CH150041A - Einrichtung zur Ermittlung der für das Beschiessen von Luftzielen erforderlichen Geschützdaten mit Hilfe von Rechenvorrichtungen. - Google Patents

Einrichtung zur Ermittlung der für das Beschiessen von Luftzielen erforderlichen Geschützdaten mit Hilfe von Rechenvorrichtungen.

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CH150041A
CH150041A CH150041DA CH150041A CH 150041 A CH150041 A CH 150041A CH 150041D A CH150041D A CH 150041DA CH 150041 A CH150041 A CH 150041A
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Officine Lombarde Apparecch An
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Lombarde Apparecchi Di Precisi
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  • Aiming, Guidance, Guns With A Light Source, Armor, Camouflage, And Targets (AREA)

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  Einrichtung zur Ermittlung der für das Beschiessen von Luftzielen erforderlichen  Geschützdaten mit Hilfe von Rechenvorrichtungen.    Es sind     Kommandogeräte    zur mechanischen  Leitung des Feuers gegen Luftziele bekannt,  welche zur Ermittlung der erforderlichen       Schussdaten    die Zielbahn räumlich darstellen  oder die in die Horizontalebene fallenden  Projektionen (Kartenentfernungen) benützen,  oder die erforderlichen     Vorhaltegrössen        mit-          telst    Rechengetrieben nach bestimmten For  meln mechanisch oder elektrisch-mechanisch  berechnen.

   Dabei wird in den meisten Fällen  vorausgesetzt, dass das Ziel in     gerader;    wag  rechter Bahn fliegt, weil eine Berücksichti  gung der Höhenänderungen bei     Schrägflug     eine nicht unbeträchtliche Komplikation der  Rechengetriebe zur Folge haben würde.  



  Die Erfindung löst die Aufgabe mit Hilfe  mechanischer und optischer Rechenvorrich  tungen auch für den allgemeinen Fall eines  beliebigen Schrägfluges, wobei nur die ein  zige Annahme gemacht wird, dass das Ziel  die Geschwindigkeit, die es im Augenblicke    des     Abfeuerns    des Geschützes besitzt, von  diesem     Augenblicke    ab bis zum Zusammen  treffen von Geschoss und Ziel nach Grösse  und Richtung unverändert beibehält.

   Dies  wird gemäss der     Erfindung    dadurch erreicht,  dass für eine mechanische Vorrichtung, welche  ebene Parallelkoordinaten in Polarkoordinaten  umwandelt, einerseits Einstellorgane zur fort  laufenden Einführung der vertikalen Winkel  geschwindigkeit der     Visierlinie    und ander  seits ebenfalls fortlaufend betätigte Einstell  organe für das Produkt aus der horizontalen  Winkelgeschwindigkeit der     Visierlinie    und  dem Kosinus des Höhenwinkels vorgesehen  sind;

   derart, dass zwei mit den Endgliedern  der Vorrichtung verbundene Wellen dabei  entsprechend der     Winkelgeschwindigkeit    der       Visierlinie    in der     durch    Flugrichtung und  Beobachtungsort gelegten Flugebene und ent  sprechend der Neigung dieser Ebene mit  Bezug auf die durch die     Visierlinie    gelegte      Vertikalebene fortlaufend verstellt werden,  und dass ferner mit dieser Vorrichtung ein       optisch-mecbanischer        Raumkoordinatenwarrd-          ler    von solcher Ausbildung beeinflussbar ver  bunden ist,

   dass er den in der Flugebene  genommenen Unterschied zwischen     Visier-          und        Treffpunktrichtung    in die auf die Dreh  achsen des Geschützes bezogenen Komponen  ten zerlegt.  



  Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungs  beispiel der Erfindung dargestellt.  



  In     Fig.    1 ist schaubildlich die Lage der  Zielbahn und ihrer Bestimmungsgrössen dar  gestellt;       Fig.    2 ist eine Vorrichtung zur Ermitt  lung der Lage der Flugebene und der Win  kelgeschwindigkeit in dieser;       Fig.    3 zeigt eine Vorrichtung zur fort  laufenden graphischen Ermittlung des Schnitt  winkels zwischen Zielbahn und Zielrichtung;       Fig.4    veranschaulicht eine Vorrichtung  zur Ermittlung der Zielgeschwindigkeit aus  ihrer Querkomponente und ihrer Richtung;       Fig.    5 ist eine Ausführungsform der Vor  richtung zur Ermittlung der Lage der Ziel  bahn in bezug auf den Beobachtungspunkt  und der Lage des Treffpunktes auf dieser  Zielbahn ;

    die     Fig.        6a,    6b und     6     zeigen in Drauf  sicht, im Schnitt längs     A-A    und im Schnitt  längs     B-B    ein     Ausfübrungsbeispiel    für eine  Vorrichtung zur     optisch-mechaniscben    Um  wandlung der in die Flugebene fallenden  Vorhaltung in die den     Geschützrichtbewe-          gungen    entsprechenden Winkelgrössen.  



  In     Fig.    1 ist 0 der Beobachtungsort     (bezw.     das Geschütz),     WP"        Pg    die Flugbahn,     OTPP < ,        P6     die Flugebene,<B>OP" p.</B> die Zielebene, TV der  Wechselpunkt     (Fusspunkt    des Lotes     K    von 0  auf die Zielbahn),     K    die kürzeste Zielent  fernung,     Po    der augenblickliche Zielort,     x"     die entsprechende Entfernung,     P"    der Treff  punkt, x, die zugehörige     Treffpunktsent-          fernung,

          e.        (e,)    der Höhenwinkel zum Ziel  (zum Treffpunkt); Winkel     OP"        Pp   <I>=</I>     (3o    der  Schnittwinkel zwischen Zielbahn und Visier  linie.

      Bezeichnen wir die horizontale und die  vertikale Winkelgeschwindigkeit der Visier  linie mit     wo,        co"    sowie ihre Winkelgeschwin  digkeit in der Flugebene mit     wy,    ferner den  Neigungswinkel der Flugebene gegen die  Zielebene mit     po,    so ergibt eine mathema  tische Betrachtung die Beziehungen  
EMI0002.0044     
         (!)7a    =     (Cvo    -     cos        80)2        +        W',       Es sind somit mittelst     Mo,        m,    und     e"    der  Winkel     p,,

      also die Lage der Flugebene in  bezug auf die jeweilige     Visierlinie,    und die  Winkelgeschwindigkeit in der Flugebene be  stimmt.  



  Die Zielgeschwindigkeit<I>v =</I>     Po        Q    hat in  der Flugebene die beiden Komponenten:<I>R</I>     Q     in Richtung der     Visierlinie    und gleich der       Entfernungsänderung   
EMI0002.0061  
   in der Zeiteinheit,  und     Po    R =     vi,

      quer zur     Visierlinie    und  gleich dem Produkt der Winkelgeschwindig  keit     cvy    und der Entfernung     xo.    Diese zweite  Komponente bildet mit der Richtung der  Geschwindigkeit den Winkel     Q        Po   <I>B =</I>     r.   <I>=</I>       (30    - 90  .

   Der aus aufeinanderfolgenden  Entfernungsmessungen zu bestimmende Wert  von und das aus der gemessenen     Ent-          ferntuig   
EMI0002.0073  
   x. und der Winkelgeschwindigkeit       my    erhältliche Produkt     (cuy    -     xo)    würden an  sich somit die Ermittlung der Zielgeschwin  digkeit v nach Grösse und     Richtung    ermög  lichen.

   Falls der Wert     #    nicht mit genügen  der Genauigkeit aus den Entfernungsmes  sungen erhalten werden kann, kann die Ge  schwindigkeit v auch aus der Komponente       vi   <I>=</I>     wy    - x, und aus dem Winkel<I>Q</I>     Po        R=ra          (bezw.        ,Q.)    bestimmt werden, indem dieser  Winkel gesondert mit Hilfe der Winkel  geschwindigkeit     my    ermittelt wird.

   Eine  mathematische Betrachtung ergibt nämlich,  dass die Tangente an die Kurve, welche er  halten wird, wenn der reziproke Wert
EMI0002.0086  
    in einem rechtwinkligen Koordinatensystem      in Funktion der Zeit     t,    aufgetragen wird, in  dem dem jeweiligen Zielpunkte entsprechen  den Punkt dieser Kurve mit der Richtung  der y = Achse den zu diesem Zielpunkte  gehörenden Winkel     r"    bildet. Bei der Be  stimmung der Zielgeschwindigkeit v aus     vi     und     r.    wird ausserdem der Wert
EMI0003.0005  
   erhalten.  



  Weiterhin kann mittelst des Winkels     r.     und der Entfernung     xo    im augenblicklichen  Zielpunkte das rechtwinklige Dreieck     OWPo     erhalten werden, welches den Abstand     K     und die Flugstrecke     WP"    liefert. Durch  letztere ist also auch, da v bereits ermittelt  ist, die     Zielflugdauer    to vom Wechselpunkte       W    bis zum Zielorte     Po    bekannt.

   Ist die     Ziel-          $ugdauer    von     W    bis zum Punkte     Pg    gleich     1s,     so ist     Po        P8   <I>= v</I>     (t.   <I>-to),</I> und ist     P8    der       Treffpunkt,    so ist die Zeitdifferenz     (t8-to)     gleich der zur Entfernung<I>x,

  </I>     ---   <I>0P8</I>     schuss-          tafelmässig    gehörenden     Geschossflugzeit        z    und  der Winkel     Po   <I>0P6 =</I>     r,   <I>-</I>     r"    gleich der in  die Flugebene fallenden Vorhaltung     Q        r.     



  Die in     Fig.    2 dargestellte Vorrichtung  zeigt die     Visierfernrohre    1 und 2, die in an  sich bekannter Weise zum Verfolgen des  Ziels der Seite und der Höhe nach dienen,  indem sie der Seite (Höhe) nach mittelst  der Kurbel 3 (9) auf das Ziel gerichtet und  mittelst der Kurbel 6 (12) das Reibrädchen  7 (13) des Reibgetriebes 8 (14) derart ein  gestellt wird, dass die Ziellinie fortlaufend  dem Ziele der Seite (Höhe) nach folgt.

   Die  Verschiebung des Reibrädchens 7     bezw.    13  ist dann proportional der horizontalen     bezw.     vertikalen Winkelgeschwindigkeit des Zieles       coo        bezw.        to,.    Die horizontale Winkelgeschwin  digkeit<I>wo</I> wird einem     Kosinus-Muitiplika-          tionsgetriebe    15 an sich bekannter, hier nicht  näher dargestellter Wirkungsweise zugeführt,  welches     anderseits    von der Welle 5 den  Drehwinkel der Höhenwelle 11 der beiden  Fernrohre,

   also den Höhenwinkel     e.    zum  Ziel erhält und fortlaufend das Produkt  <B>(WO</B>     #        cos        so)    bildet. Letzteres wird der Vor  richtung zur Ermittlung von     p"    und     wy    zu  geführt, indem ein Schlitten 16 proportional  diesem Werte von der Mitte der Scheibe 21    aus verschoben wird. Senkrecht zur Be  wegungsrichtung dieses Schlittens wird ein  zweiter Schlitten 17 proportional der verti  kalen Winkelgeschwindigkeit     wo    verschoben.

    Jeder der beiden Schlitten besitzt einen quer  zu seiner Bewegungsrichtung angeordneten  Schlitz; diese beiden Schlitze führen einen  Stift 18, der gemäss den obigen Formeln  den Endpunkt des Vektors der in der Flug  ebene liegenden Winkelgeschwindigkeit     coy     darstellt. Er führt seinerseits eine auf der  Scheibe 21 radial verschiebbare Zahnstange  19 und bewirkt bei seiner Einstellung ausser  deren Verschiebung eine     Drebung    der Scheibe  21 um den Winkel     p",    welche von den Rä  dern 22 und der Welle 23     fortgeleitet    wird.

    Die radiale Verschiebung der Zahnstange 19  proportional     wy    wird durch Stirn- und Kegel  räder 20 abgenommen und dem     Rückstell-          differential    24 zugeführt, durch welches der  Einfluss der Scheibendrehung auf     wy    in be  kannter Weise unwirksam gemacht wird;  die Welle 25 leitet den Wert     wy    fort.  



  Um zufällige, durch mechanische oder       messtechnische    Fehler verursachte Schwan  kungen in der Einstellung der Endpunkte  des Vektors     wy    ausschalten zu können, kann  gegebenenfalls in der Vorrichtung nach     Fig.    2  dieser Endpunkt an Stelle eines durch Schlitze  geführten Stiftes durch den     Schnittpunkt     zweier, von den Schlitten 16 und 17 ge  tragenen Fäden dargestellt werden.

   Die Ein  stellung der Schlitten beeinflusst hierbei nicht  unmittelbar die weiteren, zur     Errechnung     der     Vorhaltegrössen    vorgesehenen     fxlieder,     sondern es wird mit jenem Schnittpunkte  eine Marke derart in Deckung gehalten, dass  sie den von Zufälligkeiten herrührenden klei  neren Schwankungen der Einstellung des       Fadenschnittpunktes    nicht folgt. In     Fig.    3  ist eine     Ausführungsform    der Vorrichtung  zur fortlaufenden Ermittlung des Schnitt  winkels zwischen Zielbahn und Zielrichtung  gezeichnet.

   Der von der Welle 25 der     Fig.    2       fortgeleitete    Wert     coy.    wird einem Kurven  zylinder 33 zugeführt, der mittelst einer ent  sprechenden Kurvennut und eines von dieser  geführten Stiftes 35 die zu     wy    proportionale      Drehung des Zylinders in eine zu
EMI0004.0001  
   pro  portionale Verschiebung der Zahnstange 36  umsetzt. Diese Verschiebung wird von dem  Zahnrad 3 7 abgenommen und einer Spindel  38 zugeführt, welche die mit einem Zeichen  stift 40 versehene Mutter 39 verschiebt. Ein  Zeichenband 41 wird, beispielsweise von  einem Uhrwerk 42, mit gleichmässiger Ge  schwindigkeit senkrecht zur Bewegungsrich  tung der     Spindelmutter    39 verschoben.

   Der  Zeichenstift 40 zeichnet dann die oben er  wähnte Kurve 28 auf. Zur     Ermittlung    der  Neigung der Tangente dieser Kurve ist ein  durchsichtiges Lineal 48 vorgesehen, das so  verschoben und um seine Achse gedreht  werden kann, dass es durch den zuletzt auf  gezeichneten Punkt der Kurve, die übrigens,  mathematisch betrachtet, eine Parabel dar  stellt, hindurchgeht und zugleich die Rich  tung der Tangente in diesem Punkte an  nimmt. Die Drehachse des Lineals ist auf  einem Schlitten 47 gelagert, der senkrecht  zur Bewegungsrichtung     des        Zeicbenbandes     durch die Kurbel 45 mittelst der Spindel 46  verschoben werden kann.

   Gleichzeitig kann  von der Kurbel 55 aus, über Räder 56, Dif  ferential 54, Welle 53 und weiter über das  auf dem Schlitten 47 gelagerte, auf Welle  53 längsverschiebbare Zahnrad 52, sowie  über Zahnrad 51, Schnecke 50 und     Schnek-          kenradsegment    49 das Lineal gedreht werden.  Der Drehwinkel des Lineals in bezug auf  die Bewegungsrichtung des Zeichenbandes  ergibt den Winkel     r",    welcher von der Welle  57     fortgeleitet    wird.  



  Zur fortlaufenden Ermittlung des Winkels       r"    aus einer einmaligen Richtungseinstellung  des Lineals 48 ist folgende Vorrichtung vor  gesehen: Die Drehung proportional     my    wird  von der Welle 25 zu einem Reibgetriebe       (Integrator)    59 geleitet, dessen Reibrädchen  58 proportional     my    verschoben wird, so dass  der Integrator in an sich bekannter Weise  fortlaufend das Integral     S        my        #        dt    bildet,

   wel  ches über 60 im     Differential    54 zu dem von  Kurbel 55 eingestellten Anfangswerte des  Winkels     r        o    algebraisch addiert     wird.       In     Fig.    4 bildet ein Multiplikationsgetriebe  61 beliebiger Bauart aus den Werten     coy    und       x"    fortlaufend das Produkt     vi   <I>=</I>     my        #        x";     proportional zu dieser Komponente von v  wird ein Schlitten 62 von dem Mittelpunkte  einer Scheibe 72 aus verschoben.

   Der Schlit  ten 62 trägt eine Spindel 63, deren Mutter  64 von der Welle 67 aus über Kegelräder  66 senkrecht zur Bewegungsrichtung des  Schlittens 62, also entsprechend der Rich  tung der Komponente
EMI0004.0029  
   von v, verschoben  werden kann. hin Stift 65 der Mutter 64  greift durch eine Nut des Schlittens 62 in  eine auf der Scheibe 72 radial verschiebbare  Zahnstange 70 ein. Eine Verschiebung des  Schlittens 62     bezw.    der Mutter 64 bewirkt  ausser einer radialen Verschiebung der Zahn  stange 70 eine Drehung der Scheibe 72.  Ein Schneckenrad 73 wird von der Schnecke  74 der Welle 57 gedreht und trägt die  Gegenkontakte einer Kontaktvorrichtung 69,  deren Mittelkontakt auf der Scheibe 72 be  festigt ist.

   Die Kontaktvorrichtung betätigt  beispielsweise einen kleinen Elektromotor 68  derart, dass er in entsprechendem Sinne die  Welle 67 so lange dreht und damit die  Mutter 64 so lange verschiebt, bis die durch  die zu     (my        #        xo)    proportionale Verschiebung  des Schlittens 62 und die Verschiebung der  Mutter 64 bewirkte Drehung der Scheibe 72  gleich ist dem Winkel     r";    um den das  Schneckenrad 73 vor) der Welle 57 aus ge  dreht wurde.

   Es ist dann die Hypotenuse  des Dreieckes<I>A C</I>     b    proportional der Ziel  geschwindigkeit v deren Betrag über Zahn  stange 70, Stirn- und Kegelräder 71, Rück  stelldifferential 75     fortgeleitet    und zur An  zeige gebracht werden kann, während die  Verschiebung der Mutter 64 von der     Null-          lage    C aus,     bezw.    die Drehung der Welle 67,  der Komponente
EMI0004.0040  
   proportional ist.

   Diese  Drehung wird auf die Reibrolle 88 des     Inte-          grators    89 übertragen, welcher das Integral  
EMI0004.0043  
       dt    bildet und dem Differential 83 zu  führt, wo es zu einem mittelst der Kurbel 82      eingestellten, gemessenen oder geschätzten  Anfangswerte der Entfernung algebraisch  addiert wird, so dass das Differential 83  dann fortlaufend die augenblickliche Zielent  fernung     x"    liefert.  



  In     Fig.    5 ist eine Spindel 104 auf einer  Scheibe 103 gelagert und wird in     Richtung     des Vektors der jeweiligen Zielentfernung  eingestellt, indem das mit der Scheibe ver  bundene     Schneckenrad    102 von der Welle  57 gegenüber einer festen, der kürzesten  Zielentfernung entsprechenden Bezugsrichtung  um     r"    gedreht wird. Auf der Spindel wird  die     Mutter    108 über     Rückstelldifferential    105,  Kegelräder 106 und 107 proportional     x"    ver  schoben.

   Der Stift der     Spindelmutter    108,  der den Endpunkt des Vektors der augen  blicklichen Entfernung darstellt, bewegt bei  seiner Einstellung zwei zueinander senkrecht  verschiebbare Schlitten 109 und 111. Der  Schlitten 111 wird in der erwähnten festen  Bezugsrichtung um einen Betrag verschoben,  der proportional ist- zu der Länge     K    des  Lotes vom Beobachtungspunkte, welcher  durch den Mittelpunkt der Scheibe 103 dar  gestellt wird, auf die Zielbahn, während die  dazu senkrechte Verschiebung des zweiten  Schlittens 109 proportional ist dem     Abstande          (vto)    des augenblicklichen Zielortes vom Fuss  punkte dieses Lotes (Wechselpunkt).

   Der  Schlitten 111 trägt weiter quer zu seiner  Bewegungsrichtung eine' Spindel 112, welche  damit durch die Bewegung des Schlittens  um den Betrag     g    parallel zu sich selbst  gegenüber dem ebenfalls dem Beobachtungs  punkte zugeordneten Mittelpunkte der Scheibe  123 verschoben wird. Auf dieser die Zielbahn  darstellenden Spindel 112 kann eine dem  Treffpunkte zugeordnete Mutter 113 von  einem Motor 140 aus über Welle<B>115</B> und  Kegelräder 114 verschoben werden. Ein Stift  der Mutter 113 greift in eine Zahnstange  124 der Scheibe 123 ein und bewirkt bei  der     Verschiebung    der     Spindelmutter    ausser  einer Verschiebung dieser Zahnstange eine  Drehung der Scheibe 123.

   Der Drehwinkel     r.     wird einem Differential 121 zugeführt, das  anderseits den Drehwinkel     r.    der Scheibe    103 erhält, die     Differenz    dieser beiden Win  kel bildet und einer anhand von     Fig.        611,    6"  und 6  beschriebenen     Vorrichtung   <B>136</B> zu  führt.

   Die Drehung der Welle 115 propor  tional der     Verschiebung    (v     #        t & )    der Spindel  mutter 113 wird einem Differential 117 zu  geführt, das anderseits vom Rad 110 die       Verschiebung    (v to) des Schlittens 109 erhält  und die Differenz v     (t5        to)    bildet. Dieser  Wert wird einem Divisionsgetriebe<B>118</B> be  liebiger Bauart zugeführt, das ausserdem den  Wert v erhält und fortlaufend die Grösse       (t8   <I>to)</I> bildet. Diese wird auf ein Differential  138 übertragen, dessen     A'littelräder    eine Kon  takteinrichtung 139 betätigen, welche den  Motor 140 steuert.

   Der Abstand der dem  Treffpunkte zugeordneten     Spindelrnutter   <B>113</B>  von dem den Beobachtungsort darstellenden  Mittelpunkte der Scheibe 123 wird als Ver  schiebung der Zahnstange 124 über Stirn  und Kegelräder 125,     Rückstelldifferential    126  einer Spindel 127 zugeführt, welche einen  Schlitten 128 proportional     diesem        Abstande          x"    verschiebt. In einer Führung dieses Schlit  tens ist eine Zahnstange<B>129</B> senkrecht zur  Bewegungsrichtung des Schlittens verschieb  bar.

   Die Verschiebung der Zahnstange wird  durch ein Röllchen 135 bewirkt, das sich  gegen einen die     schusstafelmässige    Funktion  der Flugzeit von     Treffpunktsentfernung    und  Höhenwinkel zum Ziele darstellenden Kurven  körper 133 anlegt. Dadurch, dass das Röll  chen mit dem Schlitten 128 proportional der  Entfernung x. verschoben und der Kurven  körper 133 von der von der Vorrichtung 136  kommenden Welle 134 in Abhängigkeit des  Höhenwinkels     e9    gedreht wird, wird die Zahn  stange 129 proportional der zur Entfernung  x. gehörenden     Geschossflugzeit    r unter Be  rücksichtigung des     Treffpunkthöhenwinkels     verschoben.

   Diese Verschiebung wird vom  Zahnrad 130, welches auf dem Schlitten 128  gelagert und auf der Welle 131 verschieb  bar ist, abgenommen und von der Welle<B>131</B>  zum Differential 138 geleitet.  



  Solange die Drehbewegungen der Wellen  131 und 137 voneinander abweichen, schaltet  die Kontaktvorrichtung 139 den Motor 140      ein, so dass eine Verschiebung des Einstell  gliedes 113 erfolgt. Sobald die Gleichheit  beider Drehbewegungen erreicht ist, stellt  das Einstellglied     11:3    den zu dem durch das  Glied 108 dargestellten augenblicklichen Ziel  ort gehörigen Treffpunkt dar. Es ist dann  die Verschiebung der Zahnstange 124 der       Treffpunktentfernung    x, proportional, wäh  rend die vom     Differential    121 gebildete Dif  ferenz der Drehwinkel beider Scheiben der  Vorhaltung 0 rin der Flugebene entspricht.  



  In den     Fig.    6a,     6b    und     6     wird zur Ein  stellung des Höhenwinkels     e"    das Rundblick  fernrohr 150 als Ganzes über Schnecken  antrieb 152 um die     wagrechte,    durch den  Schnittpunkt     .1T    der beiden Drehachsen des       Kopfprismas    154 hindurchgehende Achse     a-a     fortlaufend um diesen Höhenwinkel gedreht.

    Dadurch wird erreicht, dass zwischen der  ursprünglich senkrechten Drehachse     m-in     des     Fernrohrkopfes    und der     wagrechten    Dreh  achse des kreisbogenförmigen Bügels 116 der  Winkel 90   -     e.    eingestellt wird. Dem  Kopfprisma 154 werden zwei Einstellbe  wegungen zum Anschneiden einer um     Q    r  auf dem Bügel verschobenen Marke 143     mit-          telst    der Kurbeln 167 und 163 erteilt.

   Mit  telst der Kurbel 167 wird das Prisma mit  dem     .Kopfteil    153 um die Achse     m-na    über       Rückstelldifferential    166, Kegelrad 165, Kegel  radsegment 164, das am Kopfteil 153 be  festigt ist, um den auf die Horizontalebene  bezogenen     Seitenvorhaltewinkel    0     99    und  mittelst der Kurbel 163 um die Achse     c-c     über     Rückstelldifferential    162 und 161, Stirn  räder 160,     Kegelradsegment    159,     Kegelrad-          segnient    158, das um den Kopfteil 153 lose  drehbar ist,     Stirnradsegment    157,

   welches  mit 158 verbunden ist, Stirnrad 156, dessen  Welle am Kopfteil 153 gelagert ist, Kegel  räder 155, um den Höhenwinkel es zum Treff  punkte gedreht. Soll gegebenenfalls der Höhen  vorhaltewinkel für sich zum Geschütz über  tragen werden, so wird die Drehung     s6    einem  Differential zugeführt, welches anderseits den  Winkel     e"    erhält und fortlaufend die Differenz  0 e bildet.  



  Die Vorrichtung zur Einstellung der dem    Treffpunkte zugeordneten Marke 143 besteht  aus dem kreisbogenförmigen Bügel 116, der  um seine Drehachse     Mpo    von der Achse 141  aus um den Winkel     p"    gegen die (senkrechte)  Bezugslage gedreht wird. Der Bügel<B>116</B>  bildet die Führung für ein Gleitstück 142;  welches die dem Treffpunkte zugeordnete  Marke 143 trägt. Zur Einstellung des Win  kels A r wird das Gleitstück vom     Schnek-          kenantrieb    149 aus über     Rückstelldifferential     148, Stirnrad 147, Stirnrad 146, das um  Welle 141 lose drehbar ist, sowie über Stirn  rad 145, Zahnrad 144 und Verzahnung des  Gleitstückes entsprechend verschoben.  



  Die Drehungen der Kurbeln 163 und 167,  welche proportional     e,    und     /,        cp    sind, können  in an sich bekannter Weise den Geschützen  übermittelt werden. Ebenso können bekann  termassen aus den ermittelten Bestimmungs  stücken für den     Treffpunkt    die sonstigen       Sehiessdaten,    wie Aufsatzwinkel und     Geschoss-          tempierung    bestimmt und den Geschützen  zugeleitet werden.  



  Zum     Sehlusse    sei noch bemerkt, dass man  die auf der Zeichnung der Übersichtlichkeit  halber getrennt dargestellten Vorrichtungen  in der Praxis am besten zu einem einzigen  Geräte vereinigt, das somit als Zentral  kommandogerät für die Feuerleitung benützt  wird.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Einrichtung zur Ermittlung der für das Beschiessen von Luftzielen erforderlichen Ge schützdaten mit Hilfe von Rechenvorrich tungen, dadurch gekennzeichnet, dass für eine mechanische Vorrichtung, welche ebene Paral lelkoordinaten in Polarkoordinaten umwandelt, einerseits Einstellorgane zur fortlaufenden Einführung der vertikalen Winkelgeschwin digkeit der Visierlinie und anderseits eben falls fortlaufend betätigte Einstellorgane für das Produkt aus der horizontalen Winkel geschwindigkeit der Visierlinie und dem Kosinus des Höhenwinkels vorgesehen sind, derart,
    ddss zwei mit den Endgliedern der Vorrichtung verbundene Wellen dabei ent sprechend der Winkelgeschwindigkeit der Visierlinie in der durch Flugrichtung und Beobachtungsort gelegten Flugebene und ent sprechend der Neigung dieser Ebene mit Bezug auf die durch die Visierlinie gelegte Vertikalebene fortlaufend verstellt werden;
    und dass ferner mit dieser Vorrichtung ein optisch-mechanischer Raumkoordinatenwand- ler von solcher Ausbildung beeinflussbar ver bunden ist, dass er den in der Flugebene genommenen Unterschied zwischen Visier- und Treffpunktrichtung in die auf die Dreh achsen des Geschützes bezogenen Kompo nenten zerlegt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Einrichtung nach Patentanspruch; gekenn zeichnet durch eine Vorrichtung zur fort laufenden Aufzeichnung der reziproken Werte der Winkelgeschwindigkeiten der Visierlinie in der Flugebene in Abhängig keit von der Zeit und durch ein mecha nisches, in die Tangentenrichtung zur auf gezeichneten Kurve in dem jeweils letzten Punkte einstellbares Glied, dessen Stel lung dem als Hilfsgrösse für die Errech- nung der Vorhaltung dienenden Schnitt winkel zwischen Zielbahn und Zielrich tung entspricht. 2.
    Einrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass mit einer entsprechend dem graphisch ermittelten Schnittwinkel drehbaren Scheibe ein gegen die Scheibenachse entsprechend der Querkomponente der Zielgeschwindig keit in der Flugebene verschiebbarer Schlitten so gekuppelt ist, dass das Kupp lungsglied durch seine Verschiebung gegen die Scheibenachse die wahre Zielgeschwin digkeit,. sowie durch seine Verschiebung senkrecht zur Bewegungsrichtung des Schlittens die zeitliche Änderung der Ziel entfernung ergibt. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass durch ein mit Bezug auf einen dem Beobachtungsort zugeord neten Punkt entsprechend der jeweiligen Zielentfernung verschiebbares und gegen eine feste, der Zielbahn zugeordnete Be zugsrichtung entsprechend dem jeweiligen Schnittwinkel zwischen Zielbahn und Visierrichtung drehbares, mechanisches Glied zwei zueinander senkrechte Schlitz führungen so eingestellt werden, dass die erste die kürzeste Zielentfernung ergibt und die zweite den Abstand des jeweiligen Zielortes von seiner Lage bei der kürze sten Zielentfernung (Wechselpunkt), und dass parallel zur ersten Schlitzführung ein weiteres Glied nach Massgabe einer Kon taktvorrichtung,
    deren Ansprechen im Sinne entgegengesetzter Wirkungen von der der Differenz zwischen dem Abstand dieses Gliedes von dem dem Wechsel- punkte entsprechenden Punkte und der Verschiebung der zweiten Schlitzführung proportionalen Flugdauer des Ziels, sowie von der dem Abstand dieses Gliedes"von dem dem Beobachtungsort zugeordneten Punkte entsprechenden Geschussflugzeit beeinflusst wird, derart gesteuert wird,
    dass sein Abstand von dem dein jeweiligen Zielort entsprechenden Punkt dieser Füh rung der znm Treffen des Ziels schuss- tafelmässig erforderlichen Geschossflugzeit proportional wird und somit seine Ein stellung fortlaufend der Lage des Treff punktes entspricht. 4.
    Einrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass ein kreisbogenförmige., um eine Durchmesserrichtung drehbarer Bügel um den von der Zielebene mit der Flugebene gebildeten Winkel gegen eine feste Bezugslage drehbar und auf diesem Bügel eine Ablesemarke entsprechend der Vorhaltung in der Flugebene verschiebbar angeordnet ist, und dass ein Rundblick- zielfernrohr in bezug auf die Drehachse des Bügels so einstellbar ist, dass die seiner beweglichen Spiegelfläche (Kopf prisma) zur Herstellung der Koinzidenz zwischen der eingestellten Ablesemarl.:
    e und seinem Fadenkreuz erteilten Be wegungen dein Vorhaltewinkel in der Horizontalebene und dein Höhenwinkel zum Treffpunkt entsprechen. 5. Einrichtung nach Patentanspruch und 1?nteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zur selbsttätigen und fortlaufenden Ermittlung des Schnittwinkels zwischen Zielbahn und Zielrichtung ein Integrator, welcher die Winkelgeschwindigkeit der Visierlinie in der Flugebene von einem gegebenen Zeitpunkt ab integriert, und eine Additionsvorrichtung, welche das Integral und den in dem gegebenen Zeit punkt gehörigen Schnittwinkel algebraisch addiert, vorgesehen sind.
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