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Quecksilberdampfglasgleichrichter.
Im weiteren Ausbau der Kühlanordnung für Quecksilberdampfglasgleichrichter nach dem Stammpatent Nr. 120207 hat es sieh besonders für den Übergang auf grössere Leistungen als vorteilhaft erwiesen, die Kolbenform in Abweichung von der bisher üblichen Birnenform zu ändern, dem Kühldom eine schlanke, nur aus Festigkeitsgründen von der reinen Zylinderform abweichende Gestalt zu geben und eine ganz straffe Luftführung mit verhältnismässig geringen Strömungsquerschnitten vorzusehen, was zwangsweise eine Erhöhung der Strömungsgeschwindigkeit der Kühlluft bedingt, gleichzeitig aber eine betracht- liche Intensivierung ihrer Kühlwirkung zur Folge hat.
Fig. 1 zeigt schematisch eine derartige Anordnung, dabei bedeuten : K den Glaskolben, LF 1 die Luftführung längs des eigentlichen Kühlraums, LF 2 die Luftführung, welche den Luftstrom zum Teil zur Kühlung der Arme umlenkt, zum Teil zur Kühlung des Kolbenunterteils nach der Kathode zu abführt.
Die straffe Luftführung längs des eigentlichen Kühlraums bedingt, wie schon erwähnt, um überhaupt genügende Kühlluftmengen durch die engen Strömungsquerschnitte zu bringen, hohe Luftgesehwin- digkeiten von 30 m/sek und darüber, die mit Ventilatoren nicht immer zu erzielen sind, so dass die Luftförderung vielfach einem Gebläse mit Drucken von etwa 50-200 mm WS überlassen werden muss.
Die obere Grenze des verwendeten Gebläsedruckes ist lediglich durch den wirtschaftlich noch tragbaren Leistungsaufwand für die Kühlung gezogen. Es ist jedoch keineswegs nötig, die Gebläse etwa für dieselbe Luftmenge zu dimensionieren, die bei Ventilatorbeblasung erforderlich war. Die Kühlwirkung der Luft ist bei grossen Strömungsgeschwindigkeiten eine günstigere, und die Kühlluft wird bei straffer Luftführung nahezu vollkommen ausgenutzt, d. h. sie bläst mit gleichmässiger Temperatur ab, während die von Ventilatoren auch mit den besten bisher bekannten Luftführungen an den Gefässen entlang
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kühlend verwertet wurden.
Die straffe Luftführung mit der günstigeren Wirkung einer geregelten Strömung hoher Geschwindigkeit ist mit einfachen Mitteln nur bei schlank gestalteten Kolbenformen möglich, aber auch da nur längs des eigentlichen Kühlrumes, während sieh an den kompliziert gestalteten Armen, sofern nicht : ine Einzelverschalung derselben vorgenommen wird, geringe Luftgesehwindigkeiten und eine mehr oder minder ungeregelte Strömung ergeben. Da eine allzu weitgehende Einschachtelung des Glasgefässes mit Rücksicht auf Schwierigkeiten beim Ein-und Ausbau besser vermieden wird, kann es erforderlich sein, die vom Gebläse zu fördernde Kühlluftmenge über jene am eigentlichen Kühldom notwendige hinaus m steigern, um eine ausreichende Strömung längs der Arme und des Kolbenunterteils zu erzielen.
Die Zuführung dieser Luftmenge über den Kühldom würde entweder, sofern der Gebäsedruck nicht erhöht werden soll, eine Vergrösserung der Luftquerschnitte längs des Kühldomes notwendig machen ) der eine weitere Erhöhung der Luftgeschwindigkeit und somit des Gebläsedruekes bedingen. Die Ver- (rösserung der Luftquersehnitte, längs des eigentlichen Kühldomes, ist im Interesse einer möglichst ; leichmässigen Ausnutzung der Luft unerwünscht.
Die Förderung grosser Luftmengen unter allzu hohen
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Anlage, so dass es vorteilhafter ist, dem Kühldom nur die an ihm tatsächlich nötige Luftmenge zuzuführen und diese auf ihren weiteren Kühlweg längs der übrigen Teile des Gefässes mit einer zusätzlichen Luftnenge zu ergänzen. Dies kann z. B. durch Speisung der Luftführung LF 2 mittels einer vom Gebläse
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werden. Diese Anordnung ist in Fig. 2 dargestellt. Der eigentliche Kühldom ist wieder mit den Luft- führungen LF 1 und LF 3 ausgerüstet und wird von der bei B ein-und bei A austretenden Gebläseluft umspült.
Bei A mischt sich die Gebläseluft mit den von unten durch den Ventilator geförderten Luftmengen, für die ebenfalls eine Luftführung LF 2 vorgesehen ist, wodurch auch der Kathodenteil des Kolbens und die Anodenarme in richtiger Weise von Luft umspült und gekühlt werden.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Glasgleichrichter mit Kühlanordnung nach Patent Nr. 120207, dadurch gekennzeichnet, dass zur künstliehen Luftkühlung hohe Luftgeschwindigkeiten entsprechend Drucken von 50-200 mm TVS und darüber verwendet werden.