CH150032A - Verfahren zur Herstellung von Konturen für Druckzylinder beim Textildruck. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Konturen für Druckzylinder beim Textildruck.

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CH150032A
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  Verfahren zur Herstellung von Konturen für     Druckzylinder    beim Textildruck.    Bekanntlich werden beim Textildruckver  fahren die     Druckflächen:    :der Druckzylinder       mit        Haschuren        (Rakelstützen    und     Farb-          halter)    versehen, welche die Druckfläche in       einzelne    Teilflächen zerlegen, während sie  selbst an der Farbabgabe nicht teilnehmen.

    Es ist nun unbedingt erforderlich, diese von       Haschuren    durchzogenen Flächen mit Kon  turen zu begrenzen, um ein unregelmässiges  Auslaufen der Farben auf dem Stoffe zu  verhindern.     Ein    Auslaufen der Farben er  folgt auf jeden Fall, jedoch wird in letz  terem Falle der dünnflüssigen Farbe der  Weg vorgeschrieben, indem nämlich das  Auslaufen entlang der Konturen erfolgt. Bis  her wurden .die Konturen, sowie auch die       Haschuren    entweder mit dem Stichel oder  durch Ätzen hergestellt.

   Diese Art bedingt  eine zeitraubende Arbeit, die ausserdem noch  ein unvollkommenes     Ergebnis        zeitigt.    Die  Nachteile der     bekannten    Herstellungsarten  werden nun durch .das neue Verfahren zur  Herstellung von Konturen und     Haschuren       für Druckzylinder beim Textildruck besei  tigt, deren wesentliches Kennzeichen darin  besteht, dass vom Original auf photographi  schem Wege     ein    Negativ angefertigt und  von diesem Negativ im Kontaktverfahren  (Schicht- auf Schichtkopieren) ein Diaposi  tiv hergestellt wird, wonach beide. (Negativ       und    Diapositiv) auf physikalischem Wege,  z.

   B. mittelst Quecksilber, Kupfer, Blei oder       dergleichen,    verstärkt und unter genauestem       Aufeinanderpassen    auf eine photographische  Platte     projiziert    werden, wobei     vermittelst     des Negativs     mit    verkleinertem     Schatten     und des Positivs mit vergrössertem Schatten.  wie im folgenden beschrieben, eine kleine  Randdifferenz entsteht., deren Bilder in üb  licher Weise auf den Druckzylinder über  tragen werden.  



  Das Verfahren kann im einzelnen folgen  dermassen ausgeführt werden:  Zunächst werden für das Verfahren ge  mäss .der     Erfindung    am Original an geeig  neten Stellen     Passkreuze    eingetragen. Dann      erfolgt die photographische Aufnahme ge  wöhnlich mit hart arbeitenden Platten. Für  den Farbenauszug sind entsprechende Filter  zu verwenden. Die Retusche auf den herge  stellten Negativen wird gewöhnlich in der  Weise ausgeführt, dass die ganze Platte mit  Ausnahme der zu reproduzierenden Farbe,  Pass- und     Rapportlinien    mit     Abdeckfarbe     übermalt wird. Die Farbstellen werden mit  Bleistift oder Graphit ausgeglichen oder       korrigiert;    mitunter werden auch diese Stel  len ausgeschabt.  



  Von diesem Negativ wird im Kontakt  (Schicht auf Schicht) ein Diapositiv auf hart  arbeitender     Platte    hergestellt.  



  Es     wird    nun dieses Negativ und das da  zugehörige     Diapositiv    auf physikalischem       bezw.    chemischem Wege verstärkt. Diese  Verstärkung geschieht in an sich bekannter  Weise in entsprechenden Bädern, zum.

   Bei  spiel in Bädern mit chemischen Entwicklern,  bei welchen Reduktionsmittel verwendet  werden, welche das freiwerdende Halogen  binden, zum Beispiel     Ferrooxalat,        Pyrogal-          lol,        Hydrochinon,        Eikonogen,        Paramido-          phenol,        Methol,        Amidol,        Glyzin    usw.

   Als  physikalische Entwickler kommen Flüssig  keiten zur Anwendung, die feste Stoffe aus  scheiden, gewöhnlich Gemische von     Silber-          salzen    mit schwachen     ReduktionsmitIteln,     zum Beispiel angesäuertes     Pyrogallol.        Gal-          lussäure,    hauptsächlich aber     Ferrosulfat.     Auch Quecksilberdämpfe werden als physi  kalische Entwickler verwendet.  



  Diese Verstärkung bewirkt eine Ver  grösserung der zum Beispiel Silber enthal  tenden Flächen, so dass ein Negativ mit ver  kleinertem Schatten und ein Positiv mit ver  grössertem Schatten entsteht. Die Differenz  dieser Flächen wird nun erfindungsgemäss  zur Bildung von Konturen verwendet.  



  In Verfolg der weiteren     Entwicklungs          phasen    des erfindungsgemässen Verfahrens  sind prinzipiell zwei Fälle zu     unterscheiden.     Der erste Fall ist folgender:  Steht eine     Negativ=Addiermaschine    zur  Verfügung, so werden die beiden Platten,  also das Negativ mit verkleinertem Schatten    und das Positiv mit vergrössertem Schat  ten auf ein und dieselbe Photoplatte proji  ziert, wodurch auf derselben Platte ein Posi  tiv mit verkleinertem Schatten und ein Nega  tiv mit vergrössertem Schatten entsteht.  



  Schaltet man nun bei der ersten Auf  nahme des Negativs mit verkleinertem Schat  ten einen positiven Linienraster vor (posi  tiven Film gleich dem     Originallinienraster,     feine Linien und grössere glasklare Zwischen  räume), so erhält man ein N     egativ    mit Kon  turen und     Hasehuren.    Dabei ist zu achten,  dass die Rückseite nach oben zu liegen  kommt, das heisst Schicht auf Schicht, da  sonst seitenverkehrte Bilder entstehen. Ist  nun der Rapport zu addieren, so ist von die  sem Konturen-,     Haschuren-Negativ    im Kon  taktverfahren ein Diapositiv herzustellen.  



  Der zweite beispielsweise Fall ist folgen  der:  Bei der Herstellung des     Konturen-          Haschuren-Negativs    wird, wie bereits aus  geführt wurde, Negativ und Diapositiv nach  einander kopiert, wobei das genaue Einpassen  mittelst des Einstellkreuzes auf dem Nega  tivrahmen erfolgt. Die Erfahrung hat aber  gezeigt, dass trotz der grössten Genauigkeit       Passdifferenzen    entstehen können. Dies kann  nun in der Weise umgangen werden, dass von  den beiden Photoplatten, welche zum Zwecke  der Herstellung von Konturen verstärkt wur  den, im Kontakt ein Negativ und ein Dia  positiv hergestellt wird.

   Die beiden Platten  zeigen dieselbe Konturendifferenz, welche  durch Abschwächung (zum Beispiel     durch     einen     Farmer'schen        Abschwächer)    noch er  höht     werden    kann. Beim Abschwächen kön  nen die     Passlinien    mittelst Bernsteinlack ge  schützt werden. Vorteilhaft ist es, für die  Herstellung des Diapositivs einen Film zu  verwenden, der leicht auf das Negativ ge  klebt werden kann. Beides ist dann in     d-er     Addiermaschine oder in einen photographi  schen Apparat, in welch letzterem Falle für  das Einstellen ein eigens zu diesem Zwecke  konstruierter Rahmen verwendet wird, auf  eine Photoplatte zu projizieren, wodurch ein  Konturendiapositiv entsteht.

   Es braucht      dann bloss der     Diapositivfilm    durch einen  negativen     Haschurenfilm    (feine glasklare  Linien und breite gedeckte Zwischenräume)       ersetzt    werden und neuerdings projiziert wer  den.  



  Man erhält auf diese Weise ein Diaposi  tiv mit     Haschuren    und Konturen, welches  zum Addieren der Rapporte sofort geeignet  ist.  



  In Ermangelung eines Projektionsappa  rates kann die Bildzerlegung in Konturen  und     Haschuren    bei gleichzeitiger     Addierung     der Rapporte durch direktes Kopieren auf  eine Zink- oder Aluminiumplatte 'erfolgen.  Zu diesem Zwecke sind von den beiden ver  stärkten Photoplatten mittelst Kontakt Filme  (zum Beispiel     Printonfilm)    herzustellen.  



  Die Metallplatte wird mit     Chromata.lbu-          min    lichtempfindlich gemacht und mittelst  eines Einteilungsbogens mit     Passkreuzen    ver  sehen. Dann wird der zusammengeklebte       Negativ-Diapositivfilm    auf der Metallplatte       eingepasst    und die     Platte    belichtet. Es ist  dann bloss der     Diapositivfilm    durch einen  negativen     Haschurenfilm    zu ersetzen und die  Platte neuerdings zu kopieren, wodurch man  ein Bild mit Konturen und     Haschuren    er  hält.

   Sobald der übrige Teil der lichtemp  findlichen Platte beim Kopieren geschützt  wird, kann diese Belichtung beliebig oft  wiederholt werden. Man erhält dadurch eine  umdruckfähige Platte mit addierten und in  Konturen und     Haschuren    zerlegten Bildern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Kon turen für Druckzylinder beim Textildruck, dadurch gekennzeichnet, dass vom Original auf photographischem Wege ein Negativ an- gefertigt und von diesem Negativ im Kon- taktverfahren (Schicht auf Schicht kopieren) ein Diapositiv hergestellt wird, wonach beide (Negativ und Diapositiv) durch physi kalische Entwicklung verstärkt und die so entstandene Flächenvergrösserung (die bei der direkten Verwertung der beiden ver stärkten Photoplatten als positiv und bei den Photoplatten, die im Kontaktverfahren von den beiden verstärkten Platten hergestellt werden, als negativ zu bezeichnen ist), auf eine photographische Platte projiziert wer den,
    die als. Kopiervorlage zur Herstellung der Druckform auf dem Zylinder dient. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Übertragung der Randdifferenzen auf die Platte auch die Hasehuren auf photographischem Wege übertragen werden. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Übertragen des Negativs und des Diapositivs auf die Platte nacheinander und bildgerecht er folgt. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Negativ auf das zugehörige Diapositiv bildgerecht aufein ander geklebt wird, wonach das so gebil dete Konturennegativ auf die Platte über tragen wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch und L7n- teransprüehen 1 bis 3, dadurch gekenn zeichnet, dass die Randdifferenzen zwi schen den Bildern des Negativs und des Diapositivs .durch besondere Mittel in zweckentsprechender Weise beeinflusst werden.
CH150032D 1930-03-04 1930-04-23 Verfahren zur Herstellung von Konturen für Druckzylinder beim Textildruck. CH150032A (de)

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