keine  Schwierigkeiten. Die     Rädervorgelege    brau  chen nicht gemäss der Darstellung ausgebildet  und angeordnet zu sein; vielmehr haben die  bisherigen Versuche gezeigt,     dass    man mit  wesentlich weniger Zahnrädern auskommen  kann. Es ist auch nicht notwendig,     dass    der  Motor, wie in der Zeichnung, einseitig am  Wagenende angeordnet ist und von dort aus  die Kardanwelle i' und     i'    (jene unter Ein  schaltung     einerZwischenwelle)    treibt, wo  bei vorausgesetzt ist,     dass    die gleiche An  ordnung sich spiegelbildlich am andern Wa  genende wiederholt.

   Es ist vielmehr möglich,  von einem Motor aus jeweils zwei hinterein  ander liegende Räder anzutreiben. Auch die  Anwendung von gekröpften Achsen ist nicht  notwendig; vielmehr können bei entsprechen  der Spurweite (zum Beispiel Normalspur)  auch Achsstutzen verwendet werden.      Erfindungsgemäss ist es möglich, einen  Strassenbahnwagen zu schaffen, der bezüg  lich mechanischer und elektrischer Ausbil  dung allen neuzeitlichen Anforderungen ent  spricht und der ausserdem die grosse Be  quemlichkeit bietet,     dass    der     wagreelite    Bo  den     bezw.    der Flur durchgängig nur die Höhe  einer üblichen Stufe, das heisst eines Trittes  über der Strassendecke hat, wie     Fig.   <B>5</B> bei  spielsweise zeigt.  



  Während bei der     Ausbildnug    des Trieb  werkes nach     Fig.   <B>1</B> und 2 zwei nebenein  ander liegende oder zwei hintereinander an  geordnete Achsen mit einem Motor angetrie  ben werden können, ist es auch möglich,  vier Motoren anzuwenden, deren     wagrechte     oder     seliwach    geneigte Achse mittelst Kar  danwelle<B>je</B> eines der vier Laufräder antreibt.  Diese Ausführungsform des Triebwerkes ist  in     Fig.   <B>6</B> bis<B>8</B> dargestellt.  



  Auf oder im Fussboden<B>b</B> des Wagens  unter einer Bank e sitzt der Motor<B>f</B> mit       Vorgelege   <B><I>g. d</I></B> ist das Gleis.     c    sind die  Räder auf Achsstummeln     c'.   <B>1</B> ist ein     Achs-          rahmen,    m ein Räderkasten, n und n' sind  Kardangelenke, o und<B>p</B> Lager für die Trieb  welle;<B>g'</B> und<B>g'</B> sind Vorlegeräder am Mo  tor<B>f</B> und<B><I>g', g'</I></B> ist ein weiteres     Vorgelege     am Rad<B>e.</B>  



  Aus den     Fig.   <B>6</B> bis<B>8</B> geht hervor,     dass     die vier Motoren mit     wagrechter    oder fast       wagrechter    Achse unter den Sitzen liegen,  von wo aus sie die unter oder neben be  nachbarten Sitzen angeordneten Achsen und  damit die Räder     c    antreiben. Der Radkasten  kann am Achsgestell befestigt werden.  



  Die Kardanwelle, die<B>je</B> eines der vier  Laufräder antreibt, ist beiderseits der Lauf  achse gelagert. Bei ganz     dureffigefedertern     Wagen tritt zweckmässig die Kupplung der  Kardanwelle auf der     Laufradseite    ebenfalls  in den Hohlraum unter dem Sitz ein. Diese  Ausführungsart ist nicht dargestellt, aber  auf Grund der Zeichnung ohne weiteres ver  ständlich.  



  Die neue Bauart hat den grossen Vorzug,  Drehmomente, wie sie bei     Hochilurwagen       auftreten, bei der     Kraftübertragung    zu ver  meiden. Das Radlager liegt in der Druck  linie. Das     Gebriebe    sitzt aussen, so     dass    es  beim Anhänger ohne sonstige bauliche Ver  änderungen fortfallen kann, wie auch ander  seits jeder Anhänger     besehriebener    Bauart  ohne wesentliche bauliche Veränderungen in  einen Motorwagen verwandelt werden kann.

    Dabei ist es durch unwesentliche Änderun  gen möglich, das neue Personenfahrzeug  als     seliienenloses    Strassenfahrzeug, zum Bei  spiel als     Troleybus,    auszubilden oder     ajs     Strassenbahnwagen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Per sonenbeförderung mit Rädern von normalem Durchmesser, gekennzeichnet durch einen niedrigen, das heisst einen Tritt hoch über der Strassendecke verlaufenden. durchgängig wa,grechten Flur.
    UNTERANSPRMIE: <B>1.</B> Elektrisch betriebenes Strassenfahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass sowohl der Antriebsmotor mit wagrecliter Achse und mit Vorgelege, Differential und Teilen eines Kardan- trie-bes, wie auch die anzutreibende Lauf- radac'hse, die dazu gehörigen Lager und Vorgelege, sowie Kegelräderpaare und ge lenkige Kupplungen jeweils zwischen dem Wagenprofil und den Sitzen angeordnet sind. 2.
    Elektrisch betriebenes Strassenfahrzeug nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass der mitt lere Teil jeder Kardanwelle abwärts ge neigt ist. <B>3.</B> Elektrisch betriebenes Strassenfahrzeug nach Patentanspruch und Unteransprueli <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass minde stens ein Zahnrad (h') beim Differential <B>(g')</B> auf einer Hohlwelle sitzt, die eine Welle mit andern Differentialteilen um schliesst. 4.
    Elektrisch betriebenes Strassenfalirzeug nach Patentanspruell und Unteransprucli <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass die Lauf- radar-lisen gekrüpft sind und die Kröp- fungen in Auswölbungen der Radscheiben der Laufräder sich befinden.
    <B>5.</B> Elektrisch betriebenes Strassenfahrzeug nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass die Antriebsmotoren mit Vorgelege und Teilen des Kardantriebes, wie auch die Radachsen, die dazu gehöri gen Lager und Vorgelege, sowie andere Teile des unterhalb der Laufradmitte an greifenden Kardantriebes in verschiede nen Hohlräumen untergebracht sind, die nach oben von Sitzfläclien und nach un ten von Wagenkastenprofilen begrenzt sind.
    <B>6.</B> Elektrisch betriebenes Strassenfahrzeug nach Patentanspruch und Unteranspruch <B>5,</B> mit einem Getriebe ohne Differential, dadurch gekennzeichnet, dass jeder Motor ein auf einem Achssiummel (e#) sitzen des Laufrad mittelst eines Vorgeleges am Motor selbst<B><I>(g', g')</I></B> und eines weiteren Vorgeleges (gJ, <B><I>g')</I></B> antreibt.
CH149593D 1929-05-07 1930-04-28 Elektrisch betriebenes Fahrzeug zur Personenbeförderung. CH149593A (de)

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