CH150735A - Verfahren zum Einbringen von Quecksilber in Entladungsröhren. - Google Patents
Verfahren zum Einbringen von Quecksilber in Entladungsröhren.Info
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Description
Verfahren zum Einbringen von Queelisilber in Entladungsröhren. Bei verschiedenen Ausführungen von Ent ladungsröhren hat es sich als zweckmässig er wiesen, etwas Quecksilber in die Röhre ein zubringen, das beim Gebrauch der Röhren einen bestimmten Dampfdruck hat und hier durch die Eigenschaften der Entladung für bestimmte Zwecke günstig beeinflüsst. Bis her war es üblich, das Quecksilber nach dem Entlüften und Ausheizen der Röhren in be stimmten,
mit der Pumpleitung in Verbin dung stehenden Gefässen abzumessen und me chanisch in die einzelnen Röhren einzuführen. Das Arbeiten mit offenem Quecksilber führt jedoch leicht zum Verspritzen und ist wegen der Gesundheitsschädlichkeit möglichst zu vermeiden. Ausserdem ist ein solches Ver fahren für Massenfabrikation wenig geeignet.
Es ist aus diesen Gründen schon vorgeschla gen worden, an Stelle von reinem Quecksilber die Amalgame zu verwenden. Jedoch hat dieses Verfahren, da es oft zu fehlerhaftem Arbeiten der Entladungsröhren Veranlassung gab (die Amalgame geben in der Hitze das Quecksilber ab und nehmen es in der Kälte wieder auf) und die Anfertigung der Röhren sehr erschwerte, keine Bedeutung in der Technik erlangt.
Es hat sich nun überraschenderweise ge zeigt, dass es möglich ist, Quecksilber von für ,den gedachten Zweck völlig ausreichen der Reinheit aus bestimmten Quecksilberver bindungen durch geeignete Reduktionsmittel in der Röhre zu entwickeln, wie es zur Ein führung anderer Metalle in Entladungsröh ren an sich bekannt ist, ohne dass im all gemeinen störende Umwandlungsprodukte ent stehen. Hierdurch ist es möglich, aus einer kleinen Menge eines festen Körpers die für eine Röhre erforderliche Menge Quecksilber leicht durch Erhitzen von aussen frei zu machen.
Als Quecksilberverbindungen haben sieh Verbindungen bewährt, die bei den üblichen Pumptemperaturen noch nicht versetzt wer den, wie zum Beispiel die Quecksilberwolfra- wate und das Quecksilbersulfid; als Reduk tionsmittel wurden Eisen, Nickel, Magnesium und andere Metalle als geeignet befunden.
Zweckmässig ist es, beide Stoffe in pulver förmigem Zustande in geeignetem Verhältnis zu mischen, auf den üblichen Maschinen zu kleinen Presskörpern von bestimmter Grösse bezw. bestimmtem Gewicht zu pressen, einen solchen an einem Metallansatz des Anoden- bleches jeder Röhre anzubringen und dort nach dem Entlüften durch Hochfrequenz zu erhitzen. Die Presslinge geben in den meisten Fällen ein reineres Metall ab als nicht durch Pressen verfestigte Pulver.
In Fällen, in de nen es auf besonders gutes Vakuum oder auf Abkürzung der Pumpzeit ankommt, kann es zweckmässig sein, der Mischung einen Über schuss von Magnesium zuzusetzen, der zwecks Beseitigung von Gasresten mitverdampft wird.
Dieses Verfahren weist vor dem bisher bekannten mancherlei Vorteile auf, von de nen folgende genannt seien: Die Röhren können in kürzester Zeit auf selbsttätig ar. beitenden Vorrichtungen gepumpt und fertig gestellt werden. Der zum Betrieb der Röhren erforderliche Metalldampfdruck stellt sich äusserst schnell ein, da das Quecksilber bei dem neuen Verfahren in Form feinster Tröpfchen auf der Glocke niedergeschlagen wird, also eine sehr grosse Oberfläche besitzt.
Gesundheitliche Schädigungen durch Queck- silber können kaum noch eintreten, da das Metall erst in der Röhre entwickelt wird und die zur Verwendung gelangenden Quecksil berverbindungen bei Zimmertemperatur völlig beständig sind und kein Quecksilbermetall abgeben.
Um zu vermeiden, dass' von den ange wandten Quecksilberverbindungen, zum Bei spiel von dem Quecksilbersulfid, etwas ver dampft und das Aussehen oder die Eigen schaften der Röhre durch Beschlagbildung und dergleichen beeinträchtigt wird, ist es zweckmässig, über der Verbindung bezw. über der Reaktionsmischung noch eine absorbie- rend-e Schicht anzubringen, am besten aus dem Reduktionsmittel, also aus reinem Eisen pulver, Nickelpulver oder dergleichen.
Oft kann es auch zweckmässig sein, zweck Vermeidung nachträglicher Einwirkung der Reaktionsrückstände auf den Quecksilber dampf diese Rückstände zu entfernen. Dies geschieht, wie es zur Einführung von Stoffen in Entladungsröhren an sich bekannt ist, zweckmässigerweise durch Unterbringung der Mischung in einem Ansatzrohr und Ab schmelzen dieses Ansatzrohres nach Austrei ben des Quecksilberdampfes.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zum Einbringen von Queck silber in Entladungsröhren, dadurch gekenn zeichnet, dass feste Verbindungen des Queck silbers in die Röhre eingebracht und daselbst durch Erhitzung mit Reduktionsmitteln zum metallischen Quecksilber reduziert werden. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Quecksilberverbin dung Quecksilbersulfid benutzt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' als Quecksilberverbin dung Quecksilberwolframat benutzt wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Reduktionsmittel Eisen benutzt wird. 4.Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass als Reduktionsmittel Nickel benutzt wird. 5. Verfahren nach Patentansprcuh, dadurch gekennzeichnet, da.ss als Reduktionsmittel Magnesium benutzt wird. 6. Verfahren nach Patentansprcuh, dadurch gekennzeichnet, dass über der aus den Quecksilberverbindungen und den Re- duktionsmitteln bestehenden Reaktions mischung eine Schicht von absorbierenden Stoffen angebracht wird. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass über der Reaktions- mischung die reinen Reduktionsmittel an gebracht werden.ä. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass' die Reaktionsmischung in einem Ansatzrohr untergebracht wird, das nach Austreiben des Quecksilbers ab geschmolzen wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE150735X | 1935-07-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH150735A true CH150735A (de) | 1931-11-15 |
Family
ID=5674096
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH150735D CH150735A (de) | 1935-07-15 | 1930-08-11 | Verfahren zum Einbringen von Quecksilber in Entladungsröhren. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH150735A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE951517C (de) * | 1954-05-21 | 1956-10-31 | Siemens Reiniger Werke Ag | Verfahren und Einrichtung zur Fuellung von Gefaessen, insbesondere von Zaehlrohren oder Glimmzaehlern, mit dosierbaren Mengen von Halogengasen |
-
1930
- 1930-08-11 CH CH150735D patent/CH150735A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE951517C (de) * | 1954-05-21 | 1956-10-31 | Siemens Reiniger Werke Ag | Verfahren und Einrichtung zur Fuellung von Gefaessen, insbesondere von Zaehlrohren oder Glimmzaehlern, mit dosierbaren Mengen von Halogengasen |
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