CH150478A - Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen.

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CH150478A
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relay
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Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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Description


      Schaltungsanordnung        fär        Telegraphenanlagen.            -_    Die vorliegende Erfindung bezieht sich  auf eine     Schaltungsanordnung    für Telegra  phenanlagen nach dem     Ruhestromprinzip    mit       Zentralbatteriebetrieb.    In der Vermittlungs  stelle kann bei solchen     Anlagen    eine Batterie  vorgesehen sein, mittelst welcher unter an  derem das Senderelais und das Empfangs  relais der     Vermittlungsstelle,    sowie der  Empfangsmagnet des Teilnehmers gespeist  werden.

   Die Sende- und     Empfangsrelais    die  nen in solchen Fällen als     Absehluss    .der Fern  verbindungsleitungen. Die Teilnehmerstellen       können    dabei nur über eine Doppelleitung  mit der Vermittlungseinrichtung     in.    Verbin  dung stehen, während für die Fernverbin  dungsleitungen im allgemeinen zwei Doppel  leitungen vorgesehen sind.

   Soll nun zum Bei  spiel einmal Teilnehmer mit Teilnehmer in  der Vermittlungsstelle miteinander verbunden  werden, ein anderes Mal aber eine zweite Ver  mittlungsstelle an die erste angeschlossen  werden; wobei sowohl     Schnurpaar    und Stöp  sel, als auch andere Verbindungseinrichtun-    gen benutzt werden können, so macht sich  der Unterschied, welcher zwischen dem Fern  verbindungsleitungsabschluss und der     Appa-          ratschaltung    des     Teilnehmers    besteht, unan  genehm bemerkbar.

   Es müssten in solchem  Falle unter Umständen verschiedenartige       Schnurpaare    in der Vermittlungsstelle ver  wendet werden, wenn die wahlweise     Anschal-          tung    der Teilnehmer oder der Fernverbin  dungsleitungen zum Beispiel über     Stöpsel     und     Schnurpaar    erfolgt, oder aber es müssten  die Fernleitungen verschiedenartig abge  schlossen werden, je nachdem, ob die     Ver-          bindung    zu einer Vermittlungsstelle oder di  rekt zu einem Teilnehmer führt.

   Durch die  vorliegende Erfindung sollen diese Nachteile  dadurch behoben werden, dass sowohl bei der  Verbindung einer Vermittlungsstelle mit  einem Teilnehmer, als auch mit einer wei  teren Vermittlungsstelle zur Aussendung       bezw.    Aufnahme der Nachricht immer nur  eine Speisebatterie durch den Umschalter an  geschaltet     *    ist:      Durch diese Anordnung wild der Vor  teil erzielt, dass der     Absehluss    der     Fernleitung     immer derselbe bleiben kann, unabhängig da  von, ob über die Vermittlungsstelle zwei  Fernleitungen miteinander verbunden werden  sollen, oder ob es sieh dabei um die Ver  bindung eines Teilnehmers mit einer Fern  leitung handelt.

   Es können infolgedessen  auch bei der Herstellung der Verbindung  durch     Schnurpaar    und Stöpsel für beide Fälle  die gleichen     Schnurpaare    benutzt werden. In  den     Fig.    1 und 2 ist ein Ausführungsbei  spiel der Erfindung dargestellt, aus denen so  wohl die Verbindungen zwischen Teilnehmer  und Fernleitung, als auch zwischen Fern  leitung und Fernleitung zu ersehen sind.  



  In der     Fig.    1 stellt     V171    eine Vermittlungs  stelle dar, an welcher die Teilnehmerstelle     Tna     angeschlossen ist. Von der Teilnehmerstelle       Tn    ist dabei nur der Sendekontakt     SK    und  der Empfangsmagnet     Eill    dargestellt.

   Von  der     Vermittlungsstelle        Vill    geht die Verbin  dungsleitung     VL    zur Fernleitung und damit  auch zum fernen Teilnehmer, während über  die Verbindungsleitung     VL'    die von der       Fernleitung    und damit vom fernen Teilneh  mer kommenden Nachrichten über die Ver  mittlungsstelle     Vill    an den Teilnehmer     Tna     übermittelt werden.

   Das Senderelais SR, das  als neutral eingestelltes polarisiertes Relais  ausgebildet sein kann, überträgt die Strom  stösse auf die abgehende Verbindungsleitung       UL,    während das Empfangsrelais<I>ER,</I> das  zweckmässig ebenfalls ein neutral eingestell  tes polarisiertes Relais ist, zur Übertragung  einer Nachricht nach der Teilnehmerstelle<I>T n</I>  dient.  



  Im Ruhezustand, wenn keine Nachricht  übermittelt wird, besteht folgender Ruhe  stromkreis: Von Batterie 2 über Wicklung     II     des Senderelais     SR,    Kontakt er des Emp  fangsrelais ER, Leitung 3 zum Teilnehmer       .Tn,    Sendekontakt     SK    . und Wicklung des  Empfangsmagnetes EM auf der Teilnehmer  stelle, Leitung 4 zur Vermittlungsstelle     VM.     Schalter 11 in der Stellung A, zurück zur  Batterie 2. Ein weiterer Stromkreis ist für    die Wicklung I des Senderelais     SR    geschlos  sen von Batterie 2 über Wicklung I des  Senderelais     SR,    Widerstand 5 zur Batterie 2  zurück.

   Der Widerstand 5 ist dabei doppelt  so gross wie der Widerstand 6, der dieselbe  Grösse hat wie der Widerstand der Leitun  gen 3 und 4 und des Empfangsmagnetes EM.  



  Es sei nun angenommen, dass der Teil  nehmer     Tn    über die Vermittlungsstelle     Vlll     nach der     Verbindungsleitung        VL    und damit  zum fernen Teilnehmer eine Nachricht sen  den will. Durch die Betätigung des Sende  kontaktes     SK    wird der Ruhestromkreis für  die Wicklung     II    des Senderelais     SR    ebenso,  wie auch der Stromkreis für den Empfangs  magneten EM entsprechend den auszusenden  den Nachrichten geöffnet und geschlossen.

    Das Senderelais SR legt daher im Takte der  Unterbrechungen des Stromkreises durch den  Sendekontakt     SK    seinen Kontakt     si-    um  und legt damit abwechselnd ein Plus- und       Minuspotential    an die zum fernen Teilneh  mer führende Leitung     VL.    Auf diese Weise  erfolgt die     Übermittlung    der Nachricht über  die Fernleitung, während gleichzeitig der  Empfangsmagnet     Eile    in bekannter Weise den       Mitschreibebetrieb    bewirkt.  



  Soll nun über die Fernleitung vom fernen  Teilnehmer eine Nachricht zum Teilnehmer       T7z    übersandt werden, so wird das Emp  fangsrelais ER über die Verbindungsleitung       VL'    im Takte der ankommenden Zeichen be  tätigt. Dadurch wird der Kontakt<I>er</I> des  Empfangsrelais entsprechend umgelegt und  der über die Leitung 3 zum Teilnehmer     Tna     verlaufende Ruhestromkreis unterbrochen, so  dass der Empfangsmagnet     Eill    die Nachricht  wiedergibt. Das Senderelais     SR    darf aber  während des Empfangsvorganges nicht be  tätigt werden. Dies wird dadurch verhindert.

    dass beim Umlegen des Kontaktes er der  Stromkreis für die Wicklung     II    des Sende  relais     SR    folgendermassen aufrecht erhalten  wird: Von Batterie 2 über Wicklung     II    des  Senderelais     SR,    umgelegter Kontakt<I>er</I> des  Empfangsrelais ER, Widerstand 6 zur Bat  terie 2 zurück. Wie bereits ausgeführt, ist      die Grösse des Widerstandes 6 gleich der des  Widerstandes der Leitungen =3 und - 4 und  des Empfangsmagnetes EM, so dass der durch  die Wicklung     II    des Senderelais SR fliessende  Strom während des Empfangsvorganges eben  so gross ist wie im Ruhezustand der Anlage,  so dass das Senderelais     SR    in seiner Ruhe  lage bleibt.  



  Es ändert sich also beim Umlegen des       Kontaktes    er von der Ruhelage in die Ar  beitsstellung nichts an den Stromverhältnis  sen im Senderelais     SR.    Wird dagegen der  Kontakt<I>er</I> von seiner Arbeitsstellung wieder  in die Ruhelage zurückgebracht, so steigt der  nunmehr über die Teilnehmerstelle fliessende  Strom infolge der     Induktivität    des gesamten  Kreises erst allmählich an, so dass dadurch  das Verhältnis zwischen den in den Wick  lungen I und     II    des Senderelais     SR    fliessen  den Strömen geändert wird. Um eine Störung  des Betriebes zu vermeiden, ist deshalb der  Kondensator 10 vorgesehen, mit dem unter  Umständen noch ein Widerstand in Reihe  geschaltet wird.

   Die Zeitkonstante des Kon  densators 10 mit dem Widerstand 6 zusam  men wird nun so bemessen, dass sie ungefähr  gleich der des Aussenkreises 3, 4 ist. Da  durch können die ursprünglichen Stromver  hältnisse im Senderelais SR aufrecht erhalten  bleiben.  



  Es sei nun angenommen, dass     an,    die Ver  mittlungsstelle     V31    nicht eine Teilnehmer  stelle     Tn    angeschlossen wird, sondern eine  weitere Vermittlungsstelle     VM'.    Diese ist  in     Fig.    2 dargestellt. Die Anordnung, die in       Fig.    1 links von der strichpunktierten Linie  liegt, muss' in     Fig.    2 ebenfalls links von der       strichpunktierten    Linie vorgesehen sein und  ist deshalb in dieser Figur nicht noch ein  mal dargestellt.

   Werden die Vermittlungs  stellen     VM    und     VM'    einfach miteinander ver  bunden, so liegen zwei Batterien 2 und 2'  im Stromkreis. Dadurch würde aber ein ein  wandfreier Sende-     bezw.    Empfangsvorgang  nicht möglich sein. Es wird daher in ein  facher Weise die eine der Batterien abgeschal  tet,     indem    der Schalter 11, wie dies aus       Fig.    1 zu ersehen ist, in die Stellung B ge-    bracht wird. Es kam auch an Stelle des  Schalters 11 der Schalter 11' in die Stellung  B' umgelegt werden, während dann der Schal  ter 11 in der     Stellung    A stehen bleibt.

   Die  beiden Schalter 11 und 11' müssen also so be  tätigt werden, dass     jevreils    nur eine der beiden  Batterien 2 oder 2' - zur Speisung der Strom  kreise herangezogen wird. Die Umschaltung  des Schalters 11' kann dabei von Hand aus  erfolgen; es ist aber auch möglich, sie auto  matisch beim Herstellen der Verbindung aus  zuführen.  



  Befindet sich also zum Beispiel der  Schalter 11 in der Stellung B und der Schal  ter 11' in der Stellung A', so ist für das  Senderelais     SB    folgender Ruhestromkreis  vorhanden: Von Batterie 2', Schalter 11' in  Stellung A', Leitung 4', Schalter 11 in Stel  lung B, Wicklung     1I    des Senderelais SR,       Kontakt   <I>er,</I> Leitung 3', Kontakt er', Wick  lung     II    des Senderelais     SR'    zurück zur Bat  terie 2'. Für die Wicklung I des Senderelais       SR    bleibt dabei der bereits oben beschriebene  Stromkreis von der Batterie 2 über den Wi  derstand 5 bestehen.

   Ein entsprechender  Stromkreis ist auch für die Wicklung I des  Senderelais     SR'    vorhanden, der von der Bat  terie 2' über den Widerstand 5' verläuft.  Der Widerstand 5' ist dabei doppelt so gross  als der Widerstand 6', welcher gleich dem  Widerstand der Leitungen 3' und 4' und der  Wicklung     II    des Senderelais     AS'R    ist.

   Auch  das Senderelais     SR'    kann als neutral ein  gestelltes polarisiertes Relais ausgebildet  sein, ebenso wie auch das Empfangsrelais  <I>ER'.</I> Die Schaltung des Senderelais     SR'    und  des Empfangsrelais ER' in der Vermittlungs  stelle     VM'    ist dieselbe wie die des Senderelais  SR und des Empfangsrelais ER in der Ver  mittlungsstelle     VM.     



  Soll von der Vermittlungsstelle     VM    zur       Vermittlungsstelle        VM'    eine Nachricht ge  sendet werden, so wird durch abwechselndes  Umlegen des Kontaktes er das Senderelais  SR' betätigt. Die von dem Senderelais     SR'     über den Kontakt     sr'    weitergegebene Nach  richt kann nun zu einer weiteren Vermitt-           lungsstelle    oder auch zu einem Teilnehmer  weitergegeben werden. Durch das Umlegen  des Kontaktes<I>er</I> werden die Stromverhält  nisse in dem Senderelais     SR    nicht geändert.  so dass das Relais     SR    seinen Anker in der  Ruhelage festhält.

   Durch Umlegen des Kon  taktes<I>er</I> wird nämlich für die Wicklung     II     des Senderelais     SR    ein Stromkreis geschlos  sen von Batterie 2 über Wicklung     II        des     Senderelais     SR,    über den umgelegten Kon  takt er,     Widerstand        G    zurück zur Batterie 2.  Da, wie schon angegeben, der Widerstand 6  gleich dem Leitungswiderstand und dem  Widerstand der Wicklung     II    des Senderelais       SR'    ist, werden die Stromverhältnisse im  Senderelais     SR    nicht geändert.

   Das Sende  relais     SR'        wird    durch Öffnen und Schliessen  des Kontaktes<I>er</I> betätigt, da der     Stromkreis     für die Wicklung     II    des Relais     SR'    durch  das. Öffnen des Kontaktes<I>er</I> unterbrochen  wird. Ein     Hilfsstromkreis    für diese Wick  lung     wird    dabei nicht gebildet, so dass also  das Relais     SR'    seinen Anker     sr'        betätigt.     



  In ähnlicher Weise verläuft die Nach  richtenübermittlung von der Vermittlungs  stelle     V161'    zur. Vermittlungsstelle     V11T.     Das in der     Vermittlungsstelle        VM'    vor  gesehene, in der     Fig.    2 dargestellte Emp  fangsrelais<I>ER'</I> bewirkt ein     abwechselndes     Öffnen und Schliessen seines Kontaktes<I>er',</I>  wodurch in der Vermittlungsstelle     V112    das  Senderelais     SR    dementsprechend betätigt  wird.

       Durch    den Kontakt     sr    des Senderelais       SR    werden die zu übertragenden Nachrichten  über die     VerbindungsleitungVL    zu einer wei  teren Vermittlungsstelle oder zu einem fer  nen Teilnehmer weitergeleitet.

   Durch     Öffnen     des Kontaktes<I>er'</I> kann das Senderelais     S.R'     nicht betätigt werden, da beim Umlegen des  Kontaktes er' ein neuer Stromkreis für die  Wicklung     II    des Senderelais     SR'    gebildet       wird,    der folgendermassen verläuft: Batterie  2', Wicklung     II    des Senderelais     SR',    um-    gelegter Kontakt<I>er',</I> Widerstand 6' zurück  zur Batterie 2'. Da der Widerstand 6' ebenso  gross ist wie der Widerstand der Leitungen 3'  und 4' und der Wicklung Il von Relais     SR,     bleiben die Stromverhältnisse im Relais     SR'     die gleichen wie im Ruhezustand.

   Das Sende  relais     SR    dagegen wird durch Öffnen des  Kontaktes<I>er'</I> betätigt, da die Wicklung     1I     des Senderelais     SR    stromlos wird und ein       Hilfsstromkreis    für diese Wicklung beim  Umlegen des Kontaktes<I>er'</I> nicht zustande  kommt.  



  Es ist bei der Verbindung zweier Ver  mittlungsstellen     VN    und     VM'    also nur dar  auf zu achten, dass jeweils nur eine Batterie  im Stromkreis liegt, das heisst dass,     wenn    der  Schalter 11 in Stellung B liegt, der Schal  ter 11' in der Stellung A' liegt, und um  gekehrt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung für Telegraphen anlagen nach dem Ruhestromprinzip mit Zentralbatteriebetrieb, dadurch gekennzeich net, dass sowohl bei der Verbindung einer Vermittlungsstelle (VillT) mit einem Teilneh mer (Tn), als auch mit einer weiteren Ver mittlungsstelle (VIIT') zur Aussendung bezw. Aufnahme der Nachricht immer nur eine Speisebatterie durch den Umschalter (11, 11'<B>)</B> angeschaltet ist.
    UNTERANSPRUCH: Schaltungsanordnung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass, wenn an die Vermittlungsstelle (VM) eine weitere Vermittlungsstelle (VM') angeschlossen ist, die eine der beiden Batterien (2, 2') abge schaltet sein muss.
CH150478D 1929-10-24 1930-10-21 Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen. CH150478A (de)

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DE365642X 1929-10-24

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