CH151385A - Vorrichtung zum Regeln der Klangfarbe des auf elektrischem Wege wiedergegebenen Schalles. - Google Patents
Vorrichtung zum Regeln der Klangfarbe des auf elektrischem Wege wiedergegebenen Schalles.Info
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Description
Voraichtung znm Regeln der Klangfarbe des auf elektrischem Wege wiedergegebenen Schalles. Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Regeln der Klangfarbe des auf elektri- schein Wege wiedergegebenen Seballes und bezweckt, sowohl für Musik als auch für Sprache eine vollkommenere Regelung zu er zielen als dies mit den üblichen Vorrichtungen erreichbar ist.
Die Vorrichtung nach der Erfindung ist für alle tonfrequenten Verstärker, wie die für sprechende Filmanlagen verwendeten, für Radiogeräte, Verstärker für Drahttelephonie und Verstärker für andere Zwecke verwendbar.
Bei den bekannten Vorrichtungen zum Regeln des auf elektrischem Wege wieder- erzeugten Schalles kann man entweder die hohen oder die tiefen Töne mehr in den Vor dergrund treten lassen. Die tiefen Töne wer den dabei meistens in der Weise in den Vor dergrund gerückt, dass ein Kondensator pa rallel zum Lautsprecher gelegt wird.
In dem Masse, als die Kapazität dieses Kondensators grösser wird, nimmt die Inten- sität der hohen Töne ab. Die Intensität der tiefen Töne bleibt in diesem Falle dieselbe, da die Ströme der den tiefen Tönen entspre chenden Frequenzen in der Lautsprecherwick lung einen bedeutend geringeren Widerstand als im Kondensator finden, sogar wenn dieser auf seinen Höchstwert eingestellt ist.
Diese Regelung hat sich ebenso wie die andern bekannten Regelungen als ungenügend erwiesen. Die Erfindung hat den Zweck, diese Schwierigkeit zu vermeiden und besteht darin, dass eine Regelung angewendet wird, mittelst deren ein beliebiges Verhältnis zwischen der Intensität der tiefen Töne und derjenigen der hohen Töne eingestellt werden kann.
Dies kann zum Beispiel dadurch erzielt werden, dass parallel zu einer im Verstärker vorhandenen Impedanz eine Impedanz gelegt wird, die aus zwei parallel geschalteten Zweigen besteht, von denen einer teilweise durch einen Stromweg mit einer niedrigen Impedanz für die hohen Töne und der andere teilweise durch einen Stromweg mit einer niedrigen Impedanz für die tiefen Törie ge bildet wird. Durch passende Wahl der Grösse einer Impedanz mit geringer Frequenzabhän- gigkeit, die in Reihe mit jeder der beiden zuerst erwähnten Impedanzen geschaltet wird, kann man jede gewünschte Klangfarbe des wiedergegebenen Schalles einstellen.
Diese Vorrichtung kann beispielsweise derart ausgebildet werden, dass eine Impe danz, die aus einem ohmschen Widerstand, einer Kapazität, einer Selbstinduktion, einer zweiten Selbstinduktion und einer zweiten Kapazität besteht, die zu einer geschlossenen Einheit vereinigt sind, derart in einen Ver stärker eingefügt werden kann, dass der Ver= Bindungspunkt der beiden Selbstinduktionen mit dem einen Ende einer Transformator wicklung und ein veränderlicher Punkt des ohmschen Widerstandes mit dem andern Ende der Transformatorwicklung verbunden ist.
Die Zeichnung veranschaulicht eine bei spielsweise Ausführungsform des Erfindungs gegenstandes.
In der Figur bezeichnet 1 eine Dreielek- trodenröhre, in deren Anodenstromkreis die Primärwicklung 2 eines Transformators 3 ein gefügt ist, dessen Sekundärwicklung 4 über einen ohmschen Widerstand 5 geschlossen ist, von dem ein fester Punkt mit der Ka thode einer folgenden Dreielektrodenröhre und ein veränderlicher Punkt 8 mit dein Gitter dieser Röhre verbunden ist. Parallel zur Pri märwicklung 2 ist eine Impedanz geschaltet, die aus zwei parallelen Zweigen<I>6 - C- L</I> und 7-C-Li besteht.
Die Werte der Kon densatoren und der Selbstinduktionen sind derart gewählt, dass ein durch die Elemente L, C gebildeter, geschlossener Stromkreis auf eine im obern Teil des Hörbarkeitsbereiches liegende Frequenz und ein durch L und C, gebildeter Stromkreis auf eine im untern Teil des Hörbarkeitsbereiches liegende Frequenz abgestimmt ist.
In der Figur sind die Widerstände 7 und 6 als Teile eines Potentiometers mit einem Gleitkontakt 9 veranschaulicht. Durch Ver schieben des Gleitkontaktes kann man die Werte der Widerstände 7 und 6 innerhalb weiter Grenzen ändern. Ist 7 sehr klein, so hat der Weg 7-a-Li eine geringe Impe danz für die tiefen Frequenzen, während dann der Weg 6-'C-L, wenn das Potentiometer einen hohen Widerstand aufweist, praktisch für alle hohen Frequenzen einen unendlich grossen Widerstand bildet. In diesem Fall kommen also die tiefen Frequenzen nicht durch. Irr dem Masse, als der Gleitkontakt 9 mehr nach links verschoben wird, gewinnen die tiefen Töne mehr an Intensität.
In der Stellung,'iri der die'-Widerstände 7 und 6 gleich gross sind, wird der ganze Bereich kräftig wiedergegeben, wenn die Widerstände mit Rücksicht auf die Impedanzen Li <I>-</I> Ci und L-C auf passende Weise gewählt wor den sind. Wird der Gleitkontakt 9 noch mehr nach links verschoben, so nehmen im wieder gegebenen Schall die hohen Töne immer mehr ab, bis schliesslich, wenn der Widerstand 6 Null ist, praktisch nur die tiefen Frequenzen übrig sind.
Der über die Sekundärwicklung geschal tete Widerstand 5 dient zum Einstellen der Intensität. Er ermöglicht es, alle Frequenzen gleichzeitig in gleichem Masse zu schwächen oder zu verstärken.
Es ist festgestellt worden, dass die be schriebene Vorrichtung die Möglichkeit gibt, die Verständlichkeit des gesprochenen Wortes wesentlich zu verbessern. In der Regel ist es erwünscht, beim Sprechen die Klangfarbe auf der hohen Seite zu wählen, während für die Wiedergabe der Musik die Klangfarbe im allgemeinen etwas auf der tiefen Seite zu wählen ist.
Man kann den Gleitkontakt 9 mit Hilfe eines Knopfes verschiebbar machen, der durch einfaches Drehen erlaubt, jede gewünschte Klangfarbe einzustellen.
Claims (1)
- PATNNTANSPRÜCH: Vorrichtung zum Regeln der Klangfarbe des auf elektrischem Wege wiedergegebenen Schalles, dadurch gekennzeichnet, dass sie eine solche Kombination von Impedanzen enthält, dass ein beliebiges Verhältnis zwi schen der Intensität der hohen Töne und der jenigen der tiefen Töne eingestellt werden kann. UNTERANSPRÜCHE: 1.Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass parallel zu im Ver stärker vorhandenen Impedanzen eine Im pedanz gelegt ist, die aus zwei parallel ge schalteten Zweigen besteht, von denen einer teilweise durch einen Stromweg mit einer niedrigen Impedanz für die hohen Töne und der andere teilweise durch einen Stromweg mit einer niedrigen Impedanz für die tiefen Töne gebildet wird und in Reihe mit jeder dieser Impedanzen eine Impedanz mit geringer Frequenzabhängig- keit gelegt ist. 2. Vorrichtung nach Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Impedanz mit ge ringer Frequenzabhängigkeit ein ohmscher Widerstand ist. 3.Vorrichtung nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Impedanzen mit starker Frequenzabhängigkeit durch in Reihe geschaltete Selbstinduktion und Ka pazität gebildet werden, und dass ein ver änderlicher Punkt des zwischen diesen Im pedanzen eingeschalteten ohmschen Wider standen mit dem einen Ende einer Trans formatorwicklung und das gemeinsame Ende der Impedanzen mit grosser Frequenz abhängigkeit mit dem andern Ende der erwähnten Transformatorwicklung ver bunden ist.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL151385X | 1929-08-09 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH151385A true CH151385A (de) | 1931-12-15 |
Family
ID=19776339
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH151385D CH151385A (de) | 1929-08-09 | 1930-07-26 | Vorrichtung zum Regeln der Klangfarbe des auf elektrischem Wege wiedergegebenen Schalles. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH151385A (de) |
-
1930
- 1930-07-26 CH CH151385D patent/CH151385A/de unknown
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