CH150479A - Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen. - Google Patents

Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen.

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CH150479A
CH150479A CH150479DA CH150479A CH 150479 A CH150479 A CH 150479A CH 150479D A CH150479D A CH 150479DA CH 150479 A CH150479 A CH 150479A
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CH
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relay
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circuit
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transmission
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Aktiengesellschaft C Lorenz
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Lorenz C Ag
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Description


      Schaltungsanordnung    für Telegraphenanlagen.    Vorliegende Erfindung bezieht sich auf  eine Schaltungsanordnung für Telegraphen  anlagen mit Ruhestrom- und     Zentralbatterie-          betrieb,    bei welcher die beiden Wicklungen  des Senderelais auf der Vermittlungsstelle  durch entgegengesetzt gerichtete Ruheströme       Crehalten    werden. Bei derartigen Anordnun  gen -werden zweckmässig polarisierte, neutral  eingestellte Relais verwendet. Im     Ruhezu-          stande    der Anordnung fliesst zum Beispiel  durch die beiden Wicklungen des Senderelais  ein Ruhestrom.

   Sobald der     Naehrichtenaus-          tausch    beginnt,     muss    aber Vorsorge getroffen  werden,     dass    das Senderelais nicht betätigt  wird. Dies     lässt    sich zum Beispiel dadurch  erreichen,     dass    über den Anker des Emp  fangsrelais, der bei seinem Umlegen den  Ruhestromkreis für das Senderelais unter  bricht, ein besonderer Haltestromkreis für  das Senderelais geschlossen wird. Der Wider  stand des Haltestromkreises wird dabei vor  teilhaft so gewählt,     dass'    er dem des ur  sprünglichen Ruhestromkreises entspricht,    damit die Stromverhältnisse im Senderelais  nicht geändert werden.

   Es tritt aber bei  derartigen Anordnungen der Nachteil auf,       dass,    wenn der Anker des Empfangsrelais  von seiner Arbeitsstellung in die Ruhestel  lung zurückkehrt und dadurch der ursprüng  liche Ruhestromkreis des Senderelais wieder  um geschlossen wird, der Strom infolge der       Induktivität    des ursprünglichen Ruhestrom  kreises erst allmählich im Senderelais an  steigt. Dadurch wird aber das Verhältnis  der durch die Wicklungen des Senderelais  fliessenden Ströme geändert, so     dass    ein ein  wandfreies Arbeiten der Anordnung nicht  möglich ist.  



  Gemäss der Erfindung wird dieser Nach  teil dadurch behoben,     dass    bei der impuls  mässigen Unterbrechung und Schliessung des  über die Leitung verlaufenden Ruhestrom  kreises in der Vermittlungsstelle mit Hilfe  eines an der     Unterbrechungsstelle    liegenden       Kondensators    die durch     Induktivitäten    der           Leitungsschleife        bedingte41,_impulsmässiLTen     Stromschwächungen     kompen#µiert    werden.<B>-</B>  Beiliegende     Fig.   <B>1</B> und 2 zeigen ein Aus  führungsbeispiel der Erfindung.

   In der     Fig.     <B>1</B> ist -eine.     Vermittlungsstele,-        VM   <B>-</B> dargestellt,  an welcher die Teilnehmerstelle     Tn    ange  schlossen ist. Von der Teilnehmerstelle     Tn     ist nur der Sendekontakt     Sk    und der Emp  fangsmagnet<B>EH</B> dargestellt.

   Von der     Ver-          mittlungsstelte        VIU    geht die -     V*erbinduno-s-          leiii-ing        VL    ab und über die Verbindungs  leitung     VL'    werden die ankommenden Nach  richten der Teilnehmerstelle     Tn    übermittelt.

    Das     Sendemlais        SR,    welches ein neutral ein  gestelltes, polarisiertes Relais ist, überträgt  die Stromstösse auf die abgehende Verbin  dungsleitung     VL    und das Empfangsrelais  ER, welches ebenfalls als neutral eingestell  tes, polarisiertes Relais ausgebildet ist<B>'</B> dient  zur Übertragung einer Nachricht nach der  Teilnehmerstelle     Tn.       Wird keine Nachricht übermittelt, so be  steht folgender Ruhestromkreis: Batterie 2,  Wicklung Il des Senderelais     SR,    Kontakter,  Leitung<B>3,</B> Sendekontakt     slo,    Wicklung des  Empfangsmagnetes     Eill,    Leitung 4, Schal  ter<B>11,</B> Stellung<B>A, -</B> zurück zur Batterie 2.

    Ein weiterer Strom fliesst über die Wick  lung I des Senderelais SR aus der Batterie 2,  Wicklung I des Senderelais SR, Wider  stand<B>5,</B> zurück zur Batterie 2. Der Wider  stand<B>5</B> ist doppelt so gross wie der Wider  stand<B>6,</B> der dieselbe Grösse hat wie der Lei  tungswiderstand.  



  Es sei angenommen,     dass    der Teilnehmer       Tn    über die Verbindungsleitung     VL    eine  Nachricht aussenden will. Durch Öffnen  und Schliessen des Sendekontaktes     sk    wird  der Ruhestromkreis für die Wicklung     II     des Senderelais     SR,    als auch der Stromkreis  für den     Empfangsmagneten   <B>Ei</B>     M    entsprechend  der zu übermittelnden Nachricht unterbro  chen.

   Dadurch,     dass    in der Wicklung     II    des  Senderelais     SB    entsprechend den Öffnungen  des Sendekontaktes     Sk    kein Strom mehr  fliesst, legt das Senderelais     SB    seinen Kon  takt     sr    um, wodurch abwechselnd an die ab-         gehende        Verbindungsleiin        g   <B>- -</B>     -ng        VL        ein        Plas-          -und        Mintts-Potential    angelegt wird.

   Auf diese  Weise wird über die Verbindungsleitung     VL     die Nachricht ausgesendet. Der Empfangs  magnet<B>EN</B> bewirkt in bekannter Weise     den          M.Litschreibebetrieb.     



  Im folgenden werden die     Schaltvorgänge     beschrieben, die auftreten, wenn über die an  kommende Verbindungsleitung VP eine  Nachricht der Teilnehmerstelle     Tn        übermii-          telt    werden soll. Durch die Stromstösse wird  das Empfangsrelais<B>ER</B> betätigt, wodurch  durch Öffnen des Kontaktes er entsprechend  den von dem Empfangsrelais<B>ER</B> aufgenom  menen Stromstössen der Empfangsmagnet<B>EH</B>  zur Wirkung kommt, wodurch die Nachricht  der Teilnehmerstelle     Tn    übermittelt wird.  Durch das Umlegen des Kontaktes er wird  der oben beschriebene Ruhestromkreis für  das Senderelais     SB    unterbrochen.

   Das  Senderelais     SB    darf aber während des Emp  fangsvorganges nicht betätigt werden. Dies  wird dadurch verhindert,     dass    beim Umlegen  des Kontaktes er der Stromkreis für 'die  Wicklung     II    des Relais SR wie folgt auf  rechterhalten wird: Batterie<B>9-,</B> Wicklung     II     des Senderelais     SR,    umgelegter Kontakt er,  Widerstand<B>6,</B> zurück zur Batterie. Wie  schon ausgeführt, ist die Grösse des Wider  standes<B>6</B> gleich der des Leitungswiderstan  des, so     dass    im Senderelais     SB    während des  Empfangsvorganges keine Stromänderungen  auftreten und das Senderelais     SB    in seiner  Ruhelage bleibt.  



  Wird der Kontakt er von seiner Ruhe  lage in die     Arheitsstellung    gebracht, so än  dert sich, wie schon ausgeführt, an dem  Zustande des Senderelais SR     nielits.    Wird  dagegen der Kontakt er von seiner Arbeits  stellung wiederum in die Ruhelage zurück  gebracht, dann steigt der Strom infolge der       Induktivität    des Aussenkreises allmählich an  und dadurch wird das Verhältnis der Ströme  im Senderelais gestört. Um dies zu verhin  dern, ist der Kondensator<B>10</B> vorgesehen.  Unter Umständen kann mit dem Kondensa  tor<B>10</B> ein Widerstand in Reihe geschaltet  sein.

   Weist der Kondensator<B>10</B> mit dem Wi-           derstand   <B>6</B> eine Zeitkonstante auf, die un  gefähr gleich der des     Aussenkreises   <B>3,</B> 4  ist, so bleibt das ursprüngliche Stromver  hältnis im Senderelais erhalten.  



  Es sei nun angenommen,     dass.    an     die     Vermittlungsstelle     VIIII    nicht eine Teilneh  merstelle     Tn    angeschlossen wird, sondern  eine weitere     Vermittlungsstelle        VM'.    Dies  ist in der     Fig.    2 gezeigt. Die Anordnung,  welche in der     Fig.   <B>1</B> links von der strich  punktierten Linie liegt, ist in der     Fig.    2  ebenfalls links von der     sirklipunktierten    Li  nie -vorzusehen. Dieselbe ist in der     Fig.   <B>2</B>  nicht besonders wiederholt.  



  Im Falle der     Fig.   <B>2</B> würden zwei Bat  terien 2 und 2' beim Sende- und Empfangs  vorgang vorhanden sein.     Dadureli    würde  aber ein einwandfreier Sende-     hezw.    Emp  fangsvorgang nicht möglich sein; es wird  daher in einfacher Weise die eine der Batte  rien ausgeschaltet, indem der Schalter<B>11,</B>  wie, dies aus der     Fig.   <B>1</B> zu ersehen ist, in  die Stellung B gebracht wird (gestrichelte  Stellung). Selbstverständlich kann auch der  Schalter<B>11'</B> umgelegt werden und der     Schal-          fer   <B>11</B>     muss    dann in seiner     Anfangssiellung     verbleiben.

   Die beiden Schalter<B>11</B> und<B>11'</B>  müssen also so betätigt werden,     dass    eine  der Batterien 2     bezw.    2' zur Speisung der  Stromkreise vorhanden ist. Die andere  Stromquelle     muss    ausgeschaltet sein.  



  Das, Senderelais     SR    befindet sich gemäss  der     Fig.    2 in folgendem Ruhestromkreis:  Batterie 2', Schalter     ll',    Stellung<B>A',</B> Lei  <B>tung</B> 4', Schalter<B>11,</B> Stellung B, Wicklung       II    des Senderelais     SR,    Kontakt er, Leitung       C>     <B>3',</B> Kontakt er',     IÄTicklung        II    des Senderelais       SR',

      zurück zur     Batterie29'.    Für die     Wich-          lung    I des Senderelais besteht der schon  oben beschriebene Stromkreis über den Wi  derstand<B>5.</B> Für die Wicklung I des     Sende.-          relais        SR'    ist ein Stromkreis über den Wi  derstand<B>5'</B> gebildet. Der Widerstand<B>5'</B> ist  doppelt so gross als der Widerstand<B>6',</B> wel  cher gleich dem Leitungswiderstand ist. Das  Senderelais     SR'    ist ebenfalls als neutral ein  gestelltes, polarisiertes Relais ausgebildet.

    Die Schaltung des Senderelais     SR'    und Emp-         fangsrefais    in der Vermittlungsstelle     V,11'     ist genau dieselbe wie die Schaltung<B>de",</B>  Senderelais SR und Empfangsrelais ER     111     der Vermittlungsstelle     Vill.     



  Soll von der     Vermittlungsstclle        VJ1    zur       Vermittluno,stelle        VM'    eine Nachricht ge  sandt werden, so wird durch     abwechselnde##     Umlegen des Kontaktes er das Senderelais       SR'    betätigt. Die Nachricht wird entweder  über eine von der Vermittlungsstelle     V.Ii'     abgehende Verbindungsleitung zu einer  weiteren Vermittlungsstelle oder zu einer an  der Vermittlungsstelle     VM'    angeschlossenen  Teilnehmerstelle -übertragen.

   Durch das Um  legen des Kontaktes er werden die Strom  verhältnisse in dem Senderelais<B>SB</B>     nichl     geändert',     sot        dass    das Relais SR seinen An  ker in der Ruhestellung behält. Durch Um  legen des Kontaktes er wird nämlich für  die     Wieklung        II    des Senderelais     SB    ein  Stromkreis geschlossen, der wie folgt ver  läuft:

   Batterie 2, Wicklung     II    des Sende  relais     SR,    umgelegter Kontakt er, Wider  stand<B>6,</B> zurück zur Batterie<B>29.</B> Wie schon  angegeben, ist der Widerstand<B>6</B> gleich dein  Leitungswiderstand, so     dass    die     Strouriver-          hältnisse    in dem Senderelais     SB    sich nicht  ändern. Dagegen wird das Senderelais     SPT     durch Öffnen und Schliessen des Kontaktes  er betätigt, da der Stromkreis für die Wick  lung     II    des Senderelais     SR'    durch das<B>Öff-</B>  nen des Kontaktes er unterbrochen wird.

    Beim Öffnen des Kontaktes er wird für die  Wicklung     II    des Senderelais SR' kein     Hilf,-          stroinkreis    gebildet.  



  Im folgenden wird die Wirkungsweise  der Anordnung beschrieben, wenn von der  Vermittlungsstelle     VM'    zur Vermittlungs  stelle     VM    eine Nachricht gesandt wird.  Das in der     Vermittlungstelle        VM'        vorge-          seliene,    in der     Fig.    2 dargestellte Empfangs  relais<B>ER'</B> bewirkt ein abwechselndes<B>Öff-</B>  nen und Schliessen seines Kontaktes er', wo  durch in der Vermittlungsstelle     VN    das  Senderelais<B>SB</B> dementsprechend betätigt  wird.

   Die     Stromsiösse    werden vom Sende  relais     SB    durch den Kontakt     sr    entweder  über die Verbindungsleitung     VL    zu einer      weiteren Vermittlungsstelle übertragen, oder  die Stromstösse werden einer an die     Ver-          mittlungssielle        Vill    angeschlossenen Teil  nehmerstelle übermittelt.

   Durch Öffnen des  Kontaktes er' kann das Senderelais SR'  nicht betätigt werden, da beim Öffnen des  Kontaktes er' ein Stromkreis für die Wick  lung     II    des Senderelais     SR'    gebildet wird,  so     dass    die Stromverhältnisse in dem Sende  relais     SR'    dieselben bleiben. Der Stromkreis  ist folgender: Batterie<B>9-.,</B>     Wicklung        II    des  Senderelais     SR',    umgelegter Kontakt er',  Widerstand<B>6',</B> zurück zur Batterie 2'. Der  Widerstand<B>6'</B> ist so gross -wie der Leitungs  widerstand.

   Das Senderelais     SB    dagegen  wird durch Öffnen des Kontaktes er' be  tätigt, da beim Umlegen des- Kontaktes er'  die Wicklung     II    des Senderelais SR strom  los gemacht wird und beim Umlegen des  Kontaktes er' kein Hilfsstromkreis für die  Wicklung     II    des Senderelais     SB    gebildet  wird. Infolgedessen folgt das Senderelais  <B>SB</B> den durch den Kontakt er' hervorgerufe  nen Stromstössen.  



  Ist die     Vermittlungssielle        VM    mit der       Vermittlungssielle        VM'    verbunden, so kann  entweder die Batterie 2 oder die Batterie<B>2'</B>  ausgeschaltet sein. Ist die Batterie<B>92</B> aus  geschaltet, so liegt der Schalter<B>11</B> in der  Stellung B und der Schalter<B>11'</B>     muss    in  der Stellung<B>A'</B> sich befinden. Ist die  Batterie 2' ausgeschaltet, so liegt der    Schalter<B>11'</B> in der Stellung     B'    und der  Schalter<B>11</B> befindet sich dann in der Stel  lung<B>A.</B>

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Schaltungsanordnung für Telegraphen anlagen mit Ruhestrom und Zentralbatteri#,- betrieb, bei welcher die beiden Wicklungen des Senderelais auf der Vermittlungsstelle durch entgegengesetzt gerichtete Rulleitröme gehalten werden, dadurch gekennzeiel-inet. dass bei der impulsmässigen Unterbrechung und Schliessung des über die Leitung ver laufenden Ruhestromkreises in der Vermitt lungsstelle mit Hilfe eines an der Unter brechungsstelle liegenden Kondensators<B>(10)
    </B> die durchInduktivitäten derLeitungsschleife bedingten impulsmässigen Stromschwächun gen kompensiert werden. UNTERANSPRMHE: <B>1.</B> Schaltungsanordnung -nach dem Patent anspruch, dadurch gekennzeichnet, dass in Reihe mit dem Kondensator ein Wi derstand liegt. 2. Schalfungsanordnung nach Unteranspruch <B>1,</B> dadurch gekennzeichnet, dass' die Zeit konstante des Kondensators und des Wi derstandes ungefähr gleich derjenigen dos Aussenkreises ist.
CH150479D 1929-10-24 1930-10-21 Schaltungsanordnung für Telegraphenanlagen. CH150479A (de)

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