CH150964A - Gerät zum Messen von Bolzengewinden. - Google Patents

Gerät zum Messen von Bolzengewinden.

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CH150964A
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  Gerät zum Hessen von     Bolzengewinden.       Es ist bekannt, dass man beim Unter  suchen und Ausmessen von Gewinden mit  Hilfe optischer Abbildungsvorrichtungen das  Gewinde zweckmässig so beleuchtet,     dass    die  Achsen der beleuchteten Lichtbündel gegen       dic    Achse des Gewindes um einen um den       Steigungswinkel    von 90   verschiedenen     Win-          he    1 geneigt sind.

   Sind dabei die beleuchten  den Lichtbündel nicht, wie es meist der Fall  ist, untereinander parallel, so ordnet man  mit Vorteil wenigstens die Achse des Bün  dels, welches den     Mittelpunkt    des     zur    Ab  bildung gelangenden Feldes beleuchtet, im  genannten Winkel an.

   Auch ist bereits vor  geschlagen worden, die Achsen der meist       g        o        leichfalls        untereinander        parallelen,        abbil-          denden    Strahlenbündel oder wenigstens die  jenige, die zu dem den     Mittelpunkt    des Ge  sichtsfeldes abbildenden Strahlenbündel ge  hört, um denselben Winkel gegenüber der  Achse des Gewindes zu neigen, das     heisst    die  Achse des beleuchtenden mit der des abbil  denden Gesamtstrahlenbündels zum Zwecke    möglichst guter     Ausnützung    des abbildenden  Systems zusammenfallen zu lassen.  



  Es ist ein Gerät zum Messen von Bolzen  gewinden bekannt, welches mit einer Vor  richtung zum Lagern des zu messenden Ge  windes, einer     Vorrichtung    zur Beleuchtung  des zu     messenden    Gewindes, einem Mikro  skop, dessen     Tubusachse    mit der Achse des       Beleuchtungsstrahlenbündels    zusammenfällt,  und einer Vorrichtung zum Verschieben des  zu messenden     Gewindes    in seiner Achsen  richtung und zum Messen dieser Verschie  bungen ausgestattet ist.

   Bei diesem bekann  ten Geräte ist die     Lagervorrichtung    mit der       Vorrichtung    zum Verschieben und Messen  gegenüber der Beleuchtungsvorrichtung und  dem Mikroskop um eine Achse schwenkbar,  welche die Achse des in seiner     Achsenrich-          tung        verschieblichen    Gewindes senkrecht  schneidet, während die Beleuchtungsvorrich  tung und das     Mikroskop    gegenüber der Stütz  fläche des Gerätes fest angeordnet sind.      Diese Bauart hat folgende Nachteile:  Man pflegt die Werkstücke bei der Messung  oft in     V-förmige    Lager, die am Tische vor  gesehen sind, oder unmittelbar auf eine die  Tischplatte darstellende Glasscheibe aufzu  legen.

   Wird nun diese Lagervorrichtung mit  der Vorrichtung zum Verschieben und Mes  sen geneigt, dann gleitet das Werkstück  leicht ab, und zwar, entsprechend der  Schwenkachse des Tisches, in der     Messrich-          tung,        wodurch    sich     Messfehler    ergeben. Auch  wenn die Werkstücke zwischen Spitzen 'ein  gespannt sind, besteht die Gefahr, dass der  in der Regel als Vorrichtung zum     VerscUie-          ben    und Messen dienende Schlitten abgleitet,  ein Nachteil, der auch durch     Anbringung     einer Gegenfeder nicht einwandfrei behoben  werden kann.

   Diese Feder ist nämlich im  mer so zu bemessen, dass sie der grössten auf  tretenden Schlittenbelastung     Widerstand    zu  leisten vermag. Das führt jedoch bei ge  ringerer Schlittenbelastung, also bei der       Messung    kleiner Werkstücke, zu einer un  erwünschten, einseitigen Beanspruchung der       zur    Verschiebung benutzten     Messsehraube.     



  Gegenstand der Erfindung ist ein Gerät  der eingangs erwähnten Art, das frei von  den genannten Nachteilen ist.  



  Der     Erfindungsgegenstand    zeichnet sich       dadurch    aus, dass die Vorrichtung zum Ver  schieben     und    Messen und die Lagervorrich  tung mit einer     Aufstellvorrichtung    fest ver  bunden sind, an der das Mikroskop und die  Beleuchtungsvorrichtung um eine Achse  schwenkbar gelagert sind, die bei der Be  obachtungslage des Tubus in der Einstell  ebene des     Mikroskopes    liegt. Das Gerät kann  sowohl für subjektive     Betra.chung    des Ge  sichtsfeldes im Mikroskop, als auch zur Pro  jektion des     mikroskopischen    Bildes auf eine  Projektionsfläche eingerichtet sein.  



  In der Zeichnung ist ein Ausführungs  beispiel des Erfindungsgegenstandes bei  subjektivem Gebrauche dargestellt.     Abb,    1  gibt das     Ausführungsbeispiel    im Aufriss,  teilweise im Mittelschnitt, wieder;     Abb.    2  zeigt     einen    Teilschnitt nach der Linie     A-A       der     Abb.    1, und     Abb.    3 den in     Abb.    2 dar  gestellten Teil im     Grundriss.     



  Das Gerät hat einen die     Aufstellvor-          richtung    bildenden Fuss 1 mit einem Lager 2.  In diesem Lager 2 ist ein Bolzen 3 mit einer  Spitzenschraube 4 befestigt. Der Bolzen 3  trägt einen Arm 5, an dem ein rahmenarti  ger Objekttisch 6 angebracht ist. Auf     diesem     Tische 6 ist ein Schlitten 7 in einer Schlit  tenführung 8     verschieblich.    Zur Verschie  bung dient ein mit einem Teilrad 9 ver  sehenes     Handrädchen    10, welches durch     eine     im Tische 6 drehbar     gelagerte    Spindel 11  auf eine am Schlitten vorgesehene Mutter 12  wirkt.

   Zur Messung dieser in der     Achsen-          iichtung    des zu messenden     Bolzengewindes     erfolgenden Verschiebungen ist am Tisch 6  eine Teilung 13 angebracht und das Teil  rad 9 mit einer Teilung 14 versehen, zu der  ein Zeiger 15 am Tische 6 gehört. Das Ge  rät weist also eine Vorrichtung zum Ver  schieben des zu messenden Gewindes in sei  ner     Achsenrichtung        lind    zum     Messen    dieser  Verschiebungen auf, welche am Arm 5 be  festigt ist. Im rechten Winkel zur Schlitten  führung 8 ist eine     Schlittenführung    16 am  Schlitten 7 vorgesehen.

   In dieser ist eine  Lagervorrichtung 17 für ein zu untersuchen  des     Bolzengewinde    18 mit Hilfe einer     Spin-          d.el    19     verschieblich,    die am Schlitten 7 ge  lagert ist und auf eine Mutter 20 der Lager  vorrichtung 17 wirkt. Diese zweite Ver  schiebungsmöglichkeit dient dazu, das dar  gestellte Gerät noch vielseitiger     verwendbar     zu machen. Die Spindel 19 ist mit einem  Teilrad 21 mit Teilung 22 und einem Hand  rädchen 23 versehen. Zur Teilung 22 gehört  ein Zeiger 24 am Schlitten 7, der ausserdem  eine Teilung 25 trägt.

   Der Schlitten 7 hat  einen in Richtung seiner     Vemchiebungen    auf  dem Tische 6 sich erstreckenden     Iiänga-          sehlitz    26, während die Lagervorrichtung 17  infolge rahmenartiger Ausbildung ihrer  Grundplatte 27 dem Lichte über den gröss  ten Teil ihrer Fläche freien Durchtritt ge  währt.  



  Der Bolzen 3 ist von einer auf diesem  drehbaren Nabe 3U umschlossen, die einen      Zeiger 29 trägt und zwei Arme 31 und 32       aufweist.    Der Arm 5 trägt     eine    Winkel  teilung 28, die zum Zeiger 29 gehört. Am  Arm 31 ist ein Mikroskoptubus 33 mit Ob  jektiv 34 und Okular 35 mittelst eines Trieb  rades 36 verstellbar     gelagert    und mit dem  Arm 3.2 ist eine     Beleuchtungsvorrichtung     fest verbunden, die ein     parallelstrahliges     Lichtbündel von     unten    her in das Objektiv 34  sendet.

   Die Beleuchtungsvorrichtung besteht  aus einer     Irisblende    37, einem     gleichschenk-          lig-rechtwinkligen    Spiegelprisma 38 und  einer Sammellinse 39, deren Brennweite so  gewählt ist dass die Ebene der     Irisblende    37  ihrer     Brennebene    entspricht. Die optischen  Teile 37, 38 und 39     sind    in einem Gehäuse  40 am Ende des Armes 32 so eingebaut,  dass die optische Achse der Linse 39 sich  mit der Achse des Tubus 33 deckt, dass also  die     Tubusachse    mit der Achse des Beleuch  tungsstrahlenbündels zusammenfällt.  



  Das zu prüfende     Bolzengewinde    18 wird  in der in der     Zeichnung    ersichtlichen Weise  in die     Lagervorrichtung    17 eingespannt. Als  dann wird das eingespannte     Gewinde    18 mit  Hilfe der Kreuzschlitten 7, 16 durch Drehen  der     Handrädchen    10 und 23 in die zum Be  obachten geeignete Lage verschoben und der       Steigungswinkel    des     Gewindes    18 auf der  Teilung 28 durch Schwenken der Arme 31,  32 um den Bolzen 3     mit    dem     Zeiger    29 ein  gestellt.

   Durch das Schwenken der Arme 31,  32 gelangen das Mikroskop 33, 34, 35 und  die Beleuchtungsvorrichtung 37, 38, 39 in  eine Lage, bei welcher die Achse des aus  tretenden     Beleuchtungsstrahlenbündels    und       die    damit zusammenfallende optische Mikro  skopachse parallel zur Tangente an die  Schraubenlinie     in    der in der Einstellebene ge  legenen Spitze des Gewindeprofils ist, so dass  sich die     geringsten    Reflexwirkungen des  Lichtes an den     Gewindeflanken    ergeben und  die weitere Gestalt des Gewindeprofils im  Mikroskop sichtbar ist.

   Verschiebt man nun  mehr die     Lagervorrichtung    17 mit Hilfe des  Handrädchens 10 in der Schlittenführung 8       5o    lange, bis die Lage des Bildes einer Ge  windespitze im Gesichtsfelde des Mikro-         skops    33, 34, 35 sich mit dem Punkte deckt,  den vorher das Bild der benachbarten (be  ziehungsweise bei mehrgängigen Gewinden  die zweitfolgende usw.) Gewindespitze ein  nahm, dann entspricht diese Verschiebung  der Steighöhe des Gewindes 18. Zur Grob  ablesung dieser Steighöhe dienen die Kante  des     Schlittens    7 und die Teilung 13, wäh  rend die     Feinablesung    mit Hilfe des Zeigers  15 an der     Teilung    14     des    Teilrades 9 be  wirkt wird.

   Die Gewindedurchmesser wer  den in entsprechender Weise mittelst einer       Grobablesung    an einer Kante der     Grund-          platte    27 auf der Teilung 25 und einer Fein  ablesung am Zeiger 24 auf der Teilung 22  des Teilrades 21 ermittelt.  



  Die am Arm 5 angeschlossenen Teile  des Gerätes, also die     Vorrichtung    zum Ver  schieben und Messen und die     Lagervorrich-          tung    sind gegenüber der durch ,den Fuss 1  bestimmten     Stützfläche    des Gerätes unbeweg  lich.     Insbesondere    für kleinere Werkstücke  kann eine einfache planparallele     Glasplatte,     die dann die Stelle der Lagervorrichtung 17       einnimmt,    auf die     Schlittenführung    7 auf  gelegt werden.

   Auf diese Glasplatte sind die  Werkstücke so aufzulegen, dass ihre Achse  der zur Steigungsmessung gehörigen     Ver-          schiebungsrichtung    parallel     ist.    Die Iris  blende 37 dient als     Aperturblende    für das  beleuchtende Strahlenbündel. Die Fassung  der Sammellinse 29     beschränkt    den Quer  schnitt des beleuchtenden Strahlenbündels  und wirkt demnach als     Gesichtsfeldblende.     Um eine weitere Einengung dieses Gesichts  feldes zu     bewirken,    könnte eine geeignete  Blende     auf    die Fassung aufgelegt werden.

    Selbstverständlich könnte auch eine künst  liche Lichtquelle     zur    Beleuchtung vorgesehen  sein.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Gerät zum Messen von Bolzengewinden, welches mit einer Vorrichtung zur Lagerung des zu messenden Gewindes am Gerät, einer Vorrichtung zur Beleuchtung des zu mes senden Gewindes, einem Mikroskop, dessen Tubusachse mit der-Aehse des Beleuchtungs- Strahlenbündels zusammenfällt, und einer Vorrichtung zum Verschieben des zu messen den Gewindes in seiner Achsenrichtung und zum Messen dieser Verschiebungen aus gestattet ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Verschieben und Messen und die Lagervorrichtung mit einer Auf- Stellvorrichtung fest verbunden sind,
    an der das Mikroskop und die Beleuchtungsvorrich tung um eine Achse schwenkbar gelagert sind, die bei der Beobachtungslage des Tubiaz in der Einstellebene des Mikroskops liegt.
CH150964D 1929-04-27 1930-04-16 Gerät zum Messen von Bolzengewinden. CH150964A (de)

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