CH149868A - Einkammerdruckluftbremse mit Löseventil. - Google Patents

Einkammerdruckluftbremse mit Löseventil.

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CH149868A
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Aktiengesellschaf Knorr-Bremse
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Knorr Bremse Ag
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Description


      Einkammerdruckluftbremse    mit Löseventil.    Gegenstand der     Erfindung    ist eine Ein  kammerdruckluftbremse mit     einem    Löse  ventil, das bekanntlich für das     abgestufte     Lösen der Bremse vorgesehen ist.  



  Es sind     Einkammerdruckluftbremsen    mit  Löseventil und     Übertragungskammer    be  kannt, bei denen das von     Hauptleitungs-    und       Hilfsbehälterdruck    gesteuerte, mit der be  kannten Füllnut versehene Steuerventil (zum  Beispiel ein     Westinghouse-    oder     Knorr-Ven-          til)

      den Einlass und     Auslass    der Über  tragungshammer steuert und bei denen an  die beim Lösen der Bremse     mit    dem Brems  zylinder in Verbindung tretende     Auslass-          öffnung    des Steuerventils das     Löseventil    an  geschlossen ist, das durch den veränderlichen  Hauptleitungsdruck, ferner durch den Druck  eines Steuerbehälters, der auf der Höhe des  höchsten Leitungsdruckes (völlig gelöste  Bremse) erhalten     wird,

      und schliesslich durch  den     Bremszylinderdruck    gesteuert wird und  den letzteren nach Massgabe der Erhöhung    des Leitungsdruckes durch Ablassen von       Bremszylinderluft    ins Freie vermindert. .  



  Diese bekannten     Einkammerdruckluft-          bremsen    sind in ihrer Wirkung nicht unter  ollen Umständen zufriedenstellend.  



  Fährt ein mit derartigen Bremsvorrich  tungen ausgerüsteter Zug ein Gefälle herab,  und es erweist sich, dass nach einer Brem  sung ein Herabmindern des Bremszylinder  druckes notwendig ist, so werden für die       Herbeiführung    der beabsichtigten Lösestufe  durch entsprechende Erhöhung des Leitungs  druckes die Steuerventile in die Lösestellung  umgesteuert, in der sie zunächst verbleiben.

    Erweist es sich nun als notwendig, die  Bremswirkung nur um einen geringen Be  trag zu erhöhen, den     Bremszylinderdruck     beispielsweise von 1     Atm.    auf 1,3     Atm.    zu  steigern, so sprechen die Steuerventile auf  die dafür notwendige, nur geringe     Leitungs-          druckverminderung    von 0,1     Atm.    nicht an,  weil sieh der     Hilfsbehälterdruck    mit dem      ihm gegenüber nur wenig     verminderten     Hauptleitungsdruck über die Füllnut der  Steuerventile ausgleicht, ohne dabei die Be  wegungswiderstände von Steuerkolben und  Steuerschieber überwinden zu können.

   Die  vom Steuerventil überwachte Übertragungs  kammer ist aber, solange sich das Steuer  ventil in der     Lösestellung    befindet, entlüftet.  Damit die     Steuerventile.in    die für die Ver  stärkung der     Bremswirkung    erforderliche  Bremsstellung gelangen können, ist also eine  stärkere     Druckminderung    als 0,1 Alm. in der  Hauptleitung notwendig, die sich dadurch,  dass die Übertragungskammern     Leitungsluft     aufnehmen,     selbsttätig    verstärkt.

   An Stelle  der beispielsweise beabsichtigten     Leitungs-          druckverminderung    von 0,1     Atm.    tritt eine       Verminderung    von mindestens 0,3     Atm.    ein,  die notwendig ist, um in einem langen Zuge  sämtliche Steuerkolben über die Füllnut zu  verschieben. Dieser Verminderung entspricht  aber ein Zuwachs an     Bremszylinderdruck,          der    erheblich höher ist als 0,3     Atm.    und etwa.

    0,9 bis 1,2     Atm.        beträgt.    Es ergibt sich dar  aus, dass mit der bekannten Einrichtung eine  Erhöhung der Bremswirkung in den mit  unter erforderlichen     kleinen    Stufen nicht  möglich ist.  



  Die Erfindung bezieht sich auf eine Ein  kammerdruckluftbremse mit einem Löse  ventil, bei der dieser Nachteil der bekannten       Einrichtungen    dadurch vermieden ist, dass  das Steuerventil die Füllung des Brems  zylinders beim Bremsen bewirkt und sein  Steuerkolben nach einer Lösestufe und er  folgtem Druckausgleich zwischen dem     Hilfs-          luftbehälter    und der Hauptleitung in, be  kannter Weise über die Füllnut hinaus  gJeitet und die Verbindung     zwischen    dem       Hilfsluftbehälter        und    der Hauptleitung un  terbricht, damit das Steuerventil bei     lan,

  -          samster    Druckverminderung in der Haupt  leitung in Bremsstellung bewegt wird, da  gegen das     Löseventil    in diesem Falle nicht  in Tätigkeit tritt.  



  Ein Ausführungsbeispiel der Bremse  nach der Erfindung ist auf der     Zeichnung     schematisch dargestellt.         St    ist das an die Hauptleitung L an  geschlossene Steuerventil (zum Beispiel ein       Westinghouse-    oder     Knorr-Ventil)    mit der  Füllnut<I>n.</I> Der Steuerschieber<I>s</I> und Steuer  kolben 7c stehen unter dem Einfluss der Fe  der f, die diese Teile nach erfolgtem Druck  ausgleich zwischen     Hilfsluftbehälter    B und  Hauptleitung L so weit zurückschiebt, dass  der Steuerkolben k über die Füllnut     n    hin  ausgleitet und diese abschliesst.

   Der Steuer  schieber s beherrscht in bekannter Weise  die     Zuströmung    der     Hilfsbehälterluft    nach  der zum     Bremszylinder    C führenden Lei  tung e.     1Vl    ist das bekannte sogenannte Min  destdruckventil. B ist der     Hilfsluftbehälter,     der bei in Lösestellung stehendem Steuer  ventil über die Füllnut n gefüllt wird.     Ü     ist die bekannte sogenannte Übertragungs  kammer, deren Füllung und Entlüftung  durch das Löseventil D überwacht wird.

   Als  Überwachungsorgan ist der Schieber     sl    dar  gestellt, der sogleich zu Beginn des     Anhubes     des Steuerkolbens     k,.    des Löseventils<I>D</I> die  Verbindung der Übertragungskammer Ü mit  der     Freiluftöffnung        icl    verschliesst und die  Verbindung zwischen der Hauptleitung L  und der Übertragungskammer Ü herstellt.

    Das Löseventil D entspricht in der dar  gestellten Ausführungsform dem vereinfach  ten     Drolshammerventil    mit     tbertragungs-          kammer,    wie es zum Beispiel in den schwei  zerischen Patentschriften Nr. 119106 (Steuer  ventil) und Nr.<B>126111</B> (Übertragungskam  mer) dargestellt und beschrieben ist.  



  Beim erstmaligen Auffüllen der Haupt  leitung<I>L</I> wird der     Hilfsluftbehälter   <I>B</I> in  bekannter Weise über die Füllnut n auf  gefüllt, indem der Steuerkolben     k    des Steuer  ventils von dem     Druck    in der Hauptleitung  L nach links unter Zusammenpressen der Fe  der f verschoben wird und die Füllnut     n    frei  gibt. Nachdem im     Hilfsluftbehälter    B der  normale Druck von 5     Atm.    in der Haupt  leitung L erreicht ist, wird der Steuerkolben       k    des Steuerventils von der Feder<I>f</I> nach  rechts verschoben, wodurch die Füllnut n  wieder abgeschlossen wird.

   In dieser Stel  lung schliesst der Steuerschieber s des Steuer-           ventils    die Verbindung zwischen dem     Hilfs-          luftbehälter    B und der- zum Bremszylinder  C führenden Leitung e ab. Während dieses  Vorganges ist die Steuerkammer     BI    des  Löseventils D über dessen Füllnut n, auch  auf 5     Atm.    aufgefüllt worden, und es sind  nun der Bremszylinder C und die Leitung e  über die Öffnung o im     Auslassregulierkolben     <I>p</I> des Löseventils und die Öffnung<I>r</I>     mit-der     Aussenluft verbunden.

   Beim Bremsen durch  Vermindern des Leitungsdruckes um zum  Beispiel 0,5 Alm. bewegen sich der Steuer  kolben k und der Steuerschieber s des Steuer  ventils etwas nach rechts, wodurch der  Steuerschieber s die     Zuströmung    von     Hilfs-          behälterluft    nach dem Bremszylinder C  freigibt. Nachdem durch diese Überströmung  der Druck im     Hilfsluftbehälter    B etwas  kleiner als der verminderte Hauptleitungs  druck geworden ist, schiebt dieser den       Steuerkolben    k und den Schieber s zurück,  und der letztere sperrt die     Zuströmung    von       Hilfsbehälterluft    wieder ab.

   Bei diesem Ver  mindern des     Hauptleitungsdruckes    werden  der Steuerkolben k und der     Auslassregulier-          kolben   <I>p</I> des     Löseventils   <I>D</I> durch den an  nähernd konstanten Druck     in    der Steuer  kammer B, nach oben verschoben. Dadurch  wird zunächst die Füllnute n, abgesperrt.

    Gleichzeitig schliesst der Steuerschieber s,  die Übertragungskammer     Ü    von der Aussen  luft ab und verbindet sie mit der Hauptleitung  I. über den Kanal     u2.    Durch diese Bewegung  des Steuerkolbens k, wird auch der     Auslass-          regulierkolben    p nach oben verschoben, wo  durch dessen     Ausströmöffnung    o abge  schlossen wird und während des Bremsens  geschlossen bleibt. Soll jetzt die Bremskraft  ein klein wenig vermindert werden, wird der       Hauptleitungsdruck    um zum Beispiel 0,15       Atm.    erhöht.

   Dadurch wird der Steuer  kolben<I>k</I> des Steuerventils     St        etwas    nach  links verschoben, wodurch dessen Füllnute     n     freigelegt     wird.    Der     Hilfsluftbehälter    B  wird auf den erhöhten Hauptleitungsdruck  aufgefüllt. Dann verschiebt die Feder f den  Steuerkolben k nach rechts und schliesst die  Füllnute n wieder ab. Während dieses Vor-         ganges    hat sich der Steuerkolben     k,    des Löse  ventils D durch die Erhöhung des Haupt  leitungsdruckes ganz wenig nach unten be  wegt, und zwar nur um so viel, dass die Off  nung o des     Auslassregulierkolbens    p geöffnet  wird.

   Dadurch strömt etwas Luft     aus    dem  Bremszylinder ins Freie, bis nach dem Er  reichen eines bestimmten     Bretnszylinder-          druckes    die Feder f, den     Auslassregulier-          kolben    p wieder nach oben verschiebt und die       Auslassöffnung    o wieder absperrt. Während  dieses Vorganges ist der Steuerkolben     7,-,    des       Löseventils    D nicht so weit nach unten be  wegt, dass der Schieber s, die Übertragungs  kammer     1I    entlüften kann oder die Füllnute  n, freigelegt wird.

   Soll die Bremskraft wie  der ein klein wenig erhöht werden, braucht  der Hauptleitungsdruck nur um zirka 0,1       Atm.    wieder vermindert zu werden. Der  Steuerkolben k des Steuerventils wird sofort  nach rechts bewegt, da dessen Füllnute     n     abgesperrt ist, und der Schieber s gibt die       Zuströmung    von     Hilfsbehälterluft    in den  Bremszylinder wieder frei. Die Übertra  gungskammer     Ü    bleibt nach dem ersten Ein  schalten während der Bremsvorgänge stet  eingeschaltet und daher unwirksam     unil    wird  erst entlüftet, wenn die Bremse     annähernd     oder ganz gelöst ist.

   Ein sehr feines Ver  stärken der Bremskraft nach einer     Lösestufe     ist daher möglich. Bei einer fortdauernden  ganz langsamen     Druckverminderung    von  0,1     Atm.    in 15 Sekunden in der Hauptleitung  darf aus verschiedenen Gründen nach den  neuesten Bedingungen für die Zulassung  einer Bremse für den internationalen Güter  verkehr die Bremse nicht in Tätigkeit treten.  Diese Bedingung ist bei der dargestellten  Bremse erfüllt., Bei langsamster Druckver  minderung in der Hauptleitung tritt zwar  das Steuerventil     St    sofort in Tätigkeit, und  der Schieber s lässt ganz wenig Hilfsbehälter  luft in die Leitung e und in den Bremszylin  der C strömen.

   Sofort nachdem der Druck  im Hilfsbehälter etwas unter den verminder  ten     Hauptleitungsdruck    gefallen ist, sperrt  der Schieber s die     Zuströmung    wieder ab.  Die     in    die Leitung e einströmende Luft kann      keinen Druck in dem Bremszylinder C ver  ursachen, weil diese kleine Luftmenge durch  die offene     Öffnung    o des     Auslassregulier-          kolbens    p ins Freie     strömt,    da der Steuer  kolben     k,    des     Löseventils    wegen der Grösse  der Füllnute     n,.    erst bewegt wird,

   wenn die       Druckverminderung    in der Hauptleitung  schneller als 0,1     Atm.    in 15 Sekunden er  folgt. Die beschriebene Bremse erfüllt auch  die folgende Bedingung für die Zulassung  einer Bremse für den     internationalen    Ver  kehr. Der normale     Hauptleitungsdruck    von  5     Atm.    soll auf 6     Atm.    erhöht und dann eine  Vollbremsung ausgeführt werden.

   Dann soll  der     Hauptleitungsdruck    wieder auf 6     Atm.     erhöht werden und dann ganz langsam ent  sprechend 0,1     Atm.    in 15 Sekunden auf  5     Atm.    vermindert werden und nach Errei  chung desselben eine Vollbremsung aus  geführt und dann der Hauptleitungsdruck  wieder auf 5     Atm.    erhöht werden. Dann  müssen sämtliche Bremsen eines Zuges ganz  gelöst sein.  



  Durch die angegebene Ausführung des       Löseventils    D kann auch erreicht werden, dass  die Grösse der     Bremszylinderdrücke    unab  hängig von dem jeweiligen Kolbenhub des  Bremszylinders wird, weil bei kleinen  Kolbenhüben     entsprechend    viel Luft aus dem  Bremszylinder     entweicht,    da der Widerstand  des Löseventils gegen die zur     Auslassöffnung     nötige Bewegung nur von der Grösse der  Druckverminderung in der     Hauptleitung     abhängig ist.

   Die maximale Höhe des Brems  zylinderdruckes, zum Beispiel 4     Atm.,    ist    durch das Löseventil     bestimmt    und kann  auch bei einer Überladung der Hauptleitung  und des     Hilfsluftbehälters    von 5 zum Bei  spiel auf 6     Atm.    und auch bei Anwendung  von ganz kleinen Bremskolbenhüben nicht  vergrössert werden, wodurch ein Räder  schleifen vermieden wird.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Einkammerdruckluftbremse mit Löseven til, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuer ventil (St) die Füllung des Bremszylinders (C) beim Bremsen bewirkt und sein Steuer kolben (k) nach einer Lösestufe und erfolg tem Druckausgleich zwischen dem Hilfsluft- behälter (B) und der Hauptleitung (L) in bekannter Weise über die Füllnut (n) hin ausgleitet und die Verbindung zwischen den genannten Räumen<I>(B)</I> und<I>(L)</I> unterbricht,
    damit das Steuerventil auch bei langsamster Druckverminderung in der Hauptleitung in Bremsstellung bewegt wird, dagegen das Löseventil in diesem Falle nicht in Tätig keit tritt. UNTERANSPRUCH: Einkammerdruckluftbremse mit Löseven til nach Patentanspruch, dadurch gekenn zeichnet, dass das Löseventil D wenigstens die Einströmung in die Übertragungskammer überwacht.
CH149868D 1929-08-07 1930-06-27 Einkammerdruckluftbremse mit Löseventil. CH149868A (de)

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