CH151670A - Verfahren zur Herstellung eines an alkalibeständiger Zellulose reichen Zellstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines an alkalibeständiger Zellulose reichen Zellstoffes.

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CH151670A
CH151670A CH151670DA CH151670A CH 151670 A CH151670 A CH 151670A CH 151670D A CH151670D A CH 151670DA CH 151670 A CH151670 A CH 151670A
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cellulose
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Waldhof Zellstofffabrik
Hedwig Dr Busch
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Waldhof Zellstoff Fab
Hedwig Dr Busch
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      Verfuhren    zur     Urerstellung    eines an     alkalibeständiger    Zellulose reichen     Zellstoffes.       Es ist bekannt, aus     ungebleichtem    oder  gebleichtem Zellstoff durch Behandeln mit al  kalischen Mitteln (z. B. Kalk,     Ätznatron,    Soda  oder deren Gemischen) bei gewöhnlicher oder  erhöhter Temperatur und eventuell erhöhtem  Druck an     alkalibeständiger    Zellulose (Alpha  zellulose) reiche     Zellstoffe    zu gewinnen, deren       Alphazellulosegehalt    beispielsweise bis zu       98'/o    und darüber ansteigen kann.

   Solche  Zellstoffe stellen zwar in vollkommen ge  bleichtem Zustande ein an sich hochweisses       Produkt    dar. Sie haben aber durchwegs den  Nachteil, bei der Weiterverarbeitung auf     Zel-          luloselösungen    und geformte Gebilde aus sol  chen, insbesondere bei der Herstellung von       Zelluloseestern,        Zelluloseäthern    und derglei  chen, Lösungen zu liefern, welche noch mehr  oder weniger stark gelblich gefärbt sind.  Diese meist sehr unerwünschte Gelbfärbung  überträgt sich dann in der Regel auch auf  die aus den Lösungen gewonnenen geformten  Gebilde, Überzüge usw.  



  Es wurde nun gefunden, dass sowohl bei         ungebleichten,    als auch bei gebleichten     Zell-          stoffen    ein hochwertiges     Zelluloseprodukt    an  fällt, welches bei der Weiterverarbeitung her  vorragend hellfarbige Lösungen     bezw.    ge  formte Gebilde liefern kann, wenn man ausser  alkalischen Mitteln noch ein     alkalibeständiges     Reduktionsmittel, .wie z. B.     Natriumsulfit,    auf  das     Zellulosematerial    einwirken lässt.

   Anschei  nend verhindert das Reduktionsmittel schäd  liche Abbaureaktionen und die sonst bei al  kalischer Extraktion leicht eintretende Bil  dung von     braungefärbten,        caramelartigen    Pro  dukten. Dafür spricht die Beobachtung, dass  auch die Ablauge solcher, z. B. mit     natrium-          sulüthaltiger    Natronlauge gekochter Zellstoffe  viel heller gefärbt ist, als bei den mit Al  kalilauge allein gekochten Zellstoffen. Auch  die Ausbeute an hochwertiger Zellulose lässt  sich durch das neue Verfahren deutlich ver  bessern.  



  Zweckmässig bringt man das Reduktions  mittel gleichzeitig mit dem Alkali zur Ein  wirkung.      Das Verfahren kann beispielsweise derart  durchgeführt werden, dass man     ungebleichten          Srilfitzellstoff    in verdünnter Lauge, die etwa  0,8  % Natron und ebensoviel     Natriumsulfit     enthält, entweder ohne Druck etwa 6 Stun  den oder bei 2 Atmosphären etwa l'/2 Stun  den kocht. Der     Zellstoff    wird dann in be  kannter Weise gewaschen, gebleicht usw.

    Man erhält auf diese Weise einen Zellstoff,       der        etwa        97        %        Alphazellulose        enthält        und     bei der Weiterverarbeitung, z.

   B. auf Lösun  gen von     Zelluloseestern,        Zelluloseäthern    und  dergleichen besonders helle Produkte liefert,  wie sie bisher     aus    Zellstoffen nicht zu erhal  ten waren und den aus Baumwolle herge  stellten praktisch vollkommen entsprechen,  Dasselbe Verfahren lässt sich auch ohne wei  teres auf schon gebleichte     Zellstoffe    ausdeh  nen, wobei ebenso grosse Unterschiede gegen  über dem Verfahren ohne Reduktionsmittel  resultieren können.  



  An Stelle von     Natriumsulfit    können auch  andere     alkalibeständige        Reduktionsmittel,    z. B.  andere Stilfite,     Hydrosulfite,        Sulfhydrate,    aro  matische     Phenole    usw. Verwendung finden.  



  Es ist bekannt, Pflanzenmaterial aller Art  mit verhältnismässig starken     .Ätznatronlaugen,     die einen Zusatz von     Alkalisulfid    oder     -stilfit     enthalten, zwecks Isolierung der Zellulose zu  kochen. Es handelt sich dabei also um das pri  märe     "Aufschliessen"    des Pflanzenrohmaterials  (Holz, Bambus, Gräser, Schilf) unter Gewin  nung des     "Zellstoffes".    Solche Zellstoffe enthal-         ten    im günstigen Falle etwa 88-89 % Alpha  zellulose und geben bei der Weiterverarbei  tung auf Lösungen oder geformte Gebilde  mehr oder weniger stark gelblich gefärbte  Produkte.

   Demgegenüber handelt es sich bei  dem beschriebenen Verfahren um eine     Ver-          edelungsprozess,    für welchen jene nach be  kanntem Verfahren gewonnenen Zellstoffe das  Rohmaterial bilden, indem sie durch das be  schriebene Verfahren in hochwertige     Zellstoffe     übergeführt werden, deren     Alphazellulosege-          halt    ungefähr den der Baumwolle erreicht,  und die bei der Weiterverarbeitung rein weisse  Lösungen usw. ergeben können.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines an alkali- beständiger Zellulose reichen Zellstoffes durch Behandeln von Zellstoff mit alkalischen Mit teln, dadurch gekennzeichnet, dass man ausser dem alkalischen Mittel noch ein alkalibestän- diges Reduktionsmittel auf das Zellulosema- terial einwirken lässt. UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Natriumsulfit als Reduktionsmittel verwendet.
CH151670D 1930-02-01 1930-12-12 Verfahren zur Herstellung eines an alkalibeständiger Zellulose reichen Zellstoffes. CH151670A (de)

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