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Verfahren zur Herstellung rasterphotographischer Bilder Die vorliegende
Erfindung bezieht sich auf das bekannte Verfahren, auf einer mit lichtempfindlicher
Schicht versehenen Linsenrasterplatte eine Mehrzahl von Bildern dadurch herzustellen,
d.aß man die einzelnen Bilder durch ein Aufnahmeobjektiv bzw. durch einen herausgeblendeten
Teil desselben aufbelichtet, der sich von Bild zu Bild relativ zur Linsenrasterplatte
verlagert. Hierdurch entsteht hinter jeder Elementarlinse der Linsenrasterplatte
auf der lichtempfindlichen Schicht eine Vielzahl voneinander getrennter Bildpunkte,
die bei der Wiedergabe sich zu einem Gesamtbild zusammensetzen.
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Da die durch die Elementarlinsen hindurchtretenden Strahlen die lichtempfindliche
Schicht nicht streng parallel durchsetzen, entstehen in dieser Schicht Bildeindrücke,
die an der Rasterplatte am schmalsten sind und mit zunehmender Schichtdicke sich
werbreitem. Da zwecks Erzielung möglichst vieler Bildpunkte die einzelnen Bildeindrücke
so dicht wie möglich aneinandergesetzt werden, wird die praktisch verwendbare Bildzahl
dadurch begrenzt, daß die Bildpunkte sich zumindest in den tieferen Teilen der lichtempfindlichen
Schicht überlappen und so die Schwärzungswiedergabe verfälschen.
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Eine derartige Überlappung der Bildpunkte .wird auch in der Farbfilmtechnik
als störend empfunden. Sie äußert sich nämlich in Farbverfälschungen. Um diese auszugleichen,
hat man daher bereits den bekannten Vorschlag gemacht, die Überlappungen so zu verteilen,
daß die verursachten Farbverfälschungen gleichmäßig auf sämtliche Filterfarben verteilt
werden. Dieses Ziel wird im Kopierprozeß auf optischem Wege, nämlich durch Anwendung
von Masken bestimmter Form, erreicht. Eine sorgfältige Trennung der Bildpunkte
findet
demnach bei dem bekannten Verfahren nicht statt. Eine solche erweist sich aber als
notwendig, wenn, wie oben bereits erwähnt, eine Vielzahl von Bildpunkten hinter
jeder Elementarlinse der Linsenrasterplatte aufgezeichnet werden soll. Da ferner
bei dem bekannten optischen Ausgleichverfahren der Grad der Beseitigung der Überlappungen
benachbarter Bildpunkte von der genauen Einhaltung einer bestimmten Schichtdicke
abhängt, können Überlappüngen, die durch unvermeidliche Schwankungen in der Schichtdicke
verursacht werden, nicht beseitigt werden.
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Dies ist aber bei der vorliegenden Erfindung der Fall, die in einem
Verfahren zur Herstellung rasterphotographischer Bildeindrücke besteht, bei dem
die Bildeindrücke nur auf die an die Rasterplatte angrenzenden Teile der lichtempfindlichen
Schichtbeschränkt werden.
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Für die praktische Durchführung dieses Erfindungsgedankens gibt es
zahlreiche Ausführungsformen. Man kann beispielsweise die Belichtung von vornherein
so schwach machen, daß die Lichtstrahlen nur in den an die Rasterplatte angrenzenden
Teilen der lichtempfindlichen Schicht eine photographische Wirkung ergeben. Um die
hierbei entstehenden, unter Umständen sehr schwachen Transparenzunterschiede zwischen
belichteten und unbelichteten Stellen zu erhöhen, kann man sich der in der Photographie
bekannten verschiedenartigen Verstärkungsverfahren bedienen. -Beispielsweise ist
es möglich, bei Verwendung einer Halogensilberemulsion als lichtempfindliche Schicht
die entwickelten Silberteilchen durch Anlagerung von gefärbten Teilen oder durch
Umwandlung in gefärbte anorganische öder organische Verbindungen in weniger transparente
Körper zu verändern, Bei -der Wiedergabe kann man die Transparenzunterschiede weiterhin
dadurch verstärken, daß man die in eine gefärbte Verbindung verwandelten BildeindrÜcke
und die Rasterplatte mit komplementär gefärbtem Licht durchstrahlt.
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Eine andere Ausführungsform des Erfindungsgedankens besteht darin,
däß man durch Anfärbung der lichtempfindlichen Schicht und durch Verwendung einer
mehr oder weniger komplementär gefärbten Beleuchtung den Bildeindruck auf die der
Rasterplatte benachbarten Schichten des- lichtempfindlichen Materials beschränkt.
In der normalen Bildphotographie ist dieser Effekt als Dup-Effekt bekannt und wird
dazu benutzt, von einem Negativ beliebig graduierte Positive herzustellen.
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Eine weitere Ausführungsform des Erfindungsgedankens besteht darin,
daß man zunächst ein latentes oder entwickeltes Bild in der Gesamttiefe der lichtempfindlichen
Schicht erzeugt und dann diese Bildaufzeichnung in den von der Rasterplatte entfernter
liegenden Schichtteilen beseitigt. Da diese entfernter liegenden Schichtteile- bei
dem rasterphotographischen Material nahe der freien Oberflache der lichtempfindlichen
Schicht liegen, macht diese Entfernung keine technischen Schwierigkeiten. Beispielsweise
kann man bei Verwendung einer Halogensilberemulsion das latente Bild schichtweise
durch Anwendung von oxydierenden oder halogenisierenden Verbindungen zerstören.
Ein fertiges Silberbild kann man andererseits mittels bekannter Abschwächungslösungen
schichtweise beseitigen. Durch Zusatz geeigneter diffusionshemmender Verbindungen,
wie Neutralsalze oder Dextrin, Alkohol usw., zu den Abschwächungslösungen kann man
die Wanderungsgeschwindigkeit der Abschwächungslösung in der lichtempfindlichen
Schicht so verringern, daß man Zeit genug hat, um die Einwirkung in der gewünschten
Schichttiefe abzubremsen. Hierzu verwendet man Lösungen, die die Wirkung des Abschwächers
o. dgl. aufheben, wobei aber diesen Lösungen :keine diffusionshemmenden Mittel zugesetzt
werden. -In den beiliegenden Abbildungen ist der Erfindungsgedanke schematisch erläutert.
Abb. z zeigt in übertriebenem Maßstab eine verbogene Rasterplatte mit aufgegossener
lichtempfindlicher Schicht. Derartige Verbiegungen treten leicht bei der serienmäßigen
Herstellung von Rasterplatten durch Verziehen des Materials ein. Hierdurch sowie
durch unvermeidliche Unregelmäßigkeiten beim Emulsionsauftrag und bei der Trocknung
entstehen verschiedene Schichtdicken an -verschiedenen Stellen der Rasterplatten:
Die Rasterplatte r trägt auf der einen Seite beispielsweise linsenförmige Erhebungen
ä und auf der Planseite 3 die lichtempfindliche Schicht 4.. Da die Rasterplatte
schalenförmig durchgedrückt ist, ist die Tiefe der flüssig aufgegossenen lichtempfindlichen
Schicht in der Mitte der Platte größer als an den Rändern- und dementsprechend die
Schichtdicke nach dem Erstarren ebenfalls in der Plattenmitte am größten.
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Abb. z zeigt in stark vergrößertem Maßstab einen Bruchteil einer Rasterplatte.
Die den einzelnen Bildeindrücken entsprechenden Schwärzungen der Schicht sind schematisch
als Kegel 5115b usw. dargestellt. Wie rnan sieht, durchdringen sich die Schwärzungs
kegel in den der Rasterplatte abgewendeten Teilen der lichtempfindlichen Schicht,
wie es in den stark schraffierten Dreiecken 6Q, 6b usw. angedeutet ist, und zwar
sind die Überlappungen
um so stärker, je größer die Schichtdicke
ist. Infolge von Unregelmäßigkeiten der Schichtdicke sind die -Übe rlappungen der
Bildeindrücke in den einzelnen Plattengebieten verschieden stark, so daß das fertige
Rasterbild eine gewisse Fleckigkeit besitzt. Durch die erfindungsgemäße Beschränkung
des Bildeindruckes in den der Rasterplatte benachbarten Schichtteilen erreicht man,
daß die Überlappungen entweder überhaupt vermieden werden, oder daß sie zumindest
so weit verringert werden, daß sie nicht mehr störend sich bemerkbar machen.