Verfahren zur Herstellung eines sprechenden Films und darnach hergestellter sprechender Film. Die Erfindung bezieht sich auf ein Ver fahren zur Herstellung eines sprechenden Films und eines darnach hergestellten spre chenden Films. Unter einem sprechenden Film soll hier ein Film verstanden werden, auf dem sowohl Bild, als auch Schallauf nahmen, oder nur .Schallaufnahmen vorkom men.
Es werden auf diesem Gebiete, was die Schallaufnahme anbetrifft, gewöhnlich zwei Hauptgruppen unterschieden. Es werden zu nächst sprechende Filme benutzt, bei denen die Schallaufnahmen dadurch erzielt werden können, dass die Intensität, zum Beispiel eines linienförmigen Lichtbildes, dessen Längsaxe senkrecht zu der Bewegungsrichtung .des Films liegt, in Übereinstimmung mit den festzulegenden Schallschwingungen geändert wird. Dies kann zum Beispiel dadurch be wirkt werden, dass in dem Strahlengang der Lichtquelle ein beweglicher Schirm angeord- liet wird. der die Lichtstrahlen- je nach den Amplituden der Schallschwingungen mehr oder weniger auffängt.
Dieses Aufnahme verfahren ist unter dem Namen Intensitäts verfahren bekannt, so dass nachstehend für die auf diese Weise hergestellten Filme ein fachheitshalber das Wort Intensitätsfilme ge braucht wird.
Bei den Filmen gemäss dem andern Ver fahren bestehen die Schallaufnahmen aus un durchsichtigen Filmteilen, deren Begrenzung sich mit den festzulegenden Schallamplituden ändert. Dies kann zum Beispiel in der Weise erzielt werden, dass die Abbildung eines linienförmigen Lichtbildes, dessen Längsaxe senkrecht zu der Bewegung des Films liegt. den festzulegenden Schallschwingungen ent sprechend verlängert oder verkürzt wird.
Es hat sich in der Praxis herausgestellt, dass bei beiden Verfahren die Aufnahmen der höheren Frequenzen, das heisst der Frequen zen von 5000 und darüber nicht gut zur Gel tung kommen, so dass der wiedergegebene Schall dem ursprünglichen Schall nicht ähn lich und also verzerrt ist. Es hat sich heraus gestellt, dass daran, die Tatsache schuld ist, dass die Aufnahmen dieser hohen Frequenzen unterbelichtet sind.
Diesem Übelstand wäre natürlich durch eine längere Entwicklung des Films abzuhelfen, aber es werden dadurch die immer in einem gewissen Masse auftretenden Nebengeräusche gleichfalls verstärkt, und zwar derart, dass sie die infolge der längeren Entwicklung erzielte Wirkung vollkommen zunichte machen.
Bei dem Verfahren zur Herstellung spre chender Filme gemäss der Erfindung wird der für die Schallaufnahme bestimmte Film teil einer gleichmässigen Hilfsbelichtung un terworfen.
Diese Hilfsbelichtung kann zum Beispiel in der Weise erfolgen, dass der ganze Film während einer kurzen Zeitdauer einem Lieht geringer Intensität ausgesetzt wird, worauf der Film in der Aufnahmevorrichtung ange bracht werden kann. Es ist selbstverständ lich auch möglich, die Aufnahmevorrichtung derart zu bauen, da.ss die genannte Hilfs belichtung in ihr, auch gleichzeitig mit oder nach der eigentlichen Schallaufnahme erfol gen kann.
Die Hilfsbelichtung sollte im allgemeinen derart gewählt werden, dass nach der Auf nahme des Schalles ein für alle Frequenzen entwickelbares Bild .dieser Aufnahme ent steht. Wünscht man auf diese Weise Filme gemäss dem Intensitätsverfahren herzustellen, so ist es vorteilhaft, die Hilfsbelichtung der art zu wählen, dass beim Festlegen der Schallbilder die Schwärzung proportional zur Belichtung zunimmt, wie nachstehend noch näher erörtert wird.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert, in der 3 eine Kurve bezeichnet, die für jede be liebige Filmart das Verhältnis zwischen dem Logarithmus der Belichtung (Abszisse) und der infolgedessen auftretenden Schwärzung des Films (Ordinate) angibt. Es zeigt sich, dass die hohen Frequenzen alle im mit 1 be- zeichneten Gebiet liegen, wodurch die infolge dieser Frequenzen auftretende Schwärzung so gering ist, dass beim Entwickeln des Films kein deutliches Bild entsteht.
Gemäss der Erfindung wird diesem Übel stand .dadurch abgeholfen, dass man den Film einer Hilfsbelichtung aussetzt, die zum Bei. spiel durch die Linie 4 angegeben werden kann. Der Schnittpunkt der Kurve 3 mit der Linie 4 gibt also die Schwärzung des Films an, wenn die eigentlichen Schallaufnahmen noch nicht festgelegt sind. Es ist einleuch tend, dass, wenn dies jetzt geschieht, die Schwärzung für alle Frequenzen in den ge radlinigen Teil 2 der Kurve zu liegen kommt. Es steht infolgedessen die Schwär zung in linearer Beziehung zu dem Loga rithmus der Belichtung. Es entsteht somit ein für alle Frequenzen entwickelbares Bild.
Bei der Herstellung eines Intensitätsfilms wird die Hilfsbelichtung zweckmässig derart gewählt, dass bei der mittleren Intensität der Lichtquelle die Schwärzung durch den Schnittpunkt der Linie 5 mit der Kurve dar gestellt werden kann.
Die Hilfsbelichtung soll selbstverständ- lich nicht derart gewählt werden, dass die maximale Belichtung .der folgenden Auf nahme eine Schwärzung ergeben würde, die auf der Kurve höher als der Schnittpunkt der Linie 6 und der Kurve zu liegen kommt. Um dies zu verhindern, kann zum Beispiel die Intensität der Lichtquelle unmittelbar oder durch Anwendung von Filtern oder Diaphragmen verkleinert werden. Will man sich mit einem weniger günstigen Ergebnis der Schallbilder begnügen, so kann zum Bei spiel die Hilfsbelichtung auf die durch die senkrechte Linie 7 angegebene Weise ge wählt werden.