CH149822A - Kühlanordnung für Glasgleichrichter. - Google Patents

Kühlanordnung für Glasgleichrichter.

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CH149822A
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Industrie Elin Akt Elektrische
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Elin Ag
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  Kühlanordnung für     Glasgleichrichter.       Die Erfindung betrifft eine neue Kühlan  ordnung für Glasgleichrichter. Bei der üb  lichen Bauart sitzt der Ventilator unterhalb  des Kolbens und bläst den Luftstrom von der  Kathode an den Armen vorüber gegen den  Kühldom. Diese Anordnung geht von der  physikalisch richtigen Anschauung aus, dass  der Widerstand der     Kühlluftbewegung    am  geringsten ist und die erwärmte Luft am  .raschesten weggeführt wird, ohne zu dem zu  kühlenden Gefäss wieder     zurückkehren    zu  können, wenn die Luftbewegung so wie bei  der natürlichen Kühlung von unten nach  oben gerichtet ist.

   Die Anodenarme erschwe  ren jedoch hierbei eine glatte Strömung der  Luft und geben zur     Wirbelbildung    Veranlas  sung, so dass man, um am     eigentlichen    Kühl  körper, dem Kühldom eine     richtige    Luft  strömung zu erreichen, oftmals     zylindrisch     oder     kegelig    geformte     Luftführungsbleche          anordnet.    Bei Untersuchung der Temperatur  verteilung eines im Betrieb befindlichen    Glaskolbens fällt auf, dass gerade jener Teil,  der am kühlsten gehalten werden soll, der  Kühldom, mit Luft in Berührung kommt, die  bereits durch     Vorüberstreichen    an den heisse  sten Kolbenteilen, den Anodenarmen, er  wärmt wurde.

   Doch auch wenn man die       Kühlluftmenge    so hoch wählt, dass die Luft  auf ihrem Kühlweg nicht merklich erwärmt  wird, besitzt die gebräuchliche Anordnung  noch den Nachteil, dass sich über der Kühl  domcalotte eine tote, zur Kühlung nicht aus  genützte Zone bildet.  



  Erfindungsgemäss werden die vorerwähn  ten Nachteile dadurch vermieden, dass Kühl  luft zuerst dem Kühldom und dann erst wei  teren Teilen des     Gleichrichtergefässes    zuge  führt wird. Die nach unten gedrückte er  wärmte Luft hat natürlich das Bestreben, auf  kürzestem Wege wieder hoch zu steigen und  sich mit der frischen Kühlluft zu mischen,  wodurch die Kühlwirkung ausserordentlich  beeinträchtigt werden könnte. Dieser Gefahr      kann durch geeignete Aufstellung der Gleich  richterzelle     bezw.    Raumausgestaltung vorge  beugt werden. Dann gewährleistet die neue  Anordnung eine gute Kühlung des Kühl  domes und vermeidet die Bildung toter Zonen.  Immerhin ergibt sich aber wegen der Anoden  arme noch eine nicht ganz geregelte Luftströ  mung.

   Eine Verbesserung derselben lässt sich  durch Anordnung eines     Luftführungsbleches,     nach     Fig.    1 (die Zeichnung zeigt verschiedene  Ausführungsbeispiele der     Erfindung)    zwi  schen Kühldom und Anodenarmen erzielen,  wodurch der Luftstrom in zwei parallele  Teile getrennt wird, deren innerer eine grö  ssere Luftmenge führen kann und den Kolben  bauptkörper auf seiner ganzen Länge, sowie  einen Teil der Unterarme und die Kathode       bespült,    während der äussere die Anodenarme  und den übrigen Teil der Unterarme be  streicht.  



  Da aber erfahrungsgemäss eine intensive  Kühlung der Anodenarme nicht immer er  wünscht ist, erweist es sich unter Umständen  als zweckmässig, die Luftführung entspre  chend     Fig.    2 auszugestalten. Bei dieser Bau  art     wird    der     Luftstrom    unterhalb der Ka  thode durch eine zweite Luftführung zur  Gänze, oder auch nur zum Teil umgelenkt  und den Anodenarmen entlang wieder nach  oben geführt, wodurch die Anodenarme nur  von vorgewärmter Luft bestrichen werden  und     somit    ihre Überkühlung verhindert wird.

    Die erforderliche Kühlluft selbst kann ent  weder, durch einen direkt über dem Kolben  befindlichen Ventilator gefördert werden, wie  auf den beiden Zeichnungen angedeutet; sie  kann aber auch mittelbar durch     Rohrleitun-          gen    zugeführt von einem beliebig aufzustel  lenden     Ventilator    oder Gebläse erzeugt wer  den.  



  Im weiteren Ausbau hat es sich besonders  für den Übergang auf grössere Leistungen als  vorteilhaft erwiesen, die Kolbenform in Ab  weichung von der bisher üblichen Birnenform  zu ändern, dem Kühldom eine schlanke, even  tuell nur aus Festigkeitsgründen von der       reinen    Zylinderform abweichende Gestalt zu  geben und eine ganz straffe Luftführung    mit verhältnismässig geringen Strömungs  querschnitten vorzusehen, was zwangsweise  eine Erhöhung der Strömungsgeschwindig  keit der Kühlluft bedingt, gleichzeitig aber  eine beträchtliche Intensivierung ihrer Kühl  wirkung zur Folge hat.  



       Fig.    3 zeigt schematisch eine derartige  Anordnung; dabei bedeutet:     K    den     Glas-          kclben,        LFi    -die Luftführung längs des  eigentlichen Kühlraumes,     LF2    die Luftfüh  rung, welche den Luftstrom zum Teil zur  Kühlung der Arme umlenkt, zum Teil     zur     Kühlung des Kolbenunterteils nach der Ka  thode zu abführt.  



  Da,     richtige        Dimensionierung    der Ano  den, Anodendurchführungen,     sowie    der       Lichtbogenquerschnitte    und Längen voraus  gesetzt, die Gefässleistung im wesentlichen  von der Oberfläche des     Kühlraumes    abhängt,  ist es, um bei hohen Leistungen keine zu un  handlichen Gefässe zu bekommen, nahelie  gend, die Kühloberfläche durch Gestaltung  des Kühlraumes nach     Fig.    4 oder 5 zu ver  grössern. Das Volumen des Kühlraumes wird  zwar durch die Anordnung eines oder meh  rerer nach innen ragender Stutzen verklei  nert. Die Kühloberfläche nimmt jedoch um  die Oberfläche dieser Stutzen zu.

   Bei Ver  wendung dieser zusätzlichen Stutzen ist zu  beachten, dass durch die der dem Queck  silberdampf zur Verfügung stehende Quer  schnitt nicht     allzusehr    verkleinert werden  darf, da die sonst auftretende Dampfstauung  den Gewinn an Kondensationsfläche unwirk  sam macht.  



  Die für einen Kolben nach     Fig.    4 nötigen  Luftführungen sind in     Fig.    6 schematisch  angegeben und mit     LFi,        LF2    und     LFs    be  zeichnet; der Weg der Kühlluft ist durch die  eingezeichneten Pfeile klar ersichtlich. Für  den eigentlichen Kühlraum ist also auch bei  dieser Anordnung     das:    Gegenstromprinzip,  Bewegungsrichtung der Kühlluft entgegen  der Bewegungsrichtung des Quecksilber  dampfes, streng gewahrt.  



  Die den vorstehenden Kolbenformen ge  meinsame straffe Luftführung, längs des  eigentlichen Kühlraumes bedingt, wie schon      erwähnt, um überhaupt genügende Kühlluft  mengen durch die engen Strömungsquer  schnitte zu bringen, hohe Luftgeschwindig  keiten, die mit Ventilatoren nicht immer zu  erzielen sind, so dass die Luftförderung viel  fach einem Gebläse mit Drucken bis zu  200 mm WS und darüber überlassen werden  muss. Es ist jedoch keineswegs nötig, die Ge  bläse etwa für dieselbe Luftmenge zu dimen  sionieren, die bei     Ventilatorbeblasung    erfor  derlich war.

   Die Kühlwirkung der Luft ist  bei grossen Strömungsgeschwindigkeiten, eine       günstigere    und     wird    die Kühlluft bei straffer  Luftführung nahezu     vollkommen    ausgenützt,  das heisst bläst mit gleichmässiger Temperatur  ab, während die von Ventilatoren auch mit  den besten bisher bekannten Luftführungen  an den Gefässen entlang geblasenen Luft  mengen nur sehr ungleichmässig erwärmt und  somit nur zu einem geringen Bruchteil küh  lend verwertet wurden.  



  Die straffe     Luftführung        mit    der gün  stigeren     '#ffirkung    einer geregelten     Strömung     hoher Geschwindigkeit ist     mit    einfachen     Mit-          ieln    nur bei den schlank gestalteten Kolben  formen möglich, aber auch da nur längs des  eigentlichen Kühlraumes, während sich an  den kompliziert gestalteten Armen, sofern  nicht eine Einzelverschalung derselben vorge  nommen wird, geringere     Luftgeschwindig-          keiten    und eine mehr oder minder ungeregelte       Strömung    ergeben.

   Da eine allzu weitgehende       Einschachtelung    des Glasgefässes     mit    Rück  sicht auf Schwierigkeiten beim Ein- und  Ausbau besser     vermieden        wird,    kann es er  forderlich sein, die vom Gebläse zu fördernde       Kühlluftmenge    über jene am     eigentlichen     Kühldom notwendige hinaus zu steigern,     um     eine ausreichende     Strömung    längs der Arme  und des Kolbenunterteils zu erzielen. Die  Förderung grosser     Luftmengen    unter hohen  Drucken     wirkt    jedoch durch den beträcht  lichen Leistungsbedarf verschlechternd auf  den Wirkungsgrad der Anlage.

   Es ist daher  vorteilhafter, dem Kühldom nur die tatsäch  lich nötige Luftmenge     zuzuführen    und dieser  Luft die ihr beim     Austritt    aus dem     Quer-          schnitt    F2     (Fig.    7) innewohnende Geschwin-         digkeit    durch Anordnung einer weiteren  Luftführung     LFa,    die in Zusammenarbeit mit  der Luftführung     LFi    eine     injektorartige          Wirkung    ergibt,

   zur     Ansaugung    zusätzlicher       Luftmengen    zu verwerten und dadurch bei  kleinerem Energieaufwand eine auch für die  Arme und den Kolbenunterteil entsprechende  Kühlwirkung zu erzielen.  



  Die Anordnung nach     Fig.    7 trägt den ver  schiedenen Bedingungen     bezw.    Temperaturen  im Kühlraum und an den Anodenarmen be  reits Rechnung und sieht für den ersteren  eine geringe Luftmenge mit scharfer     Bebla-          sung    und hoher Luftgeschwindigkeit vor,  während für letztere grössere Luftmengen  mit geringeren Geschwindigkeiten verwendet  werden. Eine ähnliche Wirkung lässt sich  durch Kombination des Gebläses mit einem  Ventilator erreichen. Diese Anordnung ist in       Fig.    8 dargestellt.

   Der eigentliche Kühldom  ist wieder mit den Luftführungen     LFG    und  Ms ausgerüstet und wird von der bei E  ein- und bei A austretenden     Gebläseluft    um  spült. Bei A     mischt    sich die     Gebläseluft    mit  den von unten durch den     Ventilator    geförder  ten     Luftmengen,    für die ebenfalls eine Luft  führung     LF2    vorgesehen ist, wodurch auch  der Kathodenteil des Kolbens und die  Anodenarme in richtiger Weise von Luft um  spült und gekühlt werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Kühlanordnung für luftgekühlte Glas gleichrichter, dadurch gekennzeichnet, dass Kühlluft zuerst dem Kühldom und dann erst weiteren Teilen des Gleichrichtergefässes zu geführt wird. ÜNTERANSPRUCHE: 1. Kühlanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zwischen- Kühl dom und Anodenarmen Luftführungs- wände angeordnet sind. 2.
    Kühlanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeich net, dass eine Luftführung unterhalb der Anodenarme angebracht ist, durch welche die vom Kühldom kommende Luft gänzlich oder teilweise umgelenkt und zu den Anodenarmen geführt wird. Kühlanordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 2, dadurch ge kennzeichnet, dass ein Ventilator zur Be schaffung der Kühlluft oberhalb des Kühldomes angebracht ist. 4.
    Kühlanordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen rund 2, dadurch ge kennzeichnet, dass längs des eigentlichen Kühldomes eine höhere Luftgeschwindig. keit und eine geringere Luftgeschwindig keit längs des Kathodenteils, sowie der Anodenarme erzeugt wird. 5. Kühlanordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlluft geringer Geschwindigkeit durch Injektorwirkun" der den Kühldom verlassenden Kühlluft herbeigeschafft wird. 6.
    Kühlanordnung nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1, 2 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Kühlluft geringer Geschwindigkeit durch einen besonderen Ventilator geliefert wird. 7 Kühlanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass zur künstlichen Luftkühlung hohe Luftgeschwindigkeiten entsprechend Drucken bis zu 200 mm WS und darüber verwendet werden. B. Kühlanordnung nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass durch geeignete Formgebung der luftbespülten Kolben teile weitere Kondensationsflächen ge schaffen werden. 9. Kühlanordnung nach Patentanspruch und Unteranspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kühldom einen oder mehrere ins Innere ragende geschlossene Stutzen trägt.
CH149822D 1929-08-28 1930-08-26 Kühlanordnung für Glasgleichrichter. CH149822A (de)

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